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Abbildung zu Aal AalFischartDer Aal lebt versteckt am Grund von Flüssen, Bächen, Kanälen und Seen und mag warme, ruhige Gewässer mit schlammigem Boden, vielen Verstecken und überhängenden Ufern[1]. Stehende Gewässer besiedelt er Abbildung zu Abhakmatte AbhakmatteGerätEine Abhakmatte ist eine weiche, gepolsterte Unterlage, auf die du einen gefangenen Fisch zum Abhaken legst. Sie schützt den Fisch vor Verletzungen und vor allem seine empfindliche Schleimschicht, die ihn gegen Krankheiten abschirmt [1]. Wichtig ist, die Matte vorher gut anzufeuchten, damit die Schleimhaut nicht austrocknet oder beschädigt wird [2]. Besonders beim Karpfenangeln ist sie üblich; sie sollte mindestens etwa 60 x 100 cm groß sein, damit der Fisch sicher darauf liegt [2]. Abbildung zu Ablassvorrichtung AblassvorrichtungGerätEine Ablassvorrichtung ist ein Bauwerk, mit dem man den Wasserstand eines Teichs regeln und das Wasser ganz oder teilweise ablassen kann [1]. In der Teichwirtschaft wird dafür meist ein sogenannter Mönch eingesetzt: ein Schacht mit einsteckbaren Staubrettern, über deren Höhe der Wasserspiegel eingestellt wird [2]. So lässt sich der Teich zum Abfischen, Reinigen oder Entschlammen leeren [1]. Für Angelschüler ist wichtig zu wissen, dass ein ablassbarer Teich gezielt bewirtschaftet werden kann. Abbildung zu Abwasser AbwasserGewässerkundeAbwasser ist verschmutztes Wasser aus Haushalten, Industrie oder Landwirtschaft, das in ein Gewässer gelangt. Gelangt ungeklärtes Abwasser ins Wasser, bringt es viele Nährstoffe mit. Beim Abbau dieser Stoffe wird so viel Sauerstoff verbraucht, dass Fische ersticken können [1]. Empfindliche Arten wie Forelle und Äsche, die viel Sauerstoff brauchen, verschwinden dann als Erste [1]. Deshalb ist sauberes, abwasserarmes Wasser eine Grundvoraussetzung für einen gesunden Fischbestand. Abbildung zu Afrikanischer raubwels Afrikanischer raubwelsFischartDer Afrikanische Raubwels lebt in warmen, ruhigen Gewässern wie Teichen, Seen und langsamen Flüssen und mag Wassertemperaturen zwischen 20 und 30 Grad[1]. Er ist extrem robust und kann sogar in Sümpfe Abbildung zu Afterflosse AfterflosseAnatomieDie Afterflosse sitzt auf der Bauchseite des Fisches, kurz hinter der Afteröffnung und vor der Schwanzflosse [1]. Sie ist eine einzelne (unpaare) Flosse, die zusammen mit der Rückenflosse vor allem dafür sorgt, dass der Fisch stabil und gerade im Wasser liegt [2]. Beim Steuern und bei Richtungsänderungen hilft sie ebenfalls mit [1]. Form und Größe der Afterflosse unterscheiden sich je nach Fischart und helfen daher beim Bestimmen einzelner Arten [2]. Abbildung zu AFTMA Klassen AFTMA KlassenGerätDie AFTMA-Klassen sind die international gebräuchliche Maßeinteilung für Fliegenruten und Fliegenschnüre beim Fliegenfischen [1]. Sie reichen von Klasse 0 bis 15 und geben das Gewicht der ersten rund 9 Meter der Fliegenschnur an: je höher die Zahl, desto schwerer die Schnur und kräftiger die Rute [1][2]. Wichtig ist, dass die Klasse von Rute und Schnur übereinstimmen, damit das Werfen funktioniert [2]. Zum Angeln auf Forellen und Weißfische nutzt man meist die Klassen 3 bis 6 [2]. Abbildung zu Aktion AktionGerätDie Aktion einer Angelrute beschreibt, wie stark und an welcher Stelle sich die Rute unter Belastung durchbiegt und wie schnell sie danach wieder gerade wird [1]. Bei der schnellen Aktion (Spitzenaktion) biegt sich nur die Rutenspitze, was sehr präzise Würfe erlaubt [1]. Bei der mittleren Aktion biegt sich das obere Drittel bis die Hälfte der Rute, bei der langsamen oder parabolischen Aktion biegt sich die Rute gleichmäßig bis zum Griff durch und federt die Fluchten eines Fisches gut ab [1][2]. Als Angelschüler musst du wissen, dass die Aktion zur Angelmethode und zum Zielfisch passen muss. Abbildung zu Aland AlandFischartDer Aland lebt vor allem in den ruhigeren, langsam fließenden Unterläufen größerer Flüsse im Tiefland[1]. Er kommt aber auch in größeren Seen und sogar im leicht salzigen Brackwasser an den Küsten vor Abbildung zu Algenentwicklung AlgenentwicklungGewässerkundeMit Algenentwicklung ist das Wachstum und die Vermehrung von Algen in einem Gewässer gemeint. Bei zu vielen Nährstoffen im Wasser und warmen Temperaturen können sich Algen massenhaft vermehren, was man als Algenblüte bezeichnet [1][2]. Eine dichte Algenschicht an der Oberfläche lässt kaum noch Licht ins Wasser, sodass Unterwasserpflanzen keinen Sauerstoff mehr produzieren können; nachts verbrauchen die Algen selbst Sauerstoff, sodass es morgens zu Sauerstoffmangel kommen kann [1]. Im schlimmsten Fall sterben dadurch Fische und andere Wassertiere [2]. Abbildung zu Altarm AltarmGewässerkundeEin Altarm ist ein Seitenarm eines Flusses, der noch mit dem Hauptstrom verbunden ist und durchströmt wird, aber nicht mehr im Hauptlauf liegt [1]. Er entsteht meist, wenn der Fluss eine alte Schleife (einen Mäander) abschneidet [1]. Ist die Verbindung ganz unterbrochen und steht das Wasser still, spricht man dagegen von einem Altwasser [1]. Altarme sind oft naturnaher als der Hauptlauf und ein wichtiger Lebensraum: Fische ziehen sich hierher zurück, um sich bei Hochwasser von der Strömung zu erholen oder im Winter Energie zu sparen [1]. Abbildung zu Altwasser AltwasserGewässerkundeEin Altwasser ist ein ehemaliger Flussarm, der vom Hauptfluss abgetrennt wurde und jetzt als stehendes Gewässer für sich liegt [1]. Solche Altwässer entstehen oft, wenn ein Fluss seinen Lauf verändert und eine Schleife abschnürt [1]. Für Fische sind sie wertvoll: Sie bieten ruhige, strömungsarme Bereiche, in die sich die Tiere bei Hochwasser oder im Winter zurückziehen können, um Kraft zu sparen [1]. Außerdem sind Altwässer wichtige Laich- und Aufwuchsgebiete für den Nachwuchs vieler Fischarten [2]. Abbildung zu Amphibien AmphibienNaturschutzAmphibien sind Tiere wie Frösche, Kröten, Molche und Salamander, die sowohl im Wasser als auch an Land leben und sich an Gewässern fortpflanzen [1][2]. In Deutschland sind alle heimischen Amphibienarten gesetzlich geschützt: Man darf sie nicht fangen, stören oder töten [3]. Für Angler sind sie wichtig, weil sie ein gesundes Gewässer anzeigen und Teil des natürlichen Kreislaufs sind [1]. Beim Angeln muss man darauf achten, Laichplätze, Uferzonen und flache Tümpel nicht zu beschädigen, damit diese Tiere ihren Lebensraum behalten [4]. Abbildung zu Anbissstelle AnbissstelleGerätEine Anbissstelle ist im Fischereirecht ein Köder mit Haken, also eine Stelle, an der ein Fisch zubeißen kann [1]. Mehrere Haken, die zu einem einzigen Köder gehören (zum Beispiel ein Wobbler mit zwei oder drei Drillingen), zählen zusammen als nur eine Anbissstelle [1][2]. Ein Hering-Paternoster mit fünf einzeln beköderten Haken zählt dagegen als fünf Anbissstellen [2]. Wie viele Anbissstellen erlaubt sind, regeln die Bundesländer und die jeweilige Gewässerordnung [1]. Abbildung zu Anfüttern AnfütternHegeAnfüttern bedeutet, Futter ins Wasser zu bringen, um Fische gezielt an den Angelplatz zu locken und dort zu halten [1]. Die Fische nehmen die Duftstoffe des Futters über große Entfernung wahr und folgen ihnen zur Futterstelle [2]. Häufig nutzt man dafür angefeuchtetes Paniermehl, das zu Kugeln geformt wird, am Grund zerfällt und die Fische anlockt, ohne sie satt zu machen [2]. Besonders beim Angeln auf Friedfische und Karpfen ist diese Methode verbreitet [2]. Abbildung zu Angelgerät AngelgerätGerätAngelgerät ist der Sammelbegriff für die gesamte Ausrüstung, die man zum Angeln braucht. Die Grundbestandteile sind Rute, Rolle und Schnur [1][2]. Dazu kommen das Vorfach, der Haken und oft eine Pose oder ein Blei [1]. Wichtig ist, dass alle Teile aufeinander und auf den Zielfisch sowie das Gewässer abgestimmt sind, damit das Angeln gut funktioniert [1]. Abbildung zu Angelmethode AngelmethodeAngelmethodeEine Angelmethode ist die Art und Weise, wie man einen Fisch fängt, also welche Technik, Ausrüstung und Köder man einsetzt [1]. Welche Methode passt, hängt vom Zielfisch und vom Gewässer ab. Beim Spinnfischen reizt man Raubfische mit beweglichen Kunstködern wie Wobbler, Blinker oder Spinner [1][2]. Beim Grundangeln liegt ein beschwerter Naturköder am Boden, beim Posenangeln hängt der Köder unter einem Schwimmer in einer bestimmten Tiefe, und beim Fliegenfischen wirft man mit dem Gewicht der Schnur eine künstliche Fliege aus [1][2]. Abbildung zu Angeln mit künstlichem licht Angeln mit künstlichem lichtAngelmethodeBeim Angeln mit künstlichem Licht lockt man Fische gezielt mit Lampen an, die einen Lichtkegel aufs oder ins Wasser werfen [1]. Diese Methode ist in Deutschland grundsätzlich verboten, weil sie den Fischfang zu einfach und unfair macht [1]. So untersagt zum Beispiel das Fischereigesetz von Baden-Württemberg die Verwendung künstlichen Lichtes zum Fischfang ausdrücklich, ähnliche Regeln gelten in anderen Bundesländern [2]. Eine normale Kopflampe zum Knoten Binden ist erlaubt; verboten ist nur das gezielte Anstrahlen des Wassers zum Anlocken [1]. Abbildung zu Angelplatz AngelplatzGewässerkundeDer Angelplatz ist die Stelle am Gewässer, an der man seine Angel auswirft. Bei der Auswahl achtet man auf Wassertiefe, Bodenbeschaffenheit und Strömung, denn Fische halten sich gern an Strukturen auf [1][2]. Versunkene Äste, Steine, Unterwasserhügel oder Krautfelder bieten ihnen Verstecke und Nahrung und sind deshalb gute Plätze [1]. Mit dem sogenannten Loten kann man vor dem Angeln die Tiefe und den Untergrund auskundschaften [2]. Wer nach einer Weile keinen Erfolg hat, sollte ruhig den Platz wechseln [1]. Abbildung zu Angelrolle AngelrolleGerätDie Angelrolle wird an der Rute befestigt und dient dazu, die Angelschnur aufzubewahren, sauber auszuwerfen und den Köder wieder einzuholen [1]. Sie hat eine Bremse, die ab einer bestimmten Zugkraft Schnur freigibt, damit beim Drill weder Schnur noch Rute reißen und der Fisch nicht verloren geht [1]. Am verbreitetsten ist in Europa die Stationärrolle mit feststehender Spule, während die Multirolle vor allem beim Meeres- und Welsangeln eingesetzt wird [2]. Abbildung zu Angelrute AngelruteGerätDie Angelrute ist der lange, biegsame Stab, mit dem man den Köder auswirft, den Köder führt und einen gehakten Fisch landet [1][2]. Ihr Kernstück ist der "Blank", der biegsame Stab meist aus Karbonfaser; dazu kommen Griff, Rollenhalter und die Ringe, durch die die Schnur läuft [1]. Für Einsteiger eignet sich eine vielseitige Allround-Rute von etwa 2,70 m Länge mit mittlerem Wurfgewicht [2]. Abbildung zu Angelschnur AngelschnurGerätDie Angelschnur ist die Verbindung zwischen deiner Rolle, der Rute und dem Haken. Sie überträgt den Wurf, zeigt den Biss an und hält den Fisch beim Drill. Es gibt zwei Haupttypen: die monofile Schnur, eine einzelne dehnbare Kunststofffaser, und die geflochtene Schnur, die aus mehreren verflochtenen Fasern besteht und bei gleichem Durchmesser deutlich mehr trägt und kaum dehnt [1][2]. Wichtig ist, dass die Tragkraft der Schnur zum Zielfisch und zur Rute passt [2]. Abbildung zu Anhieb AnhiebAngelmethodeDer Anhieb (auch Anschlag genannt) ist ein kurzer, kräftiger Ruck mit der Rute, sobald ein Fisch beißt [1]. Dadurch wird der Haken fest ins Maul des Fisches gezogen, damit er beim Drill nicht wieder ausschlitzt [1]. Den richtigen Zeitpunkt erkennst du je nach Methode unterschiedlich, beim Posenangeln zum Beispiel, wenn die Pose untertaucht [1]. Ein zu schwacher Anhieb führt oft dazu, dass der Fisch wieder verloren geht, weil der Haken nicht tief genug greift [1]. Abbildung zu Artenschutz ArtenschutzNaturschutzArtenschutz bedeutet, wildlebende Tiere und Pflanzen und ihre Lebensräume zu schützen, damit Arten nicht aussterben. Im Bundesnaturschutzgesetz wird zwischen allgemein geschützten, besonders geschützten und streng geschützten Arten unterschieden [1][2]. Geschützte Arten und ihre Brut- und Ruhestätten dürfen nicht der Natur entnommen, verletzt, getötet oder zerstört werden [3]. Für Angler heißt das: Fängst du versehentlich einen geschützten Fisch, musst du ihn schonend wieder zurücksetzen. Abbildung zu Artenvielfalt ArtenvielfaltGewässerkundeArtenvielfalt bedeutet, dass in einem Gewässer möglichst viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten leben [1][2]. Sie ist ein Teil der biologischen Vielfalt (Biodiversität) und ein Zeichen für ein gesundes Ökosystem [1]. Gewässer mit vielen Arten können sich besser an Veränderungen anpassen und tragen zur Selbstreinigung des Wassers bei [2]. Für Angler ist eine hohe Artenvielfalt wichtig, weil ein ausgewogener, artenreicher Bestand das Gleichgewicht im Gewässer stabil hält [2]. Abbildung zu Äsche ÄscheFischartDie Äsche lebt in klaren, kühlen und schnell fließenden Bächen und kleineren Flüssen mit Kiesgrund[1]. Sie braucht sauberes, sauerstoffreiches Wasser, das im Sommer nicht über etwa 18 °C steigt[7]. Ty Abbildung zu Äschenregion ÄschenregionGewässerkundeDie Äschenregion ist ein Abschnitt im Oberlauf eines Flusses, der zwischen der Forellenregion und der Barbenregion liegt [1]. Das Wasser fließt hier noch kräftig und ist sauerstoffreich, der Grund besteht aus Kies und grobem bis feinem Sand. Die Wassertemperatur steigt im Sommer auf etwa 15 Grad und es wachsen mehr Pflanzen als in der kühleren Forellenregion [1]. Benannt ist die Region nach der Äsche, dem typischen Leitfisch dieses Gewässerabschnitts. Vom Ursprung bis zur Mündung folgen die Fischregionen in der Reihenfolge Forellen-, Äschen-, Barben-, Brachsen- und Kaulbarschregion [1]. Abbildung zu Assimilation AssimilationAngelwissenAssimilation bedeutet, dass ein Lebewesen aufgenommene Stoffe in körpereigene Stoffe umwandelt und dabei aufbaut [1]. Das bekannteste Beispiel ist die Fotosynthese der grünen Pflanzen: Sie bauen aus Kohlendioxid und Wasser mithilfe von Sonnenlicht Zucker auf und geben dabei Sauerstoff ab [1]. Pflanzen können also aus einfachen, energiearmen Stoffen energiereiche Nahrung herstellen [2]. Für das Gewässer ist das wichtig, weil dieser Aufbau am Anfang der Nahrungskette steht und gleichzeitig den Sauerstoff liefert, den die Fische zum Atmen brauchen. Abbildung zu Atlantischer hering Atlantischer heringFischartDer Hering ist ein reiner Salzwasserfisch und lebt in riesigen Schwärmen im offenen Meer[1]. Tagsüber hält er sich in tieferem Wasser auf, nachts steigt er zum Fressen näher an die Oberfläche[1]. Nur Abbildung zu Aufstauen AufstauenHegeAufstauen heißt, ein Fließgewässer durch ein Querbauwerk wie ein Wehr zu stauen, sodass das Wasser oberhalb langsamer fließt und tiefer wird [1]. Für die Hege ist das oft ungünstig: Im aufgestauten Bereich erwärmt sich das Wasser schneller, nimmt schlechter Sauerstoff auf und feiner Schlamm lagert sich am Grund ab [1]. Außerdem versperren solche Bauwerke wandernden Fischen den Weg zu ihren Laichplätzen, was die Bestände schwächt [2]. Abbildung zu Aufwuchs AufwuchsGewässerkundeAls Aufwuchs bezeichnet man den dünnen Bewuchs aus winzigen Algen, Bakterien und Kleintieren, der auf Steinen, Pflanzen und anderen Oberflächen unter Wasser haftet [1][2]. Er besteht vor allem aus Kieselalgen und Grünalgen, dazu kommen kleine Krebse und andere Kleinstlebewesen [1]. Für viele Fische ist der Aufwuchs eine wichtige Nahrung, die sie von den Oberflächen abweiden [1]. Außerdem ist er ein guter Anzeiger für die Wasserqualität, weil er schnell auf Verschmutzungen reagiert [2]. Abbildung zu Auge AugeAnatomieDas Auge ist das Sehorgan des Fisches und sitzt bei den meisten Arten seitlich am Kopf, was ihnen ein sehr großes Rundum-Blickfeld verschafft [1]. Die Linse im Fischauge ist kugelig und starr; zum Scharfstellen zieht ein Muskel die ganze Linse zurück, weshalb Fische vor allem auf kurze Entfernung gut sehen [1]. Viele Fische können dabei Farben sogar besser unterscheiden als der Mensch [1]. Für Angler ist das wichtig, weil der Fisch Köder aus der Nähe genau prüft und auf Bewegung und Farbe reagiert [2]. Abbildung zu Augendrehreflex AugendrehreflexAnatomieDer Augendrehreflex ist eine natürliche Reaktion: Dreht man einen lebenden, gesunden Fisch auf die Seite, versucht er, sein Auge in der ursprünglichen Lage zu halten – das Auge dreht also mit [1]. Beim Angeln dient dieser Reflex als Kontrolle, ob ein Fisch richtig betäubt ist [2]. Erst wenn der Augendrehreflex ausbleibt und sich die Kiemen nicht mehr bewegen, gilt der Fisch als sicher betäubt und darf getötet werden [1][2]. So stellst du sicher, dass der Fisch beim Töten nichts mehr spürt. Abbildung zu Außenparasiten AußenparasitenFischkrankheitAußenparasiten sind Schmarotzer, die außen auf dem Fisch leben, also auf der Haut, den Flossen oder den Kiemen [1]. Sie ernähren sich vom Blut und den Körpersäften des Fisches und können ihn schwächen [2]. Typische Beispiele aus der Angelprüfung sind die Karpfenlaus und der Fischegel [1]. Den Gegensatz bilden die Innenparasiten wie der Bandwurm, die im Inneren des Fisches leben [1]. Abbildung zu Ausstickung AusstickungHegeAusstickung bezeichnet das Ersticken von Fischen, wenn der Sauerstoff im Wasser knapp wird [1][2]. Besonders im Winter ist die Gefahr groß: Eine geschlossene Eis- und Schneedecke lässt kein Licht durch, sodass Wasserpflanzen keinen Sauerstoff mehr bilden, während Lebewesen und Faulprozesse am Grund weiter Sauerstoff verbrauchen [2]. Flache, nährstoffreiche und verschlammte Stillgewässer sind dafür besonders anfällig [1]. Zur Vorbeugung hält man im Winter eine offene Stelle im Eis frei oder belüftet das Wasser, damit ein Sauerstoffaustausch möglich bleibt [1][2].
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Abbildung zu Bachflohkrebs BachflohkrebsGewässerkundeDer Bachflohkrebs (Gammarus) ist ein kleiner, seitlich abgeflachter Krebs, der in sauberen, sauerstoffreichen Bächen und Flüssen lebt [1]. Er ernährt sich vor allem von herabgefallenem Laub und totem Pflanzenmaterial und ist damit ein wichtiger Müllverwerter im Gewässer [1]. Für viele Fische ist er eine bedeutende natürliche Nahrungsquelle und steht damit weit unten in der Nahrungskette [1]. Weil er empfindlich auf Verschmutzung reagiert, gilt sein Vorkommen als Zeichen für eine gute Wasserqualität [2]. Abbildung zu Bachforelle BachforelleFischartDie Bachforelle liebt kühle, klare und sehr sauerstoffreiche Bäche und Flüsse in Mittelgebirgen und Gebirgen[3]. Sie ist der Leitfisch der nach ihr benannten Forellenregion, also der schnell fließende Abbildung zu Bachsaibling BachsaiblingFischartDer Bachsaibling ist ein Kaltwasserfisch und braucht kühle, sehr sauerstoffreiche Gewässer[1]. Man findet ihn sowohl in schnell strömenden Bächen als auch in stehenden Gebirgsseen[1]. Saures Wasser mi Abbildung zu Baggersee BaggerseeGewässerkundeEin Baggersee entsteht, wenn beim Abbau von Sand oder Kies eine Grube ausgehoben wird, deren Boden unter dem Grundwasserspiegel liegt und sich dadurch langsam mit Wasser füllt [1][2]. Solange noch abgebaut wird, ist das Wasser durch aufgewühlte Feinsedimente oft trüb [2]. Mit den Jahren beruhigt sich der See jedoch, wird nährstoffreicher und unterscheidet sich im Fischbestand kaum noch von einem natürlichen See [2]. Baggerseen sind deshalb beliebte Angelgewässer. Abbildung zu Bakterien BakterienFischkrankheitBakterien sind winzige Lebewesen, die im Wasser überall vorkommen. Für gesunde Fische sind sie meist harmlos, doch wenn ein Fisch verletzt oder geschwächt ist, können sich Bakterien in offenen Wunden festsetzen und eine Infektion auslösen [1][2]. Begünstigt wird das durch schlechtes Wasser, Überbesatz oder starke Temperatur- und Sauerstoffschwankungen [2]. Typische bakterielle Fischkrankheiten sind zum Beispiel die Fleckenseuche oder die Bauchwassersucht [2]. Deshalb sollte man gefangene Fische schonend behandeln und mit nassen Händen anfassen, um die Schleimhaut nicht zu verletzen. Abbildung zu Bandwurm BandwurmFischkrankheitEin Bandwurm ist ein langer, flacher Parasit, der im Darm seines Wirts lebt. Manche Bandwürmer nutzen Fische als Zwischenwirt und können beim Menschen landen, wenn er rohen oder nur ungenügend erhitzten Fisch isst [1]. Der Fischbandwurm kann im menschlichen Darm bis zu 20 Meter lang werden und dort jahrelang leben, oft ohne Beschwerden [1]. Wer Fisch gut durchgart, einfriert oder heiß räuchert, tötet die Larven ab und schützt sich so vor einer Ansteckung [1]. Abbildung zu Barbe BarbeFischartDie Barbe lebt am Grund von schnell fließenden Flüssen mit kräftiger Strömung, sauerstoffreichem Wasser und kiesigem oder steinigem Boden[1]. Sie ist ein geselliger Fisch und steht meist in kleinen Gr Abbildung zu Barbenregion BarbenregionGewässerkundeDie Barbenregion ist ein Abschnitt im Mittel- bis Unterlauf eines Flusses, benannt nach ihrem Leitfisch, der Barbe [1]. Hier fließt das Wasser nur noch gemächlich, der Fluss wird breiter und das Wasser ist mit rund 20 Grad vergleichsweise warm [1]. Der Grund besteht aus grobem Sand und feinem Kies [1]. Neben der Barbe leben hier zum Beispiel Döbel, Aland, Rotauge und Brachse [1]. Abbildung zu Barotrauma BarotraumaFischkrankheitEin Barotrauma ist eine Druckverletzung, die entsteht, wenn ein Fisch zu schnell aus großer Tiefe nach oben gezogen wird. Weil der Wasserdruck nach oben hin abnimmt, dehnt sich die Schwimmblase stark aus und kann sogar aus dem Maul gedrückt werden; oft kommt es auch zu inneren Quetschungen oder Blutungen [1]. Besonders betroffen sind Fische wie Barsch und Zander, die ihre Schwimmblase nicht über den Darm entlüften können [1]. Wer Fische zurücksetzen will, sollte daher in höchstens etwa 10 Metern, besser nur bis 6 Metern Tiefe angeln, da geschädigte Fische sonst nach dem Zurücksetzen sterben [2]. Abbildung zu Bartfäden BartfädenAnatomieBartfäden (auch Barteln genannt) sind fadenförmige Hautanhänge rund um das Maul mancher Fische [1][2]. Sie tragen Geschmacks- und Tastsinneszellen und helfen dem Fisch, Nahrung am Grund aufzuspüren, auch wenn er sie nicht sieht [1][2]. Typisch sind sie bei Bodenfischen wie dem Wels, der lange, bewegliche Barteln besitzt; der Karpfen hat zwei Paar kurze Barteln [1]. Für Angler sind Bartfäden ein gutes Erkennungsmerkmal beim Bestimmen einer Fischart [2]. Abbildung zu Bauchflossen BauchflossenAnatomieDie Bauchflossen sind ein paariges Flossenpaar an der Unterseite des Fisches, sie kommen also immer doppelt vor [1]. Sie helfen dem Fisch, beim Schwimmen die Lage zu halten und sich nach oben oder unten zu steuern [1][2]. Ihre Position am Bauch ist ein wichtiges Merkmal beim Bestimmen von Fischen: Sie können bauchständig, brustständig oder kehlständig sitzen [1]. Bei einigen Arten wie dem Aal fehlen die Bauchflossen ganz [2]. Abbildung zu bauchständige Bauchflossen bauchständige BauchflossenAnatomieBauchständig bedeutet, dass die Bauchflossen eines Fisches weit hinten am Bauch sitzen, also deutlich hinter den Brustflossen [1][2]. Das ist eines von drei Lagemustern: Die Bauchflossen können vor den Brustflossen (kehlständig), auf gleicher Höhe (brustständig) oder eben dahinter (bauchständig) liegen [1]. Typische Fische mit bauchständigen Bauchflossen sind Hecht, Karpfen und die Forellenartigen [2]. Für dich ist das ein wichtiges Bestimmungsmerkmal, um Fischarten in der Prüfung auseinanderzuhalten [1]. Abbildung zu Bauchwassersucht BauchwassersuchtFischkrankheitDie (infektiöse) Bauchwassersucht ist eine gefährliche Fischkrankheit, die vor allem Karpfen betrifft und ohne schnelles Handeln meist tödlich endet [1][2]. Ausgelöst wird sie durch Viren und Bakterien (etwa der Gattungen Aeromonas und Pseudomonas), besonders wenn das Immunsystem des Fisches geschwächt ist [2]. Typische Anzeichen sind ein stark aufgeblähter Bauch, hervorstehende Schuppen (sogenannte Schuppensträube) und vorgequollene Glotzaugen [1][2]. Einen so erkrankten Fisch solltest du nicht verwerten. Abbildung zu Berufsfischer BerufsfischerFischereirechtEin Berufsfischer (auch Erwerbsfischer) übt das Fischen hauptberuflich aus, um damit Geld zu verdienen, im Gegensatz zum Angler, der es als Freizeitbeschäftigung betreibt [1]. Er braucht in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine fischereiwirtschaftliche Qualifikation und darf dann mit allen erlaubten Fanggeräten, etwa Netzen und Reusen, arbeiten [2]. Das Fischereirecht in Deutschland ist Ländersache und in den jeweiligen Landesfischereigesetzen geregelt [2]. Abbildung zu Besatzkombination BesatzkombinationHegeEine Besatzkombination beschreibt, welche Fischarten man bei der Hege gemeinsam in ein Gewässer einsetzt, damit sie gut zusammenpassen [1]. Wichtig ist dabei ein ausgewogenes Verhältnis von Raubfischen und Friedfischen, damit die Räuber den Bestand der Beutefische regulieren, ohne ihn auszurotten [1]. Eine durchdachte Kombination sorgt dafür, dass kein Verhungern durch zu viele Fische und keine Verbuttung (kümmerwüchsige Fische) durch Überbesatz entsteht [1]. Bei der Auswahl sollte man die natürliche Artenzusammensetzung des Gewässers berücksichtigen und Überbesatz vermeiden [2]. Abbildung zu Beschwerung BeschwerungGerätAls Beschwerung bezeichnet man das Gewicht – meist aus Blei – das man an der Montage befestigt. Es hat zwei Aufgaben: Es gibt der Montage genug Wurfgewicht, damit man sie weit auswerfen kann, und es hält den Köder am Grund, sodass ihn die Strömung nicht wegspült [1]. Beim Grundangeln wird oft ein Laufblei verwendet, das frei auf der Schnur gleitet – so spürt der Fisch beim Anbiss kaum Widerstand und der Biss wird trotzdem gut angezeigt [2]. BetaubungAngelmethodeDie Betäubung macht einen Fisch vor dem Töten schmerz- und empfindungslos und ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben (Tierschutz-Schlachtverordnung) [1][2]. Üblich ist ein kräftiger Schlag mit einem geeigneten Gerät (Fischtöter) genau auf das Kopfzentrum, wo das Gehirn liegt [1]. Ob die Betäubung gewirkt hat, erkennt man am Ausbleiben des Augendrehreflexes [1]. Direkt nach dem Betäuben muss der Fisch sofort getötet werden, etwa durch einen Herzstich oder das Durchtrennen der Kiemenbögen zum Entbluten [1]. Abbildung zu Biber BiberGewässerkundeDer Biber ist ein großes, streng geschütztes Nagetier, das an und in Gewässern lebt [1]. Durch den Bau von Dämmen und das Fällen von Bäumen verändert er Bäche und Flüsse stark und schafft neue Teiche und langsam fließende Abschnitte [2]. Das wirkt sich meist positiv auf die Fische aus, weil die größere Vielfalt an Lebensräumen vielen Arten gute Bedingungen bietet [2]. In einem Bach bei Freising verdoppelte sich nach der Ansiedlung des Bibers die Zahl der Fischarten von 9 auf 18 [1]. Abbildung zu Bioindikatoren BioindikatorenGewässerkundeBioindikatoren, auch Zeigerorganismen genannt, sind Lebewesen, deren Vorkommen Rückschlüsse auf die Wasserqualität eines Gewässers zulässt [1]. Bestimmte Arten leben nur dort, wo das Wasser sauber und sauerstoffreich ist, andere ertragen auch starke Verschmutzung [1]. In Fließgewässern nutzt man vor allem Kleintiere wie Insektenlarven, in stehenden Gewässern eher Wasserpflanzen [2]. Aus der Zusammensetzung der gefundenen Arten errechnet man den Saprobienindex, der die Gewässergüte in mehrere Stufen einteilt [2]. Abbildung zu biologische Gewässeruntersuchung biologische GewässeruntersuchungGewässerkundeBei der biologischen Gewässeruntersuchung schaut man sich an, welche kleinen Lebewesen in einem Gewässer vorkommen, um damit auf die Wasserqualität zu schließen [1]. Manche Tierchen wie bestimmte Insektenlarven, Krebse oder Würmer leben nur in sauberem Wasser, andere ertragen auch starke Verschmutzung. Aus der Zusammensetzung dieser Arten berechnet man den sogenannten Saprobienindex, der die Gewässergüte angibt [1][2]. So erkennt man vor allem in Fließgewässern, wie stark ein Bach oder Fluss durch abbaubare Schmutzstoffe belastet ist [2]. Abbildung zu biologisches Gleichgewicht biologisches GleichgewichtNaturschutzDas biologische Gleichgewicht beschreibt das eingespielte Zusammenleben aller Tiere und Pflanzen in einem Gewässer, bei dem sich Raubfische, Friedfische, Kleinlebewesen und Pflanzen gegenseitig in einem stabilen Verhältnis halten. Greift der Mensch falsch ein, kann dieses Gleichgewicht kippen – zum Beispiel durch einseitigen Fischbesatz, bei dem nur eine Art eingesetzt wird [1]. Als Angler soll man daher so wirtschaften, dass die natürliche Vielfalt erhalten bleibt, denn ein gesundes Gleichgewicht ist eng mit dem Naturschutz verbunden [2]. Abbildung zu Biotop BiotopGewässerkundeEin Biotop ist ein abgegrenzter Lebensraum, in dem bestimmte Pflanzen, Tiere und Kleinstlebewesen zusammen vorkommen [1]. Welche Arten dort leben, hängt von den Bedingungen wie Wasser, Boden, Licht und Temperatur ab [1]. Zu den Wasserbiotopen zählen stehende Gewässer wie Seen, Weiher, Tümpel und Teiche sowie fließende wie Bäche und Flüsse [2]. Viele gewässernahe Biotope sind gesetzlich besonders geschützt; in solchen Bereichen kann das Angeln eingeschränkt oder verboten sein [2]. Abbildung zu Biotopschutz BiotopschutzNaturschutzBiotopschutz bedeutet, einen bestimmten Lebensraum als Ganzes zu schützen, nicht nur einzelne Tier- oder Pflanzenarten darin. Geschützte Biotope sollen vollständig und unversehrt erhalten bleiben, deshalb sind alle Handlungen verboten, die sie erheblich oder dauerhaft schädigen würden [1]. Am Wasser zählen zum Beispiel Laichzonen, Schilfgürtel und naturnahe Uferabschnitte zu den besonders geschützten Biotopen, die nicht zerstört oder beeinträchtigt werden dürfen [2]. Für Angler heißt das: an solchen Stellen besonders rücksichtsvoll sein und Pflanzen, Ufer und Brutgebiete nicht beschädigen. Abbildung zu Bisam BisamGewässerkundeDer Bisam ist ein etwa kaninchengroßes Nagetier, das ursprünglich aus Nordamerika stammt und sich bei uns als fremde Art (Neozoon) ausgebreitet hat [1][2]. Er lebt an stehenden und fließenden Gewässern und gräbt seine Wohnröhren in die Uferböschungen [2]. Genau das macht ihn für Angler und Gewässerbesitzer zum Problem: Durch sein Wühlen entstehen Uferabbrüche, Unterspülungen und sogar Schäden an Dämmen und Deichen [3]. Im Winter, wenn Pflanzen knapp werden, frisst der Bisam auch Muscheln und Krebse [2]. Abbildung zu Biss BissAngelmethodeAls Biss bezeichnet man den Moment, in dem ein Fisch den Köder ins Maul nimmt [1]. Beim Posenangeln erkennt man ihn an der Pose: Sie taucht plötzlich unter, wandert zur Seite oder zittert und zuckt [1]. Jeder Fisch hat dabei eine eigene Bissart, ein vorsichtiges Rotauge lässt die Pose etwa langsam absinken, ein hungriger Räuber zieht sie blitzschnell unter Wasser [1]. Beim richtigen Biss schlägt der Angler an, um den Haken im Maul des Fisches zu setzen [2]. Abbildung zu Bissanzeiger BissanzeigerGerätEin Bissanzeiger ist ein elektronisches oder mechanisches Hilfsmittel, das dir meldet, wenn ein Fisch anbeißt [1][2]. Beim elektronischen Bissanzeiger legst du die Schnur in eine Führung am Gerät; zieht der Fisch Schnur ab, gibt es einen Signalton und ein Leuchtsignal [2]. So musst du nicht ständig auf die Rute starren und bemerkst Bisse auch nachts oder bei Wind [2]. Die Empfindlichkeit und Lautstärke lassen sich meist über kleine Knöpfe einstellen [2]. Abbildung zu Bitterling BitterlingFischartDer Bitterling lebt in flachen, pflanzenreichen und langsam fließenden oder stehenden Gewässern mit sandigem oder schlammigem Grund[1]. Man findet ihn in ruhigen Teichen, Tümpeln und in den Uferbereic Abbildung zu Blankaal BlankaalAnatomieDer Blankaal ist das letzte Lebensstadium des Aals, kurz bevor er sich auf seine große Laichwanderung macht [1][2]. Aus dem gelbbraunen Gelbaal wird dabei ein Tier mit silbrig glänzendem Bauch und fast schwarzem Rücken, daher der Name "Blank"-Aal [1]. In diesem Stadium hört der Aal auf zu fressen, seine Augen werden größer und sein Körper bereitet sich auf die rund 6000 Kilometer lange Reise zur Sargassosee im Atlantik vor, wo er ablaicht [2]. Blankaale wandern vor allem in dunklen, regnerischen Herbstnächten flussabwärts Richtung Meer [1]. Abbildung zu Blaubandbärbling BlaubandbärblingFischartDer Blaubandbärbling lebt in stehenden und langsam fließenden Gewässern und bevorzugt nährstoffreiche, dicht mit Wasserpflanzen bewachsene Stellen[1]. Man findet ihn in Kleingewässern, Teichen, geflut Abbildung zu Blaufelchen BlaufelchenFischartDer Blaufelchen ist ein Schwarmfisch, der sein ganzes Leben im freien Wasser fern vom Ufer verbringt[1]. Er hält sich vor allem in den oberen und mittleren Wasserschichten auf, zieht aber bis in Tiefe Abbildung zu Blinker BlinkerGerätEin Blinker ist ein löffelförmiger Kunstköder aus Metall, mit dem man auf Raubfische angelt [1]. Beim langsamen Einholen taumelt er durchs Wasser, blitzt im Licht auf und erzeugt Druckwellen, sodass er einen kranken oder geschwächten Beutefisch nachahmt [2]. Am hinteren Ende trägt er meist einen oder mehrere Drillingshaken [2]. Mit dem Blinker fängt man typische Räuber wie Hecht, Zander, Barsch oder Forelle, vor allem beim Spinnfischen [2]. Abbildung zu Blut BlutAnatomieDas Blut transportiert im Fischkörper Sauerstoff, Nährstoffe und Abfallstoffe und hält den Fisch so am Leben. Fische haben einen besonders einfach gebauten Blutkreislauf: Das Herz pumpt sauerstoffarmes Blut zuerst in die Kiemen, wo es Sauerstoff aus dem Wasser aufnimmt und Kohlendioxid abgibt [1]. Von dort fließt das nun sauerstoffreiche Blut weiter in den ganzen Körper, bevor es zum Herzen zurückkehrt [2]. Weil Herz und Kiemen hintereinander geschaltet sind, vermischen sich sauerstoffarmes und sauerstoffreiches Blut dabei nicht [1]. BlutknotenGerätDer Blutknoten ist ein Verbindungsknoten, mit dem du zwei ungefähr gleich dicke Angelschnüre miteinander verbindest [1][2]. Dazu legst du die Schnüre parallel, wickelst jedes Ende mindestens viermal um die andere Schnur und führst beide Enden von entgegengesetzten Seiten durch die Öffnung in der Mitte [2]. Wenn du die Enden von der falschen Seite durchsteckst, hält der Knoten nicht [2]. Vor dem Festziehen feuchtest du ihn mit Spucke an; er eignet sich vor allem für monofile Schnüre [1]. Abbildung zu Bodengrund BodengrundGewässerkundeDer Bodengrund ist der Boden eines Gewässers, also das Material, das den Grund bildet. Er kann aus Steinen, Kies, Sand oder weichem Schlamm bestehen [1]. Der Bodengrund ist wichtig, weil dort Kleintiere und Bakterien leben und viele Fischarten ihren Laich ablegen: Kieslaicher wie Barbe oder Nase brauchen sauberes, durchströmtes Kiesbett für ihren Nachwuchs [1]. Verschlammt oder versandet der Grund, gehen solche Laichplätze verloren und die Fischbestände nehmen ab [2]. Abbildung zu Bodensee BodenseeGewässerkundeDer Bodensee ist ein großer, tiefer Voralpensee an der Grenze von Deutschland, Österreich und der Schweiz und ein bedeutendes Angelgewässer [1]. Im See kommen heute etwa 30 Fischarten vor [1]. Die wichtigsten sind die Felchen (Coregonen), zu denen Blaufelchen und Gangfisch zählen; sie leben vorwiegend im Freiwasser und ernähren sich von Kleinkrebsen (Zooplankton) [1]. Felchen sind als wohlschmeckende Speisefische der wirtschaftlich wichtigste Fang der Berufsfischer am See [1]. In den tiefen Bodenregionen lebt außerdem die Trüsche, der einzige dorschartige Fisch im Süßwasser [1]. Abbildung zu Boilies BoiliesKöderBoilies sind kugelförmige Köder zum Karpfenangeln, die aus Mehl, Eiern und Aromen gemischt und anschließend gekocht werden, damit sie hart und haltbar bleiben [1][2]. Der Name kommt vom englischen Wort „boil" (kochen) [1]. Weil sie sehr fest sind, knabbern kleine Weißfische sie kaum an, sodass der Köder lange für den Karpfen liegen bleibt [2]. Es gibt sie in vielen Geschmacksrichtungen, etwa fruchtig oder nach Fisch, und sie werden meist über ein Haar (kleine Schnur am Haken) angeboten [2]. Abbildung zu Botulismus BotulismusFischkrankheitBotulismus ist eine lebensgefährliche Lebensmittelvergiftung, die durch ein Gift des Bakteriums Clostridium botulinum ausgelöst wird [1]. Für Angler ist vor allem geräucherter Fisch in Vakuumverpackung heikel: Das Räuchern tötet den Erreger nicht ab, und die sauerstofffreie Verpackung begünstigt sein Wachstum [2]. Darum sollte vakuumverpackter Räucherfisch dauerhaft kühl gelagert werden, möglichst unter 3 Grad Celsius [2]. Gefährlich ist, dass befallene Ware oft völlig normal aussieht und riecht [2]. Abbildung zu Brachse BrachseFischartDie Brachse mag ruhige Gewässer mit weichem Schlammgrund und viel Pflanzenbewuchs[1]. Man findet sie vor allem in Seen, Talsperren, Baggerseen und langsam fließenden Flüssen sowie in Kanälen und Fluss Abbildung zu Brachsenregion BrachsenregionGewässerkundeDie Brachsenregion (auch Bleiregion genannt) ist der untere Abschnitt eines Flusses, kurz bevor er ins Meer mündet. Hier fließt das Wasser nur noch langsam, ist meist warm und trüb, und der Grund besteht aus Sand und Schlamm. Sie ist die artenreichste der Fischregionen und nach ihrem Leitfisch, der Brachse (Blei), benannt [1][2]. Bei den Fischregionen folgt sie auf die Barbenregion; die Reihenfolge vom Oberlauf zur Mündung lautet: Forellenregion, Äschenregion, Barbenregion, Brachsenregion, Kaulbarsch-Flunderregion [2]. Abbildung zu Brackwasser BrackwasserGewässerkundeBrackwasser ist eine Mischung aus Süßwasser und Salzwasser und hat damit einen Salzgehalt, der zwischen dem von Flüssen und dem des Meeres liegt [1][2]. Es entsteht überall dort, wo Flüsse ins Meer münden und sich das süße Flusswasser mit dem salzigen Meerwasser vermischt [1]. Ein bekanntes Brackwassergebiet ist die Ostsee, eines der größten Brackwassermeere der Welt [1]. Beim Angeln im Brackwasser trifft man auf eine besondere Mischung von Arten, sowohl Süßwasserfische wie Hecht und Barsch als auch Meeresfische wie Dorsch und Lachs [2]. Abbildung zu Brandungsrute BrandungsruteGerätEine Brandungsrute ist eine lange, kräftige Wurfrute fürs Angeln vom Strand aus, meist 3,5 bis 4,5 Meter lang [1][2]. Mit ihr schleuderst du schwere Bleie und Köder weit ins Meer, oft 80 bis 120 Meter, um hinter die erste Sandbank in fischreichere Bereiche zu gelangen [1]. Das Wurfgewicht liegt typisch bei etwa 100 bis 200 Gramm [1]. Dazu gehört eine große Stationärrolle mit viel Schnur, damit die weiten Würfe gelingen [2]. Abbildung zu Branntkalk BranntkalkHegeBranntkalk ist ein stark wirkender Kalk, der in der Teichwirtschaft zur Pflege und Desinfektion von Gewässern eingesetzt wird [1]. Er hebt den pH-Wert des Wassers an, baut Faulschlamm am Boden ab und tötet bei der Ausbringung Krankheitserreger sowie unerwünschte Algen ab [2]. Häufig wird er auf den trockengelegten oder gerade abgefischten Teich gegeben, oft im Herbst oder direkt nach der Eisschmelze, um Amphibien und andere empfindliche Tiere zu schonen [1]. So verbessert Branntkalk die Wasserqualität und die Gesundheit der Fischbestände [1]. Abbildung zu Bremseinstellung BremseinstellungGerätDie Bremseinstellung legt fest, wie viel Zug nötig ist, damit die Angelrolle Schnur freigibt [1]. Sie ist wichtig, damit ein starker Fisch im Drill kontrolliert Schnur nehmen kann, ohne dass die Schnur reißt [1]. Ist die Bremse zu fest, droht Schnurbruch oder der Fisch steigt aus, ist sie zu locker, bekommst du keine Kontrolle über den Fisch [1]. Eine gute Faustregel: Die Bremse sollte Schnur freigeben, sobald die Rute sich stark gebogen hat, und lässt sich auch während des Drills noch vorsichtig nachjustieren [2]. Abbildung zu Brustflosse BrustflosseAnatomieDie Brustflossen sind ein paariges Flossenpaar an den Seiten des Fischkörpers, meist direkt hinter den Kiemendeckeln [1]. Sie dienen dem Fisch vor allem zum Steuern, Bremsen und Balancieren: Damit kann er die Richtung wechseln, langsamer werden und auf der Stelle im Wasser schweben [2]. Weil sie über das Skelett mit dem Schädel verbunden sind, sitzen sie fast immer dicht hinter dem Kopf [1]. Für Angler sind sie ein wichtiges Erkennungsmerkmal, da Form und Lage der Brustflossen je nach Fischart unterschiedlich sind. Abbildung zu brustständige Bauchflossen brustständige BauchflossenAnatomieVon brustständigen Bauchflossen spricht man, wenn die Bauchflossen weit vorne sitzen, nämlich direkt unter den Brustflossen [1]. Wo die Bauchflossen am Körper liegen, ist ein wichtiges Erkennungsmerkmal, um Fischarten zu unterscheiden [2]. Bei brustständiger Lage sitzen Brust- und Bauchflossen also fast übereinander [1]. Diese Stellung findet man zum Beispiel beim Flussbarsch [2]. Abbildung zu Brut und setzzeit Brut und setzzeitFischereirechtDie Brut- und Setzzeit ist der gesetzlich geschützte Zeitraum vom 1. März bis zum 30. September, in dem viele wild lebende Tiere ihre Jungen bekommen und aufziehen [1]. In dieser Zeit dürfen zum Beispiel Hecken, Büsche und Ufergehölze nicht gefällt oder stark zurückgeschnitten werden, weil dort Vögel brüten und Tiere ihren Nachwuchs großziehen [2]. Geregelt ist das im Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 BNatSchG) [1]. Für Angler heißt das: am Wasser besonders rücksichtsvoll sein und brütende Tiere sowie ihren Lebensraum nicht stören. Abbildung zu Brutgeschäft BrutgeschäftHegeAls Brutgeschäft bezeichnet man die Phase, in der Vögel ihre Eier legen, sie warmhalten und die Jungen aufziehen [1]. Viele heimische Vögel beginnen damit schon Mitte März, weshalb die Brut- und Setzzeit von etwa 1. März bis Mitte oder Ende Juli läuft [1][2]. Für Angler ist das wichtig, weil man am Wasser besonders rücksichtsvoll sein muss: Schilfgürtel und Uferzonen sind Brutplätze, die man in dieser Zeit nicht stören sollte [2]. Auch viele Fische ziehen jetzt ihre Brut auf und sind störungsempfindlich [3]. Abbildung zu Brutpflege BrutpflegeAngelwissenBrutpflege bedeutet, dass ein Fisch sich aktiv um seine Eier und Jungen kümmert, statt sie einfach ins Wasser abzugeben [1]. Die meisten Fische betreiben keine Brutpflege, doch einige Arten wie der Stichling und der Wels bilden eine Ausnahme [1]. Beim Stichling baut das Männchen ein Nest aus Pflanzenteilen, bewacht das Gelege und fächelt mit den Brustflossen frisches Wasser über die Eier [1]. Fische mit Brutpflege legen deutlich weniger Eier als Arten ohne Brutpflege, weil mehr Junge überleben [1]. Abbildung zu Bundesartenschutzverordnung BundesartenschutzverordnungFischereirechtDie Bundesartenschutzverordnung (kurz BArtSchV) ist eine deutsche Vorschrift, die wild lebende Tier- und Pflanzenarten schützt [1][2]. Sie stützt sich auf das Bundesnaturschutzgesetz und listet in ihrer Anlage 1 die in Deutschland zusätzlich geschützten Arten auf, zum Beispiel alle heimischen Amphibien und Reptilien sowie viele Insekten und Pflanzen [2]. Für Angler ist sie wichtig, weil man geschützte Arten nicht fangen, stören oder töten darf. Fängt man versehentlich ein solches Tier, muss man es schonend wieder zurücksetzen [1]. Abbildung zu Bundeswasserstrasse BundeswasserstrasseFischereirechtEine Bundeswasserstraße ist ein dem allgemeinen Verkehr dienendes Gewässer im Eigentum des Bundes, also größere Flüsse, Kanäle und Küstengewässer, die der Schifffahrt dienen [1]. Verwaltet werden sie durch eine eigene Behörde, die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes [1]. Das Fischereirecht steht dem Eigentümer zu, der es verpachten kann, etwa an Angelvereine [2]. Für Angler bedeutet das: Auch an einer Bundeswasserstraße braucht man neben dem Fischereischein eine gültige Erlaubnis (Angelkarte) des Berechtigten, und die Schifffahrt hat dort Vorrang. Abbildung zu Bussgeld BussgeldFischereirechtEin Bußgeld ist eine Geldstrafe für eine Ordnungswidrigkeit, also einen Regelverstoß, der noch keine Straftat ist [1]. Beim Angeln gibt es Bußgelder zum Beispiel, wenn man ohne gültigen Fischereischein angelt oder gegen Schonzeiten und Mindestmaße verstößt [1]. Wie hoch das Bußgeld ist, legt jedes Bundesland selbst fest, die Spanne reicht von rund 80 Euro bis zu mehreren zehntausend Euro [2]. Abbildung zu Butterkrebs ButterkrebsAnatomieAls Butterkrebs bezeichnet man einen Flusskrebs (oder anderen großen Krebs), der sich gerade frisch gehäutet hat [1]. In dieser Phase ist sein Panzer noch ganz weich und nachgiebig, fast wie Butter, und meist hell oder gelblich gefärbt, was dem Tier den Namen gibt [1]. Nach der Häutung nimmt der Krebs Wasser auf, dehnt den neuen Panzer in seine endgültige Größe und lässt ihn dann langsam aushärten [1]. Bis der Panzer wieder hart ist, dauert es etwa drei bis vier Tage, in denen der Krebs sehr verletzlich ist [1].
C4 Einträge
ChirurgenknotenGerätDer Chirurgenknoten ist einer der einfachsten Knoten, um zwei Angelschnüre miteinander zu verbinden, zum Beispiel Hauptschnur und Vorfach [1][2]. Er funktioniert auch dann gut, wenn die beiden Schnüre unterschiedlich dick sind oder aus verschiedenen Materialien bestehen [2]. Zum Binden legt man die Enden parallel, formt eine Schlaufe und zieht beide Schnüre zwei- bis dreimal hindurch [2]. Trotz seiner Einfachheit hält er rund 70 bis 80 Prozent der Schnurtragkraft [2]. ClinchknotenGerätDer Clinchknoten ist einer der beliebtesten und einfachsten Angelknoten und wird verwendet, um Haken, Wirbel oder Köder mit Öse an der Schnur zu befestigen [1][2]. Dazu führst du die Schnur durch die Öse, wickelst das Ende fünf bis sechs Mal um die Schnur und steckst es durch die entstandene Schlaufe [1]. Vor dem Festziehen solltest du den Knoten mit Spucke befeuchten, damit er nicht durch Reibung beschädigt wird [1]. Am besten hält er mit monofiler Schnur und ist deshalb ein idealer Grundknoten für Anfänger [3]. Abbildung zu Coregonen CoregonenAngelwissenCoregonen ist der Sammelname für eine ganze Gruppe nah verwandter Fische, die je nach Region Felchen, Renke, Maräne oder Schnäpel heißen[1]. Sie leben fast alle in tiefen, kühlen und sauberen Seen und Abbildung zu Cypriniden CyprinidenAnatomieCypriniden ist der Fachname für die Karpfenartigen, eine der größten Fischfamilien in unseren Gewässern. Dazu gehören zum Beispiel Karpfen, Brachse, Rotauge, Schleie und Döbel. Ihr wichtigstes Erkennungsmerkmal: Sie haben keine Zähne im Maul, sondern sogenannte Schlundzähne tief im Rachen, mit denen sie ihre Nahrung zerkleinern [1][2]. Außerdem fehlt ihnen die Fettflosse, und sie besitzen keinen echten Magen [2]. Cypriniden sind meist Friedfische, die sich von Pflanzen, Würmern und kleinen Wassertieren ernähren [1].
D16 Einträge
Abbildung zu Darm DarmAnatomieDer Darm ist der hintere Teil des Verdauungstraktes beim Fisch. Hier wird der Nahrungsbrei, der aus dem Magen kommt, weiter aufgespalten und die Nährstoffe werden ins Blut aufgenommen [1]. Was übrig bleibt, wird über den After ausgeschieden [1]. Friedfische wie Karpfen und andere Karpfenartige haben keinen echten Magen, dafür einen besonders langen Darm, in dem die Verdauung stattfindet [2]. Abbildung zu Darmatmung DarmatmungAnatomieDie Darmatmung ist eine zusätzliche Form der Atmung, mit der manche Fische Sauerstoff nicht nur über die Kiemen, sondern auch über den Darm aufnehmen [1]. Der Fisch schluckt dazu an der Wasseroberfläche Luft, die durch den stark durchbluteten Darm wandert und dort den Sauerstoff abgibt [1]. Diese Fähigkeit ist eine Anpassung an sauerstoffarme Gewässer [1]. Ein bekanntes Beispiel ist der Schlammpeitzger, der bei Sauerstoffmangel regelmäßig zum Luftholen auftaucht [2]. Abbildung zu Desinfektion DesinfektionAngelwissenDesinfektion bedeutet, dass man Geräte gründlich reinigt, um Krankheitserreger abzutöten. Beim Angeln ist das wichtig, denn Fischseuchen und Parasiten können über nasse Ausrüstung von einem Gewässer ins nächste verschleppt werden [1][2]. Betroffen sind vor allem Kescher, Wathosen, Stiefel, aber auch Ruten, Rollen und Köder [1]. Man desinfiziert sie zum Beispiel mit einem geeigneten Desinfektionsmittel oder indem man alles vollständig austrocknen lässt, bevor man an einem anderen Gewässer angelt [1]. Abbildung zu Döbel DöbelFischartDer Döbel lebt in schnell fließenden Bächen und Flüssen und hält sich gerne oberflächennah auf[1]. Man findet ihn vor allem im Mittellauf der Flüsse, also dort wo Äsche und Barbe zuhause sind[3]. Er s Abbildung zu Donaueinzugsgebiet DonaueinzugsgebietGewässerkundeDas Donaueinzugsgebiet umfasst alle Flüsse und Bäche, deren Wasser am Ende in die Donau fließt. Es ist für Angler interessant, weil dort einige Fischarten leben, die es sonst nirgends in Deutschland gibt [1]. Typische Donau-eigene Arten sind zum Beispiel Huchen, Zingel, Streber und Schrätzer [1][2]. Der Huchen, auch Donaulachs genannt, kommt in Deutschland natürlich nur im Donaueinzugsgebiet vor und gilt heute als stark gefährdet [2]. Abbildung zu Dottersack DottersackAnatomieDer Dottersack ist ein nährstoffgefüllter Vorrat, der frisch geschlüpften Fischlarven am Bauch hängt [1]. Er versorgt die Jungfische in den ersten Tagen mit allen lebensnotwendigen Stoffen, solange sie noch keine Nahrung selbst suchen können [1]. Erst wenn der Dottersack aufgezehrt ist und die Larven frei schwimmen, beginnen sie, kleinste Nahrung wie Kleinstplankton zu fressen [1]. Für die Prüfung gilt: Der Dottersack ist die erste Nahrungsquelle der jungen Brut. Abbildung zu Drainagen DrainagenGewässerkundeDrainagen sind Rohre oder Gräben im Boden, die überschüssiges Wasser ableiten, vor allem um landwirtschaftliche Flächen trockenzulegen [1]. Für Gewässer und Natur ist das oft ein Problem, denn das Trockenlegen von Feuchtgebieten lässt Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten verschwinden [2]. Außerdem speichert und reinigt die Landschaft dann weniger Wasser, was das Gleichgewicht der Gewässer stört [2]. Abbildung zu Drehkrankheit DrehkrankheitFischkrankheitDie Drehkrankheit ist eine Fischkrankheit, die durch den winzigen Parasiten Myxobolus cerebralis ausgelöst wird und vor allem junge Lachsfische wie Forellen und Saiblinge befällt [1][2]. Der Parasit zerstört den Knorpel und schädigt die Nerven, dadurch drehen sich kranke Fische um die eigene Körperachse, ihre Schwanzpartie färbt sich schwarz und der Kopf verformt sich zum sogenannten Mopskopf [1]. Besonders anfällig sind Jungfische bis etwa fünf Monate, weil ihr Skelett noch weich ist [1]. Der Parasit braucht zwei Wirte: einen Lachsfisch und den Schlammröhrenwurm Tubifex [1]. Abbildung zu Dreikantmuschel DreikantmuschelFischartDie Dreikantmuschel lebt am liebsten in langsam fließenden und stehenden Gewässern wie Seen, Kanälen und großen Flüssen[1]. Mit klebrigen Haftfäden, den sogenannten Byssusfäden, heftet sie sich fest a Abbildung zu Drill DrillAngelmethodeAls Drill bezeichnet man den Vorgang, einen gehakten Fisch sicher bis zum Kescher zu führen [1]. Über die Bremse der Rolle und die federnde Angelrute hält man dabei ständig Spannung auf die Schnur, ohne dass diese reißt oder der Haken ausschlitzt [1][2]. Bei großen Fischen gibt die Bremse bei Fluchten nach, sodass die Schnur die Belastung aushält [2]. Eine gute Rutenstellung ist etwa ein rechter Winkel zwischen Rute und gespannter Schnur, weil die Rute so die Schläge des Fisches am besten abfedert [2]. Abbildung zu Drilling DrillingGerätEin Drilling ist ein Angelhaken mit drei Hakenspitzen, die an einem gemeinsamen Schenkel zusammengeschweißt sind und gleichmäßig in alle Richtungen abstehen [1][2]. Durch die drei Spitzen fasst er im Fischmaul oft zuverlässiger als ein Einzelhaken, weshalb er vor allem an Kunstködern wie Wobblern, Spinnern und Blinkern sitzt [1][2]. Beim gezielten Fang von Friedfischen ist der Drilling in Deutschland allerdings verboten [1]. Abbildung zu Dropshot DropshotGerätDropshot ist eine feine Montage zum Raubfischangeln, bei der das Bleigewicht am Ende der Schnur sitzt und der Köder mit Haken etwa 30 bis 50 Zentimeter darüber angebunden wird [1]. Weil Blei und Köder getrennt sind, kann der Köder sehr frei und natürlich im Wasser spielen [1]. Man bietet ihn grundnah und langsam an, weshalb sich die Methode besonders gut für Barsch und Zander eignet, die meist dicht über dem Grund stehen [1]. Abbildung zu Düngestoffe DüngestoffeGewässerkundeDüngestoffe sind Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor, die vor allem aus der Landwirtschaft über Regen und Bäche in Gewässer gelangen. Zu viele dieser Nährstoffe lassen Algen und Wasserpflanzen stark wuchern. Dieser Vorgang heißt Überdüngung oder Eutrophierung [1]. Sterben die vielen Algen ab, verbrauchen Bakterien beim Abbau so viel Sauerstoff, dass Fische und andere Wassertiere ersticken können [2]. Für Angler ist das wichtig, weil auch starkes Anfüttern zusätzliche Nährstoffe ins Wasser bringt und so zur Belastung des Gewässers beitragen kann. Abbildung zu Durchgängigkeit DurchgängigkeitGewässerkundeMit ökologischer Durchgängigkeit ist gemeint, dass Fische einen Fluss oder Bach frei auf- und abwärts wandern können, ohne von Hindernissen aufgehalten zu werden [1]. Querbauwerke wie Wehre, Staustufen oder Wasserkraftwerke unterbrechen diese Durchgängigkeit und versperren wandernden Fischen den Weg zu ihren Laichplätzen [1]. Um das auszugleichen, baut man Fischtreppen beziehungsweise Fischpässe oder baut Hindernisse zurück [1]. Die europäische Wasserrahmenrichtlinie schreibt seit dem Jahr 2000 vor, die Gewässer wieder durchgängig zu machen [2]. Abbildung zu Durchlaufschwimmer DurchlaufschwimmerGerätEin Durchlaufschwimmer ist eine Pose, die nicht fest an der Schnur sitzt, sondern frei auf der Hauptschnur gleitet [1][2]. Beim Auswerfen sinkt das Blei mit dem Köder in die Tiefe, während die Schnur durch eine Öse oder ein Röhrchen der Pose hindurchläuft, bis ein zuvor auf die Schnur geknüpfter Stopper das Gleiten stoppt [1]. So lässt sich der Köder auch in tiefem Wasser anbieten, weil der kleine Stopper problemlos durch die Rutenringe passt und man die gewünschte Angeltiefe genau einstellen kann [2]. Abbildung zu Durchmesser und tragkraft Durchmesser und tragkraftGerätDurchmesser und Tragkraft beschreiben, wie dick eine Angelschnur ist und wie viel Belastung sie aushält. Grundsätzlich gilt: je größer der Durchmesser, desto höher die Tragkraft [1][2]. Die Tragkraft ist dabei nicht das Gewicht, das man aus dem Wasser heben kann, sondern die Kraft, die die Schnur beim Drill mit dem Fisch aushält [3]. Bei gleichem Durchmesser trägt eine geflochtene Schnur deutlich mehr als eine monofile Schnur aus einem einzelnen Strang [1].
E15 Einträge
Abbildung zu Edelkrebs EdelkrebsFischartDer Edelkrebs lebt in klaren, sauberen Bächen, Flüssen und Seen mit vielen Verstecken wie Steinen, Wurzeln und Wasserpflanzen[1][5]. Den Tag verbringt er versteckt in selbst gegrabenen Höhlen am Ufer, Abbildung zu Eingeweide einbringen Eingeweide einbringenHegeGemeint ist das Wegwerfen oder Einbringen von Fischeingeweiden ins Gewässer, zum Beispiel nach dem Ausnehmen eines gefangenen Fisches direkt am Wasser. Das ist vielerorts verboten, weil über die Innereien Parasiten und Krankheiten ins Wasser gelangen können [1]. Hinzu kommt, dass Vögel solche Reste aufnehmen und Krankheiten von einem Gewässer zum anderen tragen können [1]. Deshalb sollte man Fische nicht am Wasser ausnehmen, sondern die Eingeweide mitnehmen und sachgerecht entsorgen [2]. Abbildung zu Eintagsfliegenlarven EintagsfliegenlarvenGewässerkundeEintagsfliegenlarven sind die jungen Stadien der Eintagsfliege, die ein bis drei Jahre am Gewässergrund zwischen Steinen, Sand und Totholz leben [1]. Sie brauchen kühles, sauberes und sauerstoffreiches Wasser und gelten deshalb als Zeigertiere für gute Wasserqualität [2]. Wo sie häufig vorkommen, ist das Gewässer mindestens von guter Güte [2]. Für Angler sind sie zudem als wichtige Fischnahrung von Bachforelle, Äsche und anderen Arten interessant [1]. Abbildung zu Einzelhaken EinzelhakenGerätEin Einzelhaken hat nur eine einzige Hakenspitze, im Gegensatz zum Drilling mit drei Spitzen. Sein großer Vorteil ist, dass er meist sauber im Maulwinkel des Fisches sitzt und sich schnell und schonend lösen lässt [1][2]. Dadurch werden die Verletzungen kleiner und untermaßige Fische können rascher zurückgesetzt werden [1]. Köder mit Einzelhaken verfangen sich außerdem seltener in Kraut [1]. Nachteil: Im Vergleich zum Drilling gibt es etwas mehr Fehlbisse, was aber meist im Rahmen bleibt [2]. Abbildung zu Eis EisGewässerkundeFriert ein Gewässer im Winter zu, ist für die Fische nicht die Kälte die größte Gefahr, sondern Sauerstoffmangel unter der Eisdecke [1]. Liegt zusätzlich Schnee auf dem Eis, kommt kaum noch Licht ins Wasser, sodass die Wasserpflanzen keinen Sauerstoff mehr bilden, während Tiere und Faulprozesse weiter welchen verbrauchen [2]. Sinkt der Sauerstoffgehalt zu stark, droht ein Winterfischsterben [1]. Helfen kann man durch mehrere kleine Öffnungen in der Eisdecke, die den Gasaustausch mit der Luft ermöglichen [2]. Wichtig: möglichst ruhig vorgehen, denn Stress erhöht den Sauerstoffbedarf der Fische zusätzlich. Abbildung zu Eis dichte Eis dichteGewässerkundeWasser hat seine größte Dichte bei 4 Grad Celsius und wird beim weiteren Abkühlen wieder leichter, das nennt man Dichteanomalie [1]. Deshalb hat Eis eine geringere Dichte als flüssiges Wasser und schwimmt oben auf [2]. Ein See gefriert daher von der Oberfläche her zu, während sich das 4 Grad warme, schwerste Wasser am Grund sammelt [1]. Für Fische ist das überlebenswichtig: Unter der Eisdecke bleibt es flüssig und sie können den Winter überstehen. Abbildung zu Eisangeln EisangelnAngelmethodeBeim Eisangeln fischt man im Winter durch ein Loch in der Eisdecke eines zugefrorenen Gewässers [1]. Mit einem speziellen Eisbohrer dreht man ein Loch von etwa 20 cm Durchmesser ins Eis und lässt darin den Köder hinab [1]. Gefangen werden je nach Gewässer Fische wie Forelle, Barsch, Hecht oder Zander [1]. In Deutschland ist das Eisangeln wenig verbreitet und oft nicht erlaubt, daher muss man sich vorher informieren; außerdem sollte die Eisdecke aus Sicherheitsgründen mindestens rund 15 cm dick sein, und die Schonzeiten sind zu beachten [1]. Abbildung zu Eisvogel EisvogelGewässerkundeDer Eisvogel ist ein kleiner, leuchtend blau-orange gefärbter Vogel, der an sauberen, klaren Flüssen, Bächen und Seen lebt [1][2]. Von einem Ast aus stürzt er sich kopfüber ins Wasser und fängt kleine Fische, von denen er täglich rund zehn bis fünfzehn frisst [2]. Er ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt und darf nicht bekämpft oder gestört werden, auch wenn er an deinem Gewässer Fische jagt [1]. Sein Vorkommen gilt als gutes Zeichen für sauberes Wasser und einen intakten Uferbereich [1]. Abbildung zu Elektrofischerei ElektrofischereiFischereirechtBei der Elektrofischerei werden Fische mit Hilfe von elektrischem Strom kurzzeitig betäubt, um sie schonend aus dem Wasser zu holen. Für normales Angeln ist das Fangen mit Strom in Deutschland grundsätzlich verboten [1]. Eine Ausnahmegenehmigung kann nur für bestimmte Zwecke erteilt werden, etwa für den Fang von Laichfischen, Bestandsaufnahmen zur Hege, Forschung oder die Gewässerbewirtschaftung [1]. Wer eine Genehmigung möchte, braucht einen Bedienungsschein für Elektrofischereigeräte und eine passende Haftpflichtversicherung [1]. Abbildung zu Elritze ElritzeFischartDie Elritze lebt in klaren, sauberen und sauerstoffreichen Bächen, Flüssen und Seen, vor allem im kühlen Oberlauf, wo auch die Forelle vorkommt[1][3]. Sie mag Wassertemperaturen zwischen etwa 12 und 2 Abbildung zu Elsässer Saibling Elsässer SaiblingAnatomieDer Elsässer Saibling ist eine Kreuzung aus Bachsaibling und Seesaibling, die zuerst um 1890 in der Fischzuchtanstalt im elsässischen Hüningen gezielt erzeugt wurde [1][2]. Man hat ihn gezüchtet, weil er Vorteile beider Eltern verbindet: Der Bachsaibling wächst schnell, der Seesaibling liefert mehr verwertbares Fleisch [1]. Optisch erinnert er an beide Elternfische, mit marmoriertem Rücken, hell gepunkteten Flanken und oft kräftig orange bis rot gefärbtem Bauch [1][2]. Du triffst ihn vor allem in bewirtschafteten Forellenseen, wo er als Besatzfisch ausgesetzt wird [1]. Abbildung zu endständiges Maul endständiges MaulAnatomieEin endständiges Maul sitzt vorne an der Schnauzenspitze des Fisches, wobei Oberkiefer und Unterkiefer gleich lang sind [1]. Diese Mundstellung ist typisch für Fische, die in der mittleren Wasserschicht leben und ihre Nahrung sowohl von der Oberfläche als auch vom Grund aufnehmen können [1]. Beispiele für Fische mit endständigem Maul sind Döbel, Karpfen, Schleie und Karausche [1]. Für die Prüfung ist wichtig: Aus der Maulstellung (oberständig, endständig, unterständig) kann man auf die Lebensweise und Ernährung einer Fischart schließen [2]. Abbildung zu Ertragsfähigkeit ErtragsfähigkeitGewässerkundeDie Ertragsfähigkeit beschreibt, wie viele Fische ein Gewässer auf Dauer hervorbringen kann. Sie hängt vor allem vom Nährstoffgehalt ab: nährstoffreiche Gewässer können mehr Fischmasse tragen als nährstoffarme [1]. Junge Baggerseen sind anfangs nährstoffarm und damit wenig ertragreich, werden aber mit der Zeit fruchtbarer [2]. Bei der Hege muss der Besatz an die Größe, Eigenart und Ertragsfähigkeit des Gewässers angepasst werden, damit der Bestand gesund bleibt [1]. Abbildung zu eutrophes Gewässer eutrophes GewässerGewässerkundeEin eutrophes Gewässer ist nährstoffreich, das heißt es enthält viel Phosphor und Stickstoff, zum Beispiel aus Dünger der Landwirtschaft [1][2]. Dadurch wachsen sehr viele Algen und Wasserpflanzen. Wenn diese Algen absterben und von Bakterien zersetzt werden, wird viel Sauerstoff verbraucht, sodass leicht Sauerstoffmangel entsteht und Fische ersticken können [1][3]. Für Angler bedeutet das oft trübes, grünes Wasser und im Sommer das Risiko, dass ein See umkippt [2]. Abbildung zu Eutrophierung EutrophierungGewässerkundeEutrophierung bedeutet, dass ein Gewässer zu viele Nährstoffe bekommt, vor allem Phosphat und Stickstoff, oft aus der Landwirtschaft oder aus Abwasser [1]. Diese Überdüngung lässt Algen stark wachsen, die das Wasser trüben und absterbende Pflanzen am Grund hinterlassen [1]. Beim Abbau dieser abgestorbenen Algen verbrauchen Bakterien den Sauerstoff im Wasser [2]. Sinkt der Sauerstoffgehalt zu stark, kommt es zu einem massiven Fischsterben und zum Verlust der Artenvielfalt [2].
F102 Einträge
Abbildung zu Fangfertig mitführen Fangfertig mitführenFischereirechtEin Angelgerät ist fangfertig, wenn man sofort mit dem Angeln beginnen könnte, also alle nötigen Teile dran sind und es nicht verpackt ist; dazu gehört mindestens eine Schnur mit Haken [1]. Niemand darf an Gewässern, an denen er nicht zum Fischen berechtigt ist, ein fangfertiges Angelgerät mit sich führen [1]. Nicht fangfertig sind dagegen Geräte, die zerlegt, verpackt oder im geschlossenen Kofferraum verstaut sind [1]. So will das Gesetz Wilderei verhindern, auch wenn noch gar kein Fisch gefangen wurde. Abbildung zu Fanggeräte FanggeräteGerätFanggeräte sind alle Werkzeuge, mit denen man Fische fängt. Für Angler ist nur die Handangel erlaubt, in vielen Bundesländern zusätzlich die Köderfischsenke zum Fangen von Köderfischen [1][2]. Alle anderen Geräte aus der Berufsfischerei wie Wurfnetze, Reusen, Langleinen oder Elektrofanggeräte sind für Angler verboten [2]. Welche Fanggeräte du nutzen darfst und wie viele, steht meist auf deinem Erlaubnisschein [1]. Abbildung zu Fangmethoden FangmethodenAngelmethodeFangmethoden sind die verschiedenen Arten, auf die man einen Fisch zum Anbeißen bringt und fängt. Zu den beliebtesten gehören Posenangeln (der Köder hängt unter einem Schwimmer), Grundangeln (der Köder liegt am Gewässergrund), Spinnfischen (ein Kunstköder wird aktiv durchs Wasser gezogen), Stippfischen und Fliegenfischen [1][2]. Welche Methode man wählt, hängt vom Zielfisch und vom Gewässer ab, denn jede Methode präsentiert den Köder anders [2]. Für Anfänger sind Posen- und Grundangeln am leichtesten zu erlernen [1]. Abbildung zu Fangmittel FangmittelGerätAls Fangmittel bezeichnet man alle Geräte und Köder, mit denen Fische gefangen werden. Für Angler erlaubt ist vor allem die Handangel mit Rute, Rolle, Schnur, Haken und Köder, dazu die Köderfischsenke [1]. Verboten sind dagegen Fangmittel, die unnötiges Tierleid verursachen oder zu viele Fische auf einmal fangen, etwa Speere, Harpunen, Sprengstoff, Gift oder betäubende Mittel [1][2]. Welche Fangmittel genau erlaubt sind, regelt das Fischereigesetz des jeweiligen Bundeslandes. Abbildung zu Fangstatistik FangstatistikHegeDie Fangstatistik (oft als Fangbuch geführt) ist eine Aufzeichnung darüber, welche Fische in welcher Menge und Größe einem Gewässer entnommen wurden. Gefangene und behaltene Fische muss man meist sofort mit Datum, Art und Länge eintragen [1]. Diese Daten sind wichtig für die Hege und Bewirtschaftung, weil sie zeigen, wie sich der Fischbestand entwickelt und wie viel entnommen werden darf [2]. In vielen Vereinen ist die Fangmeldung Pflicht: Wer keine abgibt, bekommt im nächsten Jahr keine neue Erlaubniskarte [2]. Abbildung zu Fangzähne FangzähneAnatomieFangzähne sind die großen, spitzen Zähne, die viele Raubfische im Maul haben, um Beutefische festzuhalten. Beim Zander sitzen im Oberkiefer zwei große, leicht gebogene Fangzähne (auch Hundezähne genannt), die zwischen vielen kleinen Bürstenzähnen herausragen [1][2]. Sie sind nicht zum Durchbeißen da, sondern halten den glitschigen Beutefisch fest, damit er nicht entwischt [1]. Anders als beim Hecht sind die Fangzähne des Zanders nicht besonders scharf und erinnern eher an Katzenzähne [3]. Abbildung zu Farbmarkierung FarbmarkierungAngelwissenDie Farbmarkierung ist eine schonende Methode, einzelne Fische erkennbar zu machen, ohne sie dauerhaft zu schädigen [1]. Dabei wird zum Beispiel ein Farbstoff unter die Haut gespritzt oder am Kiemendeckel aufgetragen, sodass ein farbiger Punkt entsteht [1]. Verwendet wird das vor allem in der Forschung, etwa um zu prüfen, ob ein Fischbesatz erfolgreich war oder um die Wanderungen von Fischen zu verfolgen [1]. Fische markieren dürfen nur Fachleute zu wissenschaftlichen Zwecken, nicht der einzelne Angler [1]. Abbildung zu Färbung FärbungAnatomieMit Färbung ist das Farbkleid eines Fisches gemeint, also die Farben und Muster seiner Haut. Die Färbung dient vor allem als Tarnung: Viele Fische passen sich farblich an ihren Untergrund an, damit Fressfeinde sie schlecht entdecken [1]. Zur Laichzeit zeigen manche Arten eine auffällige Laichfärbung (oft kräftig rot), die hormonell gesteuert wird und der Partnersuche dient [1][2]. Abbildung zu Fauna flora habitat richtlinie Fauna flora habitat richtlinieFischereirechtDie Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (kurz FFH-Richtlinie) ist eine Naturschutz-Vorschrift der Europäischen Union aus dem Jahr 1992. Ihr Ziel ist es, wildlebende Tiere und Pflanzen sowie deren Lebensräume zu schützen und so die Artenvielfalt zu erhalten [1][2]. Zusammen mit der Vogelschutz-Richtlinie bildet sie das europaweite Schutzgebietsnetz Natura 2000 [2]. In solchen Schutzgebieten darf sich der Zustand der Natur nicht verschlechtern, was auch für Angler am Gewässer Einschränkungen bedeuten kann [2]. Abbildung zu Feederrute FeederruteGerätDie Feederrute ist eine Grundrute mit auffällig dünner, oft knallig gefärbter Spitze, mit der man am Gewässergrund auf Friedfische angelt [1]. Dabei wirft man einen Futterkorb (Feeder) aus, der ständig kleine Futtermengen am Angelplatz freigibt und so die Fische anlockt [1]. Den Biss erkennt man nicht an einer Pose, sondern an der feinen, biegsamen Rutenspitze, die dem Fisch kaum Widerstand bietet [2]. Meist liegen mehrere austauschbare Spitzen (leicht, mittel, schwer) bei, die man je nach Strömung und Wurfgewicht wählt [2]. Abbildung zu Feinsedimentbelastung FeinsedimentbelastungGewässerkundeVon Feinsedimentbelastung spricht man, wenn zu viel feiner Schlamm und Sand ins Gewässer gelangt, oft durch Abschwemmungen von Äckern [1]. Diese feinen Teilchen setzen sich zwischen die Kiesel am Gewässergrund und verstopfen die Lücken, in denen sonst frisches, sauerstoffreiches Wasser fließt [2]. Das ist besonders schlimm für Kieslaicher wie Bachforelle, Äsche und Elritze, die ihre Eier in den Kies legen, denn die Eier ersticken im verschlammten Boden [1]. Schutzstreifen ohne Bewirtschaftung am Ufer helfen, solche Sedimenteinträge zu verringern [1]. Abbildung zu Fettflosse FettflosseAnatomieDie Fettflosse ist eine kleine, weiche Zusatzflosse, die zwischen Rückenflosse und Schwanzflosse sitzt und keine stützenden Knochenstrahlen besitzt [1]. Sie ist das wichtigste Erkennungsmerkmal der Salmoniden (Lachsartige) wie Forelle, Lachs und Äsche und hilft Anglern, diese Fische zu bestimmen [2]. Ihr Name kommt von der früheren, falschen Annahme, sie bestünde aus Fett; heute vermutet man eher eine Funktion als Strömungssensor [1]. Abbildung zu Fettgehalt FettgehaltAngelwissenDer Fettgehalt gibt an, wie viel Fett im Fleisch eines Fisches steckt, und wird zur Einteilung der Fische genutzt [1]. Magerfische haben bis etwa 2 Prozent Fett, dazu gehören zum Beispiel Hecht, Zander und Kabeljau [1]. Fettfische liegen über 10 Prozent, etwa Aal, Hering, Lachs und Makrele [1]. Fettreiche Fische sind wegen ihrer Omega-3-Fettsäuren besonders gesund [2]. Abbildung zu Feuer am Gewässer Feuer am GewässerFischereirechtDamit ist das Entzünden von offenem Feuer, etwa eines Lagerfeuers oder Grills, am Angelplatz gemeint. Das ist nicht überall erlaubt: In Wald-, Moor- und Heidegebieten und in deren Nähe ist Feuer in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober verboten [1]. An Bundeswasserstraßen ist offenes Feuer grundsätzlich nicht gestattet, auch nicht beim Angeln [1]. Wegen der Waldbrandgefahr muss ein erlaubtes Feuer klein gehalten und ständig beaufsichtigt werden, bis es vollständig erloschen ist; bei Verstößen drohen hohe Bußgelder [1]. Vor dem Feuermachen sollte man sich beim Gewässerwart oder der Behörde erkundigen. Abbildung zu Finte FinteFischartDie Finte ist ein Wanderfisch, der zum Laichen vom Meer in die Flüsse zieht[1]. Den größten Teil ihres Lebens verbringt sie in Schwärmen in Küstennähe und im Brackwasser der großen Flussmündungen[6]. Abbildung zu Fisch als lebensmittel Fisch als lebensmittelAngelwissenEin gefangener Fisch, den du essen möchtest, ist ein Lebensmittel und muss entsprechend sorgfältig behandelt werden. Damit die Qualität erhalten bleibt, wird der Fisch sofort nach dem Fang waidgerecht betäubt, getötet, ausgenommen und möglichst kühl gelagert [1]. Frischen Fisch erkennst du an klaren, prallen Augen, hellroten Kiemen, festem Fleisch und einer klaren Schleimschicht [2]. Eine ununterbrochene Kühlung ist besonders wichtig, weil Fischfleisch schnell verdirbt [1]. Abbildung zu Fischabstiegshilfe FischabstiegshilfeHegeEine Fischabstiegshilfe ist eine Einrichtung an Wehren und Wasserkraftwerken, die wandernden Fischen den sicheren Weg flussabwärts ermöglicht [1]. Beim Abstieg folgen Fische der Hauptströmung und geraten sonst leicht in die Turbinen, wo sie verletzt oder getötet werden [1][2]. Abstiegshilfen leiten die Fische darum an den Turbinen vorbei, etwa über offene Wehrklappen, Rechen oder eigene Bypass-Kanäle [2]. Sie ergänzen den Fischaufstieg, der den Weg flussaufwärts sichert [2]. Abbildung zu Fischadler FischadlerGewässerkundeDer Fischadler ist ein großer Greifvogel, der sich fast ausschließlich von lebend gefangenen Fischen ernährt [1][2]. Er braucht fischreiche, ruhige Gewässer wie Seen, Teiche, Flüsse und Küsten, über denen er im Sturzflug nach Beute taucht [2]. In Deutschland ist er nach dem Bundesnaturschutzgesetz und der EU-Vogelschutzrichtlinie streng geschützt [1]. Sein Bestand hat sich dank Schutzmaßnahmen seit den 1960er Jahren von rund 70 auf fast 700 Brutpaare erholt, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg [1]. Abbildung zu Fischart FischartAngelwissenEine Fischart ist eine bestimmte Sorte Fisch, die sich von anderen durch typische Merkmale unterscheidet, zum Beispiel durch Körperform, Färbung, Flossenbau oder Schuppenzahl [1]. Für Angler ist das sichere Bestimmen der Fischart sehr wichtig, denn jede Art hat eigene Schonzeiten und Mindestmaße, und manche Arten stehen unter besonderem Schutz [1][2]. Wer eine Art verwechselt, riskiert, einen geschützten oder zu kleinen Fisch falsch zu entnehmen [2]. Die genauen Regeln legen die einzelnen Bundesländer fest [2]. Abbildung zu Fischaufstieg FischaufstiegHegeEin Fischaufstieg ist eine Bauwerk an einem Fluss, das Fischen hilft, Hindernisse wie Wehre oder Staustufen flussaufwärts zu überwinden [1]. Oft sieht er aus wie eine Treppe aus kleinen Becken, weshalb man auch von einer Fischtreppe spricht [1]. Er ist wichtig für die sogenannte Durchgängigkeit eines Gewässers: Viele Fische müssen zur Laichzeit weite Strecken wandern, und ohne solche Aufstiegshilfen kämen sie nicht an ihre Laichplätze [2]. Abbildung zu Fischbehandlung FischbehandlungAngelwissenFischbehandlung beschreibt den waidgerechten Umgang mit dem Fisch nach dem Fang. Gefangene und entnommene Fische sind so zu behandeln, dass ihnen keine vermeidbaren Schmerzen entstehen [1]. Einen Fisch, den du behalten willst, betäubst und tötest du sofort; untermaßige oder geschützte Fische werden dagegen vorsichtig abgehakt und schonend zurückgesetzt [1]. Dafür musst du passendes Werkzeug wie Lösezange und Fischtöter dabeihaben, das das Tierschutzgesetz vorschreibt [2]. Abbildung zu Fischbesatz FischbesatzHegeAls Fischbesatz bezeichnet man das gezielte Einsetzen von Fischen in ein Gewässer, um den vorhandenen Bestand zu stützen oder eine verschwundene Art wieder anzusiedeln. Sinnvoll ist Besatz vor allem dann, wenn sich die Fische nicht mehr von allein ausreichend vermehren können, etwa nach einem Fischsterben [3]. Dabei dürfen nur Arten eingesetzt werden, die zum Gewässer passen und dort gute Lebensbedingungen finden, denn jeder Fisch hat seine eigene Gewässerregion (zum Beispiel keine Bachforellen in einem warmen Brassengewässer) [1]. Wichtig ist außerdem, nicht zu viele Fische einzusetzen: Bei Überbesatz konkurrieren die Tiere um Futter und können die heimischen Arten verdrängen [1]. Oft wirken eine Verbesserung des Lebensraums und sinnvolle Fangregeln sogar nachhaltiger als reiner Besatz [2]. Abbildung zu Fischbestand FischbestandAngelwissenDer Fischbestand ist die Gesamtheit der Fische, die in einem Gewässer leben, also wie viele und welche Arten dort vorkommen [1]. Ein gesunder Bestand ist heimisch, artenreich und ausgeglichen, das heißt, er passt zur Größe und Art des Gewässers [1]. Angler haben die Pflicht, diesen Bestand durch Hege zu pflegen, ihn vor Krankheiten und Überpopulation zu schützen und bei Bedarf gefährdete Arten gezielt zu besetzen [1]. Wasserqualität und vielfältige Lebensräume sind dabei die Grundvoraussetzung für einen stabilen Fischbestand [1]. FischbetäuberGerätEin Fischbetäuber, auch Schlagholz oder Totschläger genannt, ist ein harter Knüppel aus Holz oder Metall, mit dem ein Fisch vor dem Töten betäubt wird [1][2]. Das Tierschutzgesetz verlangt, dass ein Fisch schnell und ohne Leiden getötet wird, deshalb gehört der Fischbetäuber zur Pflichtausrüstung am Wasser [2]. Man führt einen kräftigen, gezielten Schlag auf den Kopf direkt hinter den Augen aus, wo das Gehirn liegt [2]. Danach prüft man den Augendrehreflex und setzt sofort den Kiemenschnitt, damit der Fisch ausblutet [2]. Abbildung zu Fischbrut FischbrutAngelwissenAls Fischbrut bezeichnet man die jungen Fische in ihrem ersten Lebensabschnitt, kurz nachdem sie aus dem Laich geschlüpft sind [1][2]. Frisch geschlüpfte Fische tragen an der Bauchseite noch einen Dottersack, der sie in den ersten Tagen mit Nährstoffen versorgt; man nennt sie deshalb auch Dottersackbrut [2]. Erst wenn der Dottersack aufgebraucht ist, können die kleinen Fische frei schwimmen und selbst nach Nahrung suchen [2]. Die Fischbrut ist sehr empfindlich und wichtig für den Nachwuchs eines gesunden Fischbestands [1]. Abbildung zu Fischegel FischegelFischkrankheitDer Gemeine Fischegel (Piscicola geometra) ist ein wurmartiger Parasit, der sich vom Blut der Fische ernährt [1]. Er hat einen länglichen Körper von etwa 1 bis 5 cm und heftet sich mit Saugnäpfen an die Haut des Fisches [1]. Dort saugt er tagelang Blut, was den Fisch schwächt und zu Blutarmut führen kann [1]. Besonders in Karpfenteichen gilt er als lästiger Schädling, weil er auch Krankheiten übertragen kann [1]. Abbildung zu Fischeingeweide FischeingeweideAnatomieAls Fischeingeweide bezeichnet man die inneren Organe eines Fisches, also vor allem Magen, Darm, Leber und den Rogen oder die Milch [1]. Beim Ausnehmen werden sie über einen Bauchschnitt vom After bis zum Kopf entfernt [1][2]. Wichtig ist, dabei vorsichtig zu arbeiten, denn werden Magen und Darm verletzt, können Bakterien das Fleisch verderben [2]. Nach dem Ausnehmen schabt man Nieren und Blutreste entlang der Wirbelsäule unter fließendem Wasser heraus [2]. Abbildung zu Fischen FischenAngelmethodeFischen bedeutet, Fische und andere Wassertiere gezielt zu fangen oder dem Gewässer zu entnehmen [1]. Wer mit der Angel fischt, betreibt die sogenannte Angelfischerei. Rechtlich darfst du in Deutschland nur fischen, wenn du in der Regel einen Fischereischein (Angelschein) und eine Erlaubnis für das jeweilige Gewässer hast [2]. Das Fischen ist außerdem an Regeln wie Schonzeiten, Mindestmaße und Tierschutz gebunden. Abbildung zu Fischereiabgabe FischereiabgabeFischereirechtDie Fischereiabgabe ist eine gesetzliche Gebühr, die Anglerinnen und Angler in den meisten Bundesländern zusätzlich zum Fischereischein zahlen müssen [1]. Mit dem Geld werden Maßnahmen für gesunde Fischbestände und Gewässer finanziert, etwa Besatz, Hege, Gewässerpflege und wissenschaftliche Untersuchungen [2]. Höhe und Regeln legt jedes Bundesland selbst fest, und einige Länder wie Niedersachsen und Sachsen erheben gar keine Fischereiabgabe [1]. Abbildung zu Fischereiaufseher FischereiaufseherFischereirechtEin Fischereiaufseher ist eine offiziell bestellte Person, die am Wasser kontrolliert, ob alle Angler sich an die Regeln halten [1]. Er darf jeden überprüfen, der gerade angelt oder mit fangfertigem Gerät unterwegs ist, und sich Fischereischein, Erlaubnisschein und Fang zeigen lassen [2]. Dabei achtet er auf Schonzeiten, Mindestmaße und Fangbegrenzungen [1]. Bei einer Kontrolle muss er sich mit einem Ausweis zu erkennen geben, und der kontrollierte Angler darf sich nicht einfach entfernen [1]. Abbildung zu Fischereiausübung FischereiausübungFischereirechtDie Ausübung der Fischerei bedeutet das Hegen, Fangen und Aneignen von Fischen und anderen Wassertieren wie Krebsen oder Muscheln [1]. Sie umfasst drei Teile: das Hegen (also den Fischbestand gesund und artenreich erhalten), das Fangen mit erlaubten Methoden und das Aneignen der gefangenen Tiere, ausgenommen geschützte Arten [1][2]. Wer die Fischerei ausüben darf, heißt Fischereiausübungsberechtigter und darf Ufer und Zuwege so weit nutzen, wie es zum Angeln nötig ist [2]. Für Angelschüler ist wichtig: Mit dem Recht zu fangen geht immer auch die Pflicht zur Hege einher [1]. Abbildung zu Fischereiausübungsberechtigter FischereiausübungsberechtigterFischereirechtEin Fischereiausübungsberechtigter ist, wer das Fischereirecht in einem Gewässer tatsächlich ausüben, also dort fischen darf [1][2]. Dieses Recht erhält man durch einen Vertrag, etwa einen Fischereipacht- oder einen Fischereierlaubnisvertrag [1]. Wichtig ist der Unterschied zum Fischereiberechtigten: Der Fischereiberechtigte ist der Inhaber des Rechts, kann es aber an andere weitergeben, die dann als Ausübungsberechtigte fischen dürfen [1]. In der Praxis sind das oft Pächter oder Fischereivereine, die ein Gewässer gepachtet haben [2]. Abbildung zu Fischereibehörde FischereibehördeFischereirechtDie Fischereibehörde ist die staatliche Stelle, die für alles rund um die Fischerei zuständig ist. Die untere Fischereibehörde sitzt meist beim Landkreis oder bei der kreisfreien Stadt und stellt unter anderem den Fischereischein aus, nachdem man die Fischerprüfung bestanden hat [1][2]. Dort kann man auch die Fischereiabgabe bezahlen und Auskünfte zu den geltenden Regeln bekommen [2]. Abbildung zu Fischereiberater FischereiberaterFischereirechtEin Fischereiberater unterstützt die untere Fischereibehörde ehrenamtlich in wichtigen fischereilichen Fragen und muss bei grundsätzlichen Angelegenheiten angehört werden [1][2]. Er wird von der Fischereibehörde nach Rücksprache mit den örtlichen Fischereiverbänden für mehrere Jahre, in einigen Bundesländern für fünf Jahre, bestellt; eine erneute Bestellung ist möglich [1]. Die Bestellung kann widerrufen werden, wenn der Fischereiberater ungeeignet ist, seine Stellung missbraucht oder seine Pflichten trotz Mahnung vernachlässigt [1]. Er ist beratend tätig und nicht mit dem kontrollierenden Fischereiaufseher zu verwechseln [3]. Abbildung zu Fischereiberechtigter FischereiberechtigterFischereirechtEin Fischereiberechtigter ist die Person oder Institution, die das Recht besitzt, in einem bestimmten Gewässer zu fischen [1]. Meist gehört dieses Fischereirecht dem Eigentümer des Gewässergrundstücks, es kann aber auch verpachtet werden, etwa an einen Angelverein [1]. Mit dem Recht ist immer eine Pflicht verbunden: einen artenreichen heimischen Fischbestand zu erhalten und zu hegen [2]. Wer in einem Gewässer angeln will, braucht daher die Erlaubnis des Fischereiberechtigten (Erlaubnisschein) [2]. Abbildung zu Fischereibetrieb FischereibetriebFischereirechtEin Fischereibetrieb ist ein Unternehmen, dessen Schwerpunkt das Fangen oder Aufziehen von Fischen ist [1]. Dazu zählen zum Beispiel Berufsfischereien an Seen oder die Teichwirtschaft, bei der Fische in künstlich angelegten Teichen gehalten und vermehrt werden [2]. Solche Betriebe arbeiten gewerblich und unterliegen besonderen Regeln des Fischereirechts [2]. Für Angelschüler ist wichtig zu wissen, dass das Fischereirecht sowohl die gewerbliche Fischerei als auch das Angeln als Freizeitsport regelt [2]. Abbildung zu Fischereierlaubnisschein FischereierlaubnisscheinFischereirechtDer Fischereierlaubnisschein, oft auch Erlaubnisschein oder Angelkarte genannt, ist die Erlaubnis, an einem ganz bestimmten Gewässer angeln zu dürfen [1]. Anders als der Fischereischein, der nur deine Sachkunde nachweist, gibt dir der Erlaubnisschein das Recht, in genau diesem See oder Flussabschnitt zu fischen [1][2]. Ausgestellt wird er vom Fischereiberechtigten, meist dem Pächter, häufig gegen Geld als Tages-, Monats- oder Jahreskarte [2]. Beim Angeln musst du immer beide Dokumente dabei haben und auf Verlangen vorzeigen [2]. Abbildung zu Fischereifahrzeuge FischereifahrzeugeGerätFischereifahrzeuge sind Boote und Schiffe, die speziell für den Fischfang gebaut sind [1]. Für die Küstenfischerei nutzt man meist Kutter, für die Hochseefischerei größere Trawler oder sogar Fabrikschiffe, die den Fang gleich an Bord verarbeiten [1][2]. Sie gehören zur Berufsfischerei. Mit dem Freizeitangeln vom Ufer oder kleinen Boot haben sie nichts zu tun, sind aber ein typischer Begriff aus der Gerätekunde. Abbildung zu Fischereigenossenschaft FischereigenossenschaftFischereirechtEine Fischereigenossenschaft ist ein Zusammenschluss von Fischereiberechtigten, die ihre Rechte an einem Gewässer gemeinsam verwalten und nutzen [1]. Sie ist meist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und gilt selbst als fischereiberechtigt [2]. Zu ihren Aufgaben gehört es, die im Hegeplan festgelegten Maßnahmen umzusetzen, Erlaubnisscheine zu vergeben und das Gewässer nachhaltig zu bewirtschaften [1][2]. Abbildung zu Fischereigerät FischereigerätGerätAls Fischereigerät bezeichnet man alle Geräte, mit denen Fische gefangen werden, also vor allem Angelruten samt Schnur, Rolle und Haken, aber auch Netze und Reusen der Berufsfischerei. In der Fischerprüfung ist ein zentrales Thema, welche Fanggeräte erlaubt und welche verboten sind sowie der waidgerechte Umgang damit [1]. Verboten sind zum Beispiel Reißangeln, Fischgabeln oder mehr als drei ein- bis dreischenklige Haken je Angel [1]. Zur Ausbildung gehört auch die praktische Handhabung der Fischereigeräte und das richtige Zusammenstellen für den jeweiligen Zielfisch [1]. Abbildung zu Fischereigesetz FischereigesetzFischereirechtDas Fischereigesetz ist die rechtliche Grundlage, die in Deutschland das Angeln und die Fischerei regelt [1]. Es legt fest, wer fischen darf und welche Voraussetzungen man dafür braucht, etwa einen gültigen Fischereischein und eine Erlaubnis des Gewässerbesitzers [1]. Ein wichtiges Ziel des Gesetzes ist der Schutz der Fische und der Erhalt gesunder Bestände, damit auch in Zukunft genug Fisch da ist [2]. In Deutschland ist die Binnenfischerei Sache der Bundesländer, deshalb hat jedes Bundesland sein eigenes Landesfischereigesetz mit teils unterschiedlichen Regeln [1]. Abbildung zu Fischereipächter FischereipächterFischereirechtDer Fischereipächter ist derjenige, dem das Fischereirecht an einem Gewässer per Fischereipachtvertrag übertragen wurde [1][2]. Mit der Pacht wird er selbst zum Inhaber des Fischereirechts und übernimmt alle gesetzlichen Rechte und Pflichten, vor allem das Recht zu fangen und die Pflicht zur Hege des Fischbestands [1][2]. Er muss die Pacht zahlen und die Fischerei ordnungsgemäß im Sinne des Hegeziels ausüben [2]. Pächter kann nur sein, wer einen gültigen Fischereischein besitzt [2]. Abbildung zu Fischereipachtvertrag FischereipachtvertragFischereirechtMit einem Fischereipachtvertrag überlässt der Inhaber eines Fischereirechts dieses Recht für einen bestimmten Zeitraum gegen Bezahlung einem anderen, dem Pächter. Der Vertrag muss schriftlich abgeschlossen und von beiden Seiten unterschrieben werden, sonst ist er ungültig [1]. In vielen Bundesländern muss die Pacht für mindestens zehn Jahre vereinbart werden, und die Zahl der Pächter ist begrenzt (oft auf drei Personen) [1]. Der Vertrag wird der zuständigen Fischereibehörde zur Prüfung oder Genehmigung vorgelegt [1][2]. Abbildung zu Fischereirecht FischereirechtFischereirechtDas Fischereirecht ist das Recht, in einem bestimmten Gewässer Fische zu hegen, zu fangen und sich anzueignen [1]. Es gehört in der Regel dem Eigentümer des Gewässergrundstücks oder einem Pächter, der dieses Recht von ihm gepachtet hat [1]. Wer dort angeln will, braucht zweierlei: zunächst den staatlichen Fischereischein als Nachweis der eigenen Sachkunde, und zusätzlich einen Erlaubnisschein (oft als Tages-, Wochen- oder Jahreskarte), mit dem der Inhaber des Fischereirechts dir das Angeln an seinem Gewässer ausdrücklich gestattet [2]. Ohne diese Erlaubnis ist das Angeln Fischwilderei, weil man dann das fremde Aneignungsrecht verletzt [1]. Abbildung zu Fischereischein FischereischeinFischereirechtDer Fischereischein, umgangssprachlich oft Angelschein genannt, ist der amtliche Nachweis, dass du genug über das Angeln weißt, um es selbstständig ausüben zu dürfen [1]. Du bekommst ihn von der zuständigen Behörde, nachdem du die staatliche Fischerprüfung bestanden hast [2]. Der Fischereischein allein reicht aber nicht zum Angeln: Du brauchst zusätzlich eine Erlaubnis für das konkrete Gewässer, den sogenannten Fischereierlaubnisschein [3]. Erst mit beiden Dokumenten darfst du am Wasser angeln [3]. Abbildung zu Fischereischutz FischereischutzFischereirechtFischereischutz bedeutet, dass die Fischbestände und die Einhaltung der Angelregeln überwacht werden. Dafür sorgen vor allem die Fischereiaufseher: Sie dürfen jeden kontrollieren, der gerade angelt oder mit fangfertigem Gerät am Wasser ist, und prüfen Angelschein, Erlaubnisschein, Schonzeiten und Mindestmaße [1][2]. Neben den Aufsehern dürfen auch die Polizei, der Inhaber des Fischereirechts und der Pächter eines Gewässers kontrollieren [1]. Ziel ist es, die Fische nachhaltig zu schützen und Verstöße zu verhindern. Abbildung zu Fischereivorrichtung FischereivorrichtungGerätEine Fischereivorrichtung ist ein Gerät, mit dem Fische gefangen werden, ohne dass man es ständig in der Hand hält. Dazu zählen vor allem passive Fanggeräte wie Reusen, Fischzäune oder Aalkästen, in die der Fisch hineinschwimmt und gefangen bleibt [1][2]. Für Angler sind viele dieser Vorrichtungen verboten oder nur mit besonderer Erlaubnis erlaubt, da sie zur Berufsfischerei gehören. In den Fischereiordnungen sind außerdem Mindestabstände der Latten oder Maschenweiten festgelegt, damit zu kleine Fische entkommen können [2]. Abbildung zu Fischerprüfung FischerprüfungFischereirechtDie Fischerprüfung ist die amtliche Prüfung, mit der du deine Sachkunde nachweist, bevor du angeln darfst [1]. Geprüft werden vor allem Fischkunde, Gewässerkunde, Gerätekunde, Rechtskunde sowie Natur- und Tierschutz [2]. In den meisten Bundesländern kannst du sie ab 14 Jahren ablegen, oft nach einem Vorbereitungskurs [1]. Mit dem Bestehen erhältst du den Fischereischein (Angelschein). Die genauen Regeln und Kosten sind je nach Bundesland unterschiedlich [2]. Abbildung zu Fischfang FischfangAngelmethodeFischfang ist schlicht das Fangen von Fischen aus einem Gewässer [1]. Im Fischereirecht ist das Fangen einer von drei Bestandteilen der Fischerei: hegen (pflegen), fangen und sich aneignen [2]. Wer Fische fangen will, braucht dafür das Fischereirecht oder eine Erlaubnis des Berechtigten; fängt man ohne Erlaubnis, ist das als Fischwilderei strafbar [3]. Für Angelschüler heißt das: Fischfang ist immer an die richtigen Papiere und an erlaubte Fangmethoden gebunden [2]. Abbildung zu Fischfauna FischfaunaAngelwissenMit Fischfauna ist die Gesamtheit aller Fischarten gemeint, die in einem bestimmten Gewässer leben, also welche Arten dort vorkommen und in welchen Anteilen [1]. Sie ist ein wichtiger Anzeiger für den Zustand eines Gewässers: Eine artenreiche, naturnahe Fischfauna spricht für ein gesundes Gewässer [2]. Bei der Gewässerbewertung schaut man deshalb genau hin, welche Fischarten vorhanden sind und ob die für den Lebensraum typischen Arten fehlen [2]. Abbildung zu Fischfressende vögel Fischfressende vögelNaturschutzFischfressende Vögel sind Vogelarten, die sich überwiegend oder ausschließlich von Fischen ernähren. Zu den wichtigsten gehören Kormoran, Graureiher und Gänsesäger [1]. Viele Angler sehen sie als Nahrungskonkurrenten, weil sie auch an Teichen und Flüssen Fische erbeuten und an Fischzuchten Schäden verursachen können [1][2]. Die meisten dieser Vögel sind jedoch geschützt, sodass man sie nicht einfach vertreiben oder töten darf. An gefährdeten Teichen helfen erlaubte Maßnahmen wie Netze über dem Wasser oder Spanndrähte [2]. Abbildung zu Fischfutter FischfutterKöderFischfutter ist die Nahrung, mit der man Fische in der Teichwirtschaft oder Zucht zusätzlich versorgt [1]. In der Karpfenteichwirtschaft fressen die Fische vor allem Naturnahrung aus dem Teich; ab dem Frühjahr füttert man Getreide zu, das viel Energie und wenig Eiweiß liefert [1]. Forellen dagegen werden fast ausschließlich mit industriell hergestelltem Pelletfutter ernährt, das genau aus Eiweiß, Fett, Kohlenhydraten und Rohfaser zusammengesetzt ist [2]. Die Pellet-Größe wird dem Wachstum der Fische angepasst, und Futterverluste sollen vermieden werden, um das Wasser nicht zu belasten [2]. Abbildung zu Fischgesundheitsdienst FischgesundheitsdienstHegeDer Fischgesundheitsdienst ist eine tiermedizinische Einrichtung der Bundesländer, die Fischzucht, Teichwirtschaft und auch die Angelfischerei rund um die Gesundheit der Fische unterstützt [1]. Er klärt Fischkrankheiten in freien Gewässern auf, berät Gewässerbewirtschafter beim Besatz und hilft mit Sanierungskonzepten, wenn eine Fischseuche auftritt [1]. Für einen Angelschüler ist wichtig zu wissen: An diese Stelle wendet man sich, wenn man kranke oder massenhaft verendete Fische findet [1]. In den meisten Ländern gehört der Dienst zum Landesuntersuchungsamt, in Bayern zum Tiergesundheitsdienst [1]. Abbildung zu Fischgreifer FischgreiferGerätEin Fischgreifer (auch Lip-Grip genannt) ist ein zangenartiges Werkzeug, mit dem man einen gefangenen Fisch vorsichtig an der Unterlippe festhält, um ihn sicher zu landen und den Haken zu lösen [1]. Er wird vor allem bei Raubfischen genutzt, damit man nicht in scharfe Zähne oder Haken greift [1]. Viele Modelle haben eine eingebaute Waage zum Wiegen [2]. Wichtig: Der Greifer darf den Fisch nicht frei in der Luft tragen, sonst kann das Maul verletzt werden - schonender ist es, den Fisch zusätzlich mit der Hand zu stützen [2]. Abbildung zu Fischhaltung FischhaltungAngelwissenFischhaltung bedeutet, Fische in einem Aquarium, Teich oder einer Anlage zu pflegen und ihnen einen passenden Lebensraum zu bieten. Fische sind empfindungsfähige Lebewesen und leiden, wenn die Bedingungen nicht stimmen, deshalb muss die Haltung immer artgerecht sein und sich an den Bedürfnissen der jeweiligen Art orientieren [1]. Im Gartenteich gilt zum Beispiel, dass das Wasser tief genug sein sollte (etwa ab 1,5 Meter), damit es im Sommer nicht überhitzt und im Winter nicht bis zum Grund durchfriert [2]. Für angehende Angler ist wichtig zu wissen, dass artgerechte Haltung viel Fachwissen über Wasserqualität, Platzbedarf und Verhalten der Fische verlangt. Abbildung zu Fischkrankheit FischkrankheitAngelwissenEine Fischkrankheit ist eine Erkrankung von Fischen, die durch Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten ausgelöst werden kann [1]. Oft erkennt man sie am Verhalten oder an Veränderungen am Körper, etwa Geschwüren, Belägen oder sichtbaren Schmarotzern [1]. Für Angler ist das Thema wichtig, weil man kranke Fische erkennen und Krankheiten nicht von einem Gewässer ins andere verschleppen sollte, zum Beispiel durch desinfizierte Ausrüstung [2]. Abbildung zu Fischnacheile FischnacheileFischereirechtFischnacheile ist ein Begriff aus dem Fischereirecht. Wenn ein Gewässer über seine Ufer tritt und benachbarte Grundstücke überschwemmt, darf der Fischereiberechtigte den Fischen auf diese überfluteten Flächen folgen und sie dort fangen [1]. Der Grundstückseigentümer muss das dulden. Ausgenommen sind aber zum Beispiel fremde Fischgewässer, Hofräume, Betriebsanlagen und eingezäunte Grundstücke [1]. Wer ohne Berechtigung in fremden Gewässern fischt, begeht dagegen Fischwilderei [2]. Abbildung zu Fischnährtiere FischnährtiereGewässerkundeFischnährtiere sind kleine Wassertiere, die den Fischen als natürliche Nahrung dienen und ein wichtiges Glied der Nahrungskette im Gewässer bilden [1]. Dazu gehören zum Beispiel Bachflohkrebse, Insektenlarven wie Eintagsfliegen-, Köcher- und Zuckmückenlarven sowie Würmer, Schnecken und Plankton [1][2]. Besonders für junge Fische sind diese Nährtiere entscheidend für Wachstum und Entwicklung [1]. Für Angler ist das Wissen darüber nützlich, denn ein Köder, der der natürlichen Nahrung ähnelt, fängt oft besonders gut [2]. Abbildung zu Fischotter FischotterGewässerkundeDer Fischotter ist ein an Gewässern lebendes Raubtier, das vor allem Fische frisst, aber auch Krebse, Amphibien und Wasservögel [1]. Er lebt an naturnahen Bächen, Flüssen, Seen und Teichen mit abwechslungsreichen Ufern [1]. In Deutschland ist der Fischotter streng geschützt, hat ganzjährige Schonzeit und darf nicht gejagt werden [1]. Er gilt weiterhin als gefährdet und kommt nur noch in wenigen Regionen, vor allem östlich der Elbe, in größerer Zahl vor [1]. Abbildung zu Fischparasit FischparasitAngelwissenEin Fischparasit ist ein Lebewesen, das auf oder in einem Fisch lebt und sich auf dessen Kosten ernährt [1]. Man unterscheidet Außenparasiten, die an Haut, Flossen oder Kiemen sitzen, und Innenparasiten, die in Organen wie dem Darm leben [1]. Bekannte Beispiele sind die Karpfenlaus, die sich am Fisch festsaugt und Blut trinkt, sowie verschiedene Würmer und Egel [2]. Für Angler ist wichtig zu wissen, dass viele Fischparasiten für den Menschen ungefährlich sind, der Fisch durch starken Befall aber geschwächt werden kann [1]. Abbildung zu Fischpocken FischpockenFischkrankheitFischpocken, auch Karpfenpocken genannt, sind eine durch ein Herpesvirus ausgelöste Krankheit, die vor allem bei Karpfen und Koi auftritt [1][2]. Erkennbar ist sie an verdickten, wachsartigen Hautwucherungen auf Rücken, Flanken und Flossen [1]. Die Krankheit ist meist harmlos und beeinträchtigt die Gesundheit des Fisches kaum, sie sieht nur unschön aus [1]. Die Wucherungen treten oft bei kaltem Wasser auf und verschwinden bei wärmeren Temperaturen im Sommer häufig von selbst wieder [1]. Abbildung zu Fischprädatoren FischprädatorenNaturschutzFischprädatoren sind Tiere, die Fische jagen und fressen, also ihre natürlichen Fressfeinde. Dazu zählen vor allem Kormoran, Graureiher, Gänsesäger und der Fischotter [1]. Auch Raubfische wie der Hecht gehören dazu. Diese Tiere können den Fischbestand spürbar verringern: Studien zeigen, dass Fischotter in kleineren Fließgewässern bis zu 30 Prozent der Fische erbeuten können [1]. Viele Prädatoren sind selbst streng geschützt, sodass man sie nicht bejagen darf und Gewässer nur mit erlaubten Maßnahmen schützen kann. Abbildung zu Fischqualität FischqualitätAngelwissenMit Fischqualität ist gemeint, wie frisch und genusstauglich ein Fisch ist. Man beurteilt sie an mehreren Merkmalen: klare, glänzende Augen, leuchtend rote Kiemen, feste elastische Haut mit glänzender Schleimschicht und festem Fleisch, das beim Druck keine Delle behält [1][2]. Ein frischer Fisch riecht neutral und nicht streng [1]. Verfärbte Kiemen, eingefallene Augen oder ein strenger Geruch zeigen, dass die Fischqualität nicht mehr stimmt [2]. Abbildung zu Fischregion FischregionGewässerkundeEin Fluss verändert sich von der Quelle bis zur Mündung stark, und je nach Strömung, Temperatur und Sauerstoffgehalt leben dort andere Fische. Diese Abschnitte nennt man Fischregionen, und jede ist nach einer typischen Leitfischart benannt [1]. Von oben nach unten sind das die Forellenregion, die Äschenregion, die Barbenregion, die Brachsenregion und die Kaulbarsch-Flunder-Region am Übergang zum Meer [1][2]. Im kalten, schnellen Oberlauf gibt es viel Sauerstoff, im warmen, langsamen Unterlauf leben die meisten Arten [2]. Abbildung zu Fischschonbezirk FischschonbezirkHegeEin Fischschonbezirk ist ein von der Behörde festgelegtes Gewässergebiet, in dem Fische und ihr Laich besonders geschützt werden [1]. Solche Bezirke werden oft an Stellen ausgewiesen, an denen sich viele Fische sammeln, etwa an Engstellen, Flussmündungen oder wichtigen Wanderwegen [1]. In einem Fischschonbezirk ist das Fischen je nach Vorschrift zu bestimmten Zeiten oder ganzjährig eingeschränkt oder verboten [1]. Ein verwandter Begriff ist der Laichschonbezirk, der gezielt die Laichgebiete der Fische schützt [1]. Als Angelschüler musst du die örtlichen Regeln in der Landesfischereiverordnung beachten. Abbildung zu Fischseuche FischseucheFischkrankheitEine Fischseuche ist eine ansteckende Fischkrankheit, die sich rasch ausbreitet und ganze Bestände vernichten kann. In Deutschland gelten vier Fischseuchen als anzeigepflichtig, darunter die Virale Hämorrhagische Septikämie (VHS), die Infektiöse Hämatopoetische Nekrose (IHN) und die Koi-Herpesvirus-Infektion [1]. Übertragen werden die Erreger vor allem durch kranke Fische, aber auch durch verschmutzte Geräte, Fahrzeuge und Wasser [2]. Wer einen Verdacht hat, muss ihn der Behörde melden; dann gelten Schutzmaßnahmen, um die Ausbreitung zu stoppen [1]. Abbildung zu Fischsterben FischsterbenGewässerkundeVon Fischsterben spricht man, wenn in kurzer Zeit viele Fische in einem Gewässer verenden. Häufige Ursachen sind Sauerstoffmangel, Fischkrankheiten oder Vergiftungen [1]. Sauerstoffmangel entsteht oft durch Überdüngung (Eutrophierung): Algen wachsen stark und zehren nachts den Sauerstoff auf, sodass die Fische ersticken [1]. Erkennen kann man ein Fischsterben durch Sauerstoffmangel an den abgespreizten Kiemendeckeln und dem weit aufgerissenen Maul der Fische [1]. Abbildung zu Fischteich FischteichGewässerkundeEin Fischteich ist ein meist künstlich angelegtes, stehendes Gewässer, das zur Aufzucht von Fischen dient [1]. Ein typisches Beispiel ist der Karpfenteich, in dem neben Karpfen oft auch Schleie, Hecht oder Zander gehalten werden [2]. Die Bewirtschaftung eines solchen Teiches ähnelt der Landwirtschaft: Über die Nahrungskette des Gewässers werden Fische herangezogen und nach einem festen System abgefischt [1]. Für den Angler ist der Fischteich rechtlich ein geschlossenes Gewässer, das einem Eigentümer gehört und in dem eigene Regeln für das Angeln gelten. Abbildung zu Fischtransport FischtransportAngelwissenFischtransport bedeutet, lebende Fische schonend von einem Ort zum anderen zu bringen, zum Beispiel beim Besatz eines Gewässers [1]. Damit die Fische nicht ersticken, muss das Transportwasser genug Sauerstoff enthalten, und die Wassertemperatur sollte kühl gehalten werden [1]. Fische, die schlecht zusammenpassen oder sehr unterschiedlich groß sind, transportiert man getrennt [1]. Rechtlich gilt die Tierschutztransportverordnung: Den Fischen dürfen beim Transport keine Verletzungen oder unnötiges Leiden zugefügt werden [2]. Abbildung zu Fischvergiftung FischvergiftungAngelwissenEine Fischvergiftung ist eine Erkrankung, die man bekommt, wenn man verdorbenen oder falsch gelagerten Fisch isst. Besonders bei Arten wie Thunfisch und Makrele kann sich der Stoff Histamin bilden, wenn der Fisch nach dem Fang nicht schnell genug gekühlt wird [1][2]. Typische Beschwerden sind Übelkeit, Erbrechen, Hautrötung, Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme, die meist schon wenige Minuten bis Stunden nach dem Essen auftreten [2][3]. Für Angler heißt das: Den gefangenen Fisch sofort sauber versorgen, kühl halten und zügig verarbeiten, damit er genießbar bleibt [1]. Abbildung zu Fischversorgung FischversorgungAngelwissenMit Fischversorgung sind alle Schritte gemeint, die du nach dem Fang mit einem Fisch durchführst, den du behalten willst. Dazu gehören das sofortige Betäuben mit einem kräftigen Schlag auf den Kopf, das Töten durch Herzstich oder Kiemenschnitt und anschließend das Ausnehmen [1]. Danach wird der Fisch gekühlt aufbewahrt, damit das Fleisch frisch bleibt [2]. Das Tierschutzgesetz schreibt vor, dass dies ohne vermeidbare Schmerzen für den Fisch geschieht [1]. Abbildung zu Fischwaage FischwaageGerätEine Fischwaage (auch Angelwaage) dient dazu, das Gewicht des gefangenen Fisches zu bestimmen [1]. Es gibt zwei Bauarten: mechanische Federwaagen, die ohne Batterie funktionieren, und digitale Waagen, die das Gewicht genau anzeigen und Ablesefehler vermeiden [1]. Große Fische wie Karpfen oder Wels lässt man nicht am Haken einhängen, sondern legt sie schonend in einen Wiegesack, der dann an die Waage gehängt wird [2]. Eine wichtige Funktion ist die Tara-Taste, mit der man die Waage auf null stellen kann, um das Gewicht des leeren Wiegesacks auszugleichen [1]. Abbildung zu Fischwanderung FischwanderungAngelwissenAls Fischwanderung bezeichnet man das gezielte Wandern von Fischen zwischen verschiedenen Lebensräumen, meist um zu laichen, Nahrung zu finden oder neue Gebiete zu erschließen [1][2]. Viele Arten ziehen zum Ablaichen flussaufwärts in sauerstoffreiche Oberläufe; Lachs und Stör legen dabei besonders weite Strecken zurück, während Forelle oder Barsch oft nur kurze Wege wandern [1]. Damit Fische diese Wege zurücklegen können, dürfen Wehre und Staustufen ihren Weg nicht versperren - dafür gibt es Fischwanderhilfen [2]. Abbildung zu Fischwechsel FischwechselAngelwissenAls Fischwechsel bezeichnet man das natürliche Hin- und Herwandern von Fischen zwischen verbundenen Gewässern, etwa wenn Fische aus einem Bach in einen See oder Fluss schwimmen können [1]. Der Begriff ist vor allem rechtlich wichtig: Ein Gewässer gilt nur dann als geschlossenes (privates) Gewässer, wenn es so abgesperrt ist, dass kein Fisch ein- oder auswandern kann [2]. Dazu darf zum Beispiel der Abstand von Gittern oder die Maschenweite von Netzen meist nicht größer als 2 cm sein, damit auch kleine Fische nicht durchschlüpfen [2]. Für angehende Angler ist wichtig: Wo ein Fischwechsel möglich ist, handelt es sich um ein offenes Gewässer, für das in der Regel ein Fischereischein und eine Fischereierlaubnis nötig sind. Abbildung zu Fischwilderei FischwildereiFischereirechtFischwilderei bedeutet, dass jemand ohne Berechtigung fischt und damit ein fremdes Fischereirecht verletzt [1][2]. Wer also an einem Gewässer angelt, ohne die Erlaubnis des Berechtigten zu haben, begeht diese Straftat [2]. Nach Paragraf 293 des Strafgesetzbuchs wird Fischwilderei mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft [1]. Schon das Hineinhalten der Angel ins Wasser kann strafbar sein, auch wenn gar kein Fisch gefangen wurde [2]. Abbildung zu Flachwasserzone FlachwasserzoneGewässerkundeDie Flachwasserzone ist der seichte Uferbereich eines Sees oder Teiches, der nur wenig Wasser über dem Grund hat [1]. Weil sie sich durch die Sonne schnell erwärmt und viel Licht und Nährstoffe bekommt, ist sie der produktivste Bereich des ganzen Gewässers [1]. Viele Fische nutzen sie als Laichplatz, und ihre Jungfische wachsen im warmen Wasser besonders schnell heran [1]. Je ausgedehnter die Flachwasserzone, desto größer ist meist die Artenvielfalt von Fischen, Vögeln und Insekten [2]. Abbildung zu Fleckenseuche FleckenseucheFischkrankheitDie Fleckenseuche ist eine bei Süßwasserfischen weit verbreitete Krankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird, vor allem Pseudomonas fluorescens und Aeromonas punctata [1]. Häufig hängt sie mit stark organisch belastetem, schmutzigem Wasser zusammen [1]. Erkrankte Fische zeigen runde oder längliche Rötungen und weißgraue Stellen in der Haut, an denen sich später die Schuppen ablösen und Geschwüre bilden können, außerdem zerfasern die Flossen [1]. Betroffen sind unter anderem Hechte, Karpfenartige, Barsche und Renken [1]. Abbildung zu Fliegenfischen FliegenfischenAngelmethodeFliegenfischen ist eine besondere Angelmethode, bei der man mit einer sehr leichten Kunstfliege als Köder fischt. Weil die Fliege fast nichts wiegt, nutzt man das Gewicht der dicken Fliegenschnur, um sie mit einer speziellen Wurftechnik ans Ziel zu bringen [1]. Dafür braucht man eine Fliegenrute, eine Fliegenrolle, eine Fliegenschnur und Vorfächer [1]. Diese Methode wird vor allem in Flüssen auf Forellen und Äschen eingesetzt [2]. Abbildung zu Fliegenrolle FliegenrolleGerätDie Fliegenrolle ist die Angelrolle für das Fliegenfischen. Sie dient vor allem als Schnurspeicher und als Gegengewicht zur Fliegenrute und ist einfacher gebaut als eine normale Stationär- oder Multirolle [1]. Beim Angeln auf leichte Fische wie Forellen oder Barsche reicht eine einfache Ratschenbremse, oft bremst man auch nur mit dem Handballen am Spulenrand [2]. Für kampfstarke Fische wie Lachs oder Meerforelle nutzt man Fliegenrollen mit einer feinen Scheibenbremse [2]. Abbildung zu Fliegenrute FliegenruteGerätDie Fliegenrute ist eine lange, sehr biegsame Rute zum Fliegenfischen, meist etwa 2,40 bis 2,70 Meter lang [1]. Anders als bei anderen Methoden wirft man nicht den Köder, sondern das Gewicht der dicken Fliegenschnur belädt die Rute und transportiert so die federleichte künstliche Fliege zum Fisch [1]. Damit Rute und Schnur zusammenpassen, sind beide nach AFTMA-Klassen abgestimmt: leichte Klassen (etwa #4 bis #6) eignen sich für Forelle und Äsche, schwerere für Hecht oder Lachs [2]. Abbildung zu Fliegenschnur FliegenschnurGerätDie Fliegenschnur ist die dicke, schwere Schnur, mit der beim Fliegenfischen geworfen wird [1]. Weil die künstliche Fliege fast kein Eigengewicht hat, übernimmt die Fliegenschnur selbst die Rolle des Wurfgewichts und trägt die Fliege zum Ziel [1][2]. Ihr Gewicht wird in AFTMA-Klassen von 1 bis 15 angegeben, wobei eine niedrige Klasse leicht und für kleine Fische, eine hohe Klasse schwer und für große Fische gedacht ist [2]. Rute und Fliegenschnur müssen in der Klasse zueinander passen, damit das Werfen funktioniert [2]. FliegenvorfachGerätDas Fliegenvorfach ist das durchsichtige Schnurstück, das beim Fliegenfischen die dicke Fliegenschnur mit der Fliege verbindet [1][2]. Es ist meist konisch verjüngt, also hinten dicker und zur Spitze hin immer dünner [1][2]. Dadurch rollt es beim Wurf sauber ab und legt die Fliege sanft auf dem Wasser ab, ohne die Fische zu erschrecken [1][2]. Vorfächer bestehen üblicherweise aus Nylon oder Fluorocarbon [2]. Abbildung zu Fließgewässer FließgewässerGewässerkundeEin Fließgewässer ist ein Gewässer mit ständig oder zeitweise fließendem Wasser – also Bäche, Flüsse und Ströme, im Gegensatz zu stehenden Gewässern wie Seen [1]. Nach Größe unterscheidet man grob Rinnsal, Bach, Fluss und Strom [1]. Durch die Strömung wird das Wasser ständig durchmischt, deshalb ist der Sauerstoffgehalt meist hoch und es bilden sich keine Temperaturschichten wie im See [2]. Abbildung zu Flossen FlossenAnatomieFlossen sind die Schwimmorgane der Fische und sorgen für Antrieb, Steuerung und Gleichgewicht im Wasser. Die meisten Fische haben fünf Flossentypen: die ungepaarte Rückenflosse, Afterflosse und Schwanzflosse sowie die paarigen Brust- und Bauchflossen [1][2]. Die Schwanzflosse erzeugt durch Hin- und Herschlagen den Vortrieb, während Rücken- und Afterflosse den Fisch stabilisieren und die Brustflossen zum Steuern und Bremsen dienen [1][2]. Die Flossen bestehen aus weichen oder harten Flossenstrahlen, die durch eine Haut verbunden sind [2]. Abbildung zu Flossenstrahlen FlossenstrahlenAnatomieFlossenstrahlen sind die kleinen, stäbchenartigen Stützen, die das Flossengewebe eines Fisches aufspannen und ihm Halt geben. Bei Knochenfischen unterscheidet man Hartstrahlen, die ungegliedert und stachelartig sind, und Weichstrahlen, die gegliedert und biegsam sind [1][2]. Enthält eine Flosse Hartstrahlen, sitzen diese immer vor den Weichstrahlen [2]. Bei manchen Fischen wie dem Petermännchen sind einzelne Hartstrahlen mit Giftdrüsen verbunden [2]. Abbildung zu Fluchtdistanz FluchtdistanzNaturschutzDie Fluchtdistanz ist die Entfernung, ab der ein Tier bei Annäherung eines Menschen oder einer anderen Störung die Flucht ergreift [1]. Sie ist von Tierart zu Tierart verschieden und hängt zum Beispiel von der Jahreszeit und der Lebensphase ab, etwa der Brutzeit [1]. Im Naturschutz dient sie als Maßstab, um Schutzzonen festzulegen und Störungen einzuschätzen [2]. Für Angler heißt das: genug Abstand zu Wildtieren halten, vor allem im Winter, wenn jede Störung viel Energie kostet [2]. Abbildung zu Fluchtreflex FluchtreflexAnatomieDer Fluchtreflex ist eine blitzschnelle, unbewusste Bewegung, mit der ein Fisch bei Gefahr wegschwimmt. Beim Töten eines Fisches achtet man auf solche Reflexe, um zu prüfen, ob die Betäubung wirklich gewirkt hat. Erst wenn der Augendrehreflex und der Atemreflex fehlen, gilt der Fisch als ausreichend betäubt und empfindungslos [1][2]. In Deutschland muss jeder Angler einen Fisch vor dem Töten betäuben, ein Töten ohne vorherige Betäubung ist verboten [1]. Abbildung zu Flunder FlunderFischartDie Flunder ist ein Plattfisch, der platt auf dem Grund liegt und sich gerne im Sand oder Schlick eingräbt. Sie bevorzugt das Brackwasser an Flussmündungen, verträgt aber sowohl reines Meerwasser als Abbildung zu Flussbarsch FlussbarschFischartDer Flussbarsch fühlt sich in fast jedem Gewässer wohl: in Seen, Teichen, langsam fließenden Flüssen und sogar im leicht salzigen Brackwasser an der Küste[1][5]. Am liebsten steht er dort, wo es Verst Abbildung zu Flussbegradigung FlussbegradigungGewässerkundeBei einer Flussbegradigung wird ein Fluss begradigt, indem man seine natürlichen Schlingen (Mäander) durchsticht, sodass das Wasser kürzer und schneller fließt [1]. Dabei gehen Nebenarme, Inseln und Überschwemmungsflächen verloren und mit ihnen die Strukturvielfalt, die Fische zum Leben brauchen [2]. Weil das Wasser schneller abfließt, steigt zudem das Hochwasserrisiko flussabwärts [2]. Solche Schäden lassen sich durch Renaturierung lindern, indem Flussbetten wieder verlängert und Auen angeschlossen werden [2]. Abbildung zu Flusskrebse transport Flusskrebse transportAngelwissenDer Transport lebender Flusskrebse ist heikel, weil dabei die gefährliche Krebspest verschleppt werden kann [1][2]. Die Krebspest ist eine Pilzkrankheit, die invasive Krebsarten oft unbemerkt in sich tragen, ohne selbst zu erkranken [1]. Kommen heimische Krebse mit dem Erreger in Kontakt, können ganze Bestände innerhalb weniger Tage sterben [1]. Gebietsfremde Krebse dürfen daher nicht lebend transportiert oder wieder ausgesetzt werden, und Angler sollten ihre Ausrüstung wie Watstiefel zwischen verschiedenen Gewässern gründlich reinigen oder mindestens 48 Stunden trocknen [1][2]. Abbildung zu Flussneunauge FlussneunaugeFischartDas Flussneunauge ist ein Wanderer: Es wächst im Meer heran und zieht zum Laichen weit flussaufwärts bis in stark strömende Ober- und Bachläufe[1][2]. Dort braucht es saubere, sauerstoffreiche Gewässe Abbildung zu Flussperlmuschel FlussperlmuschelFischartDie Flussperlmuschel lebt in klaren, sauerstoffreichen und sehr kalkarmen Bächen und kleinen Flüssen mit sauberem Kies- und Sandgrund[1]. Sie steckt halb eingegraben am Gewässergrund und reagiert sehr Abbildung zu Forellenregion ForellenregionGewässerkundeDie Forellenregion ist der oberste Abschnitt eines Flusses, meist direkt unterhalb der Quelle [1]. Das Wasser ist kalt (selten über 10 Grad), sehr sauerstoffreich und fließt schnell über Kies und Steine [2]. Der bekannteste Fisch hier ist die Bachforelle, dazu kommen Arten wie Groppe und Elritze [1]. Zusammen mit der darunterliegenden Äschenregion bildet sie die sogenannte Salmonidenregion [2]. Abbildung zu Forellenseuche ForellenseucheFischkrankheitDie Forellenseuche ist eine ansteckende Fischkrankheit, die vor allem Forellen und verwandte Fische in Teichen und Zuchtanlagen befällt. Erkrankte Fische schwimmen oft auffällig, stehen an der Oberfläche und zeigen Hautwunden, Geschwüre oder gerötete Stellen [1][2]. Die Krankheit kann durch Bakterien, Viren oder Parasiten ausgelöst werden und überträgt sich durch direkten Kontakt mit kranken Fischen sowie über Geräte, Eier oder Wasser [1]. Für Angler ist wichtig: kranke oder verdächtige Fische nicht in andere Gewässer umsetzen und Geräte sauber halten. Abbildung zu Freiwasserlaicher FreiwasserlaicherGewässerkundeFreiwasserlaicher sind Fische, die ihre Eier nicht an Steinen, Pflanzen oder am Boden festkleben, sondern frei ins offene Wasser abgeben [1]. Die Eier treiben dann im Wasser oder sinken langsam ab und werden von der Strömung verteilt [1][2]. Diese Fische betreiben keine Brutpflege und überlassen die Eier sich selbst [2]. Zum Vergleich: Kieslaicher legen ihre Eier auf kiesigem Grund ab, Krautlaicher heften sie an Wasserpflanzen [1]. Abbildung zu Freiwasserraum FreiwasserraumGewässerkundeDer Freiwasserraum ist der offene Wasserbereich eines Sees oder Meeres, der weder am Boden noch am Ufer liegt und von der Oberfläche bis in tiefere Schichten reicht [1]. Fachleute nennen diesen Bereich auch Pelagial; hier schweben Kleinstlebewesen (Plankton) und schwimmen frei bewegliche Tiere wie viele Fische [2]. Nur wenige Fischarten leben dauerhaft im Freiwasser, zum Beispiel Renken (Felchen) und Seeforellen [2]. Für Angler ist der Begriff wichtig, weil sich Fische, die im Freiwasser jagen, mit anderen Methoden befischen lassen als Fische am Grund oder am Ufer. Abbildung zu Frischer geruch Frischer geruchAngelwissenDer Geruch ist eines der wichtigsten Merkmale, um die Frische eines Fisches zu beurteilen. Ein sehr frischer Fisch riecht fast neutral und höchstens leicht nach Wasser, Algen oder See [1]. Am besten prüft man den Geruch an den Kiemen, denn ein Fisch verdirbt zuerst am Kopf [1]. Riecht er dagegen stechend, faulig oder nach Ammoniak, ist er nicht mehr frisch und sollte nicht mehr gegessen werden [2]. Abbildung zu Frosch FroschNaturschutzFrösche sind Amphibien und in Deutschland streng geschützt: Seit 1980 stehen alle heimischen Amphibienarten unter Artenschutz nach dem Bundesnaturschutzgesetz [1]. Es ist verboten, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten [1]. Deshalb darfst du Frösche auch nicht als Köder zum Angeln verwenden, weder lebend noch tot [2]. Wer mit Frosch-Optik angeln will, nutzt künstliche Frosch-Imitate, zum Beispiel für das Hechtangeln an der Wasseroberfläche [2]. Abbildung zu Frosten FrostenAngelwissenFrosten bedeutet, einen Fisch durch Einfrieren haltbar zu machen. Dafür sollte nur frischer, ausgenommener und gut ausgewaschener Fisch verwendet werden [1]. Man friert ihn möglichst schnell bei mindestens minus 18 Grad Celsius ein und verpackt ihn luftdicht, am besten vakuumiert, um Gefrierbrand zu vermeiden [1][2]. Fettreiche Fische wie Aal oder Forelle bleiben rund 3 Monate haltbar, magere Arten wie Kabeljau bis zu 6 Monate [2]. Aufgetauter Fisch sollte nicht wieder eingefroren werden [2]. Abbildung zu Furunkulose FurunkuloseFischkrankheitDie Furunkulose ist eine bakterielle Fischkrankheit, die vor allem Forellenartige wie Bachforelle und Saibling befällt [1][2]. Ausgelöst wird sie vom Bakterium Aeromonas salmonicida und tritt gehäuft im Sommer bei hohen Wassertemperaturen, Sauerstoffmangel und Stress auf [1][2]. Typisch sind beulenartige Geschwüre auf der Haut, oft im Rückenbereich, sowie Blutungen an Flossen und Kiemen [1]. Die Krankheit kann sich schnell ausbreiten und führt häufig zum Tod der befallenen Fische [2]. Abbildung zu Futterkorb FutterkorbGerätEin Futterkorb ist ein kleiner Behälter aus Draht oder Kunststoff, den du anstelle eines Bleis an die Schnur knotest und mit Lockfutter füllst [1]. Beim Feederangeln bringt er beim Auswurf immer wieder etwas Futter direkt an die Angelstelle, sodass sich dort ein Futterplatz bildet, der Friedfische wie Brassen, Rotaugen, Schleien und Karpfen anlockt [2]. Da der Köder gleich neben dem austretenden Futter liegt, finden die Fische ihn besonders leicht [2].
G51 Einträge
Abbildung zu Gaff GaffGerätEin Gaff ist ein großer Haken an einem Stiel, mit dem besonders schwere Fische aus dem Wasser gehoben werden [1]. In Deutschland darf das Gaff nicht in den Körper des Fisches gestochen werden, denn das verstößt gegen das Tierschutzgesetz und wird geahndet [2]. Erlaubt ist beim Meeresangeln allenfalls, den Fisch unter dem Kiemendeckel zu fassen, wenn er für den Kescher zu groß ist [1]. Untermaßige Fische, die zurückgesetzt werden müssen, dürfen niemals gegafft werden [2]. Abbildung zu Gallenblase GallenblaseAnatomieDie Gallenblase ist ein kleines, dunkelbraun bis tiefgrün gefärbtes Bläschen, das beim Fisch im vorderen Bauchraum direkt an der Leber hängt [1][2]. In ihr wird die Gallenflüssigkeit gespeichert, die der Fisch zum Verdauen von Fett braucht. Für Angler ist sie vor allem beim Ausnehmen wichtig: Platzt die Gallenblase, läuft die sehr bittere Galle aus und kann das Fischfleisch ungenießbar machen [1][2]. Passiert das versehentlich, sollte man den Fisch sofort gründlich unter fließendem Wasser auswaschen [1]. Abbildung zu Gänsesäger GänsesägerGewässerkundeDer Gänsesäger ist ein tauchender Entenvogel, der sich fast ausschließlich von Fischen ernährt [1]. Er bevorzugt klare, fischreiche Flüsse mit Kiesgrund und Seen, wo er seine Beute optisch sucht und ihr tauchend nachstellt [1]. Ein einzelner Vogel frisst täglich etwa 300 Gramm Fisch, meist kleinere Fische bis rund 10 Zentimeter Länge [2]. Wegen seiner Fischjagd gilt er bei Anglern und Teichwirten als Konkurrent, ist aber gesetzlich geschützt [2]. Abbildung zu ganzjährig geschont ganzjährig geschontHegeGanzjährig geschont bedeutet, dass eine Fischart das ganze Jahr über nicht gefangen und entnommen werden darf, also keine offene Fangzeit hat [1]. Diesen Schutz genießen vor allem besonders gefährdete oder selten gewordene Arten [1]. Welche Arten ganzjährig geschont sind, legt jedes Bundesland in seiner Fischereiverordnung fest, in Hessen sind das zum Beispiel rund 19 Arten wie Flunder, Bachneunauge oder Groppe [2]. Fängt man ein solches Tier versehentlich, muss man es sofort schonend zurücksetzen [1]. Abbildung zu geflochtene Schnur geflochtene SchnurGerätEine geflochtene Schnur besteht aus mehreren hauchdünnen Kunststofffasern, die miteinander verflochten sind [1][2]. Ihr großer Vorteil ist die hohe Tragkraft bei sehr dünnem Durchmesser und dass sie sich kaum dehnt, sodass man Bisse am anderen Ende sehr direkt spürt [1][2]. Das macht sie besonders beliebt zum Spinnfischen auf Raubfische. Nachteilig sind der höhere Preis und dass sie sich an scharfen Kanten leichter durchscheuert als eine monofile Schnur [2]. Abbildung zu Gehölzschnitt verbot Gehölzschnitt verbotFischereirechtDas Gehölzschnitt-Verbot verbietet es, Hecken, Gebüsche und Ufergehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September stark zurückzuschneiden oder ganz zu entfernen [1][2]. Geregelt ist das im Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 BNatSchG) und dient vor allem dem Schutz brütender Vögel, die in dieser Zeit nisten und ihre Jungen aufziehen [2]. Schonende Pflegeschnitte sind in diesem Zeitraum weiterhin erlaubt, ein radikaler Rückschnitt aber nicht [1]. Für Angler ist das wichtig: Du darfst dir am Ufer keinen Angelplatz freischneiden, indem du Sträucher oder Schilf entfernst, sonst drohen Bußgelder [3]. Abbildung zu Gehörorgan GehörorganAnatomieFische können gut hören, besitzen dafür aber nur ein Innenohr ohne sichtbare Ohren und ohne Trommelfell [1]. Das Gehörorgan liegt im Kopfinneren seitlich neben dem Gehirn und enthält kleine Kalksteinchen, die Hörsteine (Otolithen) [1]. Treffen Schallwellen auf den Fisch, schwingt sein Körper mit, die schwereren Hörsteine bleiben aber etwas zurück, und dieser Unterschied wird als Schall wahrgenommen [1]. Karpfenartige und Welse hören besonders gut, weil ihre Schwimmblase über den sogenannten Weberschen Apparat mit dem Innenohr verbunden ist [1]. Abbildung zu Gehörsteinchen GehörsteinchenAnatomieGehörsteinchen (fachlich Otolithen) sind kleine, harte Kalksteinchen im Innenohr eines Fisches, das hinter den Augen im Schädel liegt [1][2]. Sie helfen dem Fisch, Schall wahrzunehmen und das Gleichgewicht zu halten [2]. Außerdem wachsen sie ein Leben lang und lagern dabei Schicht um Schicht neuen Kalk an, ähnlich wie die Jahresringe eines Baumes [1]. Deshalb nutzt man sie, um das Alter eines Fisches zu bestimmen, besonders bei kleinschuppigen Arten [1]. Abbildung zu gekochte Kartoffeln gekochte KartoffelnKöderGekochte Kartoffeln sind ein günstiger und altbewährter Naturköder für Karpfen [1]. Festkochende Kartoffeln werden je nach Größe etwa 15 bis 25 Minuten gekocht, bis sie weich sind, dann in Stücke geschnitten und wie ein Boilie am Haken angeboten [2]. Ein Stück von mindestens 25 Millimetern, etwa golfballgroß, wirkt selektiv und hält kleine Fische fern [1]. Heute werden sie von Boilies verdrängt, gelten aber als preiswerter Geheimtipp [2]. Abbildung zu gekochter Mais gekochter MaisKöderGekochter Mais ist ein sehr beliebter und günstiger Köder für Friedfische. Durch seine gelbe Farbe und den süßlichen Geruch fällt er unter Wasser auf und wird von den Fischen schnell gefunden [1]. Gefangen werden damit vor allem Karpfen, Brassen, Rotaugen und Schleien [2]. Harter Futtermais wird vor dem Angeln gekocht oder eingeweicht, damit er weich genug für den Haken wird; lässt man ihn ein paar Tage stehen, entwickelt er einen säuerlichen Geruch, den viele Fische besonders mögen [1]. Abbildung zu Gelbaal GelbaalAnatomieDer Gelbaal ist ein Entwicklungsstadium des Aals und heißt so wegen seiner gelblichen Bauchseite [1][2]. In dieser Phase lebt der Aal im Süßwasser und frisst und wächst - es ist also sein Fress- und Wachstumsstadium [1]. Der Aufenthalt im Süßwasser dauert etwa 4 bis 12 Jahre [1]. Dabei legt der Aal Fettreserven an, die er später für die lange Laichwanderung ins Meer braucht [1]. Erst danach färbt er sich zum sogenannten Blankaal um und wandert ab. Abbildung zu Gelbrandkäferlarven GelbrandkäferlarvenGewässerkundeGelbrandkäferlarven sind die Jungtiere des Gelbrandkäfers, eines großen Wasserkäfers, und gelten als gefräßige Räuber im Gewässer [1]. Sie packen ihre Beute mit kräftigen Mundwerkzeugen, spritzen Verdauungssäfte hinein und saugen sie anschließend aus [1]. Dabei können sie kleinen Fischen bis etwa 5 Zentimeter Länge sowie Kaulquappen und anderen Insektenlarven gefährlich werden [2]. In einem gesunden, ausgewogenen Gewässer sind sie aber ein natürlicher Teil des Lebens und richten meist keinen großen Schaden an [2]. Abbildung zu Gelege GelegeAnatomieAls Gelege bezeichnet man die Gesamtheit der von einem Fisch abgelegten Eier (den Laich) an einem Platz. Substratlaicher kleben ihre Eier an Steine, Wurzeln oder Pflanzen, während Freilaicher den Laich frei ins Wasser abgeben [1][2]. Viele Substratlaicher betreiben Brutpflege und verteidigen ihr Gelege gegen Fressfeinde [1]. Für Angler ist das wichtig, weil Laichplätze und Gelege während der Schonzeiten geschützt werden müssen, damit der Fischnachwuchs heranwachsen kann [1]. Abbildung zu Gemeingebrauch GemeingebrauchFischereirechtGemeingebrauch bedeutet, dass jeder ein Gewässer in gewissem Umfang nutzen darf, etwa zum Baden oder Befahren mit kleinen Booten ohne Motor, solange niemand gestört oder geschädigt wird [1]. Geregelt ist dieser Gemeingebrauch in den Wassergesetzen des Bundes und der Länder [2]. Wichtig für Angler: Das Angeln gehört NICHT zum Gemeingebrauch [3]. Das Recht zu fischen ist ein eigenes Recht und an das Eigentum am Gewässer gebunden, deshalb brauchst du zum Angeln immer einen Fischereischein und meist zusätzlich eine Erlaubnis für das jeweilige Gewässer [3]. Abbildung zu Gemeinschaftsfischen GemeinschaftsfischenAngelmethodeBeim Gemeinschaftsfischen angeln mehrere Mitglieder eines Vereins oder mehrerer Vereine gleichzeitig an einem Gewässer mit dem gleichen Ziel [1]. Üblich sind dabei mehr als zehn Anglerinnen und Angler, die zu einer bestimmten Zeit gemeinsam fischen [1]. Erlaubt sind solche Veranstaltungen vor allem als Hegefischen, also zur Bestandskontrolle und Bestandsregulierung, sowie als gesellige Vereinstreffen [2]. Reines Wettfischen, bei dem es nur um den größten Fang geht, wird von den Verbänden dagegen abgelehnt [1]. Abbildung zu genetische Identität genetische IdentitätAngelwissenDie genetische Identität beschreibt die ererbten Merkmale eines Fischbestands, also das, was eine örtliche Population einzigartig macht und an ihren Lebensraum anpasst. Beim Fischbesatz ist sie wichtig, weil man möglichst Fische aus dem eigenen oder einem benachbarten Gewässer einsetzen sollte [2]. Werden Fische aus weit entfernten oder fremden Zuchtlinien eingesetzt, vermischen sich getrennte Stämme und die genetische Vielfalt kann verloren gehen [2]. Eine verantwortungsvolle Hege achtet deshalb darauf, heimische Stämme zu erhalten und genetisch einzigartige Bestände besonders zu schützen [1]. Abbildung zu Geschiebetransport GeschiebetransportGewässerkundeAls Geschiebetransport bezeichnet man das Verschieben gröberer Feststoffe wie Sand, Kies, Schotter und Steine, die von der Strömung rollend, gleitend oder hüpfend über die Gewässersohle bewegt werden [1]. Anders als feine Schwebstoffe setzt sich das Geschiebe erst ab einer bestimmten Strömungsstärke in Bewegung [2]. Dieser ständige Umbau des Flussbetts schafft Kiesbänke und Laichplätze, die viele Fische zum Ablaichen brauchen [2]. Begradigte oder verbaute Flüsse verlieren diesen natürlichen Geschiebetransport, was Lebensräume für Fische verschlechtert. Abbildung zu Geschlechtsreife GeschlechtsreifeAnatomieGeschlechtsreife bedeutet, dass ein Fisch alt genug ist, um sich fortzupflanzen, also Eier (Rogen) oder Samen (Milch) zu bilden [1][2]. Wann das soweit ist, hängt von der Art ab: Viele Fische werden mit etwa drei bis vier Jahren geschlechtsreif, Männchen oft etwas früher als Weibchen [1]. Beim Karpfen zum Beispiel sind Männchen mit rund 3 bis 4 Jahren reif, Weibchen erst mit 4 bis 5 Jahren [1]. Erst ab der Geschlechtsreife können sich Fische überhaupt am Laichen beteiligen, weshalb Mindestmaße und Schonzeiten oft daran ausgerichtet sind [2]. Abbildung zu Geschlossene Gewässer Geschlossene GewässerGewässerkundeGeschlossene Gewässer sind künstlich angelegte Stillgewässer wie Fisch- oder Angelteiche, die keine Verbindung zu anderen Gewässern haben [1]. Sie müssen so abgesperrt sein, dass keine Fische in ein anderes Gewässer wechseln können [1]. Im Fischereirecht gelten für sie besondere Regeln: In Bayern entfällt zum Beispiel die sonst übliche Pflicht zur Hege [2]. Wer angeln möchte, sollte wissen, dass an solchen Teichen oft eigene Bedingungen statt der allgemeinen Vorschriften für offene Gewässer gelten [2]. GeschmackssinnAnatomieDer Geschmackssinn hilft Fischen, ihre Nahrung zu erkennen. Die dafür nötigen Geschmacksknospen sitzen nicht nur im Maul, sondern bei vielen Arten auch auf den Lippen und den Bartfäden [1]. Besonders ausgeprägt ist er beim Wels: Der Europäische Wels hat rund 250.000 Geschmacksknospen, die sich sogar über die ganze Haut und die Flossen verteilen [1]. So findet er seine Beute auch in trübem oder dunklem Wasser, indem er den Boden mit den Bartfäden abtastet [1][2]. Abbildung zu Gewässer GewässerGewässerkundeAls Gewässer bezeichnet man jede Ansammlung von Wasser in der Natur, in der Fische und andere Wassertiere leben. Man unterscheidet stehende Gewässer wie Seen, Teiche und Weiher, in denen das Wasser kaum fließt, und Fließgewässer wie Bäche und Flüsse, in denen sich das Wasser ständig bewegt [1][2]. In Fließgewässern ist der Sauerstoffgehalt meist höher, weil das bewegte Wasser ständig Sauerstoff aus der Luft aufnimmt [2]. Für Angler ist wichtig zu wissen, welcher Gewässertyp vorliegt, denn davon hängt ab, welche Fischarten dort vorkommen. Abbildung zu Gewässerausbau GewässerausbauHegeGewässerausbau bedeutet, dass ein Bach oder Fluss vom Menschen umgestaltet wird, zum Beispiel durch Begradigung, Uferbefestigung oder Querbauwerke wie Wehre [1]. Solche Eingriffe nehmen dem Gewässer seine natürliche Struktur und damit wertvolle Lebensräume für Fische [1]. Begradigte, glatt verbaute Strecken unterbrechen außerdem die Wanderwege der Fische zu ihren Laich- und Nahrungsplätzen [2]. Naturnahe Gewässer mit Kiesbänken, Totholz und wechselnder Breite sind dagegen das Ziel moderner Hege und Renaturierung [1]. Abbildung zu Gewässerbett GewässerbettGewässerkundeDas Gewässerbett ist der Bereich eines Flusses oder Bachs, in dem das Wasser fließt und der es nach unten und zur Seite begrenzt [1]. Es besteht aus der Gewässersohle, also dem Grund, und den seitlichen Ufern [1]. Bei großen Fließgewässern spricht man von einem Flussbett, bei kleinen von einem Bachbett [1]. Geformt wird das Gewässerbett vom fließenden Wasser selbst, das durch seine Kraft Material abträgt und ablagert und so Form und Tiefe bestimmt [1]. GewässergüteGewässerkundeDie Gewässergüte beschreibt, wie sauber oder belastet ein Gewässer ist, vor allem mit organischen, sauerstoffzehrenden Stoffen [1]. Gemessen wird sie nicht nur chemisch, sondern auch über bestimmte Lebewesen im Wasser (Zeigerorganismen), die je nach Belastung vorkommen oder verschwinden [1][2]. Bei Fließgewässern teilt man die Gewässergüte in vier Klassen ein: von Klasse I (sauber, sauerstoffreich) bis Klasse IV (übermäßig verschmutzt) [2]. Für Angler ist das wichtig, weil empfindliche Fische wie Forelle und Äsche nur in sauberem Wasser der besten Güteklassen leben können [2]. Abbildung zu Gewässervernetzung GewässervernetzungHegeGewässervernetzung bedeutet, dass Flüsse, Bäche und ihre Nebengewässer so verbunden sind, dass Fische und andere Wassertiere frei wandern können [1]. Man unterscheidet die Vernetzung entlang des Flusslaufs (vom Quellgebiet bis zur Mündung) und die seitliche Vernetzung des Hauptgewässers mit kleineren Zuflüssen und Auengewässern [1]. Diese Durchgängigkeit ist wichtig, damit Fische ihre Laich- und Lebensräume erreichen und sich genetisch austauschen können [2]. Hindernisse wie Wehre oder Abstürze werden deshalb entfernt oder durch Fischwanderhilfen überbrückt - ein zentrales Ziel der Hege [1]. Abbildung zu Gewässerverschmutzung GewässerverschmutzungGewässerkundeGewässerverschmutzung bedeutet, dass Flüsse, Seen oder Grundwasser durch schädliche Stoffe verunreinigt werden [1]. Typische Verursacher sind Düngemittel mit Nitrat und Phosphat aus der Landwirtschaft, Pestizide, Industrieabwässer, Schwermetalle wie Blei und Quecksilber sowie Mikroplastik [1]. Für Fische ist das gefährlich: Die Verschmutzung kann zu Sauerstoffmangel führen, der ein Fischsterben auslöst [1]. Giftige Stoffe wie Schwermetalle reichern sich außerdem in der Nahrungskette an und schädigen die Tiere langfristig [1]. Abbildung zu Gewässerverunreinigung GewässerverunreinigungGewässerkundeEine Gewässerverunreinigung ist die Verschmutzung von Wasser durch schädliche Stoffe, die vom Menschen ins Gewässer gelangen [1]. Häufige Ursachen sind Düngemittel und Pestizide aus der Landwirtschaft, Industrieabwässer sowie ungeklärtes Abwasser aus Städten [1]. Zu viel Dünger fördert das Algenwachstum; sterben die Algen ab, verbrauchen sie beim Zerfall viel Sauerstoff, sodass Fische ersticken können [1]. Giftige Stoffe können außerdem zu einem großen Fischsterben führen und das Gleichgewicht im Gewässer stören [1]. Abbildung zu Giebel GiebelFischartDer Giebel lebt in stehenden und langsam fließenden, sommerwarmen und nährstoffreichen Gewässern wie Weihern, Tümpeln, Teichen und Gräben[1]. Er stellt sehr geringe Ansprüche an die Wasserqualität und Abbildung zu Glasaal GlasaalAnatomieDer Glasaal ist ein junges Entwicklungsstadium des Aals und verdankt seinen Namen seinem fast durchsichtigen, glasartigen Körper [1]. Aale werden weit draußen in der Sargassosee im Atlantik geboren und treiben als Larven zwei bis drei Jahre lang an die europäischen Küsten [1]. Dort wandeln sie sich in Glasaale um, die dann in die Flüsse und Seen aufsteigen und sich später zum Gelbaal weiterentwickeln [1][2]. Abbildung zu Glochidien GlochidienAnatomieGlochidien sind die winzigen Larven von Fluss- und Teichmuscheln, die als Schmarotzer an Fischen leben [1]. Die Muschelweibchen geben sie von Mai bis August ins Wasser ab, wo sie sich an den Kiemen eines vorbeischwimmenden Fisches festheften [1]. Dort werden sie von der Kiemenhaut überwachsen und ernähren sich einige Wochen lang von den Körpersäften des Fisches [1]. Danach lassen sie sich fallen und entwickeln sich am Gewässergrund zur fertigen Muschel weiter [1]. Abbildung zu Goldhaken GoldhakenGerätEin Goldhaken ist ein Angelhaken mit goldfarben glänzender Oberfläche. Haken werden brüniert, vernickelt oder eben vergoldet, um sie vor Rost und Korrosion zu schützen [1]. Der goldene Schimmer kann Fische zusätzlich neugierig machen und passt gut zu hellen Ködern wie Mais, Teig oder Brot [2]. Ob die Farbe wirklich mehr Bisse bringt, ist unter Anglern umstritten; wichtiger für den Fangerfolg sind meist Hakengröße und -form [2]. Abbildung zu Goldorfe GoldorfeAnatomieDie Goldorfe ist eine goldgelb bis orangerot gefärbte Zuchtform des Alands (Leuciscus idus), eines Fisches aus der Familie der Karpfenartigen [1][2]. In der Natur kommt sie nicht vor; sie wurde gezielt für Park- und Gartenteiche gezüchtet, wo sie wegen ihrer auffälligen Farbe beliebt ist [1]. Die Goldorfe braucht sauberes, sauerstoffreiches Wasser und reagiert empfindlich auf Verschmutzung, weshalb sie früher sogar zum Testen der Wasserqualität von Abwässern genutzt wurde [1]. Der wilde Aland selbst wird 30 bis 85 Zentimeter lang und hat ein endständiges Maul [2]. Abbildung zu Graskarpfen GraskarpfenFischartDer Graskarpfen mag warme, pflanzenreiche Gewässer mit ruhigem Wasser und reichlich Sauerstoff. Man findet ihn vor allem in wärmeren Seen, Teichen und langsamen Flüssen, in denen viele Wasserpflanzen Abbildung zu Gräten GrätenAnatomieGräten sind die feinen Knochen im Fischfleisch. Besonders bekannt sind die kleinen, oft Y-förmig verzweigten Zwischenmuskelgräten (auch Y-Gräten genannt), die zwischen den Muskeln sitzen und vor allem bei Weißfischen wie Brassen, Rotauge und Karpfen sehr zahlreich vorkommen [1][2]. Diese vielen feinen Gräten machen das Verwerten von Weißfischen aufwendig [2][3]. Praktische Lösungen sind das engmaschige Einschneiden der Filets (sodass die Gräten beim Braten zerfallen), das Durchdrehen durch den Fleischwolf oder kräftiges Braten [2][3]. Abbildung zu Graureiher GraureiherGewässerkundeDer Graureiher, auch Fischreiher genannt, ist ein großer grauer Wasservogel, der am Ufer auf Beute lauert und vor allem Fische, aber auch Amphibien und Kleinsäuger frisst [1]. Pro Tag vertilgt er im Schnitt etwa 300 bis 500 Gramm Nahrung [1]. An Teichanlagen kann er Schäden anrichten, an natürlichen Seen ist sein Einfluss auf den Fischbestand jedoch gering [2]. Der Graureiher steht unter Naturschutz und darf nicht einfach getötet werden; gegen ihn helfen nur Abwehrmaßnahmen wie das Überspannen mit Netzen [1]. Abbildung zu Grießkörnchenkrankheit GrießkörnchenkrankheitFischkrankheitDie Grießkörnchenkrankheit (auch Weißpünktchenkrankheit oder Ichthyophthiriose) ist eine häufige Fischkrankheit, die durch ein winziges Wimpertierchen namens Ichthyophthirius multifiliis ausgelöst wird [1]. Befallene Fische zeigen viele kleine weiße Pünktchen auf Haut, Flossen und Kiemen, die wie Grießkörner aussehen [1]. Typisch ist außerdem, dass sich die Fische ständig an Pflanzen oder Steinen scheuern und an der Oberfläche nach Luft schnappen, weil die Parasiten die Atmung über die Kiemen stören [1][2]. Unbehandelt kann die Krankheit zum Tod ganzer Bestände führen [2]. GriffelbeineAnatomieDie Griffelbeine sind ein Erkennungsmerkmal beim männlichen Flusskrebs, etwa beim Edelkrebs [1]. Es handelt sich dabei um das vorderste Paar der kleinen Schwimmbeinchen am Hinterleib, das beim Männchen zu griffelartigen Begattungsorganen umgebildet ist [2]. Beim Weibchen fehlen diese umgewandelten Beinchen, daher lassen sich Männchen und Weibchen daran unterscheiden [2]. In der Angelprüfung wird oft danach gefragt, woran man das Geschlecht eines Krebses erkennt [1]. Abbildung zu Groppe GroppeFischartDie Groppe liebt kühle, sauerstoffreiche und glasklare Bäche mit steinigem oder kiesigem Grund[1]. Tagsüber versteckt sie sich zwischen Steinen und im Kies, da ihr eine Schwimmblase fehlt und sie desh Abbildung zu Grundangel GrundangelGerätEine Grundangel ist eine Montage, bei der der Köder mit einem Blei direkt auf dem Gewässergrund angeboten wird [1]. Das Grundblei sorgt für das nötige Wurfgewicht, zieht den Köder nach unten und hält ihn auch bei Wind oder Strömung an Ort und Stelle [1]. Diese Methode ist sinnvoll, weil viele Fische am Grund nach Nahrung wie Würmern, Schnecken und Larven suchen [2]. Als Köder kommen häufig Würmer, Maden, Mais, Boilies oder ein Köderfisch für Raubfische zum Einsatz [2]. Abbildung zu Grundel GrundelFischartGrundeln leben strikt am Gewässergrund, weil ihnen die Schwimmblase fehlt und sie deshalb kaum Auftrieb haben[3]. Man findet sie vor allem an steinigen Ufern, in Hafenbecken und an Buhnen, wo sie sich Abbildung zu Gründeln GründelnAngelmethodeGründeln bezeichnet die Nahrungssuche von Fischen am Gewässergrund [1]. Fische wie der Karpfen durchwühlen dabei mit dem Maul den schlammigen Boden nach Würmern, Larven und anderen Kleinlebewesen, während sie ganz unter Wasser bleiben [1]. Der Karpfen besitzt dafür ein nach unten ausstülpbares Maul mit Barteln zum Ertasten der Nahrung [1]. Ein Hinweis auf gründelnde Fische ist eine auffällige Trübung des Wassers, die durch das Aufwirbeln des Bodenschlamms entsteht [1]. Abbildung zu Gründling GründlingFischartDer Gründling ist ein kleiner Bodenfisch, der sich in kleinen Schwärmen dicht über kiesigem oder sandigem Grund aufhält[1]. Er liebt sauberes, sauerstoffreiches Wasser in Bächen, Flüssen und Kanälen, GrundruteGerätEine Grundrute ist eine Angelrute, mit der man den Köder am Gewässergrund anbietet, also auf dem Boden von See, Fluss oder Meer [1]. Sie wird zusammen mit einem Grundblei oder einem Futterkorb (Feeder) ausgeworfen, der die Montage nach unten zieht und dort hält [1]. Weil dabei vergleichsweise schwere Gewichte geworfen werden, sind Grundruten oft kräftig und typischerweise 3,30 bis 3,90 Meter lang [2]. Sie eignen sich besonders für Fische, die ihre Nahrung am Boden suchen, etwa Würmer, Larven oder Muscheln [2]. Abbildung zu Grundwasser GrundwasserGewässerkundeGrundwasser ist das Wasser, das im Boden versickert und sich dort in Hohlräumen unter der Erde sammelt [1]. Es entsteht vor allem aus Regen- und Schmelzwasser, das durch den Boden nach unten sickert, bis es auf eine wasserundurchlässige Schicht wie Ton trifft und sich dort staut [1][2]. Aus dem Grundwasser stammen rund 70 Prozent des deutschen Trinkwassers, weshalb es besonders geschützt wird [3]. Für Gewässer ist es wichtig, weil viele Quellen, Bäche und Seen aus Grundwasser gespeist werden und so kühles, sauberes Wasser erhalten. Abbildung zu Grüne pflanzen Grüne pflanzenGewässerkundeGrüne Wasserpflanzen sind für ein gesundes Gewässer sehr wichtig, weil sie tagsüber durch die Fotosynthese Sauerstoff erzeugen, den Fische und andere Wasserlebewesen zum Atmen brauchen [1]. Außerdem bieten die Pflanzen Fischen, Insekten und Kleinlebewesen Schutz, Nahrung und Laichplätze und sorgen so für eine hohe Artenvielfalt [2]. Sie wirken zudem wie ein natürlicher Filter, der Nährstoffe und Schadstoffe aus dem Wasser aufnimmt [2]. Ein Angler sollte wissen: Ohne Sonnenlicht, etwa unter einer Schnee- und Eisdecke im Winter, können die Pflanzen keinen Sauerstoff mehr bilden, was für die Fische gefährlich wird. Abbildung zu Gülle GülleGewässerkundeGülle ist ein flüssiger Dünger aus Tierkot und Urin, der in der Landwirtschaft auf Felder ausgebracht wird. Gelangt sie in ein Gewässer, ist sie sehr gefährlich für Fische: Beim Abbau der Gülle durch Bakterien wird viel Sauerstoff verbraucht, der dann den Fischen fehlt [1][2]. Außerdem enthält Gülle Ammonium, das in hoher Konzentration giftig für Fische ist [2]. Nach einem Gülleunfall kann der Sauerstoffgehalt bis auf null Milligramm pro Liter fallen, obwohl mindestens etwa sechs Milligramm nötig wären, was zu massivem Fischsterben führt [3]. Abbildung zu Gummifisch GummifischGerätEin Gummifisch ist ein weicher Kunstköder aus Gummi oder Weichplastik, der einen kleinen Beutefisch nachahmt und beim Spinnfischen auf Raubfische wie Hecht, Zander und Barsch eingesetzt wird [1]. Meist wird er auf einen Jigkopf gezogen, also einen Haken mit angegossenem Bleikopf [1]. Beim sogenannten Jiggen lässt man den Köder in Sprüngen über den Grund hüpfen, und der breite Schaufelschwanz erzeugt dabei verlockende Druckwellen im Wasser [1]. Abbildung zu Gumminetz GumminetzGerätEin Gumminetz ist das gummierte Netz eines Keschers, mit dem man gefangene Fische besonders schonend landet [1][2]. Die glatte Gummioberfläche ist sehr fischfreundlich, weil die Schuppen und die schützende Schleimhaut nicht hängen bleiben und sich Haken weniger leicht verfangen [1][2]. Das ist gerade beim Zurücksetzen wichtig, damit der Fisch unverletzt bleibt [1]. Zusätzlich ist ein Gumminetz reißfester, leichter zu reinigen und saugt sich nicht mit Wasser voll [1]. In manchen Bundesländern wie Hamburg ist es sogar vorgeschrieben [2]. Abbildung zu Gumpen GumpenGewässerkundeEin Gumpen ist eine tiefere Stelle in einem Bach oder Fluss, die durch die Strömung ausgespült wurde, etwa hinter einem Felsen, einem umgestürzten Baum oder unterhalb eines Wehrs [1][3]. Das Wasser ist dort meist ruhiger und tiefer als im umliegenden, oft flachen Bachlauf [1]. Solche Stellen sind für Angler besonders interessant, weil sich dort viele Fische sammeln und auch große Exemplare gern Schutz und Ruhe suchen [2][3]. Abbildung zu Güster GüsterFischartDie Güster ist ein geselliger Schwarmfisch und steht am liebsten in stehenden oder langsam fließenden Gewässern mit weichem, schlammigem Grund[1]. Du findest sie vor allem in nährstoffreichen Seen, Te Abbildung zu Güteklasse GüteklasseGewässerkundeDie Güteklasse gibt an, wie stark ein Fließgewässer mit organischen, sauerstoffzehrenden Stoffen belastet ist [1]. Es gibt vier Hauptklassen: Klasse I steht für sauberes, sauerstoffreiches Wasser, in dem Forellen und andere empfindliche Fische laichen, Klasse IV für übermäßig verschmutztes Wasser [1][2]. Gewässer der Güteklasse II gelten als mäßig belastet, sind aber besonders fischreich und werden daher als ertragreiche Fischgewässer bezeichnet [1]. Bestimmt wird die Güteklasse anhand von Zeigerorganismen wie Schnecken, Kleinkrebsen und Insektenlarven [1].
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Abbildung zu Haarmontage HaarmontageGerätDie Haarmontage (Hair-Rig) ist eine Köderpräsentation beim Karpfenangeln, bei der der Köder nicht direkt am Haken sitzt, sondern an einem kurzen Faden, dem sogenannten Haar, hängt [1]. So kann der Karpfen den Köder einsaugen, ohne sofort den Haken zu spüren [1]. Will er den verdächtigen Köder wieder ausspucken, verfängt sich der dahinterliegende Haken im Maul und der Fisch ist gehakt [1]. Die Montage wurde Ende der 1970er Jahre für besonders vorsichtige Karpfen entwickelt [2]. Abbildung zu Haftscheibe HaftscheibeAnatomieEine Haftscheibe ist ein saugnapfartiges Organ, mit dem sich manche Fische am Boden festhalten können [1]. Bei der Groppe wie auch bei verwandten Grundeln verwachsen die beiden Bauchflossen zu einer solchen scheibenartigen Saugfläche, sodass sich der Fisch selbst in starker Strömung an Steinen festhalten kann [1][2]. Bei der echten Groppe sind die Bauchflossen dagegen getrennt, was sie von Grundeln unterscheidet [1]. Solche bodenbewohnenden Fische haben außerdem oft keine oder nur eine kleine Schwimmblase [1]. Abbildung zu Haken HakenGerätDer Haken ist das gebogene Metallteil, mit dem der Fisch beim Biss gefangen wird [1]. Er besteht aus mehreren Teilen: dem Öhr (oder Plättchen) zum Anbinden der Schnur, dem geraden Schenkel, dem Bogen sowie der Spitze, die sich durch Haut und Kiefer des Fisches bohrt [1]. Direkt hinter der Spitze sitzt meist der Widerhaken, eine kleine zweite Spitze, die verhindert, dass der Haken wieder herausgleitet [1]. Haken gibt es in vielen Größen und Formen, passend zu Köder und Zielfisch [1]. Abbildung zu Haken schnur rute zusammenstellung Haken schnur rute zusammenstellungGerätDamit das Angeln gelingt, müssen Haken, Schnur und Rute aufeinander abgestimmt sein und zum Zielfisch passen [1]. Die Tragkraft der Schnur richtet sich nach dem erwarteten Fisch, die Hakengröße nach Köder und Fischmaul, und das Gewicht der Montage muss zum Wurfgewicht der Rute passen [2]. Wenn ein Teil nicht zum Rest passt, etwa ein viel zu schwerer Haken an einer feinen Schnur, funktioniert das Gerät nicht richtig [1]. Erst das stimmige Gesamtpaket aus Rute, Schnur und Haken sorgt für saubere Würfe und sicheres Landen [1]. Abbildung zu Hakengröße HakengrößeGerätDie Hakengröße gibt an, wie groß ein Angelhaken ist, und wird durch eine Zahl angegeben [1]. Dabei gilt eine etwas verwirrende Regel: Je größer die Zahl, desto kleiner der Haken, ein 12er-Haken ist also kleiner als ein 2er [1]. Diese Zählung läuft bis zur Größe 1; noch größere Haken werden mit 1/0, 2/0, 3/0 und so weiter bezeichnet, wobei dann die größere Zahl wieder den größeren Haken meint [1]. Die richtige Größe richtet sich nach Zielfisch und Köder, zum Beispiel kleine Haken für friedliche Fische und große für Raubfische wie Hecht und Zander [1]. Abbildung zu Hakenlöser HakenlöserGerätEin Hakenlöser ist ein einfaches Werkzeug, mit dem man den Angelhaken schonend aus dem Maul des Fisches entfernt [1]. Er gehört zur Pflichtausrüstung jedes Anglers und ermöglicht einen waidgerechten Umgang mit dem gefangenen Fisch [1]. Es gibt verschiedene Bauarten, etwa Lösezangen oder Stabhakenlöser: Der Haken wird damit vorsichtig gegen seine Eintrittsrichtung gelöst [2]. Soll der Fisch verwertet werden, wird er vorher betäubt und getötet, bevor man den Haken entfernt [2]. HakenschaftknotenGerätEin Hakenschaftknoten ist ein Angelknoten, bei dem die Schnur nicht nur durch das Öhr, sondern in Wicklungen um den geraden Teil des Hakens (den Schaft) gelegt wird [1]. Dadurch sitzt der Knoten besonders fest und reißt nicht so leicht aus [2]. Diese Knoten eignen sich gut für Öhrhaken und für Plättchenhaken, also Haken ohne Öse [2]. Der am Schaft gebundene Clinchknoten ist ein bekanntes Beispiel und hält oft besser als der direkt am Öhr gebundene Knoten [2]. Abbildung zu Hakenskala HakenskalaGerätDie Hakenskala ist die genormte Größenangabe von Angelhaken, die meist von etwa Größe 20 bis 10/0 reicht [2]. Verwirrend für Anfänger: Bei den einfachen Zahlen gilt, je größer die Zahl, desto kleiner der Haken, ein 20er ist also winzig, ein 1er schon recht groß [1][2]. Über Größe 1 hinaus folgen die Bezeichnungen 1/0, 2/0, 3/0 und so weiter; dort gilt umgekehrt, je größer die Zahl vor dem Schrägstrich, desto größer der Haken [1]. Welche Größe man wählt, richtet sich nach Zielfisch und Köder [2]. Abbildung zu Haltbarkeit HaltbarkeitAngelwissenDie Haltbarkeit sagt aus, wie lange ein gefangener Fisch genießbar bleibt, bevor er verdirbt. Frischer Fisch sollte gut gekühlt bei null bis vier Grad innerhalb von ein bis zwei Tagen verarbeitet werden [1]. Eingefroren hält sich Fisch mehrere Monate [1]. Wichtig ist, den Fang nach dem Töten schnell zu kühlen, denn in der Wärme verdirbt Fisch besonders rasch [1][2]. Abbildung zu Hälterung HälterungAngelwissenHälterung bedeutet, gefangene Fische bis zum Ende des Angeltages lebend in einem geeigneten Behälter aufzubewahren, zum Beispiel in einem Setzkescher [1][2]. Das ist nur erlaubt, wenn es schonend und sachgerecht geschieht und ein vernünftiger Grund vorliegt, etwa weil die Fische verwertet werden sollen [1]. Als Faustregel gilt: so kurz wie möglich und nur für die Dauer des laufenden Angeltages [1]. In vielen Bundesländern sind nur große Setzkescher mit mindestens 3,5 Metern Länge und 50 Zentimetern Durchmesser zugelassen [1]. Abbildung zu Hamen HamenGerätEin Hamen ist ein beutel- oder sackförmiges Fischnetz, das vor allem in der Berufsfischerei an Flüssen eingesetzt wird [1][2]. Die Netzöffnung wird durch einen Rahmen, Bügel oder Gabeln offen gehalten und vom Strömungsdruck des fließenden Wassers aufgespannt, sodass die Fische hineingetrieben werden [1]. Der Hamen wird vom Ufer oder von einem Boot aus eingesetzt und filtert die Fische aus dem strömenden Wasser; der Beifang kann anschließend wieder freigelassen werden [1]. Für Angler ist diese Fangmethode in der Regel nicht erlaubt und bedarf einer besonderen Genehmigung der Fischereibehörde [3]. Abbildung zu Handangel HandangelGerätDie Handangel ist der rechtliche Oberbegriff für das normale Angelgerät, mit dem man als Angler fischen darf [1]. Dazu zählen die Rute mit Schnur, Haken und Köder sowie vergleichbare einfache Geräte, oft auch kleine Senknetze bis zu einer bestimmten Größe [1]. Welche Handangeln und wie viele du benutzen darfst, steht meist in deinem Erlaubnisschein [1]. Berufliche Fanggeräte wie Reusen, Schleppnetze oder Langleinen gehören nicht dazu und sind für Angler verboten [1][2]. HarpuneGerätEine Harpune ist ein speerartiges Gerät, mit dem ein Geschoss auf den Fisch abgeschossen wird. Der Fischfang mit Harpunen, Speeren, Pfeilen und ähnlichen Stechwerkzeugen ist in Deutschland eine verbotene Fangmethode und auch mit gültigem Angelschein nicht erlaubt [1][2]. Die Harpune gilt rechtlich als Schusswaffe, der Besitz ist erst ab 18 Jahren zulässig [2]. Wer trotzdem damit fischt, riskiert je nach Bundesland hohe Bußgelder oder ein Strafverfahren [2]. Abbildung zu Hartstrahl HartstrahlAnatomieEin Hartstrahl, auch Stachelstrahl genannt, ist ein steifer, ungegliederter Stützstrahl in der Flosse eines Fisches [1][2]. Im Gegensatz zum biegsamen, fein gegliederten Weichstrahl besteht er aus einem durchgehenden Knochenstück [1]. Wenn eine Flosse beides enthält, sitzen die Hartstrahlen immer vorn, vor den Weichstrahlen [1]. Bei Fischen wie Barsch und Zander sind die Hartstrahlen der Rückenflosse spitz und stachelig, weshalb man solche Fische beim Anfassen vorsichtig greifen sollte [2]. Abbildung zu Hasel HaselFischartDer Hasel ist ein strömungsliebender Schwarmfisch, der vor allem klare, schnell fließende Bäche und Flüsse von der Forellen- bis zur Barbenregion bewohnt[1]. Er steht gern in oberflächennahen Wassersc Abbildung zu Haubentaucher HaubentaucherGewässerkundeDer Haubentaucher ist ein Wasservogel, den man an seinem langen weißen Hals, der Federhaube und der auffälligen Halskrause schon von Weitem erkennt [1]. Er lebt auf stehenden und langsam fließenden Gewässern wie Seen und Baggerseen und baut sein schwimmendes Nest im Schilfgürtel am Ufer [1]. Als Fischfresser taucht er nach Beute und frisst täglich rund 150 bis 200 Gramm Fisch [1]. Für Angler ist er Teil der natürlichen Gewässerwelt und ein Zeichen für ufernahe Schilf- und Pflanzenbestände [2]. Abbildung zu Hauptschnur HauptschnurGerätDie Hauptschnur ist die Schnur, die auf der Angelrolle aufgespult ist und die Hauptverbindung zwischen Rute und Montage bildet [1]. Ihre Stärke reicht je nach Angelart von etwa 0,15 Millimeter bis rund einem Millimeter [1]. An ihr wird das dünnere Vorfach befestigt, das den Haken trägt [2]. Das Vorfach hat absichtlich eine geringere Tragkraft als die Hauptschnur, damit bei einem Hänger nur der Haken abreißt und nicht die ganze teure Hauptschnur [2]. Abbildung zu Haut HautAnatomieDie Haut der Fische besteht aus drei Schichten: Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut [1]. In der Oberhaut sitzen Schleimzellen, die eine glitschige Schleimschicht bilden; diese schützt den Fisch vor Krankheitserregern und Parasiten [1]. Außerdem verringert der Schleim die Reibung im Wasser, sodass der Fisch leichter schwimmen kann [2]. Deshalb sollte man einen Fisch, den man zurücksetzen will, nur mit nassen Händen anfassen, um diese empfindliche Schutzschicht nicht zu beschädigen [2]. HäutungAnatomieDie Häutung ist der Vorgang, bei dem ein Krebs seinen harten Panzer abstreift, weil dieser nicht mitwachsen kann [1]. Ein Flusskrebs häutet sich etwa ein- bis zweimal im Jahr; das Abstreifen des alten Panzers dauert nur rund 15 Minuten [1]. Direkt danach ist der neue Panzer noch weich wie Butter, weshalb man das Tier in dieser Zeit Butterkrebs nennt [1]. Der neue Panzer härtet erst nach drei bis vier Tagen aus, indem Kalk aus den Magensteinen eingelagert wird [1]. Abbildung zu Hecheln HechelnGerätHecheln sind Federn, die beim Fliegenfischen zum Binden künstlicher Fliegen verwendet werden. Sie werden um den Haken gewickelt und bilden so Beine, Flügel oder den Körper der Fliege [1]. Besonders beliebt sind Hahnenhecheln für Trockenfliegen, weil ihre feinen Federfasern die Fliege auf dem Wasser tragen [1]. Auch sehr feine Entenfedern wie CDC werden oft eingesetzt und lassen sich vielseitig für Trocken- und Nassfliegen nutzen [2]. Abbildung zu Hechelzähne HechelzähneAnatomieHechelzähne sind viele winzige, eng stehende Zähne, die zusammen ein raues Feld bilden und auch Bürstenzähne genannt werden [1]. Bei Raubfischen wie dem Hecht sitzen sie nicht nur im Kiefer, sondern auch auf Zunge und Gaumen, und ihre Spitzen zeigen nach hinten [2]. So wirken sie wie eine Rücklaufsperre: Eine gepackte Beute rutscht beim Fluchtversuch eher tiefer ins Maul statt heraus [1]. Für die Prüfung wichtig: An den Hechelzähnen erkennst du typische Raubfische wie Hecht und Quappe [2]. Abbildung zu Hecht HechtFischartDer Hecht lebt in stehenden und langsam fließenden Gewässern und steht am liebsten in struktur- und pflanzenreichen Uferzonen mit Seerosen, Kraut oder versunkenem Holz[1]. Aus dieser Deckung lauert er Abbildung zu Hechtbandwurm HechtbandwurmFischkrankheitDer Hechtbandwurm ist ein Parasit, der als ausgewachsener Wurm im Darm des Hechts lebt [1]. Sein Lebenszyklus läuft über mehrere Wirte: Aus den Eiern entstehen Larven, die zunächst von kleinen Krebstieren und dann von Beutefischen wie Renken aufgenommen werden, bevor sie im Hecht zum fertigen Bandwurm heranwachsen [1]. Für den Menschen ist der Hechtbandwurm völlig ungefährlich und nicht übertragbar [2]. Stark befallene Fischbestände können jedoch geschwächt werden, weshalb der Wurm vor allem für Berufsfischer ein Thema ist [1]. Abbildung zu Hecken und feldgehölze Hecken und feldgehölzeNaturschutzHecken und Feldgehölze sind Reihen aus Büschen und kleinen Bäumen in der Landschaft, oft an Feldrändern oder am Ufer von Bächen und Teichen [1]. Sie zählen zu den wertvollsten Lebensräumen und bieten vielen Tieren wie Vögeln und Insekten Nahrung, Schutz und einen Platz zum Brüten [1]. Für Gewässer sind sie besonders nützlich, weil sie verhindern, dass Erde und Nährstoffe ins Wasser gespült werden, und so die Wasserqualität verbessern [1]. Angler sollten diese Gehölze am Ufer schonen, da sie unter Naturschutz stehen und nicht einfach geschnitten werden dürfen [2]. Abbildung zu Hege HegeHegeHege bedeutet, einen gesunden, artenreichen und zum Gewässer passenden Fischbestand aufzubauen, zu erhalten und zu pflegen [1]. Dazu gehört auch der Schutz des Lebensraums von Tieren und Pflanzen im und am Wasser [2]. Wer ein Fischereirecht hat, ist gesetzlich zur Hege verpflichtet (Hegepflicht) [1]. Maßnahmen sind zum Beispiel das Verbessern der Lebensbedingungen, das Führen von Fangstatistiken und überlegter Fischbesatz, nicht nur das Einsetzen von Fischen [2]. HegefischenHegeHegefischen ist ein gemeinschaftliches Angeln, das nicht dem Wettkampf, sondern der Pflege des Gewässers dient. Ziel ist es, den Fischbestand zu regulieren, etwa wenn sich bestimmte Arten zu stark vermehrt haben oder ein Gewässer zu verbutten droht [1][2]. Damit ein solches Gemeinschaftsfischen erlaubt ist, muss die Notwendigkeit sich tatsächlich aus dem Zustand des Gewässers oder Fischbestands ergeben; ein gezielter Vorab-Besatz mit fangfertigen Fischen kurz vor der Veranstaltung ist unzulässig [2]. Abbildung zu Hegemaßnahmen HegemaßnahmenHegeHegemaßnahmen sind alle Maßnahmen, die einen gesunden, artenreichen und an das Gewässer angepassten Fischbestand erhalten und fördern sollen [1]. Dazu gehört nicht nur der Fischbesatz, also das Einsetzen von Jungfischen, sondern auch die Verbesserung der Lebensbedingungen, etwa durch Schaffung von Laichplätzen oder Unterständen [1]. Wer ein Gewässer bewirtschaftet, ist zur Hege verpflichtet [2]. Eine wichtige Grundlage dafür ist das Führen einer vollständigen Fangstatistik [2]. Abbildung zu Hegene HegeneGerätEine Hegene ist ein besonderes Vorfach, an dem mehrere kurze Seitenarme mit jeweils einer kleinen Kunstköder-Nymphe hängen, meist vier bis fünf Stück [1][2]. Die Nymphen ahmen kleine Insektenlarven nach und werden in unterschiedlichen Farben verwendet [1]. Die Hegene ist die wichtigste Methode, um Renken (auch Felchen genannt) in tiefen Seen wie dem Bodensee zu fangen [3]. Man lässt das Vorfach langsam absinken und bewegt es in kleinen Zupfern, um die vorsichtigen Bisse der Fische zu erkennen [1]. Abbildung zu Hegepflicht HegepflichtHegeDie Hegepflicht ist die gesetzliche Pflicht, ein Gewässer und seinen Fischbestand zu pflegen und gesund zu erhalten [1][2]. Wer das Fischereirecht an einem Gewässer hat, muss dafür sorgen, dass ein artenreicher, gesunder und ausgewogener Fischbestand entsteht, der zur Größe und Art des Gewässers passt [1]. Dazu gehört auch ein maßvoller Besatz mit heimischen Fischarten sowie der Schutz von Lebensraum und anderen Tieren wie Vögeln und Amphibien [1]. Die Hegepflicht ist also die Kehrseite des Fischereirechts: Wer fischen darf, muss das Gewässer auch verantwortungsvoll bewirtschaften [2]. Abbildung zu Hegeplan HegeplanHegeDer Hegeplan ist ein vorgeschriebenes Konzept, mit dem ein Gewässer fischereilich gepflegt und bewirtschaftet wird [1]. Wer das Fischereirecht an einem Gewässer hat, muss einen solchen Plan aufstellen und der zuständigen Behörde melden [1]. Darin stehen unter anderem das Bewirtschaftungsziel (ein guter, zum Gewässer passender Fischbestand), Angaben zum vorhandenen Fischbestand, die Erfassung der Fänge sowie Maßnahmen wie Besatz [1]. Ziel ist eine nachhaltige Nutzung, die den Fischbestand schont und dauerhaft erhält [1]. Abbildung zu Hegeziel HegezielHegeDas Hegeziel beschreibt, was die Pflege eines Gewässers erreichen soll: einen gesunden, artenreichen und ausgewogenen Fischbestand, der zur Größe und Beschaffenheit des Gewässers passt [1]. Dazu gehört, das Gewässer vor einem Übergewicht einzelner Arten zu schützen und gefährdete Arten gezielt zu fördern [2]. So wird sichergestellt, dass der Fischbestand langfristig erhalten bleibt und nachhaltig genutzt werden kann [2]. Abbildung zu Heißräuchern HeißräuchernAngelwissenHeißräuchern ist eine Methode, um gefangenen Fisch haltbar zu machen und ihm ein rauchiges Aroma zu geben. Dabei wird der Fisch bei hoher Temperatur von etwa 80 bis 90 Grad im Räucherofen gleichzeitig gegart und geräuchert, oft kurz auf über 100 Grad erhitzt, um Keime abzutöten [1]. Der Fisch wird dabei vollständig gar und ist sofort verzehrfertig [2]. Das ist der große Unterschied zum Kalträuchern, bei dem die Temperatur nie über etwa 30 Grad steigt und der Fisch roh bleibt. Vorher wird der Fisch meist in eine Salzlake eingelegt und an der Oberfläche angetrocknet. Abbildung zu Hering HeringFischartDer Hering ist ein reiner Meeresfisch und zieht in riesigen Schwärmen durchs offene Wasser[1]. Tagsüber steht er meist in größerer Tiefe, nachts steigt er zum Fressen Richtung Oberfläche[1]. Nur zum L Abbildung zu Herz HerzAnatomieDas Herz des Fisches ist die Pumpe seines Blutkreislaufs und einfacher gebaut als bei Säugetieren. Es besteht im Kern aus einem Vorhof und einer muskulösen Kammer und pumpt sauerstoffarmes Blut zunächst zu den Kiemen [1]. Dort nimmt das Blut Sauerstoff auf und gibt Kohlendioxid ab, bevor es weiter durch den Körper fließt [2]. Weil das Blut diesen Weg nur einmal pro Runde nimmt, spricht man beim Fisch von einem einfachen Blutkreislauf [2]. Abbildung zu Herzstich HerzstichAngelmethodeDer Herzstich ist eine Methode, um einen Fisch nach dem Betäuben zu töten. Dabei sticht man mit der Messerspitze bauchseitig kurz hinter den Brustflossen ein und durchtrennt das Herz [1]. Zuerst muss der Fisch immer durch einen kräftigen Schlag auf den Kopf betäubt werden, erst danach folgt der Herzstich [1]. Wichtig: In manchen Bundesländern wie Sachsen oder Bayern ist statt des Herzstichs nur der Kiemen- oder Kehlschnitt als waidgerecht erlaubt [2]. Abbildung zu Hilfsgeräte HilfsgeräteGerätAls Hilfsgeräte bezeichnet man die Ausrüstungsteile, die du beim Angeln zusätzlich zur Rute brauchst, um den Fang sicher und tierschutzgerecht zu versorgen. Dazu zählen typischerweise Kescher, Maßband, Hakenlöser (Lösezange), Fischbetäuber (Schlagholz) und ein Messer [1]. Ein gummierter Kescher schont die Schleimhaut des Fisches, das Maßband dient zur Kontrolle des Mindestmaßes [1]. In vielen Bundesländern sind solche Geräte sogar Pflicht, weshalb du dich vor dem Angeln über die Regeln in deinem Bundesland informieren solltest [2]. Abbildung zu hochrückige Form hochrückige FormAnatomieDie hochrückige Form ist eine Körperform bei Fischen, die einen hohen, gewölbten Rücken und einen seitlich abgeflachten Körper haben [1][2]. Typische Vertreter sind die Brachse, die Güster und der gezüchtete Schuppenkarpfen, während der Wildkarpfen eher langgestreckt ist [1][2]. Diese Form passt gut zum Leben in stehenden oder langsam fließenden Gewässern mit vielen Unterwasserpflanzen, wo sich die Fische bedächtig bewegen [1]. Sie erlaubt es dem Fisch außerdem, sich fast senkrecht zu stellen und seine Nahrung vom Gewässerboden aufzunehmen [2]. Abbildung zu Hochwasser HochwasserGewässerkundeHochwasser ist ein stark erhöhter Wasserstand, bei dem ein Fluss oder See viel mehr Wasser führt als sonst. Für die Fische bedeutet das Stress: Sie müssen gegen die starke Strömung ankämpfen und neue, ruhigere Verstecke suchen, da viele Gewässer begradigt sind und kaum Schutz bieten [1][2]. Frisch eingespülte Nährstoffe aus dem Sediment können kurzzeitig einen Sauerstoffmangel auslösen, später aber das Nahrungsangebot verbessern [2]. Für den Angler verschieben sich die fischreichen Zonen, weil die Fische jetzt strömungsgeschützte Bereiche wie Buchten und überflutete Uferzonen aufsuchen [3]. Abbildung zu Hornhecht HornhechtFischartDer Hornhecht ist ein schlanker Oberflächenfisch, der im Freiwasser dicht unter der Oberfläche jagt[3]. Im Frühjahr kommt er nah an die Küste in flache Bereiche zwischen 0 und 25 Metern Tiefe, im Wint Abbildung zu Huchen HuchenFischartDer Huchen lebt das ganze Jahr in größeren, kühlen und sauerstoffreichen Flüssen mit kräftiger Strömung[2]. Er braucht klares Wasser, tiefe Gumpen als Versteck und dazwischen schnell strömende Abschni Abbildung zu Hygiene HygieneAngelwissenHygiene bedeutet beim Angeln, dass man sauber mit dem gefangenen Fisch umgeht, damit er als Lebensmittel sicher bleibt [1]. Messer, Schneidebretter und Hände sollten vor und nach dem Kontakt mit rohem Fisch gründlich gereinigt werden [1]. Der Fisch wird kühl gelagert, am besten zwischen 0 und 2 °C in einer Kühltasche, und erst kurz vor Ende des Angeltages oder zu Hause ausgenommen [2]. Wichtig ist außerdem, den Fisch getrennt von anderen Lebensmitteln zu verarbeiten, damit keine Keime übertragen werden [1].
I4 Einträge
Abbildung zu Imkergabel ImkergabelGerätEine Imkergabel ist ein Werkzeug mit vielen dünnen, leicht abgewinkelten Edelstahlzinken, das ursprünglich aus der Imkerei stammt [1]. Beim Angeln dient sie als Filetiergabel: Mit ihr hältst du den Fisch beim Filetieren rutschfest fest, ohne dass das Fleisch einreißt [2]. Die vielen feinen Zinken greifen sicher in die Haut, sodass die Hand sauberer und der Schnitt genauer wird [2]. Abbildung zu Innenparasiten InnenparasitenFischkrankheitInnenparasiten sind Parasiten, die im Inneren des Fisches leben, etwa im Darm, in der Leibeshöhle oder in den Organen [1][2]. Zu ihnen gehören vor allem Würmer wie Bandwürmer und Fadenwürmer [1][2]. Sie entziehen dem Fisch Nährstoffe, sodass er abmagern und im schlimmen Fall apathisch werden kann [2]. Im Gegensatz dazu sitzen Außenparasiten auf der Körperoberfläche, den Flossen oder den Kiemen [1]. Abbildung zu Insekten InsektenKöderInsekten sind beliebte Naturköder beim Angeln, weil viele Fische sie ohnehin als Nahrung kennen [1]. Besonders Heuschrecken, Grillen, Käfer und Fliegen eignen sich gut als Oberflächenköder für Fische, die nahe der Wasseroberfläche jagen, etwa Döbel und Forellen [1][2]. Beim Fliegenfischen werden zudem künstliche Fliegen verwendet, die echte Land- und Wasserinsekten nachbilden [3]. Wer mit Insekten angelt, sollte beachten, dass nur lebende oder frische Köder ihre lockende Wirkung voll entfalten. Abbildung zu Invasive art Invasive artNaturschutzEine invasive Art ist eine gebietsfremde Tier- oder Pflanzenart, die sich in einem neuen Lebensraum so stark ausbreitet, dass sie heimische Arten verdrängt und dem Ökosystem schadet [1]. Nicht jede eingeschleppte Art ist invasiv, sondern nur die wenigen, die sich massenhaft vermehren und durchsetzen [2]. An Gewässern ist der amerikanische Signalkrebs ein Beispiel: Er überträgt die Krebspest und hat den heimischen Edelkrebs an den Rand des Aussterbens gebracht [1]. Seit 2015 regelt die EU mit einer Unionsliste den Umgang mit besonders problematischen invasiven Arten [2].
J3 Einträge
Abbildung zu Jagdrecht JagdrechtFischereirechtDas Jagdrecht ist die Befugnis, auf einem bestimmten Gebiet wildlebende Tiere zu hegen, zu jagen und sich anzueignen [1]. Es ist fest mit dem Eigentum am Grundstück verbunden [1]. Für Angler ist wichtig, es vom Fischereirecht zu unterscheiden: Das Fischereirecht regelt eigenständig den Fang und die Aneignung von Fischen und anderen Wassertieren, während das Jagdrecht für Wild an Land gilt [2]. Beide sind gleichrangige Rechte mit ähnlichen Schutzregeln, betreffen aber unterschiedliche Tiere. Abbildung zu Jerk JerkGerätEin Jerk (oder Jerkbait) ist ein Kunstköder zum Angeln auf Raubfische wie Hechte, der keine Tauchschaufel hat und deshalb nicht von allein eine Laufbewegung macht [1]. Der Name kommt vom englischen "to jerk" (rucken): Der Angler gibt mit kurzen, ruckartigen Bewegungen die Aktion vor, sodass der Köder zickzackförmig zur Seite ausbricht und wie ein fliehender Beutefisch wirkt [1][2]. Geführt wird er mit einer kurzen, kräftigen Rute, oft in Verbindung mit einer Multirolle [2]. Abbildung zu Jugendfischereischein JugendfischereischeinFischereirechtDer Jugendfischereischein erlaubt es Kindern und Jugendlichen, ohne abgelegte Fischerprüfung erste Erfahrungen am Wasser zu sammeln [1]. Angeln dürfen sie damit aber nur in Begleitung einer erwachsenen Person, die einen gültigen Fischereischein besitzt [1]. Die genauen Altersgrenzen und Regeln legt jedes Bundesland selbst fest, da die Fischerei in Deutschland Ländersache ist; oft gilt er etwa von 10 bis 18 Jahren [1]. In Bayern wurde der Jugendfischereischein zum 1. Januar 2025 abgeschafft, Kinder dürfen dort ab 7 Jahren in Begleitung eines Fischereischein-Inhabers angeln [2].
K62 Einträge
Abbildung zu Kabeljau KabeljauFischartDer Kabeljau ist ein Meeresfisch, der bodennah lebt und sich gern über Riffen, an Wracks und an Steinkanten aufhält[1]. Erwachsene Tiere stehen meist in 30 bis 80 Metern Tiefe, Jungfische bleiben in f Abbildung zu Kalkgehalt KalkgehaltGewässerkundeDer Kalkgehalt beschreibt, wie viel gelösten Kalk ein Gewässer enthält, und steckt vor allem in der sogenannten Karbonathärte des Wassers [1]. Kalk wirkt wie ein Puffer: Er hält den Säuregrad (pH-Wert) stabil und sorgt dafür, dass das Wasser nicht zu sauer wird [2]. Ein Gewässer mit ausreichend Kalk ist deshalb meist fischreicher und produktiver, weil viele Nährtiere und Pflanzen gut gedeihen [1]. Ist zu wenig Kalk vorhanden, fehlt dieser Schutz und der pH-Wert kann gefährlich schwanken [2]. Abbildung zu Kalträuchern KalträuchernAngelwissenKalträuchern ist eine Methode, um Fisch haltbar zu machen und ihm ein feines Raucharoma zu geben, ohne ihn dabei zu garen. Der Fisch wird bei niedrigen Temperaturen geräuchert, beim Fisch unter etwa 25 Grad, damit das Eiweiß nicht gerinnt [1][2]. Im Gegensatz zum Heißräuchern, das bei 80 bis 90 Grad gart, zieht sich das Kalträuchern oft über mehrere Tage mit mehreren Räuchergängen hin [1][2]. Dadurch bleibt der Fisch länger haltbar und der Rauch dringt tief ins Fleisch ein [2]. Abbildung zu Kamberkrebs KamberkrebsFischartDer Kamberkrebs lebt am liebsten in stehenden oder langsam fließenden Gewässern im Flachland[1]. Er bevorzugt flache, ruhige Bereiche mit schlammigem Grund, in den er sich tagsüber zurückzieht[1]. Auc Abbildung zu Kammschuppen KammschuppenAnatomieKammschuppen sind eine Art von Fischschuppen, die am hinteren Rand kleine kammartige Zähnchen tragen [1]. Dadurch fühlt sich die Haut solcher Fische rau an, fast wie Sandpapier [2]. Sie sitzen fester in der Haut als die glatten Rundschuppen [2]. Typische Träger sind alle barschartigen Fische wie Flussbarsch, Zander und Kaulbarsch [1]. Abbildung zu Karausche KarauscheFischartDie Karausche ist ein typischer Stillwasserfisch und liebt kleine, stark verkrautete Seen, Teiche und Tümpel[1]. Schlamm ist ihr Lebenselement: dort sucht sie Nahrung und gräbt sich im Winter sogar in Abbildung zu Karpfen KarpfenFischartDer Karpfen mag warme, ruhige Gewässer: stehende oder langsam fließende Seen, Teiche und Altwässer mit vielen Pflanzen und weichem, schlammigem Bodengrund[1]. In kalten, schnell strömenden Bächen find Abbildung zu Karpfenlaus KarpfenlausFischkrankheitDie Karpfenlaus (Argulus) ist ein kleiner Hautparasit, der etwa 6 bis 13 Millimeter groß und mit bloßem Auge gut zu erkennen ist [1]. Sie sitzt als flaches, bewegliches Pünktchen auf Haut, Flossen oder Kiemen und sticht den Fisch an, um sein Blut zu saugen [1]. Dabei kann sie Krankheiten übertragen [1]. Bei Jungfischen kann schon ein einziger Parasit tödlich sein [2]. Betroffene Fische scheuern sich, springen und wirken unruhig [1]. Abbildung zu Kaulbarsch KaulbarschFischartDer Kaulbarsch lebt am Grund von nährstoffreichen, stehenden oder langsam fließenden Gewässern und mag dort vor allem sandigen oder schlammigen Untergrund[1]. In Flüssen findet man ihn in der ruhigen Abbildung zu Kaulbarsch/Flunderregion Kaulbarsch/FlunderregionGewässerkundeDie Kaulbarsch-/Flunderregion ist die letzte Fischregion eines Flusses, dort wo er nahe dem Meer ins Mündungsgebiet übergeht [1][2]. Hier mischt sich das Süßwasser des Flusses mit salzigem Meerwasser zu sogenanntem Brackwasser, der Gezeiteneinfluss lässt den Wasserstand schwanken und der Grund ist schlammig [2]. Das Wasser fließt nur langsam und wird im Sommer 20 Grad warm und wärmer [2]. Leitfische dieser Region sind Kaulbarsch, Flunder, Meeräsche, Stör und Aal [1][2]. Abbildung zu Kehlgegend KehlgegendAnatomieDie Kehlgegend ist der Bereich an der Unterseite des Fisches direkt hinter dem Kopf, etwa unterhalb des Kiemendeckels und des Kiefers. Wichtig ist sie vor allem für die Lage der Bauchflossen: Sitzen die Bauchflossen weit vorne in dieser Kehlregion, spricht man von kehlständigen Bauchflossen [1]. Das ist ein Bestimmungsmerkmal, denn die Bauchflossen können bauchständig, brustständig oder kehlständig liegen [2]. Diese vordere Lage gibt manchen Fischen mehr Wendigkeit im Wasser [1]. Abbildung zu kehlständige Bauchflossen kehlständige BauchflossenAnatomieKehlständige Bauchflossen sind Bauchflossen, die ganz weit vorne am Fisch sitzen, nämlich im Kehlbereich vor den Brustflossen. Wo die Bauchflossen sitzen, hilft beim Bestimmen der Fischart und ist deshalb ein wichtiges Merkmal in der Angelprüfung [1]. Ein bekanntes Beispiel ist die Quappe (Aalrutte), bei der die Bauchflossen kehlständig angeordnet sind [1][2]. Daneben gibt es noch brustständige (unter den Brustflossen) und bauchständige (weiter hinten am Bauch) Bauchflossen [2]. Abbildung zu Kescher KescherGerätEin Kescher ist ein Netz an einem Bügel und Stiel, mit dem man einen gefangenen Fisch am Ende des Drills sicher aus dem Wasser hebt [1][2]. Man hält ihn ins Wasser und zieht den müden Fisch über die Netzöffnung, statt ihn an der dünnen Schnur hochzuheben, was reißen könnte [1]. So lässt sich der Fisch schonend landen und, falls er zu klein ist oder Schonzeit hat, auch unverletzt wieder zurücksetzen [2]. Der bekannteste Typ ist der Unterfangkescher, der von unten unter den Fisch geschoben wird [1]. Abbildung zu Kesslergrundel KesslergrundelFischartDie Kesslergrundel lebt am Boden von Flüssen und leicht salzigem Brackwasser und sitzt am liebsten zwischen Steinen oder dichten Wasserpflanzen[1]. Weil ihr die Schwimmblase fehlt, kann sie nicht frei Abbildung zu Keulenschnur KeulenschnurGerätDie Keulenschnur ist eine Fliegenschnur, die sich im vorderen Bereich keulenförmig verdickt und nach hinten in eine dünne Schussschnur übergeht [1][2]. Das Gewicht der vorderen Keule lädt die Rute auf und erleichtert weite, präzise Würfe, während die dünne Laufschnur leicht durch die Ringe gleitet [1][2]. Im Englischen heißt sie Weight Forward, kurz WF [1][2]. Sie ist heute die am weitesten verbreitete Fliegenschnur und auch für Anfänger gut geeignet [1][2]. Abbildung zu Kiemen KiemenAnatomieDie Kiemen sind die Atemorgane der Fische, mit denen sie Sauerstoff aus dem Wasser aufnehmen [1][2]. Sie liegen seitlich hinter dem Kopf und werden von den knöchernen Kiemendeckeln geschützt [1]. Der Fisch öffnet und schließt sein Maul, sodass Wasser über die feinen, gut durchbluteten Kiemenblättchen strömt, wo der Sauerstoff ins Blut übergeht [1][2]. Weil das Wasser und das Blut in entgegengesetzte Richtungen fließen, kann der Fisch besonders viel Sauerstoff aufnehmen, das nennt man Gegenstromprinzip [1]. Abbildung zu Kiemenbögen KiemenbögenAnatomieDie Kiemenbögen sind die knöchernen Stützen, an denen die Kiemen des Fisches befestigt sind; ein Fisch hat auf jeder Seite vier davon [1]. An ihnen sitzen die stark durchbluteten Kiemenblättchen, an denen der Fisch den Sauerstoff aus dem Wasser aufnimmt und Kohlendioxid abgibt [1][2]. An der Innenseite der Kiemenbögen befinden sich außerdem die Kiemenreusen, eine Art Sieb, das Nahrung und Schmutz vom Atemwasser trennt [1]. Die Kiemenbögen sind also das Gerüst, das die eigentlichen Atemorgane des Fisches trägt. Abbildung zu Kiemendeckel KiemendeckelAnatomieDer Kiemendeckel ist die knöcherne Klappe an jeder Seite des Fischkopfes, die die empfindlichen Kiemen schützt [1]. Er ist außerdem wichtig für die Atmung: Durch das Öffnen und Schließen von Maul und Kiemendeckel pumpt der Fisch frisches Wasser über die Kiemen, wo der Sauerstoff ins Blut aufgenommen wird [1]. Den Fachbegriff dafür nennt man Operculum [2]. Für Angler ist der Kiemendeckel ein wichtiges Merkmal: ruhige, gleichmäßige Bewegungen zeigen einen gesunden Fisch, hektisches Pumpen kann auf Sauerstoffmangel oder Krankheit hindeuten. Abbildung zu Kiemenfäule KiemenfäuleFischkrankheitDie Kiemenfäule, fachlich Branchiomykose genannt, ist eine gefährliche Fischkrankheit, die durch einen Pilz an den Kiemen ausgelöst wird [1]. Der Pilz lässt das Kiemengewebe entzünden und absterben, sodass der Fisch immer schlechter Sauerstoff aufnehmen kann [2]. Betroffene Fische atmen schwer, kommen an die Oberfläche und schnappen nach Luft, oft sind die Kiemen fleckig und schleimig [2]. Sie tritt vor allem in warmen, sauerstoffarmen und stark mit organischem Material belasteten Gewässern auf [1]. KiemenkrebsFischkrankheitDer Kiemenkrebs (Ergasilus sieboldi) ist ein kleiner parasitischer Ruderfußkrebs, der sich in den Kiemen von Süßwasserfischen festsetzt [1]. Die etwa zwei Millimeter langen Weibchen verankern sich mit ihren Antennen im Kiemengewebe und ernähren sich von Blut und Gewebe des Fisches [1]. Befallene Fische, besonders Schleien, Hechte und Barsche, magern bei starkem Befall stark ab, was man als Messerrücken bezeichnet [1]. Beim Anheben der Kiemendeckel sind die ovalen Parasiten gut zu erkennen, und der Befall öffnet oft die Tür für weitere Infektionen durch Pilze oder Bakterien [1][2]. Abbildung zu Kiemenreusendornen KiemenreusendornenAnatomieKiemenreusendornen sind kleine, zahnartige Fortsätze, die an den Kiemenbögen im Rachen des Fisches sitzen [1]. Sie wirken wie ein Sieb: Beim Atmen strömt Wasser durch die Kiemen, und die Dornen halten dabei Nahrung wie kleine Plankton-Tierchen zurück, die dann verschluckt werden [1]. Fische, die sich von winzigem Plankton ernähren, etwa die Renke, haben besonders lange und dicht stehende Kiemenreusendornen [2]. An ihrer Anzahl und Dichte lassen sich manche ähnliche Arten unterscheiden [2]. Abbildung zu Kiesbank KiesbankGewässerkundeEine Kiesbank ist eine flache, seichte Stelle in Flüssen und Bächen, die überwiegend aus Kies, Sand und kleinen Steinen besteht und durch die Strömung abgelagert wird [1]. Für viele Fische ist sie ein wichtiger Laichplatz: Kieslaicher wie Bachforelle, Äsche, Barbe und Huchen legen ihre Eier zwischen den sauberen Kiessteinen ab [2]. Zwischen den Steinen leben außerdem viele Insektenlarven und kleine Tiere, die den Fischen als Nahrung dienen [2]. In vielen begradigten Gewässern fehlen heute geeignete Kiesbänke, weshalb sie für die Hege oft künstlich angelegt oder gepflegt werden [2]. Abbildung zu Kiesbett KiesbettGewässerkundeEin Kiesbett ist ein Gewässergrund aus lockerem Kies, wie er in sauberen, schnell fließenden Bächen und Flüssen vorkommt. Für Fische wie Forellen ist es besonders wichtig, denn sie graben ihre Laichgruben in den lockeren Kies, wo das durchströmende Wasser die Eier mit Sauerstoff versorgt [1][2]. Forellen bevorzugen dafür Kiesbänke mit etwa 0,1 bis 1 Meter Wassertiefe und einer mittleren Korngröße über 5 Millimetern [1]. Wird der Kies durch feinen Schlamm verstopft, geht dieser Laichplatz verloren, weshalb Angelvereine Kiesbetten oft pflegen oder neu anlegen [1][2]. Abbildung zu Kieslaicher KieslaicherGewässerkundeKieslaicher sind Fische, die ihre Eier auf oder in sauberem Kies ablegen, meist in flachen, gut durchströmten und sauerstoffreichen Gewässerabschnitten [1]. Viele Arten schlagen dafür mit dem Körper kleine Gruben in den Kies, sogenannte Laichgruben [2]. Typische Kieslaicher sind Bachforelle, Lachs, Äsche, Huchen, Nase und Barbe [2]. Verschlammt der Kies, ersticken die Eier mangels Sauerstoff, deshalb sind saubere Kiesbänke für diese Fische sehr wichtig [2]. Abbildung zu Kieslaichplatz KieslaichplatzGewässerkundeEin Kieslaichplatz ist eine kiesige Stelle am Gewässergrund, an der bestimmte Fische ihre Eier ablegen [1]. Das Weibchen schlägt mit schnellen Schwanzschlägen eine kleine Mulde in den Kies, die sogenannte Laichgrube, und legt die Eier dort hinein [1]. Die ständige Strömung durch den lockeren Kies versorgt die Eier mit frischem Sauerstoff und transportiert Abfallstoffe ab - das ist überlebenswichtig [1]. Typische Kieslaicher sind Bachforelle, Äsche, Huchen, Nase und Barbe; diese Arten zählen zu den am stärksten gefährdeten Fischen, weil saubere Kiesbetten selten geworden sind [2]. Abbildung zu Kliesche KliescheFischartDie Kliesche ist ein bodenlebender Meeresfisch auf sandigem und weichem Grund. Erwachsene Tiere leben meist in etwa 20 bis 100 Metern Tiefe, können aber bis 150 Meter vorkommen[1][2]. Jungfische nutze Abbildung zu Knicklicht KnicklichtGerätEin Knicklicht ist ein kleines Plastikröhrchen mit Chemikalien, das zu leuchten beginnt, sobald man es knickt und kurz schüttelt [1][2]. Beim Nachtangeln steckt man es an die Pose, die Rutenspitze oder den Bissanzeiger, um Bisse auch im Dunkeln zu erkennen [2][3]. Die kleinen Lichter leuchten oft bis zu acht Stunden lang und sind damit ideal für lange Nächte am Wasser [1]. Eingesetzt werden sie unter anderem beim nächtlichen Angeln auf Aal, Karpfen, Hecht und Wels [3]. Abbildung zu Knochenfische KnochenfischeAnatomieKnochenfische sind die größte Gruppe der Fische, ihr Skelett besteht vollständig aus Knochen [1]. Zu ihnen gehören fast alle bei uns bekannten Fische wie Forelle, Hecht, Karpfen oder Barsch. Typische Merkmale sind ein knöcherner Kiemendeckel, der die Kiemen schützt, und meist eine Schwimmblase, mit der der Fisch ohne Flossenbewegung auf- und absteigen kann [1][2]. Im Gegensatz dazu stehen die Knorpelfische wie Haie und Rochen, deren Skelett aus Knorpel besteht [2]. Abbildung zu Knochenplatten KnochenplattenAnatomieKnochenplatten sind feste Platten aus Knochen, die bei manchen Fischen statt gewöhnlicher Schuppen die Haut schützen [1]. Der Stichling hat zum Beispiel keine Schuppen, sondern eine Reihe solcher Platten entlang der Seite, die zusammen mit seinen Stacheln einen guten Schutz gegen Fressfeinde bilden [1]. Auch der Stör trägt anstelle normaler Schuppen Reihen großer Knochenplatten am Körper [2]. Bei diesen Fischen haben sich die Knochenplatten im Laufe der Entwicklung aus den Schuppen gebildet [2]. Abbildung zu Knorpelfische KnorpelfischeAnatomieKnorpelfische sind Fische, deren Skelett nicht aus Knochen, sondern aus festem, elastischem Knorpel besteht [1]. Damit das Gerüst trotzdem stabil bleibt, ist es mit Kalk verstärkt; der Knorpel ist außerdem leichter als Knochen und spart so Kraft beim Schwimmen [2]. Statt normaler Schuppen trägt ihre Haut viele winzige Zähnchen, und sie haben ein Gebiss, das immer wieder nachwächst [1]. Zu den Knorpelfischen gehören die Haie, die Rochen und die Seekatzen [2]; in heimischen Süßgewässern kommen sie nicht vor, da sie typische Meeresfische sind. Abbildung zu Knoten KnotenGerätEin Knoten verbindet beim Angeln die Schnur mit Haken, Wirbel oder Köder oder zwei Schnüre miteinander [1]. Er ist eine entscheidende Stelle, denn die Schnur ist immer nur so stark wie der schwächste Knoten, an dem sie hängt [1]. Bekannte und zuverlässige Angelknoten für Anfänger sind zum Beispiel der Clinch-Knoten, der Grinner-Knoten und der Palomar-Knoten [1][2]. Ein sauber gebundener Knoten hält dem Zug eines Fisches stand, ein schlecht gebundener reißt im falschen Moment [2]. KnotenfestigkeitGerätDie Knotenfestigkeit gibt an, wie viel Prozent der eigentlichen Tragkraft einer Angelschnur an der Stelle eines Knotens noch erhalten bleibt [1]. Ein Knoten ist immer eine Schwachstelle, denn unter Zug reißt die Schnur meist genau dort [1][2]. Im Schnitt verlieren Knoten rund 30 Prozent der Tragkraft, gute Hakenknoten erreichen aber 90 bis 95 Prozent [1]. Bei geflochtener Schnur ist die Knotenfestigkeit niedriger, weshalb der richtige Knoten besonders wichtig ist [1]. Knotenlos-SystemGerätDas Knotenlos-System, auch No Knot genannt, ist ein kleines Drahtstück mit Öse, mit dem du einen Haken an die Schnur bindest, ohne einen Knoten zu knüpfen [1]. Die Schnur wird stattdessen eng um den Hakenschenkel gewickelt und hält allein durch die Reibung [1]. Der Vorteil: Es entsteht keine geknotete Schwachstelle, sodass die volle Tragkraft der Schnur erhalten bleibt [2]. Es wird vor allem bei Karpfen-Montagen und beim Spinnfischen mit geflochtener Schnur eingesetzt [2]. Abbildung zu Knotenprobe KnotenprobeGerätDie Knotenprobe ist ein einfacher Test, mit dem man vor jedem Angeln prüft, wie viel die Angelschnur samt Knoten tatsächlich aushält [1]. Das ist wichtig, weil ein Knoten immer eine Schwachstelle ist und die angegebene lineare Tragkraft der Schnur nicht für die fertige Montage gilt [1]. Praktisch hängt man die Montage zum Beispiel an einem Eimer auf und füllt ihn langsam mit Wasser, wobei ein Liter etwa einem Kilogramm Zuglast entspricht [1]. Befeuchtet man Knoten vor dem Festziehen und zieht sie langsam zu, hält die Verbindung deutlich besser [1]. Abbildung zu Köcherfliegenlarven KöcherfliegenlarvenGewässerkundeKöcherfliegenlarven sind Insektenlarven, die im Wasser leben und sich aus kleinen Steinchen, Sandkörnern oder Pflanzenteilen eine schützende Röhre, den sogenannten Köcher, bauen [1]. Sie sind ein wichtiges Fischnährtier und werden besonders gern von Forellen gefressen [1]. Weil die meisten Arten nur in sauberem Wasser leben, gelten sie als Anzeiger für eine gute Gewässerqualität [1]. In der amtlichen Bewertung der Wasserqualität bilden die Köcherfliegen mit über 300 gelisteten Arten eine der größten Gruppen von Indikatortieren [1]. Abbildung zu Köder KöderKöderEin Köder ist das, was du an den Haken machst, um einen Fisch zum Anbeißen zu bringen. Man unterscheidet zwei Hauptgruppen: Naturköder und Kunstköder [1]. Naturköder stammen aus der Natur und gehören zur normalen Nahrung der Fische, zum Beispiel Würmer, Maden, Mais, Brot oder tote Köderfische [2]. Kunstköder sind künstlich aus Metall, Plastik, Holz oder Gummi gefertigt, etwa Wobbler, Spinner oder Blinker, und werden vor allem beim Angeln auf Raubfische eingesetzt [1]. Welcher Köder am besten passt, hängt immer vom Zielfisch ab [1]. Abbildung zu Köderfisch KöderfischKöderEin Köderfisch ist ein kleiner Fisch, den man als Naturköder zum Fang von Raubfischen wie Hecht, Zander oder Wels verwendet [1]. In Deutschland darf nur ein toter Köderfisch benutzt werden, denn das Angeln mit einem lebenden Köderfisch ist nach dem Tierschutzgesetz verboten und gilt als Tierquälerei [2][1]. Wer dabei erwischt wird, riskiert hohe Geldstrafen und den Verlust des Fischereischeins [2]. Außerdem dürfen geschützte Fischarten nicht als Köderfisch verwendet werden [1]. KöderführungAngelmethodeMit Köderführung ist gemeint, wie man einen Kunstköder durchs Wasser bewegt, damit er für Raubfische lebendig aussieht und sie zum Biss reizt [1]. Beim Spinnfischen ist sie oft entscheidender für den Erfolg als der Köder selbst [1]. Anfänger holen den Köder zunächst gleichmäßig ein, was schon einen natürlichen Schwimmeffekt erzeugt [1]. Mit Abwechslung fängt man meist besser: kurze Einholstopps, plötzliche Tempowechsel oder Absinkenlassen verleiten Räuber häufig doch noch zum Zupacken [1]. Abbildung zu Ködernadel KödernadelGerätEine Ködernadel ist ein dünnes Werkzeug mit einer kleinen Öse oder einem Haken am Ende, mit dem man Köder auf den Haken oder das Vorfach aufzieht [1][2]. Damit lassen sich zum Beispiel tote Köderfische, Würmer oder Boilies sauber auffädeln [1]. Beim Köderfisch sticht man die Nadel etwa auf Höhe der Brustflosse ein und führt sie am Schwanz wieder heraus, damit der Köder beim Wurf gerade bleibt [2]. Beim Karpfenangeln zieht man mit der Ködernadel den Boilie auf das sogenannte Haar, sodass der Haken frei bleibt [2]. Abbildung zu Kohlefaser KohlefaserGerätKohlefaser, oft auch Carbon genannt, ist heute das wichtigste Material für Angelruten [1][2]. Es ist sehr leicht und gleichzeitig steif, sodass eine solche Rute wenig ermüdet, Würfe weit und präzise gelingen und man Bisse sehr fein spürt [1][2]. Ein Nachteil ist die etwas höhere Bruchgefahr im Vergleich zu Glasfaserruten [1]. Abbildung zu Kohlendioxidabgabe KohlendioxidabgabeAnatomieMit Kohlendioxidabgabe ist gemeint, dass ein Fisch das beim Atmen entstehende Kohlendioxid (CO2) über die Kiemen ins Wasser abgibt [1]. Das funktioniert ohne aktives Pumpen: Im Kiemenblut ist viel CO2 und wenig Sauerstoff, im Wasser umgekehrt, und die Gase wandern von selbst dorthin, wo weniger von ihnen ist (Diffusion) [1][2]. So nimmt der Fisch gleichzeitig Sauerstoff auf und wird das CO2 los [1]. Für dich als Angler ist wichtig: Steigt der CO2-Gehalt im Wasser zu stark an, fällt diese Abgabe schwerer und der Fisch leidet [2]. Abbildung zu Köhler KöhlerFischartDer Köhler lebt als Schwarmfisch im offenen Meer und im Freiwasser, hält sich aber auch gern in Küstennähe über felsigem oder steinigem Grund auf[1]. Er bevorzugt kühles Wasser zwischen 4 und 12 Grad Abbildung zu Koi herpesvirus infektion Koi herpesvirus infektionFischkrankheitDie Koi-Herpesvirus-Infektion (KHV) ist eine sehr ansteckende Viruskrankheit, die ausschließlich Karpfen und Koi-Karpfen befällt [1]. Kranke Fische zeigen geschädigte, absterbende Kiemen, eine aufgeraute oder schleimige Haut und liegen oft teilnahmslos am Boden; brechen die Kiemen zusammen, besteht akute Lebensgefahr [1][2]. Wenn die Krankheit ausbricht, sterben meist 80 bis 100 Prozent der betroffenen Fische innerhalb weniger Tage [1]. In Deutschland ist KHV seit Ende 2005 eine anzeigepflichtige Tierseuche, ein Verdacht muss also dem Veterinäramt gemeldet werden [1][3]. KolbenwasserkäferNaturschutzDer Große Kolbenwasserkäfer ist mit bis zu 50 Millimetern Länge der größte Wasserkäfer Europas [1]. Er lebt in stehenden, pflanzenreichen Gewässern wie Teichen, Tümpeln und Sümpfen mit viel Unterwasserbewuchs und Schlamm [1]. Sein Bestand geht zurück, vor allem durch Gewässerverschmutzung und Beschattung; deshalb steht er in Deutschland unter Naturschutz und ist in der Bundesartenschutzverordnung gelistet [1]. Für Angler heißt das: Lebensräume mit dichtem Pflanzenbewuchs schonen und solche Tiere nicht stören. Abbildung zu Kolk KolkGewässerkundeEin Kolk ist eine tiefe, ausgespülte Stelle am Grund eines fließenden Gewässers [1][2]. Er entsteht dort, wo das Wasser besonders kräftig strudelt und dabei Sand und Steine die Gewässersohle abschleifen [1]. Oft bilden sich Kolke hinter Hindernissen wie einem umgestürzten Baum oder einer Wehrschwelle, wo das Wasser stark verwirbelt [2]. Für Angler sind solche tiefen Stellen interessant, weil Fische sie gern als ruhigen, geschützten Standplatz nutzen [2]. KopfschnurGerätDie Kopfschnur, auch Schusskopf genannt, ist beim Fliegenfischen ein kurzes, schweres Stück Fliegenschnur, das vorne an der Rute geworfen wird [1][2]. Weil sich das Gewicht auf wenig Länge konzentriert, lädt sich die Rute schon mit wenig Schnur stark auf, sodass man auch bei wenig Platz hinter sich weit werfen kann [1]. Hinter der Kopfschnur läuft eine dünne, leichte Laufschnur, die leicht abzieht und so für mehr Wurfweite sorgt [1][2]. Schussköpfe werden vor allem an großen Flüssen und beim Lachsfischen mit der Zweihandrute genutzt [1]. Abbildung zu Kormoran KormoranGewässerkundeDer Kormoran ist ein großer, dunkler Wasservogel, der sich fast ausschließlich von Fisch ernährt und unter Wasser nach Beute taucht [1][2]. Für Angler und Teichwirte ist er ein Streitthema, weil eine einfallende Kormorankolonie in kurzer Zeit einen erheblichen Teil des örtlichen Fischbestands erbeuten kann [2]. An Fischzuchten werden mitunter Schäden von 50 bis 70 Prozent beobachtet [2]. Der Kormoran steht unter Naturschutz, weshalb sein Bestand und die Schäden an Fischgewässern kontrovers diskutiert werden [1]. Abbildung zu Körperform KörperformAnatomieDie Körperform eines Fisches verrät viel über seine Lebensweise, weil sie an den jeweiligen Lebensraum angepasst ist [1][2]. Eine spindelförmige (torpedoförmige) Gestalt bietet wenig Wasserwiderstand und ist typisch für schnelle Schwimmer im freien Wasser von Flüssen, etwa Forelle oder Hecht [1][2]. Hochrückige, seitlich abgeflachte Fische wie der Brachsen halten sich dagegen eher ruhig zwischen Wasserpflanzen in stehenden oder langsamen Gewässern auf [1]. So kannst du an der Form oft schon erahnen, wo und wie ein Fisch lebt [2]. Abbildung zu Krallenblei KrallenbleiGerätEin Krallenblei ist ein Angelgewicht mit abstehenden Drahtkrallen, die sich fest im Grund verankern. Dadurch hält die Montage auch bei starker Strömung an Ort und Stelle und treibt nicht ab [1][2]. Beim Einholen klappen die Krallen zurück, sodass man das Blei leicht wieder einkurbeln kann [2]. Es wird vor allem beim Meeres- und Brandungsangeln sowie in stark strömenden Flüssen eingesetzt [1]. Abbildung zu krankheitsverdächtig krankheitsverdächtigHegeKrankheitsverdächtig nennt man einen Fisch, der Anzeichen einer Krankheit zeigt – etwa Geschwüre, Pilzbefall, ungewöhnliche Flecken oder auffälliges Verhalten. Wer einen solchen Fisch fängt, sollte ihn dem zuständigen Fischereiaufseher oder Gewässerwart übergeben, damit nötige Maßnahmen ergriffen werden können [1]. Verdächtige tote Fische kühlt man und bringt sie möglichst schnell zu einer Untersuchungsstelle [1]. Untersuchen kann solche Fische der Fischgesundheitsdienst [2]. Abbildung zu Kratzer KratzerFischkrankheitKratzer sind kleine, wurmförmige Parasiten, die im Darm von Fischen leben [1]. Ihren Namen haben sie von einem ausstülpbaren Rüssel mit nach hinten gerichteten Haken, mit dem sie sich fest in der Darmwand verankern [1][2]. Fische stecken sich an, wenn sie befallene Kleinkrebse wie Bachflohkrebse fressen [2]. Ein starker Befall kann den Fisch schwächen und abmagern lassen [2]. Abbildung zu Krautlaicher KrautlaicherGewässerkundeKrautlaicher sind Fische, die ihre Eier an Wasserpflanzen anheften, statt sie frei ins Wasser oder auf Kies abzulegen [1]. Die klebrigen Eier bleiben an Kraut und Unterwasserpflanzen haften und entwickeln sich dort, bis die Jungfische schlüpfen [1]. Zu den Krautlaichern gehören viele Karpfenfische wie Karpfen, Schleie, Rotauge und Brachse, aber auch der Hecht [1]. Solche Fische sind deshalb auf gesunde Pflanzenbestände im Gewässer angewiesen [2]. Abbildung zu Krebs tötung Krebs tötungFischereirechtFür das Töten von Krebsen gilt in Deutschland eine besondere Regel der Tierschutz-Schlachtverordnung: Krebse sind möglichst einzeln in stark kochendes Wasser zu geben [1]. Das Tier muss im Topf vollständig von Wasser bedeckt sein, und das Wasser muss wirklich kochen [1]. Ein mechanisches Töten, etwa durch einen Stich oder Schnitt, ist bei Krebsen nicht erlaubt [1]. So soll der Tod möglichst schnell eintreten. Abbildung zu Krebspanzer KrebspanzerAnatomieDer Krebspanzer (Fachwort Carapax) ist die harte Schale, die den Vorderkörper eines Flusskrebses schützt. Er besteht aus Chitin, in das Kalk eingelagert ist [1][2]. Weil der Panzer nicht mitwächst, muss der Krebs ihn beim Wachsen mehrmals abstreifen und einen neuen bilden, das nennt man Häutung [2]. Direkt nach der Häutung ist der neue Panzer noch weich, der Krebs heißt dann Butterkrebs und ist sehr wehrlos, bis die Schale wieder hart wird [2]. Abbildung zu Krebspest KrebspestFischkrankheitDie Krebspest ist eine Krankheit der Flusskrebse, die von einem aus Amerika eingeschleppten Pilz (Aphanomyces astaci) verursacht wird [1][2]. Für heimische Arten wie den Edelkrebs und den Steinkrebs ist sie fast immer tödlich, während amerikanische Krebse wie der Signalkrebs gegen den Erreger unempfindlich sind und ihn übertragen [1]. Befallene Krebse geben massenhaft Pilzsporen ins Wasser ab, die andere Krebse anstecken [1]. Deshalb sollte man Angelgerät und Kescher zwischen verschiedenen Gewässern gut trocknen oder desinfizieren. Abbildung zu Kreislauf des Wassers Kreislauf des WassersGewässerkundeDer Kreislauf des Wassers beschreibt, wie sich das Wasser auf der Erde ständig bewegt und immer wieder erneuert [1]. Angetrieben von der Sonne verdunstet Wasser aus Meeren, Seen und Flüssen, steigt als Wasserdampf auf und fällt später als Regen, Hagel oder Schnee wieder zurück [1]. Ein Teil davon sickert in den Boden und bildet Grundwasser, ein anderer Teil fließt über Bäche und Flüsse zurück ins Meer [2]. So beginnt der Kreislauf immer wieder von vorne und sorgt dafür, dass unsere Gewässer mit frischem Wasser versorgt werden. Abbildung zu Kriebelmückenlarven KriebelmückenlarvenGewässerkundeKriebelmückenlarven sind kleine Insektenlarven, die ausschließlich in fließenden Gewässern leben und sich mit einer Haftscheibe an Steinen festhalten [1]. Mit feinen Fangnetzen filtern sie Nahrungsteilchen aus dem vorbeiströmenden Wasser [1]. Da sie über die Haut atmen und viel Sauerstoff brauchen, kommen sie vor allem in sauberen, sauerstoffreichen Bächen vor und gelten deshalb als Anzeiger für eine gute Gewässergüte [2]. Für Angler sind sie zudem eine wichtige Nahrung für Fische und Vorbild für künstliche Fliegen. Abbildung zu Kröten wanderung Kröten wanderungNaturschutzBei der Krötenwanderung ziehen Kröten, Frösche und andere Lurche jedes Frühjahr aus ihren Winterquartieren zu den Gewässern, in denen sie ablaichen, manchmal über mehrere Kilometer [1]. Die Wanderung beginnt, wenn die Nächte mild und feucht sind und die Temperatur über etwa fünf Grad liegt [1]. Weil viele Tiere dabei auf Straßen überfahren werden, stellen Helfer Krötenzäune mit Fangeimern auf und tragen die Tiere sicher über die Straße [2]. Abbildung zu Kühlwassereinleitung KühlwassereinleitungGewässerkundeAls Kühlwassereinleitung bezeichnet man das warme Wasser, das Kraftwerke und Industriebetriebe nach dem Kühlen ihrer Anlagen zurück in einen Fluss oder See leiten. Das macht dem Wasser zu schaffen, denn warmes Wasser kann weniger Sauerstoff aufnehmen, gleichzeitig brauchen die Fische bei höherer Temperatur aber mehr Sauerstoff zum Atmen [1][2]. Diese doppelte Belastung kann Fischen schaden und im Extremfall sogar ihr Sterberisiko erhöhen [3]. Mit der Zeit kann sich dadurch sogar verändern, welche Arten in einem Gewässer überhaupt noch leben können [3]. Abbildung zu Kunstfliege KunstfliegeGerätDie Kunstfliege ist der künstliche Köder beim Fliegenfischen, der meist aus Federn, Tierhaaren und Garnen auf einem Haken gebunden wird [1]. Sie ahmt Insekten oder kleine Beutetiere nach, die auf dem Wasser treiben oder darunter schwimmen [1]. Man unterscheidet vor allem Trockenfliegen, die an der Oberfläche schwimmende Insekten nachbilden, Nassfliegen für unter Wasser, und Nymphen, die Insektenlarven imitieren [2]. Weil die Kunstfliege fast kein Eigengewicht hat, wird beim Werfen das Gewicht der Fliegenschnur genutzt. Abbildung zu Kunstköder KunstköderGerätEin Kunstköder ist ein künstlich hergestellter Köder, der Fische durch Aussehen und Bewegung täuscht und anlockt [1][2]. Er ahmt meist ein Beutetier nach, beim Raubfischangeln oft einen verletzten kleinen Fisch [1]. Zu den bekanntesten Typen gehören der Wobbler, der beim Einholen taumelt, der Blinker aus einem torkelnden Metallblatt und der Spinner, dessen Blatt rotiert und Druckwellen erzeugt [1]. Kunstköder gibt es in vielen Formen, Farben und Größen, passend zum jeweiligen Zielfisch [2]. Abbildung zu Küstengewässer KüstengewässerGewässerkundeKüstengewässer sind die Wasserbereiche nahe der Küste, in denen das Land ins Meer übergeht [1]. Hier mischen sich oft Süßwasser aus Flüssen und Salzwasser aus dem Meer zu sogenanntem Brackwasser, dessen Salzgehalt meist zwischen 0,5 und 30 Gramm pro Liter schwankt [1][2]. Die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Welt; an der schleswig-holsteinischen Küste liegt der Salzgehalt bei etwa 1,5 bis 1,8 Prozent [2]. Für Angler sind solche Gewässer interessant, weil dort Fische wie Hecht, Barsch, Lachs und Dorsch vorkommen [2].
L33 Einträge
Abbildung zu Lachs LachsFischartDer Lachs verbringt einen Großteil seines Lebens im Meer und kommt nur zum Laichen in die Flüsse zurück[1]. Zum Ablaichen sucht er saubere, sauerstoffreiche Bäche und kleine Flüsse mit durchströmtem K Abbildung zu Lagerdauer LagerdauerAngelwissenDie Lagerdauer sagt, wie lange ein Fisch nach dem Fang frisch und genießbar bleibt. Frischer roher Fisch ist im Kühlschrank bei 0 bis 4 Grad Celsius nur etwa einen, höchstens zwei Tage haltbar [1]. Am besten lagert man ihn im kältesten Fach, abgedeckt und auf Eis [2]. Wer ihn länger aufbewahren will, sollte den Fisch ausnehmen und einfrieren [2]. Abbildung zu Lagerung LagerungAngelwissenMit Lagerung ist gemeint, wie man einen gefangenen Fisch nach dem Töten frisch hält, bis er zu Hause verarbeitet wird. Wichtig ist, den Fisch sofort zu kühlen, denn der Verderb durch Bakterien beginnt schon kurz nach dem Töten [1][2]. Am besten nimmt man den Fisch gleich aus, entfernt Innereien und Kiemen und legt ihn gekühlt in eine Kühlbox, idealerweise mit Kühlakkus oben und unten und im Schatten [2]. Ohne Kühlbox hilft ein feuchtes Tuch, dessen Verdunstung den Fisch über mehrere Stunden kühl hält [3]. Abbildung zu Laich LaichAnatomieAls Laich bezeichnet man die Eier von Fischen, die ins Wasser abgelegt werden [1][2]. Das Weibchen (der Rogner) gibt die Eier ab, das Männchen (der Milchner) besamt sie mit seiner Samenflüssigkeit, der Milch [2]. Diese Befruchtung passiert bei den meisten Fischen außerhalb des Körpers, also frei im Wasser [2]. Den Vorgang des Eierlegens nennt man Laichen, und aus dem befruchteten Laich schlüpfen später die jungen Fische [2]. Abbildung zu Laichausschlag LaichausschlagAnatomieDer Laichausschlag ist eine völlig natürliche Hautveränderung bei männlichen Fischen während der Laichzeit und keine Krankheit [1][2]. Er zeigt sich als kleine weißliche, raue Knötchen, meist am Kopf, an den Brustflossen oder am Rücken, und entsteht durch die Hormonumstellung zur Fortpflanzung [1][2]. Die raue Oberfläche hilft den Partnern, sich beim Ablaichen besser aneinander zu schmiegen [1]. Nach der Laichzeit verschwindet der Ausschlag wieder. Besonders bei Karpfenartigen wie Brachse, Rotauge, Rotfeder und Schleie ist er zu sehen [1]. Abbildung zu Laichfärbung LaichfärbungAnatomieDie Laichfärbung ist eine besonders kräftige Färbung, die manche Fische zur Laichzeit annehmen - oft auch Hochzeitskleid genannt. Sie wird durch Hormone gesteuert und ist häufig leuchtend rot [1]. Bekannte Beispiele sind das Männchen des Dreistachligen Stichlings mit orangerotem Bauch und türkiser Oberseite [2] sowie die Elritze, deren Männchen sich rot färbt [1]. Die auffälligen Farben helfen den Fischen, Partner zu finden und Rivalen zu erkennen [2]. Abbildung zu Laichgruben LaichgrubenGewässerkundeLaichgruben sind kleine Vertiefungen, die Forellen und andere Salmoniden zum Ablaichen in den Kies eines Gewässergrundes graben [1]. Das Weibchen schlägt die Grube mit Bewegungen des Körpers frei und legt darin seine Eier ab, die dann geschützt im Kies liegen [1]. Dafür brauchen die Fische lockeren, sauberen Kies und eine ausreichende Strömung [2]. Eine frische Laichgrube fällt oft durch den helleren, aufgewühlten Kies vom dunkleren übrigen Gewässergrund auf [1]. Abbildung zu Laichhaken LaichhakenAnatomieDer Laichhaken ist ein hakenförmig nach oben gebogener Unterkiefer, den männliche Lachsfische (Salmoniden) zur Laichzeit ausbilden [1]. Er entsteht kurz vor dem Laichen durch eine Hormonumstellung im Süßwasser und bildet sich bei manchen Arten danach wieder zurück [1]. Der Laichhaken ist ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zwischen Männchen und Weibchen [1]. Oft zeigen die Männchen zusätzlich eine kräftige Laichfärbung, etwa beim Lachs rötliche und grünliche Töne [1]. Abbildung zu Laichhilfe LaichhilfeHegeEine Laichhilfe ist eine künstlich angelegte Struktur im Wasser, die Fischen das Ablegen ihrer Eier erleichtert [1]. Solche Laichplätze bestehen oft aus versenkten Tannenbäumen, Reisig, Ästen oder speziellen Laichbürsten [1]. Vor allem Fische wie Zander und Barsch brauchen diese verästelten Strukturen, um ihren Laich daran abzustreifen [1]. Angelvereine bauen Laichhilfen im Rahmen ihrer Hegepflicht, um den Nachwuchs im Gewässer zu fördern [1]. Abbildung zu Laichplatz LaichplatzGewässerkundeEin Laichplatz ist die Stelle im Gewässer, an der Fische ihre Eier ablegen [1]. Je nach Art sieht er unterschiedlich aus: Kieslaicher wie die Forelle brauchen sauberen, gut durchströmten Kies, Krautlaicher legen ihre Eier an Wasserpflanzen ab [2]. Wichtig ist, dass der Boden nicht verschlammt, denn sonst gelangt zu wenig sauerstoffreiches Wasser zu den Eiern und die Jungfische sterben [1]. Angler sollten laichende Fische und ihre Laichplätze nicht stören, um den Nachwuchs zu schützen [1]. Abbildung zu Laichschonbezirk LaichschonbezirkHegeEin Laichschonbezirk ist ein abgegrenzter Gewässerabschnitt, der besonders gut als Laich- und Aufwuchsplatz für Fische geeignet ist und deshalb unter besonderem Schutz steht [1]. In der Laichzeit, oft im Frühjahr, gelten dort Beschränkungen oder ein zeitweises Fangverbot, damit die Fische ungestört ablaichen können [2]. Auch das Entfernen von Wasserpflanzen oder das Verändern des Gewässergrunds ist in solchen Bezirken meist nur mit Genehmigung der Fischereibehörde erlaubt [1]. So sollen die Nachkommen der Fische und damit der gesunde Fischbestand für die Zukunft gesichert werden. Abbildung zu Laichwanderung LaichwanderungGewässerkundeDie Laichwanderung ist die Reise, die manche Fische zurücklegen, um an einen bestimmten Ort zu kommen, an dem sie ihre Eier ablegen (laichen) [1]. Viele Fische suchen dafür ganz spezielle Gewässerabschnitte auf, weil dort die Bedingungen für den Nachwuchs am besten sind [2]. Manche Arten wie der Lachs steigen aus dem Meer in die Flüsse auf, andere wie der Aal schwimmen umgekehrt vom Fluss ins Meer [1]. Werden ihre Wege durch Wehre oder Kraftwerke versperrt, können die Fische ihre Laichplätze nicht mehr erreichen [2]. Abbildung zu Laichzeit LaichzeitAngelwissenDie Laichzeit ist die Fortpflanzungszeit der Fische, in der die Weibchen ihre Eier (Laich) ablegen und die Männchen sie befruchten [1]. In dieser Zeit sammeln sich die Fische oft an bestimmten Plätzen, sind weniger vorsichtig und stecken ihre ganze Kraft in die Vermehrung [2]. Man unterscheidet zum Beispiel Frühjahrslaicher (etwa März bis Mai) und Winterlaicher (etwa Oktober bis Februar) [1]. Weil die Tiere dann besonders schutzbedürftig sind, fällt die Schonzeit meist in die Laichzeit [2]. Abbildung zu Landen LandenAngelmethodeLanden bedeutet, den gehakten und im Drill ermüdeten Fisch sicher aus dem Wasser zu holen [1]. Dafür wird meist ein Unterfangkescher genutzt, in den man den Fisch hineinführt – das ist besonders bei großen oder schweren Fischen wichtig und vielerorts sogar vorgeschrieben [2]. Damit man den Fisch dabei möglichst schont, sollte das Keschernetz knotenlos und weich oder gummiert sein, denn das schützt Schleimschicht und Schuppen [2]. Abbildung zu Landesfischereigesetz LandesfischereigesetzFischereirechtDas Landesfischereigesetz ist das wichtigste Gesetz, das in Deutschland das Angeln und die Fischerei regelt. Es ist Sache der einzelnen Bundesländer, deshalb hat jedes Bundesland sein eigenes Gesetz mit teils unterschiedlichen Regeln [1][2]. Darin steht zum Beispiel, wer einen Fischereischein braucht, wie man ihn bekommt und welche Pflichten ein Angler hat [1]. Die genauen Details zum Angeln vor Ort werden meist in der dazugehörigen Landesfischereiverordnung festgelegt [3]. Abbildung zu Landesfischereiverordnung LandesfischereiverordnungFischereirechtDie Landesfischereiverordnung ist das Regelwerk, das in jedem Bundesland das Angeln in den Binnengewässern wie Seen, Flüssen und Bächen genau regelt [1]. Sie legt unter anderem die Mindestmaße der Fische und die Schonzeiten fest, also Zeiträume, in denen bestimmte Arten meist während ihrer Laichzeit nicht gefangen werden dürfen [1]. Weil die Fischerei in Deutschland Sache der Länder ist, hat jedes Bundesland eine eigene Verordnung, und diese können sich deutlich unterscheiden [1]. Angler sollten daher beim Angeln in einem anderen Bundesland immer die dort geltende Verordnung kennen [1]. Abbildung zu Landschaftsschutzgebiet LandschaftsschutzgebietNaturschutzEin Landschaftsschutzgebiet ist ein rechtlich festgelegtes Gebiet, das nach § 26 des Bundesnaturschutzgesetzes besonders geschützt wird, um die Natur, das Landschaftsbild und den Erholungswert zu erhalten [1][2]. Verboten sind dort alle Handlungen, die den Charakter des Gebiets verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen [2]. Der Schutz ist aber meist weniger streng als in einem Naturschutzgebiet, sodass die bisherige Nutzung (etwa Land- oder Forstwirtschaft) in der Regel weiter erlaubt bleibt [3]. Für Angler heißt das: Angeln kann erlaubt sein, man muss aber die jeweilige Schutzverordnung des Gebiets beachten. Abbildung zu Längenmaß LängenmaßGerätDas Längenmaß ist die Körperlänge eines Fisches, gemessen von der Maulspitze bis zum äußersten Ende der Schwanzflosse [1]. In Bayern misst man bis zur zusammengelegten Schwanzflosse [1]. Du brauchst das Längenmaß, um zu prüfen, ob ein gefangener Fisch das gesetzliche Mindestmaß (Schonmaß) erreicht und entnommen werden darf [2]. Ist der Fisch zu klein, musst du ihn vorsichtig wieder zurücksetzen, damit er sich noch fortpflanzen kann [2]. Abbildung zu Langleine LangleineGerätEine Langleine besteht aus einer langen Hauptleine, an der in regelmäßigen Abständen viele kürzere Nebenleinen mit beköderten Haken hängen [1]. In der Berufsfischerei können solche Hauptleinen mehrere Kilometer lang sein und Hunderte bis Tausende Haken tragen [1]. Da mit einer einzigen Langleine sehr viele Fische gleichzeitig gefangen werden, ist diese Methode für Angler verboten und zählt nicht zum erlaubten Angeln mit der Handangel [2]. Außerdem stellt die Langleinenfischerei eine große Gefahr für ungewollte Beifänge wie Seevögel, Haie und Meeresschildkröten dar [3]. Abbildung zu Laufblei LaufbleiGerätEin Laufblei ist ein Gewicht mit einer Bohrung oder Öse, durch das die Hauptschnur frei hindurchlaufen kann [1][2]. Beim Grundangeln wird es auf die Schnur gefädelt und bringt den Köder auf den Gewässergrund [2]. Nimmt ein Fisch den Köder auf und schwimmt davon, gleitet die Schnur durch das Blei, sodass der Fisch zunächst keinen Widerstand spürt und den Köder nicht gleich wieder fallen lässt [2]. Das macht das Laufblei besonders bei scheuen oder vorsichtigen Fischen sehr fängig, und der Biss wird gut an Rutenspitze oder Bissanzeiger übertragen [2]. Abbildung zu lebender Köderfisch lebender KöderfischKöderEin lebender Köderfisch ist ein lebend an den Haken gesetzter Fisch, der als Köder für Raubfische dienen soll. In Deutschland ist diese Methode verboten, da sie nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes als Tierquälerei gilt [1]. Das Verbot gilt bundesweit und steht über den Landesgesetzen [1]. Wer dagegen verstößt, muss mit hohen Geldstrafen oder sogar mit Freiheitsstrafe rechnen [2]. Erlaubt ist dagegen der Einsatz von Würmern, Maden oder toten Köderfischen [1]. Abbildung zu Lebensfähig LebensfähigAngelwissenLebensfähig bedeutet beim Angeln, dass ein Fisch nach dem Zurücksetzen gute Chancen hat, weiterzuleben. Untermaßige oder geschützte Fische musst du schonend abhaken und sofort wieder ins Wasser setzen, damit sie überleben [1]. Wichtig ist, den Fisch nur mit nassen Händen anzufassen und den Haken am besten schon im Wasser zu lösen, um die schützende Schleimhaut nicht zu verletzen [2]. Bei vorsichtigem Umgang ist die Überlebenschance hoch [2]. Abbildung zu Lebensmittelqualität LebensmittelqualitätAngelwissenLebensmittelqualität beschreibt, ob ein Fisch frisch und einwandfrei zum Essen geeignet ist. Man erkennt sie an klaren, nach außen gewölbten Augen, leuchtend roten Kiemen und festem, elastischem Fleisch, das beim Drücken keine Delle hinterlässt [1][2]. Frischer Fisch riecht neutral und nicht streng nach Fisch [1]. Als Angler trägt man Verantwortung dafür, den Fang waidgerecht zu töten und schnell zu kühlen, damit die Lebensmittelqualität erhalten bleibt [2]. Abbildung zu Leber LeberAnatomieDie Leber ist das wichtigste Stoffwechselorgan des Fisches und meist ein großes, rotbraunes Organ, das die vorderen Darmschlingen umgibt [1]. Sie reinigt das Blut von Giftstoffen, speichert Reservestoffe und ist am Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel beteiligt [1]. Außerdem bildet sie den Gallensaft, der bei der Verdauung hilft und in der Gallenblase gespeichert wird [2]. Bei Raubfischen ist die Leber kompakt und mehrlappig, bei vielen Karpfenartigen liegt sie in einzelnen Abschnitten zwischen den Darmschlingen [1]. Abbildung zu Lederkarpfen LederkarpfenAnatomieDer Lederkarpfen ist eine Zuchtform des Karpfens, die in ihrer reinen Form fast gar keine Schuppen besitzt [1]. Stattdessen hat er eine dicke, leicht ledrig wirkende Haut, die ihn schützt - daher der Name [2]. Neben ihm gibt es weitere Zuchtformen wie den Schuppenkarpfen (gleichmäßig beschuppt) und den Spiegelkarpfen (wenige große, glänzende Schuppen) [1]. Biologisch sind alle derselbe Fisch, sie unterscheiden sich nur in der Beschuppung. Für Angler ist das ein typisches Prüfungswissen, um Karpfenformen sicher auseinanderzuhalten. Abbildung zu Leerwürfe LeerwürfeAngelmethodeLeerwürfe sind beim Fliegenfischen die Würfe, bei denen die Fliege noch nicht abgelegt, sondern in der Luft hin- und hergeschwungen wird [1]. Mit jedem Vor- und Rückwurf gibt der Angler dabei etwas Schnur frei, um die ausgeworfene Fliegenschnur zu verlängern und auf die nötige Wurfweite zu kommen [1]. Man sollte aber so wenige Leerwürfe wie möglich machen, denn jeder Leerwurf, der die Schnur nicht verlängert, kostet nur Kraft und bringt keinen Vorteil [1]. Außerhalb des Fliegenfischens meint man mit Leerwürfen auch das Üben der Wurftechnik ohne Haken auf einer Wiese [2]. LegangelGerätEine Legangel ist eine lange Schnur mit mehreren Haken, die quer im Gewässer ausgelegt wird und oft über Nacht im Wasser bleibt, um am Morgen eingeholt zu werden [1]. Für Freizeitangler ist sie in Deutschland meist verboten, weil sie nicht selektiv fängt und gehakte Fische oft schon tot sind, wenn man sie herauszieht [2]. In einigen Bundesländern ist sie nur der erwerbsmäßigen Fischerei erlaubt, und wo sie zugelassen ist, muss sie täglich kontrolliert werden [3]. Da Fischereirecht Ländersache ist, gelten je nach Bundesland und Gewässer unterschiedliche Regeln [3]. Abbildung zu Leibeshöhle LeibeshöhleAnatomieDie Leibeshöhle ist der Innenraum im Bauch des Fisches, in dem die inneren Organe liegen [1]. Dort findet man unter anderem Magen, Darm, Leber, Milz und die Geschlechtsorgane sowie die Schwimmblase, die direkt unter der Wirbelsäule sitzt und dem Fisch beim Schweben hilft [2]. Beim Ausnehmen eines Fisches öffnet man die Leibeshöhle, um diese Organe zu entfernen. Abbildung zu Leitfisch LeitfischGewässerkundeEin Leitfisch ist die Fischart, die für einen bestimmten Abschnitt eines Flusses besonders typisch ist und nach der dieser Abschnitt benannt wird [1]. Fließgewässer werden nämlich in Fischregionen eingeteilt, je nachdem welche Art dort am häufigsten und bestimmend vorkommt [1]. So heißt der kühle, schnell fließende Oberlauf Forellenregion (Leitfisch: Forelle) und der etwas wärmere, breitere Abschnitt darunter Barbenregion (Leitfisch: Barbe) [2]. Für Angler hilft das Wissen über Leitfische, ein Gewässer und seine Fischarten richtig einzuschätzen. LibellenlarvenGewässerkundeLibellenlarven sind die im Wasser lebenden Jugendstadien der Libellen, die mehrere Jahre im Gewässer verbringen, bevor sie als geflügelte Insekten schlüpfen [1]. Sie sind räuberisch und fressen Mückenlarven, Wasserflöhe und andere Kleintiere, dienen aber selbst Fischen und Wasservögeln als Nahrung [2]. Weil sie sauberes, sauerstoffreiches Wasser brauchen, gelten sie als Bioindikator: Wo viele Libellenlarven vorkommen, ist die Wasserqualität meist gut [2]. Abbildung zu Lichteindringung LichteindringungGewässerkundeDie Lichteindringung beschreibt, wie tief das Sonnenlicht in ein Gewässer hineinreicht. Sie nimmt mit zunehmender Tiefe und Trübung schnell ab, deshalb wachsen Wasserpflanzen nur in den oberen, helleren Schichten [1]. Wie klar ein Wasser ist, misst man einfach mit der Sichttiefe: der Tiefe, in der eine weiße Scheibe (Secchi-Scheibe) gerade noch zu erkennen ist; je klarer das Wasser, desto größer die Sichttiefe [2]. Trübes, nährstoffreiches Wasser mit vielen Algen lässt weniger Licht durch, klares, nährstoffarmes Wasser dagegen mehr [1]. Abbildung zu Lippen LippenAnatomieDie Lippen umrahmen das Maul des Fisches und helfen ihm vor allem bei der Nahrungsaufnahme. In der Haut der Lippen sitzen feine Sinneszellen, die sowohl Berührung als auch Geschmack wahrnehmen, sodass der Fisch sein Futter ertasten und prüfen kann, bevor er es aufnimmt [1]. Manche Arten wie die Barbe haben besonders kräftige, fleischige Lippen, mit denen sie den Gewässergrund nach Nahrung absuchen [2]. Form und Stellung der Lippen verraten zudem, wovon sich ein Fisch ernährt: Eine vorstehende Unterlippe deutet zum Beispiel darauf hin, dass er Nahrung an der Oberfläche aufnimmt. LösezangeGerätEine Lösezange ist ein Werkzeug, mit dem man den Angelhaken schonend aus dem Maul des Fisches entfernt [1]. Der Haken wird dabei am Bogen gegriffen und gegen die Richtung herausgeschoben, in der er eingedrungen ist [1]. Besonders bei Fischen mit scharfen Zähnen wie dem Hecht oder bei tief sitzendem Haken ist sie wichtig, weil man so nicht mit den Fingern ins Maul greifen muss und den Fisch weniger verletzt [2].
M27 Einträge
Abbildung zu Maden MadenKöderMaden sind die Larven von Fliegen und gehören zu den beliebtesten natürlichen Ködern beim Friedfischangeln [1]. Fast alle Süßwasser-Friedfische kennen Maden aus ihrer natürlichen Umgebung und nehmen sie instinktiv als Nahrung an [1]. Im Handel gibt es zwei Größen: die größeren Fleischmaden und die kleineren Pinkies, die Larven der Goldfliege [2]. Pinkies lassen sich mehrere Wochen aufbewahren und werden gern im Winter genutzt [2]. Maden werden mit dem Haken angeködert und teils auch zum Anfüttern verwendet [1]. Abbildung zu Magen MagenAnatomieDer Magen ist das Organ, in dem bei vielen Fischen die Nahrung zuerst zersetzt wird, bevor sie in den Darm gelangt [1]. Bei Raubfischen wie Hecht oder Zander ist er kräftig ausgebildet und gibt Verdauungssäfte ab, die die Beute aufspalten [1]. Wichtig für die Prüfung: Karpfenartige Fische (Weißfische wie Karpfen, Brachse oder Rotauge) haben gar keinen echten Magen, bei ihnen geht der Schlund direkt in den Darm über und der Darm übernimmt die Verdauung [1][2]. Abbildung zu Magnetfischen MagnetfischenAngelmethodeBeim Magnetfischen (auch Magnetangeln) holt man mit einem starken Magneten an einem langen Seil metallische Gegenstände aus dem Wasser [1]. Mit dem eigentlichen Fischfang hat das nichts zu tun, denn es geht nicht um Fische, sondern um versunkenes Metall. Eine bundeseinheitliche Regelung gibt es nicht: Jedes Bundesland entscheidet selbst, ob und unter welchen Bedingungen es erlaubt ist [2]. In manchen Ländern braucht man eine Genehmigung, in einigen ist es ganz verboten, und bei gefundenen Munitions- oder Denkmalstücken drohen hohe Strafen [1]. Abbildung zu Maifisch MaifischFischartDer Maifisch lebt den größten Teil seines Lebens im Meer in Küstennähe, meist in Tiefen zwischen 10 und 150 Metern[1]. Zum Laichen wandert er weit flussaufwärts und legt dabei Strecken von bis zu 800 Abbildung zu Makrele MakreleFischartDie Makrele ist ein reiner Salzwasserfisch, der im offenen Meer im Freiwasser lebt[1]. Im Sommer zieht sie in riesigen Schwärmen dicht unter der Wasseroberfläche und kommt dann auch küstennah vor[2]. Abbildung zu Makrozoobenthos MakrozoobenthosGewässerkundeAls Makrozoobenthos bezeichnet man die mit bloßem Auge erkennbaren wirbellosen Tiere, die am Gewässergrund leben, zum Beispiel Insektenlarven, Würmer, Schnecken, Muscheln und Krebse [1]. Für Angler sind sie wichtig, weil viele davon als Fischnährtiere dienen [1]. Außerdem verraten sie die Wasserqualität: Welche Arten vorkommen und welche fehlen, lässt Rückschlüsse auf die Gewässergüteklasse zu [2]. Deshalb gilt das Makrozoobenthos als guter biologischer Anzeiger für die Sauberkeit eines Gewässers [2]. Abbildung zu Malermuschel MalermuschelFischartDie Malermuschel lebt am Boden von langsam fließenden und stehenden Gewässern, also in Flüssen, Kanälen, Teichen und Seen[1]. Sie braucht sauberes, sauerstoffreiches Wasser und gräbt sich mit ihrem Fu Abbildung zu Marmorkarpfen MarmorkarpfenFischartDer Marmorkarpfen mag ruhige, tiefe und warme Gewässer mit nur schwacher Strömung[1]. In Deutschland trifft man ihn vor allem in Weihern, Seen und manchen Talsperren, seltener in größeren Flüssen[1]. Abbildung zu Maul MaulAnatomieDas Maul ist die Mundöffnung des Fisches und verrät durch seine Stellung viel über die Lebensweise und Nahrung des Fisches [1][2]. Man unterscheidet drei Stellungen: Beim oberständigen Maul ist der Unterkiefer länger, diese Fische fressen an der Wasseroberfläche, etwa der Rapfen oder die Rotfeder [1][2]. Beim unterständigen Maul ist der Oberkiefer länger, solche Fische nehmen Nahrung vom Gewässergrund auf, zum Beispiel die Barbe oder der Gründling [1][2]. Beim endständigen Maul sind beide Kiefer gleich lang, der Fisch frisst im freien Wasser, etwa der Döbel oder die Forelle [1][2]. Abbildung zu Mauser MauserAnatomieAls Mauser bezeichnet man den regelmäßigen Wechsel des Federkleids bei Vögeln, bei dem alte Federn ausfallen und durch neue ersetzt werden [1]. Viele Wasservögel wie Enten werfen dabei ihre Schwungfedern auf einmal ab und sind für einige Tage bis Wochen flugunfähig [1][2]. In dieser Zeit sind die Tiere besonders verletzlich und brauchen viel Nahrung sowie ungestörte Flachwasser- und Schilfbereiche zum Verstecken [2]. Für Angler heißt das: mausernde Wasservögel in Schilf und Uferzonen nicht aufscheuchen. Abbildung zu Maximaler dauerertrag Maximaler dauerertragHegeDer maximale Dauerertrag ist die größte Menge an Fisch, die einem Gewässer Jahr für Jahr entnommen werden kann, ohne dass der Fischbestand auf Dauer schrumpft [1]. Die Idee dahinter: Man fängt nur so viel, wie auf natürliche Weise wieder nachwächst, damit der Bestand langfristig erhalten bleibt [2]. Dieses Prinzip der nachhaltigen Nutzung ist ein wichtiges Ziel der Hege, also der Pflege der Fischbestände [1]. Für Angler bedeutet das: Schonzeiten, Mindestmaße und Fangbegrenzungen sorgen dafür, dass auch künftige Fischgenerationen erhalten bleiben [2]. Abbildung zu Meerforelle MeerforelleFischartDie Meerforelle ist ein Wanderfisch, der zum Laichen vom Meer in Flüsse aufsteigt[1]. Erwachsene Fische leben in den küstennahen Bereichen von Nord- und Ostsee, während die Jungfische in sauerstoffrei Abbildung zu Meerneunauge MeerneunaugeFischartDas Meerneunauge wächst im Meer und in Flussmündungen heran. Zum Laichen steigt es in größere Flüsse und deren Nebengewässer auf, wo es stark durchströmte, sauerstoffreiche Kiesstrecken benötigt[1][2] Abbildung zu Messer MesserGerätEin scharfes Messer gehört zur Grundausstattung jedes Anglers, denn es wird gebraucht, um den gefangenen Fisch nach dem Betäuben waidgerecht zu töten und ihn anschließend auszunehmen oder zu filetieren [1][2]. Mit der Messerspitze kann der tötende Herzstich gesetzt oder die Kehle für den Kiemenschnitt durchtrennt werden, damit der Fisch schnell ausblutet [1]. Eine kurze, stabile Klinge eignet sich gut zum Töten und Ausnehmen, eine flexible Klinge eher zum Filetieren [2]. Wichtig ist, dass das Messer immer gut geschärft ist, damit der Fisch nicht unnötig leidet. Abbildung zu Mikroplastik MikroplastikGewässerkundeMikroplastik sind winzige Kunststoffteilchen, die meist kleiner als ein Millimeter sind und oft erst unter dem Mikroskop sichtbar werden [1]. Es entsteht zum Beispiel, wenn größerer Plastikmüll im Wasser durch Sonne und Wellen langsam in immer kleinere Stücke zerfällt [2]. Fische und Muscheln verwechseln diese Teilchen mit Nahrung und fressen sie, wodurch das Plastik in die Nahrungskette gelangt [1]. Für Angler ist das ein guter Grund, keinen Müll und keine Kunststoffreste am Gewässer zurückzulassen. Abbildung zu Milch MilchAnatomieAls Milch (auch Fischmilch) bezeichnet man die Samenflüssigkeit männlicher Fische, also ihr Sperma [1][2]. Sie ist milchig-weiß, was dem männlichen Fisch den Namen Milchner gegeben hat [2]. Beim Ablaichen gibt der Milchner diese Milch über die Eier (den Rogen) des Weibchens ab, im Wasser vermischen sich beide und die Eier werden befruchtet [1][2]. Dabei verschmilzt jeweils eine Samenzelle mit einem Ei [1]. Abbildung zu Milchner MilchnerAnatomieAls Milchner bezeichnet man einen geschlechtsreifen männlichen Fisch [1][2]. Der Name kommt daher, dass die Samenflüssigkeit des Männchens milchig-weiß aussieht und beim Angeln deshalb "Milch" genannt wird [2][3]. Beim Ablaichen gibt der Milchner seine Milch über die Eier (den Rogen) des Weibchens ab und befruchtet sie so [2]. Das weibliche Gegenstück heißt Rogner. Abbildung zu Milz MilzAnatomieDie Milz ist bei Fischen ein meist längliches, dunkelrotes Organ in der Nähe des Darms [1]. Sie gehört zu den blutbildenden Organen: Ihr schwammiges Gewebe ist von vielen Blutgefäßen durchzogen, in denen rote und weiße Blutkörperchen gespeichert werden [1]. Außerdem ist die Milz wichtig für die Abwehr von Krankheitserregern und baut alte Blutkörperchen ab [2]. Abbildung zu Mindestmaß MindestmaßFischereirechtDas Mindestmaß ist die gesetzlich vorgeschriebene Mindestlänge, die ein Fisch erreicht haben muss, damit man ihn entnehmen (also mitnehmen) darf. Gemessen wird von der Kopfspitze bis zum Ende der natürlich ausgebreiteten Schwanzflosse [1]. Der Sinn dahinter: Jeder Fisch soll mindestens einmal laichen, sich also fortpflanzen können, bevor er gefangen wird — so bleibt der Bestand erhalten [1][2]. Ist ein gefangener Fisch zu klein (untermaßig), musst du ihn unverzüglich und schonend wieder ins Wasser zurücksetzen [1]. Da die Fischerei in Deutschland Ländersache ist, gelten die Mindestmaße je nach Bundesland und Fischart unterschiedlich [2]. Abbildung zu Moderlieschen ModerlieschenFischartDas Moderlieschen bewohnt pflanzenreiche Stillgewässer und langsam fließende Gräben mit dichter Ufervegetation[1]. Typische Lebensräume sind Altarme, Weiher, Torfstiche und Baggerseen — oft Gewässer, Abbildung zu Molche MolcheNaturschutzMolche sind kleine, eidechsenähnliche Amphibien, die zum Ablaichen ins Wasser gehen und dort einen Teil ihres Lebens verbringen. In Deutschland kommen fünf Molcharten vor, von denen der Kammmolch besonders gefährdet ist [1]. Seit 1980 stehen alle heimischen Amphibien - und damit auch alle Molche - nach der Bundesartenschutzverordnung unter besonderem Schutz [1]. Für Angler bedeutet das: Molche dürfen nicht gefangen, verletzt oder gestört werden, und ihre Lebensräume an Ufer und Flachwasser sind zu schonen [2]. Abbildung zu Molche frösche kröten unken Molche frösche kröten unkenNaturschutzMolche, Frösche, Kröten und Unken gehören zu den Amphibien, also Tieren, die sowohl im Wasser als auch an Land leben [1]. Sie brauchen naturnahe Teiche, Tümpel, Bäche und Uferzonen zum Leben und Ablaichen [1]. In Deutschland stehen alle Amphibien unter besonderem Schutz und dürfen nicht gefangen oder gestört werden [1][2]. Für Angler sind sie wichtig, weil sie Insekten in Schach halten und selbst Nahrung für Reiher und Raubfische sind. Beim Aussuchen des Angelplatzes sollte man diese Tiere und ihre Lebensräume daher schonen [1]. monofile SchnurGerätEine monofile Schnur besteht aus einem einzigen, durchgehenden Kunststofffaden, meist aus Nylon [1][2]. Ihr wichtigstes Merkmal ist die Dehnbarkeit: Sie federt Rucke eines kämpfenden Fisches ab wie ein Stoßdämpfer und verhindert so leichter, dass der Haken ausschlitzt [2]. Sie ist günstig, abriebfest und lässt sich mit fast jedem Knoten binden, weshalb sie beim Ansitzangeln mit Pose oder Grundmontage beliebt ist [2]. Für das Spinnfischen ist sie wegen der starken Dehnung weniger gut geeignet [2]. MopskopfAnatomieAls Mopskopf bezeichnet man einen verkürzten, stark gestauchten Kopf bei Fischen, der an die kurze Schnauze eines Mopses erinnert [1]. Die Missbildung tritt vor allem bei Forellen und anderen Lachsartigen auf und entsteht häufig durch die Drehkrankheit, die von einem winzigen Parasiten ausgelöst wird [2]. Bei stark befallenen Fischen verformen sich Kiefer und Kiemendeckel, und die Wirbelsäule kann verkrümmt sein [2]. Der Verzehr solcher Fische ist für den Menschen ungefährlich [2]. Abbildung zu Müllbeutel MüllbeutelAngelwissenEin Müllbeutel gehört für verantwortungsbewusste Angler an jeden Angelplatz, denn jeder sollte seinen Abfall wieder mitnehmen [1]. Schnurreste, Verpackungen oder Köderdosen dürfen nicht am Wasser zurückbleiben, weil sie die Natur verschmutzen und für Tiere gefährlich werden können [2]. Viele Vereine veranstalten zudem regelmäßige Gewässerreinigungen, bei denen liegen gebliebener Müll eingesammelt wird [1]. Die Initiative "Nimm fünf" schlägt sogar vor, dass jeder Angler bei jedem Ausflug fünf Stück Müll mitnimmt [1]. MultirolleGerätDie Multirolle ist eine Angelrolle, bei der sich die Spule beim Werfen und beim Einholen mitdreht, anders als bei der Stationärrolle mit feststehender Spule [1][2]. Durch ihr Getriebe wird pro Kurbelumdrehung viel Schnur eingezogen, und sie überträgt die Kraft sehr direkt, was den Drill kräftiger Fische erleichtert [2]. Sie sitzt oben auf der Rute und wird oft beim Meeresangeln, Big-Game-Angeln oder Vertikalangeln genutzt [1]. Für Anfänger ist das Werfen etwas schwieriger, weil bei falscher Bremseinstellung die Schnur als sogenannte Perücke verheddern kann [2]. Abbildung zu Muscheln MuschelnAngelwissenHeimische Süßwassermuscheln leben am Boden von Seen, Teichen, Bächen und Flüssen. Sie graben sich mit ihrem Fuß in Sand oder Kies ein, filtern Nahrung aus dem Wasser und benötigen je nach Art Wirtsfische für ihre Larven.
N22 Einträge
Nachhaltige fischereiHegeNachhaltige Fischerei bedeutet, nur so viele Fische zu entnehmen, dass sich der Bestand immer wieder von selbst erholt und langfristig stabil bleibt [1][2]. Es werden Fangmethoden genutzt, die den Lebensraum nicht schädigen und möglichst wenig ungewollten Beifang erzeugen [1]. Das Angeln mit Haken und Leine gilt als eine der schonendsten und gezieltesten Fangmethoden überhaupt, weil man genau steuern kann, was man fängt [1]. Für Angler heisst das: Mindestmaße, Schonzeiten und Hege beachten, damit auch in Zukunft genug Fisch da ist [2]. Nachhaltige fischereiliche bewirtschaftungHegeNachhaltige fischereiliche Bewirtschaftung bedeutet, ein Gewässer so zu pflegen und zu befischen, dass die Fischbestände dauerhaft gesund bleiben und sich von selbst erhalten können. Wichtig ist dabei das Gleichgewicht: Man nutzt den Fischbestand, schützt ihn aber zugleich, sodass keine Art überfischt oder durch zu starke Vermehrung aus dem Lot gebracht wird [1]. In Deutschland übernehmen diese Aufgabe vor allem Angelvereine und Fischereibehörden, etwa durch maßvollen Fischbesatz und die Verbesserung von Lebensräumen [2]. Für Angelschüler heißt das: Nicht der größtmögliche Fang zählt, sondern ein gesundes Gewässer für die Zukunft. Abbildung zu Nachhirn NachhirnAnatomieDas Nachhirn ist der hinterste Teil des Fischgehirns und geht direkt in das Rückenmark über [1]. Es steuert lebenswichtige Grundfunktionen, die der Fisch nicht bewusst regelt, zum Beispiel Atmung und Herzschlag [1]. Das Fischgehirn ist insgesamt klein und einfach gebaut, hat aber denselben Grundaufbau wie bei anderen Wirbeltieren, mit Vorderhirn, Zwischenhirn, Mittelhirn und Nachhirn [2]. NachtangelnAngelmethodeNachtangeln bedeutet, in der Dunkelheit zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang zu angeln. In Deutschland gibt es kein bundesweites Verbot, in den meisten Bundesländern ist es grundsätzlich erlaubt, jedoch mit regionalen Unterschieden [1][2]. So muss man etwa in Brandenburg an bestimmten Gewässern das Gerät spätestens eine Stunde nach Sonnenuntergang wegpacken [1]. Auch wenn ein Land es zulässt, kann der Eigentümer oder Pächter eines Gewässers eigene Regeln festlegen, daher immer vorher die örtlichen Bestimmungen prüfen [1]. nährstoffarmGewässerkundeNährstoffarm (Fachwort: oligotroph) nennt man ein Gewässer, das nur wenige Nährstoffe wie Phosphat enthält [1][2]. Dadurch wachsen wenig Algen und Pflanzen, das Wasser bleibt sehr klar (oft mehrere Meter Sichttiefe) und enthält viel Sauerstoff, auch in der Tiefe [1]. Solche Seen wirken blau bis dunkelgrün und können nur wenige Fische ernähren, dafür leben hier oft empfindliche Arten wie Forellen, Saiblinge und Renken [1][2]. Das Gegenteil ist ein nährstoffreiches (eutrophes) Gewässer. Abbildung zu nährstoffreich nährstoffreichGewässerkundeEin nährstoffreiches Gewässer enthält viele Nährstoffe und hat dadurch ein starkes Pflanzen- und Algenwachstum [1]. Fachleute nennen das eutroph; man erkennt es oft an grünlichem, trübem Wasser und einer Algenblüte an der Oberfläche [1]. Tagsüber produzieren die vielen Algen viel Sauerstoff, nachts und am Grund wird er aber stark gezehrt, sodass es in der Tiefe sauerstoffarm werden kann [1]. Im schlimmsten Fall führt das zu Fischsterben, weil der Sauerstoff für Fische und andere Tiere nicht mehr ausreicht [1]. Abbildung zu Nahrungskette NahrungsketteGewässerkundeDie Nahrungskette beschreibt, wer im Gewässer wen frisst, also die Reihe vom Fressen und Gefressenwerden [1]. Am Anfang stehen Pflanzen wie Algen und Plankton, die mit Sonnenlicht wachsen [1]. Diese werden von kleinen Pflanzenfressern wie Wasserflöhen und kleinen Fischen gefressen, die wiederum Raubfischen wie dem Hecht als Beute dienen [1]. Am Ende zersetzen kleine Lebewesen die toten Reste und geben Nährstoffe zurück ins Wasser, sodass sich der Kreislauf schließt [1]. Abbildung zu Nase NaseFischartDie Nase lebt in sauerstoffreichen, schnell fließenden Flüssen mit kiesigem oder steinigem Grund[1]. Sie ist ein typischer Bewohner der Barben- und Äschenregion und braucht klares Wasser mit guter Str NassfischenAngelmethodeNassfischen ist eine Form des Fliegenfischens, bei der die künstliche Fliege unter der Wasseroberfläche angeboten wird [1][2]. Anders als bei der Trockenfliege, die oben schwimmt, sinkt die Nassfliege in tiefere Wasserschichten und stellt zum Beispiel ein ertrunkenes Insekt dar [1][2]. Das ist sinnvoll, weil Forellen einen Großteil ihrer Nahrung unter Wasser aufnehmen [3]. Die Fliege wird dabei oft schräg stromabwärts geworfen, und die Technik gilt als etwas leichter erlernbar als das Trockenfliegenfischen [3]. Abbildung zu Nassfliege NassfliegeGerätEine Nassfliege ist ein Köder zum Fliegenfischen, der unter der Wasseroberfläche geführt wird [1][2]. Anders als die Trockenfliege, die oben schwimmt, sinkt die Nassfliege ab und ahmt Insekten oder Larven nach, die unter Wasser leben oder ertrunken sind [2]. Sie wird aus weichen Materialien gebunden, damit die Fasern im Wasser verführerisch spielen, und ist oft schwerer, damit sie absinkt [1][2]. Man fischt sie meist aktiv, indem man sie quer zur Strömung auswirft und mit der Strömung führt [1]. Abbildung zu Naturgüter NaturgüterNaturschutzNaturgüter (auch natürliche Ressourcen genannt) sind die natürlichen Grundlagen unserer Umwelt: Boden, Wasser, Luft, Klima sowie Tiere und Pflanzen und ihr Zusammenwirken [1][2]. Sie sind die Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen [1]. Der Naturschutz hat die Aufgabe, die Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts und die Nutzbarkeit dieser Naturgüter zu erhalten [2]. Für Angler bedeutet das, das Gewässer und seine Umgebung schonend zu behandeln und nicht zu verschmutzen [2]. Abbildung zu Naturnahe bach und flussabschnitte Naturnahe bach und flussabschnitteGewässerkundeNaturnahe Bach- und Flussabschnitte sind Gewässerstrecken, die noch weitgehend in ihrem ursprünglichen Zustand sind, mit abwechslungsreichen Strukturen wie Kiesbänken, Totholz, Steilufern und unterschiedlichen Wassertiefen. Diese Strukturvielfalt ist eine wichtige Voraussetzung für hohe Fischbestände, weil Fische dort Schutz, Ruhe und Laichplätze finden [1]. Wo Flüsse begradigt oder durch Wehre zerschnitten sind, fehlen solche Lebensräume, weshalb viele heimische Fischarten gefährdet sind [2]. Renaturierung versucht, solche naturnahen Abschnitte wiederherzustellen [2]. Abbildung zu Naturschutz NaturschutzNaturschutzNaturschutz bedeutet, die Vielfalt der freilebenden Tiere und Pflanzen sowie ihre Lebensräume zu erhalten und zu schützen [1]. Weil Arten meist durch die Zerstörung ihres Lebensraums gefährdet werden, steht der Schutz dieser Lebensräume im Mittelpunkt [1]. In Deutschland regelt das Bundesnaturschutzgesetz, dass Natur und Landschaft dauerhaft gesichert werden sollen [2]. Für Angler ist Naturschutz wichtig, weil sie durch Hege und Pflege der Gewässer aktiv zum Erhalt gesunder Fischbestände beitragen [1]. Abbildung zu Naturschutzgebiet NaturschutzgebietNaturschutzEin Naturschutzgebiet (NSG) ist ein rechtlich besonders geschütztes Stück Natur, das im Bundesnaturschutzgesetz festgelegt ist [1]. Dort gelten strengere Regeln als anderswo, weil seltene Pflanzen, Tiere und Lebensräume bewahrt werden sollen. Angeln ist in einem Naturschutzgebiet nicht automatisch verboten, aber oft eingeschränkt oder an Auflagen gebunden, manchmal auch ganz untersagt [2]. Was genau erlaubt ist, steht in der jeweiligen Schutzgebietsverordnung, die du vor dem Angeln immer prüfen solltest [1][2]. Abbildung zu Naturschutzgesetz NaturschutzgesetzFischereirechtDas Naturschutzgesetz ist das wichtigste deutsche Gesetz zum Schutz von Natur und Landschaft (offiziell: Bundesnaturschutzgesetz, kurz BNatSchG). Es regelt unter anderem, welche Tier- und Pflanzenarten besonders oder streng geschützt sind und wie der Naturhaushalt zu schonen ist [1]. Wer eine geschützte wildlebende Art tötet oder ihre Eier und Larven aus der Natur entnimmt, macht sich strafbar [2]. Für Angler ist das Gesetz wichtig, weil es zusammen mit dem Fischereirecht festlegt, was am und im Gewässer erlaubt ist [1]. Abbildung zu Neophyten NeophytenNaturschutzNeophyten sind Pflanzen, die durch den Menschen in Gebiete gebracht wurden, in denen sie von Natur aus nicht vorkamen, üblicherweise erst nach dem Jahr 1492 [1][2]. Viele von ihnen sind harmlos, doch einige breiten sich stark aus und verdrängen heimische Pflanzen; diese nennt man invasive Neophyten [2][3]. Für den Naturschutz sind sie ein Problem, weil sie natürliche Lebensräume verändern und die Artenvielfalt verringern können [3]. Abbildung zu Neozoen NeozoenNaturschutzNeozoen sind Tierarten, die der Mensch nach dem Jahr 1492 absichtlich oder versehentlich in Gebiete gebracht hat, in denen sie vorher nicht vorkamen, und die sich dort dauerhaft angesiedelt haben [1]. Das Gegenstück bei den Pflanzen heißt Neophyten [2]. Nicht jedes Neozoon ist schädlich, gefährlich wird es erst, wenn es sich invasiv ausbreitet und heimische Arten verdrängt [2]. Beispiele an unseren Gewässern sind der Signalkrebs und die Schwarzmundgrundel [2]. NeunaugenzopfGerätDer Neunaugenzopf ist ein klassischer Köder zum Angeln auf große Raubfische wie den Huchen [1][2]. Dabei wird ein Bündel mehrerer Neunaugen (das sind aalförmige Rundmäuler) zu einem Zopf zusammengebunden und mit Haken und Bleikopf bestückt, sodass es am Gewässergrund wuselnd dahintreibt [1][2]. Vorbild ist das natürliche Verhalten der Neunaugen, die sich zur Laichzeit dicht zusammendrängen [2]. Weil echte Neunaugen heute streng geschützt und selten sind, nutzt man meist Nachbildungen aus Gummi oder Ersatzköder wie Tauwürmer [1]. Abbildung zu Nicht heimische muschelarten Nicht heimische muschelartenNaturschutzNicht heimische Muschelarten sind Muscheln, die ursprünglich nicht in unseren Gewässern lebten und durch den Menschen eingeschleppt wurden. Bekannte Beispiele sind die Dreikantmuschel (auch Wander- oder Zebramuschel), die im 18. Jahrhundert aus dem Schwarzmeerraum kam, und die Asiatische Körbchenmuschel [1][2]. Weil ihnen natürliche Fressfeinde fehlen, vermehren sie sich stark und gelten dann als invasiv [1]. Das Problem für den Angler und die Natur: Diese Arten verdrängen heimische Muscheln und verändern den Lebensraum am Gewässergrund [1][3]. Abbildung zu Niederschlag NiederschlagGewässerkundeNiederschlag ist alles Wasser, das in flüssiger oder fester Form aus Wolken auf die Erde fällt, also Regen, Schnee, Hagel und Graupel [1][2]. Dazu zählt auch Wasser, das sich als Tau oder Reif auf Oberflächen absetzt [1]. Niederschlag ist ein wichtiger Teil des Wasserkreislaufs: Wasser verdunstet, steigt auf, kondensiert zu Wolken und fällt wieder als Niederschlag zur Erde [2]. Für Gewässer ist er entscheidend, weil Regen und Schmelzwasser Bäche, Flüsse und Seen speisen und das Grundwasser auffüllen. NiereAnatomieDie Niere ist beim Fisch das Organ, das das Blut reinigt und Stoffwechsel-Abfallstoffe sowie Giftstoffe aus dem Körper entfernt [1]. Außerdem hält sie den Wasser- und Salzhaushalt im Gleichgewicht: Süßwasserfische nehmen ständig Wasser auf und scheiden über die Niere große Mengen stark verdünnten Harn aus, um nicht zu "überlaufen" [2]. Beim Fisch liegt die dunkelrote Niere als langes Band direkt unter der Wirbelsäule. NympheGerätEine Nymphe ist ein künstlicher Köder beim Fliegenfischen, der die Larven und Puppen von Wasserinsekten wie Eintags-, Köcher- oder Steinfliegen nachahmt [1][2]. Sie wird unter der Wasseroberfläche und oft in Bodennähe gefischt, weil Fische einen Großteil ihrer Nahrung als Insektenlarven aufnehmen [1][2]. Damit sie absinkt, ist sie meist leicht beschwert, zum Beispiel mit einem Goldkopf am Haken [2]. Die Nymphe gehört zu den fängigsten Ködern beim Fliegenfischen auf Forelle und Äsche [2].
O5 Einträge
obere FischereibehördeFischereirechtDie obere Fischereibehörde ist eine staatliche Stelle, die in einem Bundesland für übergeordnete Fischerei-Aufgaben zuständig ist [1]. Sie berät und beaufsichtigt die unteren Fischereibehörden und die Fischereiaufseher, gibt fachliche Stellungnahmen in Genehmigungsverfahren ab und kann Gewässerabschnitte als Fischschonbezirke ausweisen [1][2]. Da Fischerei in Deutschland Ländersache ist, ist sie je nach Bundesland zum Beispiel bei den Regierungspräsidien oder Bezirksregierungen angesiedelt [2]. Abbildung zu Oberhaut OberhautAnatomieDie Oberhaut ist die äußerste Hautschicht des Fisches, der Fachbegriff dafür ist Epidermis [1]. Sie schützt den Fisch vor Verletzungen, Krankheitserregern und dem Eindringen von Wasser [1]. In der Oberhaut sitzen Schleimzellen, die den glitschigen Schleim bilden, der den ganzen Fisch überzieht [1]. Dieser Schleim verringert die Reibung beim Schwimmen und wirkt gegen Bakterien und Parasiten, deshalb sollte man einen Fisch nur mit nassen Händen anfassen [1]. Abbildung zu oberständiges Maul oberständiges MaulAnatomieBei einem oberständigen Maul ist der Unterkiefer länger als der Oberkiefer, das Maul zeigt also nach oben [1][2]. Fische mit dieser Maulform fressen vor allem an der Wasseroberfläche und schnappen ihre Beute von unten nach oben weg [1]. Typische Beispiele sind Rapfen, Rotfeder und Ukelei [1][2]. Für die Prüfung gilt die einfache Eselsbrücke: Maul nach oben bedeutet Nahrung von der Oberfläche. Abbildung zu Offene und geschlossene Gewässer Offene und geschlossene GewässerGewässerkundeIm Fischereirecht unterscheidet man offene und geschlossene Gewässer danach, ob Fische frei ein- und auswandern können. Offene Gewässer sind etwa Flüsse und große Seen, die natürlich miteinander verbunden sind und in denen die Fische wild und frei schwimmen [1]. Geschlossene Gewässer sind dagegen künstlich angelegte Stillgewässer wie Fisch- oder Angelteiche, denen eine für den Fischwechsel geeignete Verbindung zu einem natürlichen Gewässer fehlt [1]. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil in offenen Gewässern oft strengere fischereirechtliche Regeln gelten, während kleine private Teiche teils ausgenommen sind [2]. Abbildung zu Öhrhaken ÖhrhakenGerätEin Öhrhaken ist ein Angelhaken, der am Ende des Schenkels eine kleine Öse, das Öhr, besitzt, an der die Schnur festgeknotet wird [1][2]. Er ist die häufigste Hakenform und macht heute rund 80 Prozent aller Haken aus; gerade Einsteiger schätzen ihn, weil er einfach zu binden ist [1]. Das Vorfach wird am Öhr meist mit einem doppelten Clinch-, Uni- oder halben Blutknoten befestigt [2]. Im Gegensatz dazu hat der Plättchenhaken kein Öhr, sondern ein flach gepresstes Plättchen am Schenkelende [2].
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Abbildung zu Parasit ParasitFischkrankheitEin Parasit ist ein Lebewesen, das auf oder in einem anderen Tier lebt und sich von dessen Gewebe oder Körperflüssigkeiten ernährt; bei Fischen ist dieses Wirtstier der Fisch [1][2]. Man unterscheidet Außenparasiten, die auf Haut, Flossen oder Kiemen sitzen (zum Beispiel Fischläuse), und Innenparasiten, die im Körperinneren leben (zum Beispiel Bandwürmer) [1]. Fast jeder Fisch trägt einige Parasiten; in geringer Zahl gehören sie zu einem gesunden Gewässer [1]. Erst ein starker Befall schwächt den Fisch und kann ihn krank machen [2]. Abbildung zu Paternosterangel PaternosterangelGerätDie Paternosterangel ist eine Montage, bei der an einem Vorfach mehrere kurze Seitenarme mit Haken hängen und am unteren Ende ein Blei oder ein Pilker zur Beschwerung sitzt [1][2]. So bietest du gleichzeitig mehrere Köder an, was vor allem Schwarmfische wie Heringe oder Makrelen durch Futterneid zum Zubeißen reizt [1]. Du lässt die Montage langsam vom Grund anheben und wieder absinken, damit die Köder verführerisch in der Strömung spielen [1]. Damit fängst du auch Dorsch, Barsch oder Aal [2]. Abbildung zu Perciden PercidenAnatomiePerciden, auf Deutsch Barschartige, sind eine große Fischgruppe, zu der bei uns vor allem Flussbarsch, Zander und Kaulbarsch gehören [1][2]. Typisch für sie sind zwei Rückenflossen, deren vordere von harten Stachelstrahlen gestützt wird, sowie raue Kammschuppen am Körper [1][2]. Eine Fettflosse fehlt ihnen immer, anders als bei den Salmoniden [2]. Die spitzen Stachelstrahlen sollte man beim Anfassen beachten, um sich nicht zu stechen. Abbildung zu Perlfisch PerlfischFischartDer Perlfisch lebt als echter Tiefenfisch weit draußen im Freiwasser großer, klarer Voralpenseen und hält sich weit vom Ufer entfernt auf[1]. Er ist ein geselliger Schwarmfisch und bewohnt vor allem d PerückeFischkrankheitEine Perücke (englisch Backlash) ist eine stark verhedderte oder verknotete Angelschnur auf der Rolle [1]. Sie entsteht meist durch Schnurdrall, falsches Aufspulen oder Fehler beim Auswerfen [1]. Leichte Verwicklungen kann man oft noch geduldig lösen, ohne etwas zuzuziehen [2]; bei einem schweren Knäuel hilft häufig nur, die betroffene Stelle abzuschneiden und neu zu binden [2]. Vorbeugen lässt sich, indem man die Schnur immer gleichmäßig und unter leichter Spannung aufspult [1]. Abbildung zu Petermännchen PetermännchenFischartDas Petermännchen ist ein Bodenfisch, der sich tagsüber bis auf die Augen im Sand vergräbt und auf Beute lauert[1]. Es lebt in Tiefen zwischen etwa 10 und 150 Metern[1]. Im Sommer zieht es nahe an die Abbildung zu Petri Heil Petri HeilAngelwissen"Petri Heil" ist der traditionelle Gruß unter Anglerinnen und Anglern – er wünscht einen schönen Angeltag und guten Fangerfolg [1][2]. Du kannst ihn zur Begrüßung am Wasser oder als Glückwunsch zu einem Fang sagen; als freundliche Antwort ist "Petri Dank" üblich [2]. Der Name bezieht sich auf den Apostel Petrus, den Schutzpatron der Fischer [1]. Abbildung zu Pflanzennährstoffe PflanzennährstoffeGewässerkundePflanzennährstoffe sind Stoffe, die Wasserpflanzen und Algen zum Wachsen brauchen, vor allem Stickstoff (meist als Nitrat) und Phosphor (als Phosphat) [1][2]. In kleinen Mengen sind sie wichtig für ein gesundes Gewässer. Gelangen aber zu viele dieser Nährstoffe ins Wasser, etwa aus Dünger oder Abwasser, wachsen Algen übermäßig stark. Das nennt man Eutrophierung, und sie kann später zu Sauerstoffmangel und Fischsterben führen [1]. Abbildung zu Pflanzenwuchs licht Pflanzenwuchs lichtGewässerkundeWasserpflanzen brauchen Licht, um über die Photosynthese wachsen zu können, deshalb hängt der Pflanzenwuchs in einem Gewässer stark davon ab, wie tief das Sonnenlicht eindringt [1]. In klaren Seen kann Licht bis etwa 10 Meter tief reichen, in trübem Wasser oft nur wenige Zentimeter [2]. In der flachen, lichtreichen Uferzone wachsen daher viele Pflanzen, während in der dunklen Tiefenzone keine mehr gedeihen [1]. Für Angler bedeutet das: Wo viel Licht und Pflanzen sind, finden sich auch Verstecke und Nahrung für Fische. Abbildung zu Pflugscharbein PflugscharbeinAnatomieDas Pflugscharbein (Vomer) ist ein einzelner Knochen am Dach der Maulhöhle des Fisches [1][2]. Für Angler ist es vor allem bei den Lachsfischen wichtig, denn an der Bezahnung dieses Knochens lassen sich ähnliche Arten unterscheiden [2][3]. Beim Lachs trägt das Pflugscharbein nur eine Längsreihe von Zähnen, während die Meerforelle zusätzlich eine kleine quer stehende Zahnreihe am vorderen Ende besitzt [3]. So hilft der Knochen, Lachs und Forelle sicher auseinanderzuhalten [2][3]. Abbildung zu pH-Wert pH-WertGewässerkundeDer pH-Wert gibt an, ob das Wasser sauer, neutral oder basisch ist. Er ist einer der wichtigsten Werte in der Gewässerkunde, weil Fische empfindlich auf Schwankungen reagieren [1]. Für die meisten Fischgewässer ist ein Bereich um den Neutralwert 7 ideal, etwa zwischen 6,8 und 8,5 [2][1]. Werte unter 5 oder über 9 sind für Fische lebensfeindlich und sollten vermieden werden [2]. Abbildung zu Phosphate PhosphateGewässerkundePhosphate sind Salze des Phosphors und wirken im Wasser wie ein Dünger für Algen und Wasserpflanzen [1]. Sie gelangen vor allem über Landwirtschaft, Abwasser und früher über Waschmittel ins Gewässer [1]. Schon ein Gramm Phosphat kann etwa 100 Gramm Algenmasse wachsen lassen, deren späterer Abbau dem Wasser viel Sauerstoff entzieht [2]. So treiben Phosphate die Eutrophierung an, das Gewässer kann umkippen und es droht ein Fischsterben [1]. Abbildung zu Phosphor PhosphorGewässerkundePhosphor ist ein Pflanzennährstoff, der Algen und Wasserpflanzen wachsen lässt [1]. Gelangt zu viel davon ins Gewässer, etwa durch Dünger oder Abwasser, kommt es zu übermäßigem Algenwachstum, das man Eutrophierung nennt [1]. Sterben die vielen Algen ab, verbrauchen Bakterien beim Zersetzen viel Sauerstoff, und das Wasser kann umkippen, was zum Fischsterben führt [2]. Phosphor gilt deshalb als einer der größten Belastungsfaktoren für Flüsse und Seen [2]. Abbildung zu Photosynthese PhotosyntheseGewässerkundePhotosynthese ist der Vorgang, bei dem Wasserpflanzen und Algen mithilfe von Sonnenlicht aus Kohlendioxid und Wasser Zucker und Sauerstoff herstellen [1][2]. Für ein Gewässer ist das wichtig, weil dabei der Sauerstoff entsteht, den Fische und andere Lebewesen zum Atmen brauchen [1][2]. Da die Photosynthese Licht braucht, läuft sie nur tagsüber ab, weshalb der Sauerstoffgehalt im Tagesverlauf schwankt [2]. Für Angler ist das bedeutsam, denn ein sauerstoffreiches Gewässer hält die Fische aktiver und beißfreudiger [2]. Abbildung zu Phytoplankton PhytoplanktonGewässerkundePhytoplankton, auch pflanzliches Plankton genannt, sind winzige pflanzenähnliche Organismen, die frei im Wasser schweben [1]. Mit Hilfe von Sonnenlicht stellen sie über Photosynthese ihre Nahrung selbst her und geben dabei Sauerstoff ab [1]. Sie bilden das erste Glied der Nahrungskette im Gewässer: Zuerst frisst kleines Zooplankton das Phytoplankton, dann fressen Fische das Zooplankton [2]. Wie fischreich ein Gewässer ist, hängt darum stark von der Menge des vorhandenen Planktons ab [3]. PilkenAngelmethodePilken ist eine Angelmethode für das Meeresangeln, bei der man einen schweren Metallköder, den sogenannten Pilker, einsetzt [1][2]. Der Pilker wird bis zum Meeresgrund abgelassen und dann mit rhythmischen Auf- und Abbewegungen der Rute geführt [2]. Beim Absinken taumelt er und sieht dabei aus wie ein verletzter Fisch, was Raubfische zum Anbiss reizt [2]. Typische Zielfische sind Dorsch und Köhler, vor allem in der Ostsee und in Norwegen [2]. PilkerGerätEin Pilker ist ein schwerer, länglicher Metallköder aus Blei oder Zinn, der durch sein Gewicht schnell zum Grund sinkt [1]. Beim Angeln lässt man ihn absinken und hebt ihn dann ruckartig wieder an – durch seine Form taumelt er dabei und sieht aus wie ein verletzter Beutefisch, was Raubfische anlockt [1]. Pilker werden vor allem beim Meeresangeln auf Dorsch, aber auch auf Köhler eingesetzt [2]. Abbildung zu Pinzette PinzetteGerätEine Pinzette ist ein schlankes Greifwerkzeug, mit dem man Angelhaken aus dem Maul kleiner Fische lösen kann [1]. Wegen ihrer dünnen, spitz zulaufenden Spitze kommt sie gut in kleine Fischmäuler und ist deshalb hilfreich, wenn der Haken tief sitzt oder der Fisch schonend zurückgesetzt werden soll [2]. Ähnlich funktioniert die sogenannte Arterienklemme, die sich klemmen lässt und so den Haken sicher fasst [1]. Für ein schonendes Abhaken sollte das Werkzeug aus rostfreiem Edelstahl bestehen [1]. Abbildung zu Plankton PlanktonKöderPlankton ist der Sammelbegriff für winzige Lebewesen, die frei im Wasser schweben und sich nicht gegen die Strömung bewegen können [1]. Man unterscheidet pflanzliches Plankton (Phytoplankton) aus kleinsten Algen und tierisches Plankton (Zooplankton) aus winzigen Krebstierchen wie Wasserflöhen [1]. Das pflanzliche Plankton dient dem tierischen als Nahrung, und das tierische Plankton ist wiederum Futter für fast alle jungen Fische [2]. Plankton bildet damit die Grundlage der gesamten Nahrungskette im Gewässer [2]. Abbildung zu Plättchenhaken PlättchenhakenGerätEin Plättchenhaken ist ein Angelhaken, bei dem das obere Ende des Schenkels nicht zu einem Öhr gebogen, sondern flach zu einem kleinen Plättchen gepresst ist [1]. Die Schnur wird dort mit einem speziellen Hakenknoten befestigt, der sich eng um den Schenkel zieht, damit das Plättchen nicht durchrutscht [2]. Diese Bauform nutzt man vor allem bei sehr feindrähtigen, kleinen Haken, denn ein Öhr wäre bei dem dünnen Draht zu bruchanfällig [1]. Plättchenhaken sind einfach und günstig herzustellen und lassen sich für kleine wie große Fische einsetzen [1]. Abbildung zu Plattfisch tötung Plattfisch tötungFischereirechtPlattfische wie Scholle und Flunder dürfen in Deutschland anders getötet werden als normale Fische [1]. Bei den meisten Fischen musst du erst kräftig auf den Kopf schlagen (betäuben) und dann mit einem Herzstich töten. Plattfische dagegen dürfen ohne vorherigen Schlag direkt durch einen schnellen Schnitt getötet werden, der Kehle und Wirbelsäule durchtrennt [1][2]. Das ist eine gesetzliche Ausnahme der Tierschutz-Schlachtverordnung. Abbildung zu Popper PopperGerätEin Popper ist ein Kunstköder, der nur an der Wasseroberfläche geführt wird und sich besonders zum Angeln auf Raubfische eignet [1]. Er hat eine vorne abgeschnittene, nach innen gewölbte Kopfform: Beim ruckartigen Einholen drückt er Wasser nach oben und erzeugt dabei ein lautes, ploppendes Geräusch, das dem Köder seinen Namen gab [1][2]. Dieses Plopp lockt jagende Räuber an, weil es einen kämpfenden Beutefisch an der Oberfläche nachahmt [2]. Abbildung zu Posenangeln PosenangelnAngelmethodeBeim Posenangeln (auch Schwimmerangeln) hängt der Köder unter einem schwimmenden Schwimmer, der Pose genannt wird [1]. Die Pose hat zwei Aufgaben: Sie hält den Köder in einer bestimmten Wassertiefe und zeigt durch ihre Bewegung an, wenn ein Fisch beißt [1]. Die Methode ist leicht zu erlernen und darum ideal für Anfänger [2]. Damit lassen sich sowohl Friedfische wie Rotauge und Brasse als auch Raubfische wie Forelle oder Hecht fangen [2]. PosenmaterialGerätAls Posenmaterial bezeichnet man den Stoff, aus dem der schwimmende Bissanzeiger an der Angel gebaut ist. Klassisch ist leichtes Balsaholz, das viel Auftrieb bietet und sich gut formen lässt [1]. Daneben werden Pfauenkiele oder Federkiele verwendet, die sehr leicht sind und scheuen Fischen kaum Widerstand bieten [2]. Moderne Posen bestehen oft aus Hartschaum oder Kunststoff, weil diese Materialien leicht, stabil und unempfindlich gegen Feuchtigkeit sind [1]. Abbildung zu Prädatoren PrädatorenNaturschutzPrädatoren sind Raubtiere, die andere Tiere fressen. Am Gewässer meint man damit vor allem fischfressende Jäger wie Kormoran, Fischotter, Gänsesäger und Graureiher [1]. Solche Tiere gehören zum natürlichen Kreislauf, können in kleinen oder besonders schützenswerten Gewässern aber stark in den Fischbestand eingreifen [2]. Ein einzelner Reiher frisst zum Beispiel bis zu 1,5 Kilogramm Fisch am Tag [2].
Q5 Einträge
Abbildung zu Quappe QuappeFischartDie Quappe lebt am Grund von kühlen, klaren und sauerstoffreichen Seen und Flüssen und mag Wassertemperaturen zwischen 4 und 18 °C[1]. Tagsüber versteckt sie sich unter Steinen, Wurzeln oder im Geäst Abbildung zu Quellmoos QuellmoosGewässerkundeQuellmoos ist eine dunkelgrüne Wasserpflanze, die unter Wasser dichte Polster und lange Büschel bildet [1]. Es wächst bevorzugt in klaren, mäßig fließenden Bächen, Quellen und Flüssen [1]. Seit über hundert Jahren gilt Quellmoos als Zeigerpflanze für sauberes Wasser, weil es nur in wenig belasteten Gewässern gut gedeiht [2]. Für Fische bietet es Versteck und Lebensraum für viele kleine Nährtiere. Abbildung zu Quellwasser QuellwasserGewässerkundeQuellwasser ist das Wasser, das direkt aus einer Quelle aus dem Boden austritt und einen Bach speist. Es ist sehr kalt und besonders sauerstoffreich, mit Temperaturen oft nur zwischen 5 und 10 Grad Celsius [1]. Solche Bedingungen sind ideal für anspruchsvolle Fische wie die Bachforelle, denn je kälter das Wasser, desto mehr Sauerstoff kann es aufnehmen [1]. Quellnahe Bachabschnitte gehören deshalb zur sogenannten Forellenregion, dem sauerstoffreichsten Bereich eines Fließgewässers [1]. Abbildung zu Querbauwerke QuerbauwerkeGewässerkundeQuerbauwerke sind künstliche Einbauten, die quer zur Fließrichtung im Gewässer stehen, zum Beispiel Wehre, Staustufen oder Abstürze [1]. Sie unterbrechen die Durchgängigkeit eines Flusses und hindern Fische daran, flussaufwärts zu ihren Laichplätzen zu wandern [2]. Auch der Transport von Sand und Kies wird gestoppt, sodass weiter flussabwärts geeignete Laichplätze fehlen [2]. Um die Wanderung wieder zu ermöglichen, baut man Fischtreppen oder wandelt steile Wehre in flache Sohlrampen um [2]. Abbildung zu Querder QuerderAnatomieAls Querder bezeichnet man die Larve eines Neunauges [1]. Diese wurmartigen Larven sind blind, haben kein Saugmaul und nur winzige Flossenansätze [2]. Sie leben mehrere Jahre versteckt im schlammigen, sauberen Bachboden und filtern dort kleine Schwebteilchen aus dem Wasser, von denen sie sich ernähren [2]. Erst nach dieser langen Larvenzeit verwandelt sich der Querder in ein erwachsenes Neunauge mit Augen, Zähnen und Geschlechtsorganen [2].
R28 Einträge
Abbildung zu Rachensperre RachensperreGerätEine Rachensperre ist ein etwa 15 Zentimeter langer Metallbügel, der das Maul eines Raubfisches wie Hecht oder Zander offen hält [1][2]. Zum Einführen drückt man den Bügel zusammen, im Maul springt er durch eine Feder wieder auseinander, sodass der Fisch nicht zubeißen kann [1]. So kommst du sicher an einen tief geschluckten Haken heran, ohne dir an den scharfen Zähnen die Finger zu verletzen [2]. Wichtig ist behutsames Einsetzen, damit das empfindliche Maul nicht verletzt wird [1]. Abbildung zu Rapalaknoten RapalaknotenGerätDer Rapalaknoten ist ein Angelknoten, der eine feste Schlaufe bildet, die sich nicht zuzieht [1]. Er wird vor allem genutzt, um Kunstköder wie Wobbler an die Schnur zu binden [1][2]. Weil die Schlaufe offen bleibt, kann sich der Köder frei bewegen und läuft verführerischer durchs Wasser als bei einem fest angeknoteten Köder [2]. Entwickelt wurde er vom finnischen Köderhersteller Rapala [1]. Abbildung zu Rapfen RapfenFischartDer Rapfen lebt vor allem in rasch strömenden, größeren Flüssen mit Kiesgrund, kommt aber auch in großen Seen und sogar im leicht salzigen Brackwasser vor[1]. Ausgewachsene Tiere stehen gern dort, wo Abbildung zu Räuchern RäuchernAngelwissenRäuchern ist eine Methode, frischen Fisch mit Rauch und Wärme haltbar zu machen und ihm ein besonderes Aroma zu geben [2]. Der Rauch entzieht dem Fisch Feuchtigkeit und wirkt zugleich gegen Bakterien [2]. Beim Heißräuchern wird der Fisch bei etwa 90 bis 110 °C für rund zwei Stunden gegart, wofür sich besonders Forelle und Aal eignen [1]. Beim Kalträuchern bleibt die Temperatur bei nur etwa 20 bis 30 °C, dafür dauert es 12 bis 48 Stunden, und der Fisch bleibt schonender und länger haltbar [1]. Abbildung zu Regenbogenforelle RegenbogenforelleFischartDie Regenbogenforelle braucht kühles, sauerstoffreiches Wasser und fühlt sich bei etwa 10–18 °C am wohlsten[1]. Kurzfristig hält sie sogar bis zu 25 °C aus[1]. Man findet sie in fließenden Bächen und Abbildung zu Reiangel ReiangelGerätEine Reißangel (auch Reiangel) ist eine verbotene Methode, bei der man die Angel mit vielen Haken durch einen Fischschwarm zieht, um die Fische von außen am Körper zu haken, statt sie über das Maul am Köder zu fangen [1]. Das gilt als nicht waidgerecht, weil die Fische dabei unnötig verletzt werden [1]. In Deutschland ist das Reißangeln verboten – in Bayern zum Beispiel ausdrücklich über die Fischereiverordnung [2]. Für Angelschüler heißt das: Ein Fisch muss den Köder selbst nehmen, gezieltes Reißen ist nicht erlaubt [1]. Abbildung zu Reiherkolonie ReiherkolonieNaturschutzEine Reiherkolonie ist ein Brutplatz, an dem viele Graureiher gemeinsam in Bäumen nisten. Solche Kolonien können sehr alt sein und stehen oft unter besonderem Schutz; manche sind sogar als Naturschutzgebiet ausgewiesen [1][2]. Der Graureiher selbst ist in Deutschland fast überall ganzjährig geschützt [2]. Für Angler ist das wichtig, weil Reiher zwar an Gewässern Fische erbeuten, man aber weder die Vögel noch ihre Kolonie stören oder beschädigen darf. Schutz vor Fraßschäden an Teichen erreicht man nur mit erlaubten Mitteln wie Netzen [2]. Abbildung zu Renaturierung RenaturierungGewässerkundeRenaturierung bedeutet, ein begradigtes oder verbautes Gewässer wieder in einen möglichst naturnahen Zustand zurückzuführen [1]. Dazu bringt man zum Beispiel Steine, Kies und Totholz ein, bepflanzt die Ufer oder entfernt Querbauwerke wie Wehre, die Fische am Wandern hindern [1][2]. Ziel ist es, vielfältige Lebensräume zu schaffen, die den Ansprüchen der heimischen Fischarten entsprechen [1]. Angler bringen dabei oft ihr praktisches Wissen über die Gewässer ein und helfen bei der Umsetzung [2]. Abbildung zu Renke RenkeFischartDie Renke lebt in tiefen, kühlen und sauberen Seen mit wenig Nährstoffen, vor allem in den Alpen- und Voralpenseen wie dem Bodensee[3]. Sie schwimmt meist im freien Wasser über tiefem Grund und mag kl Abbildung zu Reuse ReuseGerätEine Reuse ist ein trichterförmiges Fanggerät aus Netz- oder Drahtmaterial, das auf den Gewässergrund gestellt wird [1]. Die Fische schwimmen durch den sich verengenden Eingang in die Fangkammer, finden aber nicht mehr heraus [1]. Reusen zählen zu den gewerblichen Fischfanggeräten und dürfen von Anglern mit der Handangel grundsätzlich nicht verwendet werden; Drahtreusen sind bundesweit verboten [1]. Erlaubt ist der Einsatz nur mit besonderer Genehmigung, und die Bundesländer schreiben Höchstmaße sowie Fangzeiten vor [2]. Abbildung zu Riechgrube RiechgrubeAnatomieRiechgruben sind die Geruchsorgane der Fische - quasi ihre Nase. Sie liegen meist paarweise vor den Augen auf der Schnauze und sehen aus wie kleine Löcher oder Schlitze [1]. Wasser strömt in eine vordere Öffnung hinein, fließt über eine Riechschleimhaut mit Geruchszellen und verlässt die Grube wieder durch eine hintere Öffnung [1]. So nehmen Fische Gerüche im Wasser wahr und nutzen das zur Orientierung, zum Finden von Partnern und um Gefahren zu erkennen [1]. Fische wie Aal und Lachs haben einen besonders guten Geruchssinn [1]. Abbildung zu Riemenbandwurm RiemenbandwurmFischkrankheitDer Riemenbandwurm (Ligula intestinalis) ist ein Bandwurm, dessen Larve in der Bauchhöhle von Süßwasserfischen lebt, meist bei Karpfenartigen [1][2]. Die Larve kann sehr groß werden und bläht den Bauch des befallenen Fisches auf [1]. Der Wurm hat einen Kreislauf über mehrere Wirte: Über den Kot von Wasservögeln gelangen die Eier ins Wasser, kleine Krebse und dann Fische nehmen sie auf, und erst im Darm eines fischfressenden Vogels wird der Wurm geschlechtsreif [2]. Für den Menschen ist der Riemenbandwurm ungefährlich, beim Garen ab 70 Grad stirbt er ab [2]. RingelnatterNaturschutzDie Ringelnatter ist eine ungiftige, für Menschen völlig harmlose Wasserschlange, die an langsam fließenden Gewässern, Seen, Teichen und Feuchtwiesen lebt [1][2]. Du erkennst sie meist an den zwei hellen, halbmondförmigen Flecken im Nacken. Sie ist in Deutschland besonders geschützt und steht auf der Vorwarnliste gefährdeter Arten [2]. Das bedeutet für Angler: Eine Ringelnatter darf nicht gefangen, gestört oder getötet werden [2]. Rod podGerätEin Rod Pod ist ein tragbares Gestell aus Metall, auf dem man beim Angeln mehrere Ruten gleichzeitig sicher und stabil ablegen kann [1]. Üblicherweise nimmt er zwei bis drei Ruten auf, manche Modelle sogar bis zu fünf [1]. Er wird vor allem beim Karpfenangeln genutzt, weil er auf fast jedem Untergrund steht und sich daran auch elektronische Bissanzeiger anbringen lassen [2]. So kann der Angler mehrere Ruten zugleich überwachen, ohne ständig danebenzustehen. Abbildung zu Rogen RogenAnatomieAls Rogen bezeichnet man die reifen Eier eines weiblichen Fisches, solange sie noch im Bauch (in den Eierstöcken) sitzen [1][2]. Ein weiblicher Fisch, der diese Eier trägt, heißt deshalb Rogner [2]. Gesalzener Rogen vom Stör wird Kaviar genannt und gilt als Delikatesse [1]. Für Angler ist wichtig: In vielen Bundesländern sind laichreife Fische in der Schonzeit geschützt - hier gelten die jeweiligen örtlichen Regeln [1]. Abbildung zu Rogner RognerAnatomieEin Rogner ist ein geschlechtsreifer weiblicher Fisch, der die Eier (den Rogen) in seinen Eierstöcken trägt [1]. Das Gegenstück ist der Milchner, der männliche Fisch, der über die Eier seinen Samen (die Milch) abgibt [2]. Rogner sind zur Laichzeit oft an ihrem runderen, prall gefüllten Bauch zu erkennen [1]. Bei manchen Arten wie der Schleie unterscheiden sich auch die Bauchflossen von Männchen und Weibchen, bei anderen wie dem Flussbarsch sind die Geschlechter äußerlich kaum zu unterscheiden [1]. Abbildung zu Rohrsänger und wasseramseln Rohrsänger und wasseramselnNaturschutzRohrsänger und Wasseramseln sind kleine Vögel, die eng an Gewässer gebunden sind [1][2]. Wasseramseln leben an schnell fließenden, sauberen Bächen mit steinigem Grund und bewachsenen Ufern, wo sie sogar tauchend nach Nahrung suchen [1]. Rohrsänger brüten dagegen im Schilf von Seen und langsamen Flüssen [2]. Beide Arten sind geschützt und gelten als Anzeiger für gesunde, naturnahe Gewässer; sie sind besonders durch Uferverbauung und Verschmutzung gefährdet [2]. Angler sollten Schilfgürtel und bewachsene Ufer deshalb möglichst ungestört lassen. Abbildung zu Rollenhalter RollenhalterGerätDer Rollenhalter ist der Teil der Angelrute, der die Angelrolle fest mit der Rute verbindet [1]. Er sitzt am Griff und sorgt für eine stabile Verbindung, die beim Drill eines Fisches sehr wichtig ist [1]. Am häufigsten ist der Schraubrollenhalter: Der Fuß der Rolle wird in eine Aufnahme gesteckt und mit einer Schraubmuffe fest verspannt [2]. So sitzt die Rolle sicher und lässt sich trotzdem frei drehen [2]. Abbildung zu Rotauge RotaugeFischartDas Rotauge lebt in stehenden und langsam fließenden Gewässern mit reichem Pflanzenbewuchs – von kleinen Teichen über Seen und Altarme bis zu Kanälen und ruhigen Flüssen[1]. Es ist sehr anpassungsfähi Rote ListeNaturschutzDie Rote Liste ist ein Verzeichnis, das zeigt, welche Tier- und Pflanzenarten gefährdet oder bereits ausgestorben sind [1]. Sie ist ein wichtiges Werkzeug im Naturschutz, weil sie den Zustand der Artenvielfalt sichtbar macht und hilft, bedrohte Arten gezielt zu schützen [1]. Auch viele heimische Fische stehen darauf: In Deutschland ist mehr als die Hälfte der bewerteten Süßwasserfisch- und Neunaugenarten gefährdet oder schon ausgestorben [2]. Hauptursachen sind menschliche Eingriffe wie der Ausbau von Gewässern sowie die Erwärmung durch den Klimawandel [2]. Abbildung zu Rotfeder RotfederFischartDie Rotfeder liebt stehende und langsam fließende Gewässer wie Weiher, Teiche, Gräben, Seen und Baggerlöcher[1]. Besonders wohl fühlt sie sich in flachen, pflanzenreichen Uferzonen mit Schilf, Krautfe Abbildung zu Rückenflosse RückenflosseAnatomieDie Rückenflosse (Fachwort: Dorsale) sitzt oben auf dem Rücken des Fisches und wirkt wie ein Kiel: Sie stabilisiert die Lage im Wasser und verhindert, dass der Fisch in Kurven oder bei schnellem Schwimmen umkippt [1]. Sie wird von Flossenstrahlen gestützt, die man in harte Stachelstrahlen (steif, oft schützend) und weiche Gliederstrahlen (beweglich, verzweigt) einteilt; die harten stehen dabei immer vor den weichen [1]. Bei manchen Fischen wie den Barschen ist die Rückenflosse in zwei Teile getrennt, was bei der Artbestimmung hilft [1]. Abbildung zu Rückenmark RückenmarkAnatomieDas Rückenmark ist ein langer Nervenstrang, der zusammen mit dem Gehirn das zentrale Nervensystem der Wirbeltiere bildet, zu denen auch die Fische gehören [1]. Es verläuft geschützt im Inneren der Wirbelsäule, im sogenannten Wirbelkanal [1]. Über das Rückenmark werden Reize weitergeleitet, sodass der Fisch Bewegungen steuern und blitzschnell auf Gefahren reagieren kann [1]. Für den Angler ist das wichtig, weil ein gezielter Stich oder Schnitt durch das Rückenmark hinter dem Kopf den Fisch sofort betäubt beziehungsweise tötet. RücklaufsperreGerätDie Rücklaufsperre ist ein Mechanismus in der Angelrolle, der verhindert, dass sich die Kurbel rückwärts dreht [1][2]. Ist sie eingeschaltet, kann man nur Schnur einholen, aber die Rolle nicht zurückdrehen [1]. Das hilft beim Drill eines Fisches, weil die Schnur straff bleibt und nicht ungewollt wieder abspult [2]. Eine besonders genaue Variante, die sofort und ohne Spiel blockiert, nennt man Anti-Reverse-Sperre [1]. Abbildung zu Rücksetzen RücksetzenFischereirechtZurücksetzen heißt, einen gefangenen Fisch wieder ins Wasser zu lassen. In Deutschland musst du Fische zurücksetzen, die das Mindestmaß noch nicht erreicht haben oder gerade Schonzeit haben [1]. Verboten ist dagegen das gezielte Fangen nur zum Spaß mit anschließendem Freilassen (Catch and Release), weil das Tierschutzgesetz verbietet, einem Fisch ohne vernünftigen Grund Leid zuzufügen [2]. Ein Fisch, den du eigentlich entnehmen dürftest und der genießbar ist, darf also nicht einfach aus Spaß wieder freigelassen werden – das kann sogar als Straftat geahndet werden [2]. Abbildung zu Rundmäuler RundmäulerAnatomieRundmäuler sind eine urtümliche Tiergruppe, zu der in unseren Gewässern die Neunaugen gehören [1][2]. Anders als echte Fische haben sie keine Kiefer, keine Knochen, keine Schuppen und keine paarigen Flossen [1]. Statt eines beweglichen Mauls besitzen sie eine runde Saugscheibe, die mit Zahnreihen besetzt ist, daher der Name [1][2]. Fluss- und Meerneunaugen leben als erwachsene Tiere von anderen Fischen, an deren Körper sie sich festsaugen [2]. Abbildung zu Rundschuppen RundschuppenAnatomieRundschuppen, fachlich auch Cycloidschuppen genannt, sind Fischschuppen mit glattem, rundem Rand [1]. Den Namen tragen sie wegen ihrer fast kreisrunden bis ovalen Form und den glatten Außenkanten [2]. Diese Schuppenart findest du vor allem bei Karpfenartigen sowie bei Herings- und Lachsfischen [1]. Fühlt sich ein Fisch beim Streichen über die Flanke glatt an, hat er meist Rundschuppen, im Gegensatz zu den rauen Kammschuppen der Barschartigen [3]. RutenhalterGerätEin Rutenhalter ist eine Vorrichtung, auf der man die Angelrute ablegt, damit sie sicher und stabil liegt und man sie nicht ständig in der Hand halten muss [1]. Er hilft vor allem beim Grundangeln dabei, Bisse besser zu erkennen, bestimmt die Rutenstellung und ermöglicht einen schnellen Anschlag [1]. Eine einfache Bauform sind die Banksticks: spitze, oft ausziehbare Erdspieße, die man in den Boden steckt und die oben ein genormtes Gewinde tragen [2]. Auf dieses Gewinde lassen sich Rutenauflagen und auch elektronische Bissanzeiger schrauben [2].
S122 Einträge
Abbildung zu Salmoniden SalmonidenAnatomieSalmoniden sind die Familie der lachs- und forellenartigen Fische, zu der zum Beispiel Lachs, Forelle, Renke und Äsche gehören [1][2]. Ihr wichtigstes Erkennungsmerkmal ist die Fettflosse, eine kleine zusätzliche Flosse ohne Stützstrahlen zwischen Rückenflosse und Schwanzflosse [2]. Salmoniden haben einen langgestreckten Körper und Flossen mit weichen Strahlen, und sie brauchen sauberes, kühles und sauerstoffreiches Wasser [1][2]. Für die Prüfung merkst du dir am besten: Fettflosse vorhanden, dann ist es ein Salmonide. Abbildung zu Salzgehalt SalzgehaltGewässerkundeDer Salzgehalt gibt an, wie viel Salz im Wasser gelöst ist, und teilt Gewässer in drei Gruppen ein: Süßwasser mit weniger als 0,1 Prozent Salz, Brackwasser zwischen 0,1 und 1 Prozent sowie Salzwasser ab etwa 1 Prozent, wobei das Meer im Schnitt rund 3,5 Prozent erreicht [1]. Brackwasser entsteht dort, wo Flüsse ins Meer münden und sich Süß- und Salzwasser mischen [2]. Für Angler ist das wichtig, weil viele Fische nur an einen bestimmten Salzgehalt angepasst sind. Manche Arten wie Aal, Flunder oder Lachs vertragen jedoch beides und wandern zwischen Fluss und Meer. Abbildung zu Sarg und birnenblei Sarg und birnenbleiGerätSargblei und Birnenblei sind zwei gängige Grundbleie zum Angeln auf dem Gewässergrund. Das Sargblei ist flach und sechseckig und bietet in strömendem Wasser wenig Widerstand, weshalb es gern in Flüssen verwendet wird [1][2]. Das Birnenblei ist unten dick und rund und läuft zur Spitze hin schmal zu, sodass es nicht im weichen Grund versinkt; es eignet sich gut für stehende Gewässer [1][2]. Abbildung zu Sargasso-See Sargasso-SeeGewässerkundeDie Sargasso-See ist ein Meeresgebiet im westlichen Atlantik und der einzige bekannte Laichplatz des Europäischen Aals [1]. Erwachsene Aale, die sogenannten Blankaale, wandern tausende Kilometer von unseren Flüssen dorthin zurück, um abzulaichen, und sterben anschließend [1]. Die winzigen Larven brauchen danach rund drei Jahre, um mit den Meeresströmungen bis an die europäischen Küsten zu treiben [1]. Dass der Aal tatsächlich dort laicht, wurde durch besenderte Tiere bestätigt [2]. Abbildung zu Sättigungswert von Sauerstoff Sättigungswert von SauerstoffGewässerkundeDer Sättigungswert gibt an, wie viel Sauerstoff sich bei einer bestimmten Temperatur höchstens im Wasser lösen kann [1]. Je wärmer das Wasser, desto weniger Sauerstoff passt hinein: Bei 0 Grad sind es rund 14,6 Milligramm pro Liter, bei 20 Grad nur noch etwa 9,1 Milligramm pro Liter [1]. Sinkt der Gehalt unter etwa 3 Milligramm pro Liter, geraten Fische in Not [2]. Für Angler ist das wichtig, weil warme Sommer und überdüngte Gewässer den Sauerstoff knapp machen und ein Fischsterben auslösen können [2]. Abbildung zu Satzfisch SatzfischHegeEin Satzfisch ist ein Fisch, der gezielt gezüchtet und in ein Gewässer eingesetzt wird, um den Fischbestand zu ergänzen oder zu stabilisieren [1]. Diesen Vorgang nennt man Besatz, er gehört zur Hege eines Gewässers [2]. Meist werden eher junge Fische verwendet, da sie sich besser an ihren neuen Lebensraum anpassen als ältere [1]. Als Faustregel gilt: Satzfische sollten so groß wie nötig und so klein wie möglich sein [1]. SauerstoffGewässerkundeSauerstoff ist im Wasser gelöst und für Fische lebenswichtig, denn sie nehmen ihn über die Kiemen auf [1]. Kaltes Wasser kann mehr Sauerstoff binden als warmes: Bei 0 Grad sind es rund 14 mg pro Liter, bei 30 Grad nur noch etwa 8 mg pro Liter [2]. Deshalb ist ein kühler, sprudelnder Forellenbach sauerstoffreicher als ein warmer Karpfenteich [2]. Für Angler heißt das: Bei warmem Wasser sinkt der Sauerstoff, die Fische werden träger und sollten schonend behandelt werden [2]. Abbildung zu Sauerstoffabgabe SauerstoffabgabeGewässerkundeSauerstoffabgabe beschreibt, wie Wasserpflanzen und Algen den bei der Photosynthese gebildeten Sauerstoff direkt ins Wasser abgeben. Tagsüber nehmen die Pflanzen Kohlendioxid auf und geben Sauerstoff ab, nachts kehrt sich das um: dann verbrauchen sie selbst Sauerstoff und geben Kohlendioxid ab [1][2]. In der Regel ist die tagsüber abgegebene Menge größer als der nächtliche Verbrauch, sodass unterm Strich Sauerstoff für die Fische übrig bleibt [1]. Unterwasserpflanzen wie Hornblatt oder Wasserpest geben besonders viel Sauerstoff ab [1]. Abbildung zu Sauerstoffaufnahme SauerstoffaufnahmeAnatomieSauerstoffaufnahme beschreibt, wie ein Fisch den im Wasser gelösten Sauerstoff in sein Blut aufnimmt [1]. Fische haben keine Lunge, sondern atmen mit den Kiemen: Sie nehmen Wasser durchs Maul auf und drücken es an den feinen, gut durchbluteten Kiemenblättchen vorbei wieder hinaus [1]. An diesen Blättchen geht der Sauerstoff ins Blut über, während gleichzeitig Kohlendioxid ans Wasser abgegeben wird [1]. Sinkt der Sauerstoffgehalt im Wasser zu stark, etwa bei Hitze oder starker Verschmutzung, können Fische ersticken [2]. Abbildung zu Sauerstoffbedarf SauerstoffbedarfGewässerkundeDer Sauerstoffbedarf beschreibt, wie viel gelösten Sauerstoff ein Fisch im Wasser zum Leben braucht [1]. Empfindliche Arten wie Forellen und andere Salmoniden brauchen viel Sauerstoff und kalte, klare Gewässer mit rund 9 Milligramm Sauerstoff pro Liter [1][2]. Karpfenartige (Cypriniden) sind genügsamer und kommen mit etwa 7 Milligramm pro Liter und wärmerem Wasser aus [1][2]. Wichtig: Warmes Wasser kann weniger Sauerstoff speichern als kaltes, gleichzeitig steigt bei Wärme der Bedarf der Fische, was im Sommer gefährlich werden kann [2]. Abbildung zu Sauerstoffentwicklung SauerstoffentwicklungGewässerkundeSauerstoffentwicklung meint die Bildung von Sauerstoff im Gewässer, vor allem durch Wasserpflanzen und Algen. Mithilfe von Licht stellen sie aus Kohlendioxid und Wasser Sauerstoff her - das nennt man Photosynthese - und das passiert hauptsächlich tagsüber [1][2]. Wie viel Sauerstoff entsteht, hängt von Faktoren wie Lichtmenge, Wassertemperatur und Nährstoffgehalt ab [1]. Für Angler ist das wichtig, weil Fische diesen gelösten Sauerstoff zum Atmen brauchen und ein gut bepflanztes Gewässer meist auch sauerstoffreicher ist. Abbildung zu Sauerstoffgehalt SauerstoffgehaltGewässerkundeDer Sauerstoffgehalt gibt an, wie viel Sauerstoff im Wasser gelöst ist, gemessen in Milligramm pro Liter (mg/l). Fische brauchen diesen Sauerstoff zum Atmen, und jede Art hat ihren eigenen Bedarf: Forellen und andere Salmoniden verlangen sehr sauerstoffreiches Wasser von etwa 8 bis 11 mg/l, während Karpfen und Schleie mit deutlich weniger auskommen [1]. Wichtig zu wissen: Kaltes Wasser kann viel mehr Sauerstoff aufnehmen als warmes, deshalb wird Sauerstoff vor allem an heißen Sommertagen knapp [2]. Abbildung zu Sauerstoffmangel SauerstoffmangelGewässerkundeVon Sauerstoffmangel spricht man, wenn im Wasser zu wenig gelöster Sauerstoff für die Fische da ist. Häufige Ursachen sind ein zu hoher Nährstoffeintrag mit starkem Algenwachstum, denn die Algen verbrauchen nachts viel Sauerstoff, sowie warmes Wasser, das von Natur aus weniger Sauerstoff speichern kann [1]. Auch eine geschlossene Eisdecke im Winter kann den Sauerstoff knapp werden lassen [1]. Bei Sauerstoffmangel stehen die Fische dicht unter der Wasseroberfläche und schnappen nach Luft; hält der Mangel an, kann es zum Fischsterben kommen [1][2]. Abbildung zu Sauerstoffproduktion SauerstoffproduktionGewässerkundeSauerstoffproduktion bedeutet, dass Wasserpflanzen und Algen bei Tageslicht durch die Photosynthese Sauerstoff ins Wasser abgeben [1]. Dabei wandeln sie mit Hilfe von Sonnenlicht Kohlendioxid und Wasser in Zucker und Sauerstoff um [1]. Dieser Sauerstoff ist lebenswichtig für Fische und andere Wasserlebewesen [1]. Besonders ergiebig sind Unterwasserpflanzen wie Hornblatt, Wasserpest und Laichkraut, die den Sauerstoff direkt im Wasser freisetzen [1]. Abbildung zu Sauerstoffverbrauch SauerstoffverbrauchGewässerkundeDer Sauerstoffverbrauch beschreibt, wie viel gelösten Sauerstoff die Lebewesen im Gewässer aufzehren, vor allem durch die Atmung von Fischen und durch den Abbau abgestorbener Pflanzen und Tiere durch Bakterien [1]. Je wärmer das Wasser ist, desto mehr Sauerstoff verbrauchen Fische: Eine Temperaturerhöhung um 10 Grad steigert ihren Grundumsatz auf das 2- bis 3-Fache [1]. Gleichzeitig kann warmes Wasser weniger Sauerstoff aufnehmen als kaltes [1]. Diese gefährliche Kombination — hoher Verbrauch bei geringem Angebot — kann im Sommer zu Sauerstoffmangel und Fischsterben führen [1]. Abbildung zu Sauerstoffzehrung SauerstoffzehrungGewässerkundeSauerstoffzehrung bedeutet, dass im Gewässer Sauerstoff verbraucht wird, wenn Kleinstlebewesen abgestorbene Pflanzen, Algen und andere organische Reste zersetzen [1]. Je wärmer das Wasser ist, desto schneller läuft dieser Abbau ab und desto mehr Sauerstoff wird gezehrt [1]. Verbraucht die Zehrung über längere Zeit mehr Sauerstoff, als nachgeliefert wird, sinkt der Sauerstoffgehalt und es kann zu Sauerstoffmangel kommen [2]. Sinkt der Wert unter etwa 4 mg pro Liter, leiden die Fische, im Extremfall droht ein Fischsterben [2]. Abbildung zu Säurebindungsvermögen SäurebindungsvermögenGewässerkundeDas Säurebindungsvermögen (kurz SBV) ist ein Maß dafür, wie gut ein Gewässer Säuren abpuffern kann, also wie stabil sein pH-Wert bleibt [1]. Je höher das SBV, desto besser hält das Wasser einen ausgeglichenen pH-Wert, was für Fische sehr wichtig ist [2]. Es hängt eng mit dem Kalkgehalt zusammen und wird ähnlich verstanden wie die Karbonathärte [1]. Gewässer mit hohem Säurebindungsvermögen sind widerstandsfähiger gegen plötzliche Versauerung, zum Beispiel durch sauren Regen. SbirolinoGerätEin Sbirolino ist ein besonderes Wurfgewicht zum Forellenangeln, das gleichzeitig als Schwimmer wirkt [1][2]. Sein großer Vorteil: die Lauftiefe hängt nicht vom Gewicht ab, sodass ein schweres Modell trotzdem an der Oberfläche schwimmen oder nur langsam sinken kann und dabei sehr weite Würfe erlaubt [1]. Es gibt schwimmende, langsam sinkende und schnell sinkende Sbirolinos, mit denen man die Forellen in unterschiedlichen Wassertiefen erreicht [2]. SchädelAnatomieDer Schädel ist der knöcherne Teil des Fischkopfes, der vor allem das Gehirn schützt [1]. An ihn schließen die Kiemendeckel an, die wiederum die Kiemen abdecken [1]. Bei Fischen ist der Schädel oft erstaunlich kompliziert aufgebaut: An ihm hängt das Kiemenskelett aus mehreren Kiemenbögen, von denen der vorderste zum Kiefer umgebildet ist [1]. Bei den meisten heimischen Fischen besteht der Schädel aus Knochen, bei urtümlicheren Arten teilweise noch aus Knorpel [2]. SchadenshaftungFischereirechtSchadenshaftung bedeutet, dass du als Angler für Schäden geradestehen musst, die du beim Angeln auf fremdem Grund verursachst [1]. Betrittst du also Ufer, Wege oder Anlagen, um ans Wasser zu kommen, und richtest dabei einen Schaden an, musst du dafür aufkommen [1]. In manchen Bundesländern haftet sogar der Verein, der dir die Angelerlaubnis ausgestellt hat, gemeinsam mit dir für solche Schäden [1]. Rechtlich stützt sich das auf den allgemeinen Schadensersatz im Bürgerlichen Gesetzbuch [2]. Abbildung zu Schadstoffe SchadstoffeGewässerkundeSchadstoffe sind schädliche Stoffe wie Schwermetalle, Dioxine oder PCB, die über Abwasser oder Industrie ins Gewässer gelangen und sich dort in Fischen anreichern [1][2]. Über die Nahrung sammeln sie sich entlang der Nahrungskette an, deshalb sind große Raubfische und ältere Tiere oft stärker belastet als kleine Friedfische [1][3]. Schadstoffe können bei Fischen Organe wie Leber, Niere und Kiemen schädigen [3]. Für stark belastete Gewässer gibt es daher Empfehlungen, den Verzehr selbst gefangener Fische zu begrenzen [2]. ScherenAnatomieScheren sind die kräftigen Greifwerkzeuge am vordersten Beinpaar von Krebsen wie dem Flusskrebs [1]. Mit ihnen packt und zerkleinert der Krebs seine Nahrung und verteidigt sich gegen Feinde [2]. Beim Hantieren mit lebenden Krebsen solltest du die Scheren beachten, denn sie können kräftig zwicken. Wichtig zu wissen: Das vorderste der fünf Beinpaare ist zu diesen Scheren umgebildet, die übrigen vier Paare dienen als Laufbeine [1]. SchlagschnurGerätEine Schlagschnur (englisch Shockleader) ist ein kräftiges Stück Schnur, das vor die dünnere Hauptschnur geschaltet wird [1]. Sie dient als Puffer und fängt die enormen Kräfte ab, die beim Auswerfen schwerer Gewichte oder bei Hängern auftreten, damit die Hauptschnur nicht reißt [2]. Eingesetzt wird sie vor allem beim Brandungsangeln mit schweren Bleien, beim Karpfen- und Welsangeln [1]. Üblich sind monofile Schlagschnüre mit etwa 0,50 bis 0,80 Millimeter Stärke [2]. Abbildung zu Schlamm SchlammGewässerkundeSchlamm ist die weiche, schlammige Ablagerung am Grund eines Gewässers, auch Sediment genannt. Er ist für viele Fische wichtig, weil sich darin reichlich Nahrung versteckt: Muscheln, Krebse, Würmer und Insektenlarven wie Zuckmückenlarven leben im weichen Boden [1][2]. Bodenorientierte Friedfische wie Brachse und Karpfen gründeln gezielt im Schlamm und suchen dort nach diesen kleinen Lebewesen [2]. Für Angler ist ein schlammiger Grund deshalb oft ein guter Platz fürs Grundangeln, weil sich dort viel natürliches Futter sammelt [1]. Abbildung zu Schlammpeitzger SchlammpeitzgerFischartDer Schlammpeitzger lebt in stehenden oder ganz langsam fließenden Gewässern mit weichem, schlammigem Grund und vielen Wasserpflanzen[1]. Typisch sind kleine Gräben, Verlandungszonen, Tümpel und Altar Abbildung zu Schlammröhrenwürmer SchlammröhrenwürmerGewässerkundeSchlammröhrenwürmer sind kleine, rote Würmer, die in selbstgebauten Röhren im weichen Schlamm oder Sand von Gewässern leben [1]. Der rote Blutfarbstoff erlaubt ihnen, auch bei sehr wenig Sauerstoff zu überleben, weshalb sie sich besonders in stark mit organischen Stoffen belasteten Gewässern massenhaft vermehren [1]. Genau deshalb sind sie ein wichtiger Anzeiger für die Wasserqualität: Treten sie in großen Mengen auf, gilt das Gewässer als stark verschmutzt [1]. Für Angler sind sie zudem ein bekanntes Fischfutter [2]. SchlaufenverbindungsknotenGerätMit einem Schlaufenverbindungsknoten werden zwei Schnüre verbunden, indem man in beide Enden je eine Schlaufe knotet und diese ineinander hakt [1]. Meist verbindet man so das Vorfach mit der Hauptschnur, etwa beim Feeder- oder Posenangeln [1]. Der große Vorteil: Die Verbindung lässt sich jederzeit wieder lösen, ohne die Schnur abzuschneiden [1]. Man fädelt einfach die eine Schlaufe durch die andere und zieht die Schnur durch die Gegenschlaufe, bis alles fest sitzt [1]. Die einzelnen Schlaufen knotet man vorab zum Beispiel mit einem Schlaufenknoten [2]. Abbildung zu Schleie SchleieFischartDie Schleie ist ein Grundfisch, der ruhige, warme und stark verkrautete Gewässer mit weichem, schlammigem Boden bevorzugt[1]. Man findet sie vor allem in flachen Seen, Altwassern, Teichen und langsam Abbildung zu Schleimhaut SchleimhautAnatomieDie Schleimhaut ist eine dünne Schleimschicht auf der Haut des Fisches, die ihn vor Bakterien, Pilzen und Parasiten schützt [1][2]. Außerdem verringert sie den Reibungswiderstand im Wasser, sodass der Fisch schneller schwimmen kann [2]. Für Angler ist sie wichtig: Fasst du einen Fisch mit trockenen Händen an, reibst du diese Schutzschicht ab, und an den verletzten Stellen können Krankheiten entstehen [1]. Deshalb solltest du deine Hände immer anfeuchten, bevor du einen Fisch berührst [1]. Abbildung zu Schleimschicht SchleimschichtAnatomieDie Schleimschicht ist ein dünner, glitschiger Film, der die Haut und Schuppen vieler Fische überzieht [1]. Sie schützt den Fisch wie eine Barriere vor Bakterien, Pilzen und Parasiten und verringert zugleich den Wasserwiderstand beim Schwimmen [1]. Beim Angeln ist sie sehr wichtig: Fasst man einen Fisch mit trockenen Händen oder einem rauen Kescher an, wird die Schicht beschädigt, und der Fisch wird anfälliger für Krankheiten [1]. Darum sollte man einen Fisch, den man zurücksetzen will, immer nur mit nassen Händen anfassen. Abbildung zu Schleppfischen SchleppfischenAngelmethodeBeim Schleppfischen ziehst du den Köder hinter einem langsam fahrenden Boot durchs Wasser, statt ihn wie beim Spinnfischen einzukurbeln [1]. Durch die ständige Bewegung wirkt der Köder lebendig und reizt vor allem Raubfische wie Hecht, Zander, Lachs oder Meerforelle zum Anbiss [2]. Als Köder dienen meist Wobbler, Blinker oder auch Köderfische [2]. Wie tief der Köder läuft, hängt von Geschwindigkeit, Schnur und Abstand zum Boot ab [1]. Abbildung zu Schleppnetz SchleppnetzGerätEin Schleppnetz ist ein großes, trichterförmiges Fangnetz, das hinter einem oder mehreren Booten durch das Wasser gezogen wird [1]. Die Öffnung wird unten durch Gewichte und oben durch Schwimmkörper aufgehalten, sodass die Fische in den hinteren Fangsack getrieben werden [1]. Grundschleppnetze werden dabei über den Gewässergrund gezogen, um auch am Boden lebende Fische aufzuscheuchen [1]. Diese Methode gehört zur Berufsfischerei und ist für Angler verboten: Die nichterwerbsmäßige Fischerei mit dem Schleppnetz ist in den Küstengewässern untersagt [2]. SchlundzähneAnatomieSchlundzähne sind Zähne, die nicht im Maul, sondern tiefer hinten im Rachen (Schlund) sitzen [1]. Karpfenartige Fische wie Karpfen, Brachse oder Rotauge haben keine Zähne im Maul, sondern stattdessen diese Schlundzähne, mit denen sie ihre Nahrung zerkleinern [2]. Sie wirken wie Mühlsteine und zermahlen die Nahrung gegen eine Hornplatte, den sogenannten Karpfenstein [3]. So können die Fische Pflanzen zerreiben und sogar Muscheln und Krebse knacken [2]. Abbildung zu Schmelzschuppen SchmelzschuppenAnatomieSchmelzschuppen, auch Ganoidschuppen genannt, sind besonders harte und glänzende Schuppen, die mit einer schmelzartigen Schicht überzogen sind [1][2]. Sie sind viel robuster als die weichen Rundschuppen oder Kammschuppen der meisten heimischen Fische [3]. In Mitteleuropa findet man diese Schuppen vor allem bei den Störartigen, etwa beim Stör, der fünf Längsreihen solcher harten Knochenplatten besitzt [1][4]. Für die Prüfung ist wichtig: Schmelzschuppen sind ein typisches Merkmal sehr urtümlicher Fischarten. Abbildung zu Schmerle SchmerleFischartDie Schmerle lebt am Grund von klaren, schnell fließenden Bächen und kleinen Flüssen mit sandigem oder kiesigem Boden[3]. Sie braucht sauerstoffreiches, sauberes Wasser und gilt deshalb als guter Anze Abbildung zu Schmerzempfinden SchmerzempfindenAnatomieSchmerzempfinden bedeutet, dass ein Lebewesen schädliche Reize wahrnehmen und darunter leiden kann. Die Wissenschaft geht heute davon aus, dass auch Fische über besondere Nervenenden Schmerz empfinden können [1]. Deshalb schreibt das Tierschutzrecht vor, dass ein Fisch, den man entnehmen will, vor dem Töten schnell und schonend betäubt werden muss, damit ihm kein unnötiges Leid entsteht [2]. Nach dem Tierschutzgesetz dürfen Wirbeltiere nur unter wirksamer Schmerzausschaltung, also im betäubten Zustand, getötet werden [2]. Abbildung zu Schnäpel SchnäpelFischartDer Schnäpel lebt in den Küstengewässern der Nordsee und im Brackwasser der Flussmündungen, wo Süß- und Salzwasser sich mischen[2]. Zum Laichen zieht er flussaufwärts in die unteren Abschnitte großer, Abbildung zu Schnätzer SchnätzerFischartDer Schrätzer lebt am Grund schnell strömender Flussabschnitte und bevorzugt sandig-kiesigen Untergrund[1][5]. Er hält sich gern in tieferem, gut durchströmtem Wasser auf und meidet stehende, verschla Abbildung zu Schneider SchneiderFischartDer Schneider liebt klares, sauerstoffreiches Wasser mit kräftiger Strömung[1]. Du findest ihn in schnell fließenden Bächen und kleinen Flüssen mit Kiesgrund, etwa von der unteren Forellenregion bis i Abbildung zu Schnur haken wahl Schnur haken wahlGerätDie Schnur- und Hakenwahl bedeutet, Schnurstärke und Hakengröße passend zum Zielfisch und zur Angelmethode auszusuchen [1]. Grundregel: Je kleiner der Haken, desto dünner sollten Schnur und Vorfach sein [1]. Für kleine Friedfische wie Rotaugen reicht eine dünne Schnur von etwa 0,14 bis 0,18 Millimeter, für Raubfische wie Hecht oder Zander nimmt man kräftige Schnüre mit mindestens 10 Kilogramm Tragkraft [2]. Dünne Schnüre und kleine Haken wirken natürlicher und bringen mehr Bisse, kräftiges Gerät landet dafür sicherer große Fische [2]. Abbildung zu Schnurbremse SchnurbremseGerätDie Schnurbremse ist der Teil der Angelrolle, der die Schnur kontrolliert freigibt, wenn ein Fisch kräftig zieht [1][2]. Sie verhindert, dass die Schnur reißt: Ist die Zugkraft zu groß, gibt die Bremse nach und der Fisch kann Schnur nehmen [1]. Eine gute Faustregel ist, die Bremse so einzustellen, dass sie Schnur freigibt, sobald sich die Rute zum Halbkreis durchbiegt [2]. Es gibt Frontbremsen (am vorderen Teil der Rolle, fein einstellbar) und Heckbremsen (hinten, im Drill schnell mit der Hand erreichbar) [2]. SchnurdrallGerätSchnurdrall bedeutet, dass sich die Angelschnur in sich verdreht und zu unschönen Verhedderungen, sogenannten Perücken, neigt. Er entsteht überall dort, wo sich die Schnur dreht, besonders beim Angeln mit Spinnern, die sich beim Einholen drehen [1]. Um Drall zu verringern, schaltet man einen Wirbel zwischen Köder und Hauptschnur; er verhindert den Drall nicht ganz, verzögert ihn aber deutlich [1]. Ganz vermeiden lässt sich Schnurdrall nie, aber wenig drallende Köder, gute Wirbel und richtiges Auffüllen der Rolle halten ihn klein und schonen die Schnur [1]. Abbildung zu Schnurfangbügel SchnurfangbügelGerätDer Schnurfangbügel ist ein klappbarer Metallbügel am Rotor einer Stationärrolle. Im geschlossenen Zustand fängt und führt er die Schnur und verhindert, dass sie ungewollt von der Spule springt [1]. Zum Auswerfen klappt man den Bügel auf, sodass die Schnur frei abläuft; nach dem Wurf legt er sich beim ersten Kurbeln automatisch wieder um und fängt die Schnur ein [2]. Wichtig ist, dass der Bügel beim Öffnen sicher einrastet, damit er während des Wurfs nicht von selbst zuschlägt [1]. Abbildung zu Schnurführungsringe SchnurführungsringeGerätSchnurführungsringe sind die kleinen Ringe, die entlang der Angelrute sitzen und die Schnur von der Rolle bis zur Spitze führen [1]. Sie verteilen beim Wurf und beim Drill die Kräfte gleichmäßig über die Rute, damit die Schnur sauber läuft und die Rute nicht überlastet wird [1][2]. Den untersten Ring nennt man Leitring, den obersten Spitzenring, die dazwischen sind die Führungsringe [2]. Eine gute Beringung sorgt für mehr Wurfweite und besseres Handling [1]. Abbildung zu Scholle ScholleFischartDie Scholle ist ein Plattfisch, der am Meeresboden lebt — am liebsten auf sandigem oder gemischtem Grund[1]. Die meisten ausgewachsenen Schollen halten sich in Wassertiefen von 10 bis 50 Metern auf, j Abbildung zu Schonhaken SchonhakenGerätEin Schonhaken ist ein Angelhaken ohne Widerhaken (oder mit angedrücktem Widerhaken). Dadurch lässt er sich schneller und schonender aus dem Fischmaul lösen, was besonders beim Zurücksetzen untermaßiger oder geschonter Fische wichtig ist [1]. Fische werden seltener schwer verletzt und bluten weniger als an Haken mit Widerhaken [1]. Nachteil: Beim Drill kann der Haken leichter ausschlitzen, deshalb muss die Schnur stets gespannt bleiben [2]. Abbildung zu Schonmaß SchonmaßHegeDas Schonmaß, auch Mindestmaß genannt, ist die gesetzlich festgelegte Mindestlänge, die ein Fisch haben muss, damit du ihn mitnehmen darfst [1][2]. Gemessen wird von der Maulspitze bis zum Ende der Schwanzflosse [2]. Der Sinn dahinter: Ein Fisch soll sich mindestens einmal fortgepflanzt haben, bevor er entnommen wird, damit der Bestand gesund bleibt [2]. Ist ein gefangener Fisch zu klein, musst du ihn sofort schonend zurücksetzen, sonst drohen Bußgelder [1][2]. Die genauen Maße sind je Fischart und Bundesland unterschiedlich [2]. Abbildung zu Schonzeit SchonzeitHegeDie Schonzeit ist ein festgelegter Zeitraum im Jahr, in dem eine bestimmte Fischart nicht geangelt werden darf [1]. Sie schützt die Fische vor allem während ihrer Fortpflanzung, der sogenannten Laichzeit, damit sich die Bestände erholen und genug Jungfische nachwachsen können [2]. Wann welche Art geschont ist, hängt vom Bundesland und der Fischart ab: Der Hecht ist meist im Frühjahr geschützt, die Forelle oft im Herbst und Winter [1]. Fängst du einen Fisch während seiner Schonzeit, musst du ihn schonend wieder zurücksetzen [1]. SchreitbeineAnatomieSchreitbeine sind die langen, dünnen Laufbeine eines Krebses, mit denen er sich am Gewässerboden vorwärts, seitwärts und rückwärts bewegt [1]. Der Flusskrebs hat insgesamt fünf Beinpaare, von denen das vorderste Paar zu kräftigen Scheren umgebildet ist [2]. Die übrigen vier Beinpaare dienen als echte Schreitbeine zur Fortbewegung [1]. Für die Angelprüfung ist vor allem wichtig, dass du Krebse anhand ihres Körperbaus mit Scheren und Schreitbeinen erkennen kannst. Abbildung zu Schrotbleie SchrotbleieGerätSchrotbleie sind kleine Bleikugeln mit einem Schlitz, mit dem man sie einfach mit den Fingern an die Angelschnur klemmen und wieder abnehmen kann [1][2]. Sie dienen dazu, eine Pose auszutarieren, also so weit ins Wasser zu drücken, dass nur noch die Spitze herausschaut [1]. Richtig ausgebleit zeigt die Pose jeden noch so kleinen Biss zuverlässig an und bietet dem Fisch wenig Widerstand [1]. Abbildung zu Schuppen SchuppenAnatomieSchuppen sind dünne, dachziegelartig überlappende Plättchen aus Kalk und Eiweiß, die die Haut vieler Fische wie eine zweite, schützende Hülle bedecken, ohne ihre Beweglichkeit einzuschränken [1][2]. Man unterscheidet vor allem die glatten Rundschuppen (zum Beispiel bei Forelle, Hecht und Aal) und die rauen Kammschuppen (zum Beispiel bei Barsch und Zander) [1]. Schuppen wachsen mit dem Fisch mit, im Sommer schneller als im Winter, sodass Wachstumsringe entstehen [2]. Anhand dieser Ringe lässt sich, ähnlich wie bei Baumringen, das Alter eines Fisches bestimmen [2]. Abbildung zu Schuppenkarpfen SchuppenkarpfenAnatomieDer Schuppenkarpfen ist eine Zuchtform des Karpfens, deren wichtigstes Merkmal ein vollständiges, regelmäßiges Schuppenkleid aus großen Schuppen ist [1][2]. Er ist damit am ganzen Körper gleichmäßig beschuppt, anders als zum Beispiel der Spiegelkarpfen, der nur einzelne große Schuppen trägt, oder der fast schuppenlose Lederkarpfen [2]. Im Vergleich zum schlanken Wildkarpfen wirkt der Schuppenkarpfen gedrungener und hochrückiger [1]. Für Angler ist er einer der vier klassischen Karpfen-Zuchtformen, die man am Schuppenmuster unterscheidet [2]. Abbildung zu Schwäne SchwäneNaturschutzSchwäne wie der heimische Höckerschwan sind besonders geschützte Wasservögel und unterliegen dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes sowie der EU-Vogelschutzrichtlinie [1]. Für Angler sind sie vor allem in zweierlei Hinsicht wichtig: Während der Brutzeit dürfen brütende Vögel nicht gestört werden, denn verlässt der Vogel sein Gelege, kühlen die Eier aus und die Küken sterben ab [2]. Außerdem verheddern sich Schwäne leicht in achtlos zurückgelassenen Angelschnüren oder verschlucken Haken, was tödlich enden kann [1]. Deshalb gilt: Schnüre und Haken niemals im oder am Wasser liegen lassen und genügend Abstand zu Nestern halten. Abbildung zu Schwanzflosse SchwanzflosseAnatomieDie Schwanzflosse, fachlich Caudalis genannt, sitzt am hinteren Ende des Fisches und ist seine wichtigste Antriebsflosse [1]. Mit kräftigen, seitlichen Schlägen drückt der Fisch sich damit durchs Wasser und beschleunigt nach vorne [1]. Ihre Strahlen sind direkt mit der Wirbelsäule verbunden, weshalb die Flosse besonders viel Kraft übertragen kann [2]. An der Form der Schwanzflosse lassen sich oft auch einzelne Fischarten erkennen. Abbildung zu Schwarzfleckenkrankheit SchwarzfleckenkrankheitFischkrankheitDie Schwarzfleckenkrankheit zeigt sich als kleine, runde schwarze Punkte in der Haut von Fischen und wird durch Larven von Saugwürmern verursacht [1]. Die Punkte sind etwa 0,5 bis 1 Millimeter groß; der Fisch lagert dunkles Pigment um die eingekapselte Larve an, wodurch die schwarzen Flecken entstehen [1]. Der Fisch ist nur ein Zwischenwirt: Erster Zwischenwirt sind Schnecken, der Endwirt sind meist fischfressende Vögel [1]. Eine Behandlung ist nicht nötig, weil der Schaden für den Fisch sehr gering ist, und das Fleisch bleibt für den Menschen ungefährlich [1]. Abbildung zu Schwarzmundgrundel SchwarzmundgrundelFischartDie Schwarzmundgrundel ist ein Bodenfisch, der sich am liebsten über sandigem oder steinigem Grund aufhält[1]. Besonders die Steinpackungen und Blockschüttungen an verbauten Flüssen sind ihr Lieblings Abbildung zu Schwarzreuter SchwarzreuterAnatomieDer Schwarzreuter (auch Schwarzreiter) ist eine besonders kleinwüchsige Standortform des Seesaiblings, die in der nahrungsarmen Tiefenzone von Gebirgsseen lebt [1]. Weil dort kaum Futter zu finden ist, bleibt er stark zwergwüchsig und wiegt im Königssee oft nur rund 100 Gramm, während Seesaiblinge anderswo mehrere Kilogramm schwer werden können [1]. Es ist also keine eigene Art, sondern derselbe Seesaibling, der sich an das karge, tiefe Wasser angepasst hat [2]. Solche Tiefenformen sind meist klein, haben große Augen und eine unauffällige bräunliche Färbung [2]. Abbildung zu Schwefelwasserstoff SchwefelwasserstoffGewässerkundeSchwefelwasserstoff ist ein giftiges Faulgas, das nach faulen Eiern riecht. Es entsteht am Gewässergrund, wenn organisches Material (zum Beispiel abgestorbene Pflanzen) ohne Sauerstoff von Bakterien zersetzt wird [1]. Dabei bildet sich am Boden ein schwarzer Faulschlamm [1]. Schwefelwasserstoff ist schon in geringer Menge giftig für Fische, Krebse und andere Wassertiere und kann zusammen mit dem Sauerstoffmangel zum Fischsterben führen [1][2]. Solche Faulprozesse treten vor allem in überdüngten, sauerstoffarmen Gewässern auf [2]. Abbildung zu Schwellbetrieb SchwellbetriebGewässerkundeSchwellbetrieb (auch Schwallbetrieb) ist eine Fahrweise von Wasserkraftwerken, bei der die Turbinen je nach Strombedarf an- und abgestellt werden [1]. Dadurch schwankt die Wassermenge im Fluss künstlich und oft täglich: viel Wasser nennt man Schwall, wenig Wasser nennt man Sunk [1]. Diese schnellen Pegelschwankungen sind sehr schädlich für das Gewässer, weil Jungfische und Fischlarven im flachen Uferbereich stranden und verenden, wenn der Wasserstand plötzlich fällt [1][2]. In stark betroffenen Flüssen kann dadurch ein Großteil der Lebewesen verloren gehen [2]. Abbildung zu Schwermetalle SchwermetalleGewässerkundeSchwermetalle sind Metalle wie Blei, Quecksilber, Cadmium oder Kupfer, die über Abwasser, Industrie oder auch Angelblei in Gewässer gelangen können. Einige sind giftig und reichern sich in der Nahrungskette an: Raubfische, die kleinere Fische fressen, sammeln dabei oft besonders hohe Mengen an, während friedliche Fische meist geringer belastet sind [1]. Allein durch verlorenes Angelblei gelangen in EU-Gewässer schätzungsweise bis zu 7.000 Tonnen Blei pro Jahr [2]. Für Angler ist das wichtig, weil stark belastete Fische gesundheitsschädlich sein können und Blei deshalb zunehmend durch ungiftige Alternativen ersetzt wird. SchwimmblaseAnatomieDie Schwimmblase ist ein mit Gas gefülltes Organ im Bauchraum vieler Fische, das wie eine eingebaute Schwimmweste wirkt [1][2]. Mit ihr kann der Fisch in einer bestimmten Wassertiefe schweben, ohne ständig mit den Flossen zu paddeln [1]. Füllt sich die Blase mit mehr Gas, steigt der Fisch auf, lässt er Gas ab, sinkt er ab [2]. Nicht alle Fische haben eine Schwimmblase, einige Grundfische verzichten darauf und liegen deshalb meist am Boden. Abbildung zu Schwimmblattpflanzen SchwimmblattpflanzenGewässerkundeSchwimmblattpflanzen wurzeln fest am Gewässergrund, ihre Blätter schwimmen aber oben auf der Wasseroberfläche [1]. Bekannte heimische Beispiele sind die Weiße Seerose und die Gelbe Teichrose [1]. Sie bieten Fischen und Insekten Schutz und Schatten, nehmen über die Wurzeln überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser auf und tragen so zu einem gesunden Gewässer bei [2]. SchwimmerGerätEin Schwimmer, meist Pose genannt, ist ein kleiner Schwimmkörper aus Kunststoff, Kork oder Holz, der an der Angelschnur befestigt wird und an der Wasseroberfläche treibt [1]. Seine wichtigste Aufgabe ist die Bissanzeige: Nimmt ein Fisch den Köder, taucht die Pose ab oder bewegt sich, und der Angler sieht den Biss sofort [1]. Außerdem hält die Pose den Köder in einer einstellbaren Wassertiefe, indem man sie verschiebbar auf der Schnur anbringt [1]. Damit sie feine Bisse zuverlässig zeigt, wird sie mit kleinen Bleischroten genau austariert (ausgebleit) [2]. SchwingspitzenruteGerätEine Schwingspitzenrute ist eine Grundangelrute, an deren Spitze über ein weiches Gummischlauchstück ein kleiner pendelnder Stab als Bissanzeiger sitzt [1]. Legst du die Rute waagerecht ab, hängt diese Schwingspitze locker herab; durch das Anspannen der Schnur zeigt sie leicht in Richtung Köder [2]. Beißt ein Fisch, schnellt die Spitze nach oben oder fällt senkrecht herunter, sodass du auch ganz vorsichtige Bisse sofort erkennst [1]. Sie gilt als einer der feinsten Bissanzeiger fürs Grundangeln und wird vor allem in stehenden Gewässern eingesetzt [2]. Abbildung zu Seeforelle SeeforelleFischartDie Seeforelle lebt in tiefen, kalten und sehr sauerstoffreichen Seen, vor allem im Alpen- und Voralpenraum[1]. Bekannte Gewässer sind Bodensee, Walchensee, Starnberger See und viele weitere Bergseen[ Abbildung zu Seerosen SeerosenGewässerkundeSeerosen sind Wasserpflanzen mit großen, schwimmenden Blättern, die in ruhigen oder langsam fließenden Gewässern wie Seen und Teichen wachsen [1][2]. Die heimische Weiße Seerose ist selten und steht unter Naturschutz [1]. Für Fische sind Seerosenfelder wertvoll, weil die Blätter Schatten spenden, Verstecke vor Fressfeinden bieten und Laichplätze sowie Nahrung bereithalten [2]. Fische wie Hecht, Karpfen und Schleie halten sich gern dort auf, weshalb die Ränder solcher Felder beliebte Angelplätze sind [2]. Abbildung zu Seesaibling SeesaiblingFischartDer Seesaibling lebt in klaren, kühlen und sauerstoffreichen Bergseen der Alpen und des Alpenvorlands[1]. Er bevorzugt Wassertemperaturen von etwa 4 bis 15 °C und steht meist in tiefen Schichten, oft Abbildung zu Seitenlinie SeitenlinieAnatomieDie Seitenlinie ist ein Sinnesorgan, das sich als feine Linie an beiden Körperseiten des Fisches vom Kopf bis zur Schwanzflosse zieht [1]. Mit kleinen Sinneszellen, den Neuromasten, nimmt der Fisch darüber Druckwellen und Strömungen im Wasser wahr [2]. So spürt er auf Distanz heranschwimmende Feinde, Hindernisse oder Beutetiere, auch wenn er sie nicht sieht, weshalb man von einem Ferntastsinn spricht [1]. Die Seitenlinie hilft dem Fisch, sich im trüben oder dunklen Wasser sicher zu bewegen [2]. Abbildung zu Seitenlinienorgan SeitenlinienorganAnatomieDas Seitenlinienorgan ist ein besonderes Sinnesorgan, mit dem fast alle Fische Druck- und Strömungsunterschiede im Wasser wahrnehmen [1][2]. Es verläuft als feiner Kanal an beiden Körperseiten meist vom Kopf bis zum Schwanz und ist über kleine Poren in der Haut mit dem Wasser verbunden [1]. In dem Kanal sitzen empfindliche Sinneszellen, die Druckwellen registrieren [1]. So spürt der Fisch, wenn sich Beute, Feinde oder Hindernisse nähern, auch wenn er sie nicht sieht [3]. Abbildung zu Selbsthakmontage SelbsthakmontageGerätDie Selbsthakmontage ist eine Grundmontage vor allem zum Karpfenangeln, bei der sich der Fisch ganz von alleine hakt. Der Köder sitzt dabei meist an einem kurzen Haar hinter dem Haken, und die Montage ist mit einem schweren Blei am Gewässergrund verankert [1]. Nimmt der Fisch den Köder auf und schwimmt los, spürt er den Widerstand des Bleis, erschrickt und versucht zu fliehen, wobei sich der Haken von selbst im Maul festsetzt [2]. Für Angelschüler ist wichtig: Diese Montage ist sehr fängig und senkt die Verletzungsgefahr, weil der Haken meist sauber im Maulrand greift statt tief geschluckt zu werden. Abbildung zu Selbstreinigungskraft SelbstreinigungskraftGewässerkundeDie Selbstreinigungskraft ist die Fähigkeit eines Gewässers, eingetragene organische Stoffe wie Laub oder Abwasser von selbst abzubauen [1]. Den größten Teil leisten dabei winzige Lebewesen wie Bakterien, die die Stoffe unter Verbrauch von Sauerstoff zersetzen [1][2]. Je mehr organische Stoffe ins Wasser gelangen, desto mehr Sauerstoff wird beim Abbau verbraucht. Gelangt zu viel hinein, reicht der Sauerstoff nicht mehr aus, die Selbstreinigung ist überlastet und es kann zum Fischsterben kommen [2]. Abbildung zu Senke SenkeGerätEine Senke ist ein quadratisches Netz, das an vier Armen über ein Drahtgestell gespannt und waagerecht ins Wasser hinabgelassen wird, um damit kleine Köderfische zu fangen [1][2]. Man lockt die Fische mit etwas Brot oder Futter über das Netz und zieht es dann schnell hoch, sodass sich die Fische in der Netzmitte sammeln [1]. Übliche Maße liegen bei etwa einem Quadratmeter, also rund 1 mal 1 Meter [1]. Ob und in welcher Größe eine Senke erlaubt ist, regelt jedes Bundesland in seiner Landesfischereiverordnung unterschiedlich, in Brandenburg sind zum Beispiel bis zu 120 Zentimeter Seitenlänge zulässig [2]. Abbildung zu Setzkescher SetzkescherGerätEin Setzkescher ist ein langer, netzartiger Kescher, der im Wasser liegt und in dem gefangene Fische vorübergehend lebend aufbewahrt werden (Lebendhälterung) [1][2]. Er darf nur für die Dauer des aktuellen Angeltages genutzt werden und muss so kurz wie möglich gehalten werden [2]. In vielen Bundesländern gelten genaue Vorgaben: knotenloses Netzmaterial, oft mindestens 3,50 Meter Länge und ein Ringdurchmesser von mindestens 0,50 Metern, damit die Fische sich frei bewegen können [1][2]. Spätestens beim Verlassen des Gewässers müssen die Fische waidgerecht betäubt und getötet werden, ein Umsetzen in andere Gewässer ist verboten [2]. Abbildung zu Signalkrebs SignalkrebsFischartDer Signalkrebs lebt sowohl in Flüssen und Bächen als auch in Seen und Teichen[1]. Er hält sich gern in langsam strömenden Bereichen mit dichtem Bewuchs und vielen Verstecken auf, etwa zwischen Wurzel Abbildung zu Silagesickersaft SilagesickersaftGewässerkundeSilagesickersaft ist die nährstoffreiche Flüssigkeit, die aus eingelagertem Tierfutter (Silage) austritt. Gelangt er in ein Gewässer, ist er hochgefährlich für Fische: Beim Abbau der vielen organischen Stoffe wird sehr viel Sauerstoff verbraucht, sodass es schnell zu Sauerstoffmangel und damit zu Fischsterben kommt [1][2]. Zusätzlich fördert er starkes Algenwachstum und kann das Wasser mit Ammoniak belasten [2]. Deshalb ist das Einleiten von Silagesickersaft in Oberflächengewässer und Grundwasser verboten [2]. Abbildung zu Smolt SmoltAngelwissenEin Smolt ist ein junger Lachs oder eine junge Meerforelle auf dem Weg vom Fluss ins Meer [1][2]. Nach ein bis drei Jahren im Süßwasser stellt der Jungfisch seinen Körper aufs Salzwasser um und bekommt dabei ein silbriges Aussehen [1]. Dieser Umbau heißt Smoltifikation und macht den Fisch fit für das Leben im Meer [1]. Die Smolts wandern meist im Frühjahr flussabwärts ins Meer ab [1]. Abbildung zu Sohlabsturz SohlabsturzHegeEin Sohlabsturz ist eine künstliche Stufe im Gewässerbett, an der das Wasser von einem höheren auf ein tieferes Niveau abfällt [1]. Solche Stufen werden gebaut, um die Strömung zu bremsen oder den Wasserstand zu regeln, sie bilden aber ein Hindernis für wandernde Fische [2]. Stromabwärts kommen Fische meist noch hinunter, doch nach oben gegen die Strömung können sie die Stufe oft nicht überwinden, weshalb der Lebensraum zerschnitten wird [1][2]. Aus Sicht der Hege baut man deshalb häufig Umgehungsgerinne oder Fischtreppen, damit die Durchgängigkeit des Gewässers wiederhergestellt wird [2]. Abbildung zu Sohle SohleGewässerkundeDie Sohle ist der tiefste Bereich am Boden eines Fließgewässers, also der Grund zwischen den beiden Uferseiten [1]. Zusammen mit den Ufern bildet die Sohle das Gewässerbett, das das Wasser einfasst [2]. Wie die Sohle beschaffen ist, ob aus Kies, Sand oder Schlamm, bestimmt mit, welche Fische und Kleintiere dort leben [2]. Für Angler ist die Sohle wichtig, weil viele Fische dicht über dem Grund nach Nahrung suchen. Abbildung zu Sommerlaicher SommerlaicherAngelwissenSommerlaicher sind Fische, die ihre Eier bei warmem Wasser im Sommer ablegen, meist zwischen Mai und Juli [1][2]. Wann ein Fisch laicht, hängt vor allem von der Wassertemperatur und dem Licht ab, weshalb man Fische in Frühjahrs-, Sommer-, Herbst- und Winterlaicher einteilt [1][2]. Ein typischer Sommerlaicher ist die Schleie, die das warme Wasser zum Laichen braucht [1]. Aus den Eiern der Sommerlaicher schlüpfen die jungen Fische oft schon nach wenigen Tagen, weil das warme Wasser die Entwicklung beschleunigt [2]. Abbildung zu Sommerstagnation SommerstagnationGewässerkundeSommerstagnation nennt man den Zustand, in dem sich ein See im Sommer in feste Wasserschichten teilt, die sich nicht mehr durchmischen [1]. Oben liegt das warme, leichte Wasser, unten das kalte, schwere Wasser, getrennt durch eine Sprungschicht mit raschem Temperaturwechsel [1]. Weil das Tiefenwasser keinen Kontakt zur Oberfläche hat, gelangt dorthin kein frischer Sauerstoff, und durch den Abbau abgesunkener Reste kann er in der Tiefe knapp werden [1]. Für Fische bedeutet das, dass die tiefen Bereiche im Hochsommer oft sauerstoffarm und kaum bewohnbar sind. Abbildung zu Sonnenbarsch SonnenbarschFischartDer Sonnenbarsch mag klare, pflanzenreiche und warme Stillgewässer oder langsam fließende Abschnitte mit sandigem bis kiesigem Boden[1]. Wegen seines hohen, flachen Körpers steht er gern zwischen dich Abbildung zu Spiegelkarpfen SpiegelkarpfenAnatomieDer Spiegelkarpfen ist eine Zuchtform des Karpfens, die nur wenige, dafür auffallend große Schuppen trägt [1]. Diese glänzenden Schuppen sitzen unregelmäßig verteilt, vor allem entlang der Seitenlinie und am Rücken, während der übrige Körper fast nackt ist [1]. Entstanden ist die Form durch lange Zucht, bei der immer schuppenärmere Tiere gekreuzt wurden [1]. Der Spiegelkarpfen ist hochrückiger als der Wildkarpfen und heute der häufigste Karpfen in deutschen Angelgewässern [2]. Abbildung zu Spindelform SpindelformAnatomieDie Spindelform (auch Torpedoform genannt) ist eine schlanke, langgestreckte Körperform, die vorne und hinten leicht verjüngt ist [1]. Sie ist besonders stromlinienförmig und bietet beim Schwimmen den geringsten Wasserwiderstand, weshalb sie unter Fischen am weitesten verbreitet ist [2]. Fische mit dieser Form sind meist gute, ausdauernde Schwimmer im freien Wasser, zum Beispiel die Forelle [2]. Für die Prüfung musst du wissen, dass diese Form an ein schnelles Leben in der Strömung angepasst ist. Abbildung zu Spinner SpinnerGerätEin Spinner ist ein Kunstköder aus Metall mit einem Blatt, das sich beim Einholen um eine Achse dreht [1]. Durch diese Drehung blitzt das Blatt im Licht und erzeugt Druckwellen im Wasser, die Raubfische über Augen und Seitenlinienorgan wahrnehmen und zum Biss reizen [1][2]. Spinner sind einfach zu fischen, man wirft sie aus und holt sie wieder ein, und funktionieren in fast allen Gewässern [2]. Weil der Fisch die Druckwellen spürt, fangen sie sogar bei Dunkelheit oder trübem Wasser [2]. SpinnfischenAngelmethodeSpinnfischen ist eine aktive Angelmethode, bei der man den Köder ständig durch das Wasser führt, statt ihn ruhen zu lassen [1]. Dabei kommen meist Kunstköder wie Blinker, Spinner, Wobbler oder Gummifische zum Einsatz, die einen flüchtenden Beutefisch nachahmen und so Raubfische zum Zubeißen reizen [1][2]. Typische Zielfische sind Hecht, Zander, Barsch und Forelle [2]. Geangelt wird mit einer Spinnrute und einer Rolle, mit der man den Köder einholt; der Name kommt vom englischen „to spin“ für das Einkurbeln [1]. Abbildung zu Spinnrute SpinnruteGerätEine Spinnrute ist eine Angelrute zum Spinnfischen, bei dem man einen Köder immer wieder auswirft und einholt, um Raubfische zum Biss zu reizen [1]. Sie ist meist eher straff und hat eine schnelle Spitzenaktion, damit das Werfen und Führen des Köders direkt und kraftvoll gelingt [2]. Typisch sind Längen zwischen etwa 1,80 und 2,70 Metern [2]. Das wichtigste Merkmal ist das Wurfgewicht, das angibt, wie schwere Köder die Rute werfen kann, zum Beispiel 10 bis 40 Gramm für Hecht, Zander und Barsch [2]. SpitzenringGerätDer Spitzenring ist der oberste Ring ganz vorne an der Rutenspitze, also das letzte Teil, durch das die Angelschnur läuft, bevor sie ins Wasser geht [1]. Er führt die Schnur beim Auswerfen und Einholen sauber und gerade, damit sie nicht an der Rute scheuert [2]. Damit die Schnur beim Drill eines Fisches nicht durch Reibung heiß wird, hat er eine glatte, harte Einlage, oft aus Keramik [1]. Bricht der Spitzenring, lässt er sich meist einzeln austauschen, ohne die ganze Rute zu ersetzen [2]. Abbildung zu Spitzkopfaal SpitzkopfaalAngelwissenDer Spitzkopfaal ist eine Erscheinungsform des Aals mit auffallend schmalem Kopf und spitzem Maul [1]. Er ist kein eigener Fisch, sondern dieselbe Art wie der breitköpfige Aal. Welche Form sich ausbildet, hängt vor allem von der Nahrung ab [1]. Der Spitzkopfaal frisst überwiegend kleine Tiere wie Würmer, Schnecken, Krebse und Fischeier, während der Breitkopfaal mehr kleine Fische jagt [1][2]. Abbildung zu Springer SpringerGerätEin Springer (auch Dropper genannt) ist ein kurzer Seitenarm am Vorfach, an dem eine zweite Fliege oder ein weiterer Köder befestigt wird [1][2]. So kann man mit einem Wurf gleich mehrere Köder gleichzeitig anbieten und die Fangchancen erhöhen [3]. Der Seitenarm ist meist zwischen 20 und 50 Zentimeter lang, je nach Bedingungen und Zielfisch [1]. Verbreitet ist der Springer beim Fliegenfischen, etwa um eine leichte Nymphe zusammen mit einem schwereren Köder zu fischen [3]. SprungschichtGewässerkundeDie Sprungschicht (auch Metalimnion) ist die schmale Grenzschicht in einem See, in der die Wassertemperatur auf wenigen Zentimetern sprungartig abfällt [1]. Sie liegt zwischen dem warmen Oberflächenwasser oben und dem kalten Tiefenwasser unten und bildet sich vor allem im Sommer, wenn die Sonne die oberen Wasserschichten aufheizt [1][2]. Für Angler ist sie wichtig, weil sich viele Fische bevorzugt rund um diese Schicht aufhalten, wo Temperatur und Sauerstoff für sie günstig sind [2]. Mit einem guten Echolot lässt sich die Sprungschicht im Wasser sichtbar machen [2]. SpulenachsenknotenGerätMit dem Spulenachsenknoten (auch Spulen- oder Arborknoten genannt) befestigt man die Angelschnur an der Achse der Rollenspule [1]. Er ist schnell gebunden und trägt nur wenig auf, sodass die Schnur sauber und gleichmäßig aufgewickelt werden kann [1]. Dadurch lassen sich Verhedderungen wie eine Perücke leichter vermeiden [1]. Der Knoten eignet sich für monofile, geflochtene und Fliegenschnur und passt zu Stationär-, Multi- und Fliegenrollen [1][2]. Abbildung zu Stachelstrahlen StachelstrahlenAnatomieStachelstrahlen sind die harten, spitzen Stützstäbe in den Flossen vieler Knochenfische. Anders als die biegsamen Weichstrahlen sind sie ungegliedert, starr und laufen spitz zu [1][2]. Echte Stachelstrahlen findet man nur bei den sogenannten Stachelflossern, zu denen zum Beispiel der Flussbarsch gehört [2]. Beim Flussbarsch ist die vordere Rückenflosse stachelstrahlig und die hintere weichstrahlig [2] - ein gutes Erkennungsmerkmal und ein Hinweis, beim Anfassen vorsichtig zu sein. Abbildung zu Stahlvorfach StahlvorfachGerätEin Stahlvorfach ist ein kurzes Stück Draht aus Stahl, das man zwischen Hauptschnur und Köder einbaut. Es schützt die Schnur vor den scharfen Zähnen von Raubfischen wie Hecht und Zander, die eine normale Angelschnur in Sekundenbruchteilen durchbeißen würden [1][2]. Beim Hechtangeln sollte das Stahlvorfach mindestens 50 bis 60 Zentimeter lang sein, damit der Fisch die Hauptschnur auch dann nicht erreicht, wenn er den Köder tief schluckt [1]. Als Alternative wird auch Titan verwendet, das ähnlich bissfest ist [2]. Abbildung zu Ständige fischereivorrichtungen Ständige fischereivorrichtungenGerätStändige Fischereivorrichtungen sind fest installierte Fanganlagen, die dauerhaft im Gewässer verbleiben, zum Beispiel feststehende Fischwehre, Fischzäune oder Selbstfänge [1]. In manchen Landesverordnungen zählen auch Stellnetze, Hamen oder Reusen dazu, wenn sie im Flussbett oder am Ufer fest verankert sind [1]. Solche Anlagen gehören zur Berufsfischerei, brauchen oft eine Genehmigung der Fischereibehörde und müssen während der Schonzeiten beseitigt oder abgestellt werden [1]. Für Angler sind sie nicht erlaubt, und von ausgelegten Netzen, Reusen und ständigen Fischereivorrichtungen ist ein Mindestabstand einzuhalten [1]. Abbildung zu Stationärrolle StationärrolleGerätDie Stationärrolle ist die mit Abstand am weitesten verbreitete Angelrolle und für Anfänger am einfachsten zu bedienen. Ihr Name kommt daher, dass die Spule feststeht: Beim Wurf läuft die Schnur von der ruhenden Spule ab, beim Einholen wickelt ein drehender Schnurfangbügel die Schnur wieder sauber auf [1]. Vor dem Werfen klappst du den Bügel auf, danach wieder zu [1]. Wichtig ist die Bremse, meist als Frontbremse direkt an der Spule: Sie gibt bei starkem Zug eines kräftigen Fisches Schnur frei, damit die Schnur nicht reißt [1]. Abbildung zu Stauwehre StauwehreGewässerkundeStauwehre sind quer durch einen Fluss gebaute Sperren, die das Wasser aufstauen, zum Beispiel für Mühlen oder Wasserkraftwerke. Sie unterbrechen aber die Durchgängigkeit des Flusses, sodass Fische nicht mehr ungehindert flussaufwärts wandern können [1][2]. Für wandernde Arten wie Lachs und Forelle sind solche Wehre oft unüberwindbar, sodass sie ihre Laichplätze nicht mehr erreichen [2]. Damit Fische trotzdem durchkommen, baut man heute Fischaufstiegshilfen oder wandelt Wehre in naturnahe Sohlrampen um [1]. SteckruteGerätEine Steckrute besteht aus mehreren Einzelteilen, die man vor dem Angeln zusammensteckt [1]. Die Verbindung der Teile heißt Steckverbindung; meist wird das dünnere Spitzenteil in das dickere Handteil eingeschoben [1]. Der große Vorteil: Weil die Teile bündig ineinandergreifen, hat die Rute eine sehr gleichmäßige, durchgehende Aktion und ein kräftiges Rückgrat [1]. Je weniger Steckverbindungen eine Rute hat, desto besser ist diese durchgehende Biegung [1]. Im Gegensatz dazu steht die Teleskoprute, deren Teile ineinander geschoben werden [2]. Abbildung zu Steinbeißer SteinbeißerFischartDer Steinbeißer lebt am Boden von flachen, langsam fließenden und stehenden Gewässern der Niederungen, am liebsten über sandigem Grund[1]. Tagsüber gräbt er sich fast vollständig in den Sand ein, soda Abbildung zu Steinbutt SteinbuttFischartDer Steinbutt lebt am Meeresboden über sandigem, steinigem oder gemischtem Untergrund, meist in Tiefen von 20 bis 70 Metern[1]. Er bevorzugt Wassertemperaturen zwischen 6 und 20 °C und kommt in Nord- Abbildung zu Steinfliegenlarven SteinfliegenlarvenGewässerkundeSteinfliegenlarven sind die im Wasser lebenden Jugendformen der Steinfliegen (Plecopteren) [1]. Sie leben am Gewässergrund zwischen Steinen, in Sand oder auf Totholz und brauchen sauberes, sauerstoffreiches Wasser [1]. Weil sie so anspruchsvoll sind, gelten sie als Zeigerart für sehr saubere, unbelastete Gewässer (Güteklasse I) [2]. Wo sie häufig vorkommen, sind sie zudem eine beliebte Beute der Salmoniden wie Forelle und Äsche [1]. Abbildung zu Steinforelle SteinforelleAnatomieAls Steinforelle bezeichnet man eine kleinwüchsige Standortform der Bachforelle, die in nahrungsarmen Gebirgsbächen lebt [1]. Weil dort wenig Futter zu finden ist, wächst sie nur langsam und bleibt mit etwa 15 bis 20 Zentimetern deutlich kleiner als Bachforellen in nährstoffreichen Gewässern [1]. Es handelt sich also nicht um eine eigene Art, sondern um dieselbe Bachforelle, die sich an die kargen Bedingungen ihres Lebensraums angepasst hat [2]. Wie alle Bachforellen braucht sie kühles, sauerstoffreiches Wasser und trägt die typischen rot umrandeten Tupfen [2]. Abbildung zu Steinkrebs SteinkrebsFischartDer Steinkrebs ist die kleinste heimische Flusskrebsart und lebt in kühlen, sauberen und sauerstoffreichen kleinen Bächen[1][7]. Tagsüber versteckt er sich gut unter Steinen, Wurzeln und Totholz oder Abbildung zu Stellnetz StellnetzGerätEin Stellnetz ist ein Fischernetz aus dünner Nylonschnur, das im Wasser aufgespannt und nicht durchs Wasser gezogen, sondern an einer Stelle verankert wird [1]. Fische verfangen sich darin, wenn sie hindurchschwimmen wollen und mit dem Kopf in den Maschen stecken bleiben [1]. In der Berufsfischerei werden Stellnetze etwa zum Fang von Dorsch, Hering und Plattfisch in der Ostsee genutzt [1]. Für Freizeitangler ist der Fang mit Stellnetzen in den Küstengewässern verboten [2], und auch sonst zählen Netze nicht zu den erlaubten Geräten der Angelfischerei. Abbildung zu Stellnetz kennzeichnung Stellnetz kennzeichnungFischereirechtEin Stellnetz ist ein stehendes Fangnetz, in dem sich Fische verfangen; weil es im Wasser für andere kaum sichtbar ist, muss es deutlich gekennzeichnet werden [1]. Vorgeschrieben sind dafür gut sichtbare Bojen oder Tafeln an den Netzenden, etwa gelbe Bojen mit 40 cm Durchmesser oder gelbe Tafeln mit 40 cm Kantenlänge [1]. Zusätzlich werden die Enden oft durch Stangen mit Flaggen markiert, die mindestens 1,2 m aus dem Wasser ragen [1]. Diese Kennzeichnung dient der Sicherheit im Schiffsverkehr, damit andere Boote die ausgelegten Netze erkennen und ausweichen können [1]. Abbildung zu Sterlet SterletFischartDer Sterlet lebt das ganze Jahr im Süßwasser und bevorzugt schnell fließende, sauerstoffreiche Flussabschnitte mit Kies- oder Sandgrund[1]. Anders als die großen Störe wandert er nicht ins Meer, sonde Abbildung zu Stichling StichlingFischartDer Stichling mag pflanzenreiche Flachwasserzonen von langsam fließenden Bächen, Seen und Teichen[1]. Er kommt auch im leicht salzigen Brackwasser an der Küste vor[1]. Gegenüber Sauerstoffmangel und s Abbildung zu Stint StintFischartDer Stint lebt in den Küstengewässern der Nord- und Ostsee und hält sich besonders gern im brackigen Wasser nahe der Flussmündungen auf, wo Süß- und Salzwasser sich mischen[1]. Es gibt auch eine reine Abbildung zu Stippangeln StippangelnAngelmethodeDas Stippangeln ist die einfachste Form des Posenangelns und eignet sich besonders gut für Einsteiger [1]. Man verwendet eine etwa drei bis vier Meter lange Rute ohne Ringe und ohne Rolle; die Schnur wird einfach direkt an die Rutenspitze gebunden und ist meist nur so lang wie die Rute selbst [1]. An der Schnur hängen eine leichte Pose, ein paar kleine Schrotbleie und der Haken mit Köder wie Maden, Mais oder Wurm [2]. Taucht die Pose ab, beißt ein Fisch, und man hebt die Rute an und greift den Fisch mit der Hand [1]. Gefangen werden vor allem Friedfische wie Rotaugen, Rotfedern oder Brassen [2]. StippruteGerätDie Stipprute, auch Kopfrute genannt, ist eine Angelrute ohne Rolle und ohne Ringe [1][2]. Die Schnur wird direkt an der Rutenspitze befestigt, meist über ein Gummiband (Gummizug), das die Rucke eines kämpfenden Fisches abfedert, weil man ja keine Schnur nachgeben kann [1][2]. Sie wird vor allem zum Fang von Friedfischen wie Rotaugen und Brachsen auf kurze bis mittlere Distanz verwendet [1]. Je kürzer die Schnur gehalten wird, desto punktgenauer kann man angeln [2]. StoffwechselAnatomieDer Stoffwechsel beschreibt alle Vorgänge, mit denen ein Fisch aus seiner Nahrung Energie gewinnt und seinen Körper am Laufen hält. Weil Fische wechselwarm sind, entspricht ihre Körpertemperatur immer der Wassertemperatur [1]. Steigt die Wassertemperatur, läuft der Stoffwechsel schneller, die Fische werden aktiver und fressen mehr [2]. Bei kaltem Wasser verlangsamt sich der Stoffwechsel, die Fische werden träge und nehmen kaum noch Nahrung auf [2]. StopperknotenGerätDer Stopperknoten ist ein kleiner Knoten, den man auf die Angelschnur setzt, um eine verschiebbare, aber feste Begrenzung zu schaffen [1]. Am häufigsten wird er beim Angeln mit der Laufpose genutzt: Er hält die Pose an der gewünschten Stelle und bestimmt so, wie tief der Köder im Wasser hängt [1]. Gebunden wird er mit einem dünnen Stück Schnur oder Garn, das man mehrfach um die Hauptschnur wickelt [1]. Abbildung zu Stör StörFischartDer Stör ist ein urtümlicher Bodenfisch, der den größten Teil seines Lebens im Meer in Tiefen zwischen etwa 5 und 60 Metern verbringt[1][6]. Zum Laichen wandert er aus dem Meer in große Flüsse hinauf, Abbildung zu Strassenverkehr StrassenverkehrFischereirechtBeim Angeln spielt der Straßenverkehr vor allem beim Transport der Fische nach Hause eine Rolle. Transportbehälter müssen so gebaut sein, dass die Fische sich nicht verletzen und kein Wasser ausläuft [1]. Tote Fische, die du mitnimmst, solltest du möglichst schnell ausnehmen und gerade im Sommer im Auto gut kühlen, zum Beispiel in einer Kühlbox oder Kühltasche mit Kühlakku [2]. Beim Transport eigener Fische im eigenen Fahrzeug über kurze Strecken (unter 50 km) brauchst du keine besonderen Papiere [1]. Abbildung zu Streamer StreamerGerätEin Streamer ist eine künstliche Fliege beim Fliegenfischen, die kein Insekt, sondern einen kleinen Beutefisch nachahmt [1][2]. Damit angelt man gezielt auf Raubfische wie große Forellen, Huchen, Hechte, Zander oder Barsche, die sich räuberisch von kleineren Fischen ernähren [1]. Durch kurze, ruckartige Zupfer mit kleinen Pausen wirkt der Streamer im Wasser wie ein flüchtendes oder verletztes Fischchen und reizt den Räuber zum Anbiss [1]. Er unterscheidet sich damit von Trocken- oder Nassfliegen, die Insekten imitieren [1]. Abbildung zu Streber StreberFischartDer Streber lebt in tiefen, schnell strömenden Abschnitten klarer, sauerstoffreicher Flüsse mit sauberem Kiesgrund[1]. Er braucht hohe Strömung und tiefe Gumpen und reagiert sehr empfindlich auf Versc StreetfishingAngelmethodeStreetfishing ist das Angeln mitten in der Stadt, etwa an Flüssen, Kanälen und Häfen, die schnell zu Fuß erreichbar sind [1]. Es ist vor allem bei jungen Anglern beliebt, weil man flexibel bleibt: Rucksack, kleine Köderbox und eine Rute reichen, um mehrere Stellen abzulaufen [1]. Meist werden gezielt Raubfische mit beweglichen Kunstködern aus Metall oder Gummi gejagt, häufig auch sehr kleine Köder von nur zwei bis drei Zentimetern [1]. Typische Zielfische sind Barsch, Zander, Döbel und Rapfen, manchmal auch Hecht oder Wels [1]. Abbildung zu Stress StressFischkrankheitStress beschreibt die Belastung eines Fisches durch ungünstige Bedingungen oder Eingriffe, zum Beispiel durch den Drill am Haken, das Hantieren beim Abhaken oder durch Temperaturschwankungen im Wasser [1][2]. Bei Stress steigt der Spiegel des Stresshormons Cortisol stark an [1]. Hält der Stress an oder ist er sehr heftig, verändert sich der Stoffwechsel des Fisches, das Immunsystem wird geschwächt und Wachstum, Fortpflanzung und Krankheitsabwehr leiden [1]. Deshalb sollte man gefangene Fische schonend und schnell behandeln und ihnen Zeit zur Erholung geben [2]. Abbildung zu Strömungsgeschwindigkeit StrömungsgeschwindigkeitGewässerkundeDie Strömungsgeschwindigkeit beschreibt, wie schnell das Wasser in einem Fließgewässer fließt. Sie ist einer der wichtigsten Faktoren dafür, welche Fische wo leben [1]. Im Oberlauf, der Forellenregion, fließt das Wasser schnell, ist kalt und sauerstoffreich, hier leben Forelle und Äsche [1][2]. Flussabwärts wird die Strömung langsamer und wärmer, weshalb dort andere Fischarten vorkommen [2]. Abbildung zu Strukturvielfalt StrukturvielfaltGewässerkundeStrukturvielfalt beschreibt, wie abwechslungsreich ein Gewässer aufgebaut ist, also ob es Tiefenrinnen und Flachwasser, schnelle und langsame Strömung sowie verschiedene Böden aus Steinen, Kies und Sand gibt [1]. Fische und ihre Nährtiere sind an diese unterschiedlichen Lebensräume angepasst und brauchen sie zum Leben, Laichen und Verstecken [1]. Auch Totholz im Wasser schafft solche Strukturen und ist wichtig für ein gesundes Fließgewässer [1]. Wo Gewässer begradigt und ausgebaut wurden, fehlt diese Vielfalt, weshalb man sie durch Renaturierung wiederherstellt [1]. StyroporAngelwissenStyropor ist ein sehr leichter, weißer Schaumstoff aus Kunststoff, der gut auf dem Wasser schwimmt. Beim Angeln nutzen manche kleine Styroporstücke, um den Köder etwas vom Grund abzuheben und schwimmen zu lassen [1]. Problematisch ist Styropor für die Umwelt: Es baut sich in der Natur nicht ab, sondern zerfällt über Jahre in immer kleinere Teile und wird so zu Mikroplastik im Gewässer [2]. Achtsame Angler vermeiden es daher, Styroporreste am Wasser zurückzulassen. Abbildung zu Sumpfkrebs SumpfkrebsFischartDieser Krebs mag warme, nährstoffreiche und eher langsam fließende oder stehende Gewässer und kommt sogar mit sehr schlammigem Boden gut zurecht[1]. Wo das Ufer es zulässt, gräbt er sich selbst kleine SymbioseGewässerkundeEine Symbiose ist das enge Zusammenleben von zwei verschiedenen Arten, bei dem beide Partner einen Vorteil haben [1]. Jeder bekommt etwas, das er allein nicht hätte, zum Beispiel Nahrung, Schutz oder einen besseren Lebensraum [2]. Ein bekanntes Beispiel aus dem Wasser sind Korallen, die mit winzigen Algen zusammenleben: Die Algen liefern den Korallen Energie aus der Fotosynthese, und dafür bekommen sie einen sicheren Platz zum Wachsen [1]. Für den Angler ist wichtig zu verstehen, dass im Gewässer viele Lebewesen voneinander abhängen und ein gesundes Gleichgewicht bilden.
T19 Einträge
Abbildung zu Talsperrengewässer TalsperrengewässerGewässerkundeEin Talsperrengewässer ist ein künstlich aufgestauter See, der durch eine Staumauer in einem Flusstal entsteht [1]. Solche Gewässer sind oft tief und haben steile Ufer (ein wannenförmiges Profil), weshalb sie für Angler als schwierig gelten [1]. Der Wasserstand kann sich je nach Wasserwirtschaft stark verändern, gelegentlich wird die Talsperre sogar ganz abgelassen [1]. In deutschen Talsperren leben häufig Raubfische wie Hecht, Zander und Barsch sowie Forellen und Renken; besonders fängig sind die Zuflüsse, weil sie nahrungsreich und sauerstoffreich sind [2]. Abbildung zu Tauchschaufel TauchschaufelGerätDie Tauchschaufel ist die kleine Platte an der Vorderseite eines Wobblers (eines künstlichen Kunstköders). Beim Einholen drückt sie gegen das Wasser und zwingt den Köder in die Tiefe; gleichzeitig sorgt sie für die typische taumelnde Schwimmbewegung [1][2]. Größe und Winkel der Schaufel bestimmen die Lauftiefe: kurz und steil lässt den Köder flach laufen, lang und flach bringt ihn tiefer [2]. Wie tief der Wobbler wirklich läuft, hängt zusätzlich von der Einholgeschwindigkeit und der Schnurstärke ab [2]. Abbildung zu Tauwurm TauwurmKöderDer Tauwurm ist der große Gemeine Regenwurm (Lumbricus terrestris) und einer der beliebtesten natürlichen Angelköder [1][2]. Er wird bis zu rund 30 cm lang, ist kräftig und sehr widerstandsfähig, sodass er lange am Haken lebendig bleibt und gut zappelt [1][2]. Gerade wegen seiner Größe eignet er sich für viele Fische wie Aal, Schleie, Karpfen, Brassen, Barsch und Döbel [1]. Tauwürmer sammelt man am einfachsten nachts auf feuchten Wiesen, daher auch der Name [1]. Abbildung zu Teich TeichGewässerkundeEin Teich ist ein stehendes Gewässer ohne nennenswerte Strömung, das meist vom Menschen angelegt wurde [1][2]. In der Fischereiprüfung wird ein Teich oft als künstlich geschaffenes, ablassbares Gewässer beschrieben, das man also gezielt entleeren kann [2]. Weil Teiche flach und ruhig sind, hängen Wassertemperatur, Lichtdurchlässigkeit und Sauerstoffgehalt stark vom Wetter ab und bestimmen mit, welche Fische dort leben können [1]. Abbildung zu Teichwirtschaft TeichwirtschaftHegeTeichwirtschaft ist die Nutzung natürlicher oder künstlich angelegter Teiche, um darin Fische aufzuziehen [1]. Im Mittelpunkt stehen vor allem Karpfen und Forellen, manchmal auch Krebse oder Muscheln [1]. Bei der Karpfenteichwirtschaft wachsen die Fische überwiegend von der Naturnahrung im Teich auf und werden nur gelegentlich zugefüttert; die Aufzucht dauert etwa drei Jahre [2]. Forellen hält man dagegen in durchströmten, sauerstoffreichen Teichen oder Kanälen und füttert sie mit Pelletfutter [1]. Am Ende wird der Teich abgefischt - also abgelassen und der Bestand geerntet [2]. TeleskopruteGerätEine Teleskoprute ist eine Angelrute, deren Segmente sich wie ein Fernrohr ineinander schieben lassen [1]. Zum Angeln zieht man die einzelnen Teile einfach auseinander, danach schiebt man sie wieder platzsparend zusammen, sodass die Rute leicht zu transportieren und schnell einsatzbereit ist [1]. Dadurch passt sie auch in einen Rucksack, und es kann kein loses Steckteil verloren gehen [1]. Beliebt ist sie vor allem beim Ansitzangeln; im Vergleich zur Steckrute ist sie aber meist etwas schwerer und steifer in der Aktion [1]. TemperaturschichtungGewässerkundeAls Temperaturschichtung bezeichnet man die Aufteilung eines Sees in Wasserschichten mit unterschiedlicher Temperatur [1]. Im Sommer liegt das warme, leichte Wasser oben (Epilimnion) und das kalte, schwere Wasser unten (Hypolimnion) [1]. Dazwischen liegt die Sprungschicht (Metalimnion), in der die Temperatur rasch abnimmt [1]. Durch diese Schichtung können sich oberes und unteres Wasser nicht mehr mischen, sodass dem Tiefenwasser im Sommer der Sauerstoff ausgehen kann [2]. TiefenzoneGewässerkundeDie Tiefenzone ist der dunkle, kalte Grundbereich eines Sees, der unterhalb der Sprungschicht beginnt [1][2]. Hierhin dringt fast kein Sonnenlicht mehr, deshalb wachsen dort keine Pflanzen und es findet keine Photosynthese statt [2]. Vor allem im Sommer ist die Tiefenzone oft sehr sauerstoffarm, weil absinkende Reste von Pflanzen und Tieren von Bakterien abgebaut werden und dabei Sauerstoff verbraucht wird [1][2]. Typische Bewohner sind Zuckmückenlarven, Schlammröhrenwürmer und Bakterien, die von herabsinkendem organischem Material leben [2]. Abbildung zu Tierschutz schlachtverordnung Tierschutz schlachtverordnungFischereirechtDie Tierschutz-Schlachtverordnung (TierSchlV) ist das deutsche Regelwerk, das genau vorschreibt, wie ein Fisch betäubt und getötet werden muss [1]. Einen Fisch, den du mitnehmen willst, musst du zuerst mit einem kräftigen Schlag auf den Kopf betäuben und dann sofort durch einen Herzstich oder Kiemenschnitt töten [1]. Für Aale und Plattfische gelten Ausnahmen, weil bei ihnen der Schlag kaum wirkt – sie werden direkt durch einen Stich getötet [1]. Den nötigen Sachkundenachweis dafür bekommst du automatisch mit dem Bestehen der Fischereiprüfung [1]. Die Betäubung gilt als wirksam, wenn der Fisch keine Reflexe mehr zeigt und die Kiemen sich nicht mehr bewegen [2]. Abbildung zu Tierschutzgesetz TierschutzgesetzFischereirechtDas Tierschutzgesetz ist das wichtigste Gesetz, das beim Angeln den Umgang mit dem Fisch regelt. Es sagt: Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen [1]. Beim Angeln gilt das Fangen und Töten eines Fisches als erlaubt, wenn du ihn danach verwerten willst, also zum Essen mitnimmst [2]. Einen Fisch fängst und tötest du immer waidgerecht: Du betäubst ihn sofort mit einem Schlag auf den Kopf und tötest ihn dann ohne Verzögerung, damit er möglichst wenig leidet [2][3]. Abbildung zu Tigerfisch TigerfischAnatomieDer Tigerfisch, meist Tigerforelle genannt, ist eine Kreuzung aus Bachforelle und Bachsaibling [1][2]. Seinen Namen verdankt er der auffälligen, wurmartig gemusterten Zeichnung, die an ein Tigerfell erinnert, sowie dem oft rötlichen Bauch [1]. Diese Kreuzung ist unfruchtbar und kann sich nicht selbst vermehren, sie entsteht immer wieder neu in der Fischzucht durch Befruchtung von Bachforellen-Eiern mit Milch des Bachsaiblings [1]. Weil er keine Energie in die Fortpflanzung steckt, wächst er kräftig und wird gern in kühle, sauerstoffreiche Forellengewässer gesetzt [2]. Abbildung zu Tote fische einbringen Tote fische einbringenHegeDamit ist das Einbringen toter Fische oder Fischteile in ein Gewässer gemeint, etwa als Köder oder beim Anfüttern. Das ist in vielen Bundesländern verboten, weil tote Fische Krankheiten und Parasiten übertragen können und das Wasser belasten [1]. Eine wichtige Ausnahme ist der Köderfisch: Er darf meist nur in dem Gewässer verwendet werden, aus dem er auch gefangen wurde [1]. Generell gilt, das Wasser nicht mit Fischresten oder zu viel Futter zu belasten, um Sauerstoffmangel und Krankheitsverbreitung zu vermeiden [2]. toter KöderfischKöderEin toter Köderfisch ist ein abgetöteter kleiner Fisch, der als natürlicher Köder zum Fang von Raubfischen wie Hecht, Zander oder Wels verwendet wird [1][2]. In Deutschland ist das Angeln mit totem Köderfisch erlaubt, der lebende Köderfisch dagegen aus Tierschutzgründen streng verboten [1]. Angeboten wird er meist beim Grund- oder Posenangeln, oft an einem System mit Drillingshaken [1]. Der Köderfisch muss vor dem Anködern waidgerecht getötet werden, in der Praxis durch einen kräftigen Schlag auf den Kopf [2]. Abbildung zu Totholz TotholzGewässerkundeTotholz sind abgestorbene Bäume, Äste und Wurzeln, die ins Wasser gefallen oder eingebracht worden sind. Für Fische ist es sehr wertvoll: Es bietet Verstecke vor Fressfeinden und strömungsgeschützte Ruheplätze, gerade Jungfische nutzen es gerne als Einstand [1][2]. In kleinen Fließgewässern hängt oft mehr als die Hälfte der Fisch-Lebensräume mit Totholz zusammen [3]. Deshalb gilt das Einbringen von Totholz als sinnvolle Hegemaßnahme, die Struktur und Artenvielfalt im Gewässer erhöht [2]. TragfähigkeitGerätDie Tragfähigkeit (auch Tragkraft genannt) gibt an, welches Gewicht eine Angelschnur aushält, bevor sie reißt [1]. Je dicker die Schnur, desto höher meist die Tragkraft, und eine geflochtene Schnur trägt bei gleichem Durchmesser mehr als eine monofile [2]. Wichtig zu wissen: Ein schlecht gebundener Knoten schwächt die Schnur stark, und auch Alter, Sonnenlicht und falsche Lagerung verringern die Tragkraft mit der Zeit [1][2]. Abbildung zu Trockenfliege TrockenfliegeGerätEine Trockenfliege ist ein künstlicher Köder beim Fliegenfischen, der auf der Wasseroberfläche schwimmt und ein erwachsenes Insekt nachahmt [1][2]. Damit sie nicht untergeht, wird sie aus wasserabweisenden Materialien wie Federn und Hecheln gebunden [2]. Mit ihr fängt man vor allem Fische, die nach Anflugnahrung an die Oberfläche steigen, also Insekten von oben fressen [2]. Trockenfliegen sind besonders dann erfolgreich, wenn gerade viele Insekten schlüpfen und die Fische sichtbar an der Oberfläche rauben [1]. Abbildung zu Trommelsucht TrommelsuchtAnatomieTrommelsucht entsteht, wenn ein Fisch zu schnell aus großer Tiefe nach oben geholt wird und das Gas aus seiner Schwimmblase nicht rasch genug ablassen kann [1]. Die Schwimmblase dehnt sich dann so stark aus, dass sie aufgebläht wird und sich der Bauch tonnenartig spannt [1]. Im schlimmsten Fall platzt die Blase oder drückt die Eingeweide aus dem Fisch heraus [1]. Angler begegnen dem Problem, wenn sie Fische aus tiefem Wasser zu hastig drillen und landen. Abbildung zu Tümpel TümpelGewässerkundeEin Tümpel ist ein kleines, stehendes Gewässer, das im Lauf des Jahres regelmäßig austrocknen kann, etwa in heißen Sommermonaten oder im trockenen Winter [1]. Er wird meist nur von Regen oder Quellwasser gespeist und hat weder Zu- noch Abfluss [1]. Tümpel sind sehr flach, selten tiefer als zwei Meter, sodass sich das Wasser schnell erwärmt und sich eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt entwickeln kann [2]. Fische fehlen oft, weil das Gewässer austrocknen kann; dafür sind Tümpel als Lebensraum für Amphibien und Insekten wertvoll [2]. Abbildung zu Twister TwisterGerätEin Twister ist ein Kunstköder aus weichem Gummi mit einem gedrungenen Körper und einem sichelförmigen, beweglichen Schwanz [1][2]. Beim Einholen vibriert dieser Schwanz und führt schon bei langsamem Tempo eine zappelnde Bewegung aus, die Raubfischen Beute vortäuscht [1]. Geangelt wird er meist durch ruckartiges Anheben und Absinken (Jiggen) [1]. Typische Zielfische sind Hecht, Zander und Barsch [2].
U21 Einträge
Überflutung Fische aneignenFischereirechtBei Hochwasser tritt ein Gewässer über die Ufer und Fische schwimmen auf überflutete Grundstücke. Hier gilt: Der Eigentümer des überfluteten Grundstücks darf sich diese Fische nicht einfach aneignen [1]. Solange die Fläche mit dem Gewässer verbunden ist, ist allein der Fischereiberechtigte zum Fischfang befugt [1]. Erst wenn das Wasser zurückgeht und Fische in abgetrennten Senken zurückbleiben, darf der Fischereiberechtigte sie meist innerhalb einer kurzen Frist (zum Beispiel zwei Wochen) bergen; danach geht das Recht an den Grundstückseigentümer über [2]. Abbildung zu Übersetzung ÜbersetzungGerätDie Übersetzung beschreibt das Getriebe einer Angelrolle: Sie sagt aus, wie oft sich der Schnurfangbügel um die Spule dreht, wenn du die Kurbel einmal komplett herumdrehst [1]. Eine Angabe wie 5,2:1 bedeutet also 5,2 Bügelumdrehungen pro Kurbeldrehung [2]. Eine hohe Übersetzung holt die Schnur schnell ein, eine niedrige Übersetzung bietet mehr Kraft beim Einkurbeln schwerer Köder [1]. Abbildung zu Überwasserpflanzen ÜberwasserpflanzenGewässerkundeÜberwasserpflanzen, auch emerse Pflanzen genannt, wurzeln im Wasser oder am Ufer, ragen mit ihren Blättern und Halmen aber deutlich über die Wasseroberfläche hinaus [1]. Sie wachsen vor allem im Flachwasser und in der Röhrichtzone, dem Übergang vom freien Wasser zum festen Ufer [1]. Typische Vertreter sind Schilf, Rohr, Binsen und Seggen [2]. Für Fische und Vögel bieten sie wichtigen Schutz und Verstecke, außerdem festigen sie das Ufer [1]. Abbildung zu Uferbegradigung UferbegradigungGewässerkundeBei einer Uferbegradigung wird das Ufer eines Gewässers künstlich gerade und glatt ausgebaut, oft mit Steinen oder Beton befestigt (Längsverbau) [1]. Dadurch verschwinden natürliche Buchten, flache Bereiche und Verstecke, und der Lebensraum wird strukturarm [1]. Die Folge ist meist, dass weniger Fischarten und weniger Fische im Gewässer leben [1]. Anspruchsvolle Arten verlieren ihren Lebensraum, weshalb man Ufer durch Renaturierung wieder naturnaher gestaltet [2]. Abbildung zu Uferbereich UferbereichGewässerkundeDer Uferbereich ist die flache Randzone eines Gewässers, in der noch Licht bis zum Grund kommt und Pflanzen wie Schilf, Seerosen und Unterwassergewächse wachsen [1]. Hier finden viele Fische Nahrung, Schutz und Laichplätze, weil das Wasser sich schnell erwärmt und viele Kleintiere als Futter vorhanden sind [1][2]. Auch für Jungfische ist diese Zone als geschützte Kinderstube wichtig [1]. Für Angler ist der Uferbereich deshalb oft ein lohnender Hotspot. Abbildung zu Uferbetretungsrecht UferbetretungsrechtFischereirechtDas Uferbetretungsrecht erlaubt Anglern in vielen Bundesländern, das Ufer eines Gewässers zu betreten, soweit das nötig ist, um dort zu angeln [1]. Es gilt aber nicht überall und nur unter Bedingungen: Das Grundstück darf nicht eingezäunt oder durch ein Verbotsschild gesperrt sein [1]. Ausgenommen sind zum Beispiel Gebäude, Höfe, gewerbliche Anlagen und eingefriedete Grundstücke [1]. Da die Regeln je nach Landesfischereigesetz unterschiedlich sind, sollte man sich vorab über die Vorschriften des eigenen Bundeslandes informieren [1]. Abbildung zu Ufergehölzsaum UfergehölzsaumGewässerkundeDer Ufergehölzsaum ist der Streifen aus Bäumen und Sträuchern, der ein Gewässer am Ufer begleitet, zum Beispiel aus Erlen und Eschen [1]. Er ist für ein gesundes Gewässer sehr wichtig: Die Bäume spenden Schatten und verhindern so, dass sich das Wasser im Sommer zu stark aufheizt, was vor allem kälteliebende Fische wie Forelle und Äsche schützt [1]. Die Wurzeln festigen das Ufer und bilden im Wasser ein dichtes Geflecht, das Fischen und Insekten Versteck und Lebensraum bietet [1]. Fehlt dieser Gehölzsaum, gehen die Fischbestände deutlich zurück [1]. Abbildung zu Uferschutzstreifen UferschutzstreifenGewässerkundeEin Uferschutzstreifen ist ein meist naturbelassener Geländestreifen direkt am Ufer eines Baches, Flusses oder Sees, der nicht oder nur sehr schonend genutzt wird [1]. Er fängt Dünger, Pflanzenschutzmittel und abgeschwemmte Erde von angrenzenden Feldern ab, bevor sie ins Wasser gelangen, und schützt so die Wasserqualität [1]. Gleichzeitig bietet er mit Schilf, Sträuchern und Bäumen Lebensraum und Versteck für viele Tiere und Pflanzen und verbindet verschiedene Lebensräume miteinander [1][2]. Für Fische sorgt er für beschattete, strukturreiche Uferbereiche, die wichtig für Laich und Jungfische sind [2]. Abbildung zu Uferzone UferzoneGewässerkundeDie Uferzone (Fachwort: Litoral) ist der flache, lichtdurchflutete Randbereich eines Sees, in dem das Sonnenlicht bis zum Grund reicht [1]. Weil hier viele Pflanzen wachsen, ist sie der artenreichste Bereich des Gewässers und ein wichtiger Lebensraum für unzählige Tiere [1][2]. Für Fische ist die Uferzone besonders wertvoll: Die Pflanzen bieten Verstecke, Nahrung und Laichplätze für den Nachwuchs [2]. Man gliedert sie oft weiter in Schilfzone, Schwimmblattzone und Unterwasserpflanzenzone [2]. Abbildung zu Ukelei UkeleiFischartDer Ukelei lebt im Freiwasser dicht unter der Wasseroberfläche und in der Uferzone von ruhigen Seen und langsam fließenden Flüssen[1]. Er meidet Stellen mit dichtem Pflanzenbewuchs und steht meist in UmgehungsgerinneGewässerkundeEin Umgehungsgerinne ist eine naturnahe Fischwanderhilfe, die wie ein kleiner Seitenarm um ein Hindernis im Fluss herumführt - etwa um ein Wehr oder eine Staustufe [1]. Es ahmt einen natürlichen Bachlauf mit Steinen und Strömung nach und lässt Fische so das Hindernis gefahrlos umschwimmen, statt vor ihm steckenzubleiben [1]. Neben Fischen können auch Kleintiere der Gewässersohle das Hindernis darüber überwinden [1]. Es zählt zu den naturnahen Bauweisen des Fischaufstiegs, im Gegensatz zu rein technischen Fischtreppen [1]. Abbildung zu Umkippen eines Gewässers Umkippen eines GewässersGewässerkundeVom Umkippen spricht man, wenn ein Gewässer plötzlich fast seinen ganzen Sauerstoff verliert [1]. Auslöser ist oft ein Überangebot an Nährstoffen (Eutrophierung), durch das sich Algen massenhaft vermehren [2]. Sterben diese Algen ab, zehren Bakterien beim Zersetzen am Grund sehr viel Sauerstoff, bis das Wasser sauerstoffarm wird und Fische und andere Tiere ersticken [1]. Am Ende faulen die Reste, es entstehen giftige Gase und das Wasser wird zur trüben Brühe [1]. Abbildung zu untere Fischereibehörde untere FischereibehördeFischereirechtDie untere Fischereibehörde ist meist beim Landratsamt oder bei der Stadtverwaltung angesiedelt und setzt vor Ort die Fischereigesetze und -verordnungen durch [1]. Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem die Organisation und Durchführung der Fischerprüfung als Voraussetzung für den Fischereischein [1]. Zuständig ist die Behörde des Landkreises, in dem das jeweilige Gewässer liegt [2]. Bei ihr werden außerdem Fischereipachtverträge angezeigt, und sie ist für Genehmigungen wie die Elektrofischerei zuständig [2]. Abbildung zu Unterfangkescher UnterfangkescherGerätEin Unterfangkescher ist ein Netz an einem Bügel mit Stiel, mit dem man einen gehakten Fisch sicher landet [1]. Der Name kommt daher, dass der Fisch von unten unterfangen, also untergeschoben wird: Man führt ihn über das im Wasser liegende Netz und hebt dieses dann an, damit er nicht mehr entkommen kann [1]. Diese Methode ist schonender und sicherer als das Landen mit der Hand, und schon mancher Fisch ging ohne Kescher kurz vor dem Ufer verloren [2]. Ist der Fisch zu klein oder hat Schonzeit, kann man ihn so schnell und schonend wieder zurücksetzen [2]. Abbildung zu Untergrund UntergrundGewässerkundeDer Untergrund (auch Gewässergrund) ist der Boden eines Gewässers und kann aus Stein, Kies, Sand, Lehm oder weichem Schlamm bestehen [1]. Je abwechslungsreicher der Untergrund ist, desto mehr verschiedene Fischarten leben dort [1]. Weicher, schlammiger Grund zieht eher Brassen und Karpfen an, die hier nach Larven und Würmern gründeln, während Barbe und Rotauge festen, sandigen oder steinigen Grund bevorzugen [1]. Im schnellen, sauerstoffreichen Oberlauf eines Flusses überwiegen Steine und Kies, im langsamen Unterlauf eher Sand und Schlamm [2]. Untermäßiger FischFischereirechtEin untermäßiger Fisch ist ein Fisch, der das gesetzlich festgelegte Mindestmaß noch nicht erreicht hat. Das Mindestmaß ist die vorgeschriebene Länge, gemessen von der Kopfspitze bis zum Ende der Schwanzflosse, die ein Fisch haben muss, damit man ihn entnehmen darf [1]. Fängt man einen untermäßigen Fisch, muss man ihn schonend und zügig zurücksetzen [1][2]. So bekommen junge Fische die Chance, sich fortzupflanzen; die genauen Maße legt jedes Bundesland selbst fest [1][2]. Abbildung zu Unterstand UnterstandGewässerkundeEin Unterstand ist eine versteckte oder geschützte Stelle im Gewässer, an der sich Fische gerne aufhalten. Dazu gehören zum Beispiel ins Wasser gefallene Bäume, große Steine, Schilfkanten oder überhängende Ufer [1][2]. Solche Plätze bieten den Fischen Schutz vor Feinden und oft auch reichlich Nahrung [1]. Besonders Raubfische wie der Hecht nutzen Unterstände als Versteck, um aus der Deckung heraus zu jagen [2]. Für Angler sind Unterstände wichtige Hotspots, weil dort die Chance auf einen Fang besonders hoch ist [2]. Abbildung zu unterständiges Maul unterständiges MaulAnatomieBei einem unterständigen Maul liegt die Mundöffnung an der Unterseite des Kopfes und zeigt nach unten, weil der Oberkiefer etwas weiter nach vorn ragt als der Unterkiefer [1][2]. Diese Maulstellung ist typisch für Fische, die ihre Nahrung am Gewässergrund suchen, zum Beispiel die Barbe oder der Stör [1][2]. Sie fressen dort kleine Bodentiere, Algen und herabgesunkene Nahrung und haben oft Barteln am Maul, die beim Aufspüren der Nahrung helfen [1]. An der Maulstellung kann man also gut ablesen, wie und wo ein Fisch frisst. Abbildung zu Unterwasserpflanzen UnterwasserpflanzenGewässerkundeUnterwasserpflanzen (auch submerse Pflanzen genannt) wachsen vollständig unter der Wasseroberfläche, zum Beispiel Hornkraut, Tausendblatt oder Wasserpest. Sie sind neben den Algen die wichtigsten Sauerstofflieferanten im Gewässer, weil sie bei der Photosynthese viel Sauerstoff ins Wasser abgeben [1]. Für Fische sind sie zugleich eine Kinderstube: Sie dienen als Laichplatz, bieten den Jungfischen Verstecke und Futter [2]. Viele dieser Pflanzen haben kaum Wurzeln und nehmen ihre Nährstoffe direkt als gelöste Salze über ihre große Oberfläche auf [1]. Abbildung zu Unterwasserposenmontage UnterwasserposenmontageGerätBei einer Unterwasserposenmontage sitzt ein kleiner Auftriebskörper, die Unterwasserpose, direkt auf dem Vorfach einer Grundmontage [1]. Anders als eine normale Pose schwimmt sie nicht an der Oberfläche, sondern bleibt unter Wasser und hebt den Köder ein Stück vom Gewässergrund ab, damit er besser sichtbar bleibt [1]. Sie wird vor allem beim Wels- und Zanderangeln in Flüssen mit Strömung genutzt, weil sich das Vorfach dort sauber streckt [2]. Urform des KarpfensAnatomieDie Urform des Karpfens ist der Wildkarpfen, von dem alle gezüchteten Karpfenformen abstammen [1]. Ursprünglich war er ein typischer Flussfisch und lebte unter anderem in der Donau, weshalb man ihn auch Donaukarpfen nennt [2]. Sein Körper ist langgestreckt und vollständig mit gleichmäßigen Schuppen bedeckt [1]. Aus ihm wurden später Zuchtformen wie Schuppen-, Spiegel- und Lederkarpfen herausgezüchtet; der Schuppenkarpfen sieht der Urform dabei noch am ähnlichsten [2].
V10 Einträge
Verbotene fangmethodenFischereirechtVerbotene Fangmethoden sind Techniken und Geräte, die nicht erlaubt sind, weil sie den Fischen unnötiges Leid zufügen, das Gewässer schädigen oder zu viele Fische auf einmal fangen [1]. Dazu zählt zum Beispiel das Reißen, bei dem der Haken von außen in den Fischkörper gerissen wird, statt dass der Fisch richtig beißt [1]. Auch das Elektrofischen ist für normale Angler verboten und nur mit Genehmigung für Hege oder Wissenschaft erlaubt [2]. Reißende, klemmende oder durchbohrende Geräte wie Aalharken oder Aalscheren sowie unbeaufsichtigte Fanggeräte sind ebenfalls untersagt [1][2]. Abbildung zu Verbotene fangmittel Verbotene fangmittelFischereirechtVerbotene Fangmittel sind Geräte und Methoden, die beim Angeln nicht erlaubt sind, weil sie unnötiges Tierleid verursachen, das Gewässer schädigen oder den Fischbestand gefährden [1]. Dazu zählen vor allem Sprengstoff, Gift, betäubende Stoffe und das Fangen mit elektrischem Strom (Elektrofischerei) [2]. Auch das Anlocken oder Fangen mit künstlichen Lichtquellen sowie Netze und Reusen sind für den normalen Angler verboten und nur Berufsfischern mit Sondergenehmigung erlaubt [2]. Die genauen Regeln stehen in den Fischereigesetzen und -verordnungen der Bundesländer und sollten vor dem Angeln bekannt sein. VerbuttungFischkrankheitVerbuttung bedeutet, dass ein Fischbestand viel zu viele Fische enthält, die aber alle klein und schwächlich bleiben [1]. Ursache ist Nahrungsmangel: Es gibt zu viele hungrige Mäuler für zu wenig Futter, deshalb hört das Wachstum nach der Geschlechtsreife fast auf, obwohl die Tiere weiter ablaichen [1][2]. Besonders gefährdet sind kleine, abgeschlossene Gewässer und Arten wie Barsch, Rotauge, Brachse oder Karausche, vor allem wenn Raubfische fehlen, die den Nachwuchs kurz halten würden [1][2]. Für Angler ist Verbuttung ein Zeichen für ein aus dem Gleichgewicht geratenes Gewässer. Abbildung zu Verlandung VerlandungGewässerkundeVerlandung ist der langsame natürliche Vorgang, bei dem ein See oder Teich über lange Zeit immer flacher wird und schließlich zu Land wird [1]. Das passiert, weil Wasser- und Sumpfpflanzen wie Schilf einwachsen und weil Sand und Schlamm angeschwemmt werden und sich am Boden ablagern [1]. So schrumpft die offene Wasserfläche allmählich, und am Rand entsteht eine Verlandungszone als Übergang zwischen Wasser und Land [2]. Über viele Jahre kann aus einem See auf diese Weise ein Moor oder am Ende sogar Wald werden [1]. Abbildung zu Verpilzung VerpilzungFischkrankheitEine Verpilzung, auch Mykose oder Fischschimmel genannt, ist eine Pilzerkrankung der Fischhaut [1]. Sie zeigt sich als weißlicher, wattebauschartiger Belag, der sich später grünlich bis bräunlich verfärben kann [2]. Meist befallen die Pilze (häufig der Gattung Saprolegnia) nur Fische, die schon vorgeschädigt sind, etwa durch Verletzungen der Schleimhaut [1]. Gerade darum sollte man Fische nie mit trockenen Händen anfassen, um die schützende Schleimschicht nicht zu beschädigen [1]. Abbildung zu Verzehrtauglichkeit VerzehrtauglichkeitAngelwissenVerzehrtauglichkeit bedeutet, ob ein Fisch noch bedenkenlos gegessen werden kann oder schon verdorben ist. Ein frischer, tauglicher Fisch hat klare, vorgewölbte Augen, rote bis rosa und saubere Kiemen und riecht neutral, nicht fischig [1][2]. Verdorben ist ein Fisch, wenn die Augen trüb und eingefallen sind, die Kiemen grau, grünlich oder schleimig werden und er faulig oder ammoniakartig riecht [1][2]. Solche Fische dürfen nicht mehr gegessen werden, da sie krank machen können. Abbildung zu Viruserkrankung ViruserkrankungFischkrankheitViruserkrankungen werden bei Fischen durch winzige Krankheitserreger, die Viren, ausgelöst und können sich in einem Bestand schnell ausbreiten [1]. Eine der bekanntesten ist die Virale Hämorrhagische Septikämie (VHS), auch Forellenseuche genannt, die vor allem Forellen befällt [1]. Typische Anzeichen sind dunkle Färbung, hervortretende Glotzaugen, blasse Kiemen und kleine Blutungen an Auge und Flossen [2]. Solche Fischseuchen sind anzeigepflichtig, ein Verdacht muss also dem Veterinäramt gemeldet werden [1]. Abbildung zu Vögel VögelNaturschutzAm und auf dem Wasser leben viele Vögel wie Enten, Schwäne und Reiher, die unter Naturschutz stehen und auf die Angler besonders Rücksicht nehmen müssen [1]. Vor allem während der Brut- und Aufzuchtzeit im Frühjahr und Frühsommer dürfen brütende Vögel nicht gestört werden, denn verlassen sie ihr Gelege, können die Eier auskühlen und die Jungen sterben [1]. Eine große Gefahr ist außerdem achtlos weggeworfene Angelschnur, die für Wasservögel zur tödlichen Falle werden kann [2]. Angler sollten daher Abstand zu Brutplätzen halten und ihre Ausrüstung samt Schnurresten immer mitnehmen. Abbildung zu Vollzirkulation VollzirkulationGewässerkundeDie Vollzirkulation ist die vollständige Durchmischung eines Sees von der Oberfläche bis zum Grund [1]. Sie tritt meist im Frühjahr und Herbst auf, weil das Wasser dann überall etwa gleich warm ist und der Wind es leicht umwälzen kann [1][2]. Dabei wird die Sprungschicht aufgelöst und sauerstoffreiches Oberflächenwasser gelangt in die Tiefe, während nährstoffreiches Tiefenwasser nach oben kommt [2]. So bekommt der ganze See wieder frischen Sauerstoff, was für die Fische am Grund lebenswichtig ist. VorfachGerätDas Vorfach ist das kurze Schnurstück zwischen der Hauptschnur und dem Haken [1]. Es ist meist etwas dünner und unauffälliger als die Hauptschnur, damit der scheue Fisch es schlechter sieht [1][2]. Zugleich dient es als Sollbruchstelle: Reißt etwas, verliert man nur das Vorfach und nicht die ganze Montage [1]. Beim Angeln auf Hecht nimmt man ein bissfestes Stahlvorfach, damit die scharfen Zähne die Schnur nicht durchtrennen [2].
W48 Einträge
WachstumsringeAnatomieWachstumsringe sind ringförmige Muster in den Schuppen, Knochen oder kleinen Gehörsteinchen (Otolithen) eines Fisches, mit denen man sein Alter ablesen kann. Sie entstehen, weil Fische wechselwarm sind und im warmen Sommer mit viel Futter schnell wachsen (breite Ringe), im Winter dagegen kaum (schmale, dichte Ringe) [1][2]. Ein Sommer- und ein Winterring zusammen ergeben ein Lebensjahr, ähnlich wie die Jahresringe eines Baumes. Bei großschuppigen Fischen wie den meisten Karpfenartigen zählt man die Ringe mit Lupe oder Mikroskop an einer Schuppe oberhalb der Seitenlinie [2]. Abbildung zu waidgerecht waidgerechtAngelmethodeWaidgerecht bedeutet, beim Angeln verantwortungsvoll, respektvoll und gesetzestreu mit dem Fisch und der Natur umzugehen [1]. Dazu gehört, gefangene Fische möglichst schmerz- und stressfrei zu behandeln und nur so viel zu entnehmen, wie man auch wirklich verwerten kann [1]. Ein Fisch wird waidgerecht getötet, indem man ihn zuerst mit einem Schlag auf den Kopf betäubt und ihn dann sofort durch einen Kiemenschnitt oder Herzstich entbluten lässt [2]. Die rechtliche Grundlage dafür liefert die Tierschutz-Schlachtverordnung [2]. Abbildung zu Waller WallerFischartDer Waller mag große, tiefe und warme Gewässer wie langsam fließende Flüsse, Seen und Stauseen[1]. Am liebsten steht er tagsüber versteckt zwischen Unterwasserstrukturen wie versunkenen Bäumen, Wurzel Abbildung zu Wanderfisch WanderfischAngelwissenWanderfische sind Fischarten, die im Lauf ihres Lebens weite Strecken zwischen verschiedenen Gewässern zurücklegen, vor allem um zu laichen [1]. Man unterscheidet zwei Hauptgruppen: Der Lachs wandert vom Meer in die Flüsse hinauf, um dort abzulaichen (anadrom), während der Aal flussabwärts ins Meer zieht, um in der Sargassosee zu laichen (katadrom) [1]. Auf ihrer Wanderung finden die Fische ihr Heimatgewässer am Geruch wieder [2]. Damit diese Wanderung gelingt, müssen Flüsse durchgängig sein und dürfen nicht durch Wehre versperrt werden [2]. Wasser chemische verbindungGewässerkundeWasser ist eine chemische Verbindung aus zwei Elementen: Wasserstoff und Sauerstoff, mit der Formel H2O [1]. Jedes Wassermolekül besteht aus zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom, die fest miteinander verbunden sind [2]. Weil die Ladung im Molekül ungleich verteilt ist, wirkt Wasser wie ein kleiner Magnet und kann viele Stoffe lösen, etwa Sauerstoff und Nährstoffe, die Fische zum Leben brauchen [2]. Abbildung zu Wasseramsel WasseramselGewässerkundeDie Wasseramsel ist ein kleiner Singvogel, der an schnell fließenden, sauberen Bächen mit steinigem Grund lebt [1]. Sie ist der einzige heimische Singvogel, der tauchen und unter Wasser schwimmen kann, und sucht so nach Wasserinsekten, deren Larven, kleinen Fischen und Bachflohkrebsen [2]. Früher wurde sie als Laichräuber verfolgt, heute ist sie geschützt und gilt als Anzeiger für gesunde, naturnahe Gewässer [1][2]. WasserasselnGewässerkundeWasserasseln sind kleine, etwa 10 bis 20 Millimeter lange Krebstiere, die am Gewässergrund leben und vielen Fischen als Nahrung dienen [1]. Sie ernähren sich von abgestorbenen Pflanzenresten und kommen vor allem in nährstoffreichem, organisch belastetem Wasser vor [1]. Treten sie in großer Zahl auf, gelten sie als Zeiger für ein stärker verschmutztes Gewässer [2]. Für Angler sind sie ein Hinweis auf die Wasserqualität und ein wichtiges Glied in der Nahrungskette. Abbildung zu Wasserblüte WasserblüteGewässerkundeEine Wasserblüte ist eine massenhafte Vermehrung von winzigen Algen oder Blaualgen (Cyanobakterien), die das Wasser grünlich trüben und an der Oberfläche eine dichte Schicht bilden [1]. Sie entsteht meist durch ein Überangebot an Nährstoffen wie Phosphat und Nitrat, also durch Überdüngung des Gewässers [1][2]. Das ist für Fische gefährlich, denn wenn die vielen Algen absterben, verbrauchen die abbauenden Bakterien sehr viel Sauerstoff [2]. Im schlimmsten Fall führt das zu Sauerstoffmangel und einem Fischsterben [2]. Abbildung zu Wasserfahrzeug WasserfahrzeugGerätEin Wasserfahrzeug ist alles, womit man sich auf dem Wasser fortbewegt, also zum Beispiel ein Ruderboot, ein Schlauchboot oder ein Bellyboot [1]. Zum Angeln darfst du ein Wasserfahrzeug nur benutzen, wenn deine Angelerlaubnis (die Angelkarte oder Gewässerordnung) das ausdrücklich erlaubt [2]. Oft ist das Angeln vom Boot nur mit Zusatzerlaubnis gestattet, sonst darfst du nur vom Ufer aus fischen [1]. Achte immer auf die Regeln deines Gewässers, denn Fischereirecht ist in Deutschland Ländersache und unterscheidet sich von Region zu Region [2]. Abbildung zu Wasserflöhe WasserflöheGewässerkundeWasserflöhe (auch Daphnien genannt) sind winzige Kleinkrebse, die zum tierischen Plankton (Zooplankton) eines Gewässers gehören [1]. Sie filtern Algen und andere kleinste Teilchen aus dem Wasser und bilden so ein wichtiges Bindeglied in der Nahrungskette [1]. Weil sie je nach Jahreszeit in riesiger Zahl auftreten, sind sie eine zentrale Nahrungsquelle für viele Fische, besonders für die Brut [1][2]. Für die Prüfung sind Wasserflöhe ein typisches Beispiel für Fischnährtiere. Abbildung zu Wasserkraftwerk WasserkraftwerkGewässerkundeEin Wasserkraftwerk nutzt die Strömung eines Flusses, um über Turbinen Strom zu erzeugen, staut dafür aber meist das Wasser auf. Solche Stauanlagen unterbrechen die Durchgängigkeit des Flusses, sodass wandernde Fische nicht mehr ungehindert flussauf- oder abwärts ziehen können [1]. Beim Durchschwimmen der Turbinen wird mehr als jeder fünfte Fisch durch Druckänderungen, Verwirbelungen und den Kontakt mit den Schaufeln getötet [2]. Schutzmaßnahmen sind mechanische Fischabweiser (Rechen) sowie Fischwanderhilfen wie Fischtreppen [3]. Abbildung zu Wasserlinse WasserlinseGewässerkundeDie Wasserlinse (oft Entengrütze genannt) ist eine winzige Schwimmpflanze mit kleinen, linsenförmigen Blättchen, die als grüner Teppich auf der Wasseroberfläche treibt [1][2]. Sie wächst vor allem in nährstoffreichen, ruhigen Gewässern wie Teichen, Tümpeln und Altarmen und kann sich bei gutem Wetter in nur drei Tagen verdoppeln [2]. Für Angler ist sie nützlich: Sie dient Fischen als Futter und entzieht dem Wasser überschüssige Nährstoffe [1][2]. Abbildung zu Wasserpest WasserpestGewässerkundeDie Wasserpest (Elodea) ist eine untergetaucht wachsende Wasserpflanze, die im Gewässergrund wurzelt und ursprünglich aus Nordamerika stammt [1][2]. Sie gilt als invasiv, weil sie sich schon aus kleinen Stängelstücken stark vermehrt, dichte Matten bildet und heimische Pflanzen verdrängt [1]. Tagsüber gibt sie durch Photosynthese viel Sauerstoff ab und kann ein Gewässer beleben [1]. Stirbt im Herbst aber viel Pflanzenmasse ab, zehrt der Abbau Sauerstoff und kann das Gewässer belasten [1]. Abbildung zu Wasserpflanzen WasserpflanzenGewässerkundeWasserpflanzen sind grüne Pflanzen, die im oder am Wasser wachsen. Über die Fotosynthese geben sie tagsüber Sauerstoff ins Wasser ab, den die Fische zum Atmen brauchen [1][2]. Außerdem bieten sie Fischen, Insekten und Kleintieren Verstecke, Nahrung und Laichplätze und tragen so zur Artenvielfalt im Gewässer bei [1]. Für Angler sind pflanzenreiche, sauerstoffreiche Stellen oft gute Plätze, weil sich die Fische dort wohler fühlen und aktiver sind [2]. Abbildung zu Wasserpflanzen zonierung Wasserpflanzen zonierungGewässerkundeWasserpflanzen verteilen sich in einem See in Zonen, die sich nach Wassertiefe und Lichtmenge richten [1]. Am Ufer steht die Röhrichtzone mit Schilf und Rohrkolben, die mit den Wurzeln im Boden und den Halmen weit über dem Wasser stehen [2]. Etwas tiefer folgt die Schwimmblattzone mit Seerosen, deren Blätter auf dem Wasser treiben, und darunter die Tauchblattzone mit ganz unter Wasser lebenden Pflanzen wie Laichkraut [2]. Für Angler sind diese Pflanzenzonen wichtige Verstecke und Laichplätze für Fische. Abbildung zu Wasserprobe WasserprobeGewässerkundeEine Wasserprobe ist eine entnommene Menge Gewässerwasser, die untersucht wird, um die Wasserqualität zu beurteilen [1]. Dabei misst man Werte wie den pH-Wert, den Sauerstoffgehalt sowie Nährstoffe wie Nitrit, Nitrat und Phosphat, oft mit einfachen Tropfen- oder Teststäbchen-Sets [1]. Für Fische ist zum Beispiel ein pH-Wert zwischen etwa 6,5 und 8,5 günstig, weil extreme Werte sie stressen [1]. In Angelvereinen kümmert sich meist der Gewässerwart um solche regelmäßigen Kontrollen, um Probleme früh zu erkennen [1]. Abbildung zu Wasserrahmenrichtlinie WasserrahmenrichtlinieFischereirechtDie Wasserrahmenrichtlinie (kurz WRRL) ist ein EU-Gesetz aus dem Jahr 2000, das verlangt, dass alle Gewässer – vom Grundwasser über Flüsse und Seen bis zur Küste – in einen guten Zustand kommen [1][2]. Dabei wird ein Gewässer als Lebensraum betrachtet: Man prüft unter anderem, ob die Fische und Pflanzen, die dort natürlich vorkommen sollten, auch wirklich da sind [1]. Ziel ist, dass die Gewässer naturnah und sauber genug sind, damit die typischen Tiere und Pflanzen wieder gut leben können [3]. Für Angler ist das wichtig, weil gesunde Gewässer mehr und stabilere Fischbestände bedeuten. Abbildung zu Wasserschnecken WasserschneckenFischkrankheitWasserschnecken spielen eine wichtige Rolle bei manchen Fischkrankheiten, weil sie als Zwischenwirt für bestimmte Parasiten dienen [1]. Bei der Schwarzfleckenkrankheit zum Beispiel entwickeln sich die Larven von Saugwürmern zuerst in Schnecken, verlassen diese dann frei schwimmend und bohren sich in die Haut von Fischen [1]. Dort bilden sich die typischen kleinen schwarzen Flecken [1]. Weil der Lebenszyklus des Parasiten über die Schnecke läuft, bekämpft man in der Teichwirtschaft oft gezielt die Wasserschnecken, um den Befall zu verringern [1]. Abbildung zu Wasserspitzmaus WasserspitzmausNaturschutzDie Wasserspitzmaus ist ein kleines, an das Leben im und am Wasser angepasstes Säugetier und die größte Spitzmaus Europas [1][2]. Sie lebt an naturnahen, sauberen Ufern von Bächen, Flüssen und Seen und taucht nach Wasserinsekten, kleinen Krebsen, Schnecken und kleinen Fischen [2]. In Deutschland gilt sie als gefährdet und steht als besonders geschützte Tierart unter Naturschutz, weil ihre Lebensräume durch Gewässerverbauung verloren gehen [1]. Für Angler ist wichtig, naturnahe Uferbereiche zu schonen, damit solche Tiere bestehen bleiben [1]. Abbildung zu Wassertemperatur WassertemperaturAnatomieDie Wassertemperatur ist für Fische besonders wichtig, weil sie wechselwarm sind: Ihre Körpertemperatur passt sich dem Wasser an, sie können sich nicht selbst aufwärmen [1]. Ist das Wasser kalt, läuft ihr Stoffwechsel langsam, sie fressen wenig und bewegen sich kaum; wird es wärmer, steigt zunächst die Fressaktivität [1]. Auch die Laichzeit hängt stark von der Temperatur ab, denn viele Arten laichen erst, wenn das Wasser eine bestimmte Wärme erreicht [2]. Für Angler heißt das: Wer die Wassertemperatur kennt, versteht, wo und wie aktiv die Fische gerade sind [1]. Abbildung zu Wasservögel WasservögelNaturschutzWasservögel sind Vögel, die an und auf Gewässern leben, zum Beispiel Enten, Schwäne, Reiher, Taucher und Rohrdommeln [1]. Einige von ihnen ernähren sich von Fischen, etwa der Graureiher, der gezielt nach Fischen jagt [1]. Viele Wasservogelarten sind durch die Trockenlegung von Seen und Feuchtgebieten selten geworden und stehen unter Naturschutz [1]. Für Angler ist wichtig, Brut- und Ruheplätze nicht zu stören und Müll wie Schnur oder Haken nicht zurückzulassen, da sich Vögel daran verletzen können. Abbildung zu Watfischen WatfischenAngelmethodeBeim Watfischen steht der Angler im Wasser, statt vom Ufer aus zu angeln [1]. Dafür trägt man eine Wathose, eine wasserdichte Hose, die meist bis zur Brust reicht und einen trocken hält [2]. So kommt man näher an die Fische heran und kann Stellen erreichen, die vom Ufer aus nicht zu beangeln sind, zum Beispiel beim Fliegenfischen oder Spinnfischen im Fluss [1]. Wichtig ist dabei Vorsicht: Man sollte immer erst einen Fuß sicher aufsetzen, bevor man den anderen bewegt, da die Strömung gefährlich werden kann [2]. Abbildung zu Wathose WathoseGerätEine Wathose ist eine wasserdichte Hose mit angeschlossenen Stiefeln, mit der man ins Wasser hineingehen kann, ohne nass zu werden. Sie erweitert den Aktionsradius und erlaubt es, Angelplätze zu erreichen, die vom Ufer aus nicht zugänglich wären [1]. Es gibt atmungsaktive Modelle und wärmende Neopren-Wathosen für kaltes Wasser [2]. Für Angelschüler ist der Sicherheitsaspekt entscheidend: Man sollte immer einen Watgürtel tragen, damit bei einem Sturz nicht zu viel Wasser eindringt, und in tiefem oder strömendem Wasser zusätzlich eine Rettungsweste anlegen [1]. wechselwarmAngelwissenWechselwarm (auch poikilotherm) bedeutet, dass ein Fisch seine Körpertemperatur nicht selbst regelt, sondern sie immer der Wassertemperatur entspricht [1]. Anders als Menschen oder Vögel haben Fische keine innere Heizung, ihre Temperatur hängt also vollständig von der Umgebung ab [2]. Das ist auch fürs Angeln wichtig: Im warmen Wasser sind Fische aktiver und fressen mehr, im kalten Wasser werden sie träge und beißen seltener [1]. Abbildung zu Wehr WehrHegeEin Wehr ist eine von Menschen gebaute Sperre, die quer im Fluss steht und den Wasserstand reguliert oder aufstaut [1][2]. Für Fische, die flussaufwärts wandern wollen, ist ein Wehr meist ein kaum überwindbares Hindernis und unterbricht so die Durchgängigkeit des Gewässers [2]. Damit Fische trotzdem aufsteigen können, baut man am Wehr oft eine Fischtreppe (Fischpass) [2]. Für Angler ist der Bereich unterhalb eines Wehrs ein guter Platz, weil sich dort durch das sauerstoffreiche, strömende Wasser viele Fische sammeln [3]. Abbildung zu Weisse see und gelbe teichrose Weisse see und gelbe teichroseGewässerkundeDie Weiße Seerose und die Gelbe Teichrose sind zwei heimische Schwimmblattpflanzen, die mit langen Stielen im Schlamm wurzeln und ihre Blätter auf der Wasseroberfläche ausbreiten. Die Weiße Seerose hat große weiße Blüten, die Gelbe Teichrose kleinere goldgelbe Blüten, die wie übergroße Butterblumen aussehen [1][2]. Beide Pflanzen bieten Fischen und kleinen Wassertieren Schatten und Versteck. Sie stehen in Deutschland unter Naturschutz und dürfen nicht ausgerissen oder gepflückt werden [3]. Abbildung zu Weisse seerose Weisse seeroseGewässerkundeDie Weiße Seerose (Nymphaea alba) ist eine heimische Wasserpflanze mit großen weißen Blüten und runden Schwimmblättern, die in nährstoffreichen, stehenden oder langsam fließenden Gewässern in etwa ein bis anderthalb Metern Tiefe wächst [1][3]. In Deutschland ist sie besonders geschützt, darf also nicht ausgerissen oder gepflückt werden [4]. Für Angler ist sie wichtig, weil ihre Blätter und Wurzeln vielen Fischen wie Hecht, Schleie, Barsch und Karpfen Schatten, Unterstand und Nahrung bieten [2]. Wer in der Nähe von Seerosen angelt, muss die Pflanzen daher schonen. Abbildung zu Welsangeln WelsangelnAngelmethodeBeim Welsangeln versucht man, den großen Wels (auch Waller genannt) gezielt zu fangen, der sich vor allem über seinen sehr feinen Geruchssinn orientiert [1]. Eine der beliebtesten Montagen ist die Unterwasserpose (U-Pose): Sie ist ein kleiner Auftriebskörper am Vorfach, der den Köder ein Stück über dem Grund schweben lässt [2]. Als Köder dienen klassisch ein Bündel Tauwürmer oder ein Köderfisch, deren Duft den Wels anlockt [1]. Weil Welse sehr groß und kräftig werden, braucht man dafür besonders starkes Gerät [1]. WelsgriffAngelmethodeDer Welsgriff (auch Wallergriff) ist die übliche Technik, um einen gefangenen Wels mit der Hand sicher zu landen [1]. Dabei greift man dem ausgedrillten Fisch mit der Hand in den Unterkiefer: Bei großen Exemplaren legt man den Daumen außen an den Kiefer und die übrigen Finger ins Maul, bei kleineren Welsen genau umgekehrt [2]. So lässt sich der Wels sicher fixieren, was schonender und schneller ist als ein zu kleiner Kescher [1]. Man sollte dabei auf die Lage der Haken achten und am besten einen Landehandschuh tragen [2]. WettfischenAngelmethodeWettfischen ist eine Angelveranstaltung, bei der mehrere Teilnehmer unter gleichen Bedingungen gegeneinander antreten und über das Fangergebnis eine Rangfolge ermittelt wird [1]. In Deutschland ist diese Form des reinen Wettangelns verboten, weil Fische als Wirbeltiere unter dem Tierschutzgesetz stehen und nur aus einem vernünftigen Grund gefangen und getötet werden dürfen [2]. Der bloße Wettkampf gilt nicht als solcher Grund, anders als der Fang zum Verzehr. Für Angelschüler ist wichtig: Erlaubt sind dagegen Hegefischen oder Gemeinschaftsangeln, die der Pflege des Gewässers dienen, nicht dem reinen Wettstreit. Abbildung zu Widerhaken WiderhakenGerätDer Widerhaken ist eine kleine, schräg nach hinten gerichtete Spitze kurz hinter der Hakenspitze [1]. Er sorgt dafür, dass sich der Fisch nach dem Biss nicht so leicht wieder vom Haken schütteln kann [1]. Haken ganz ohne Widerhaken nennt man Schonhaken: Sie lassen sich meist verletzungsfrei aus dem Maul lösen und schonen so den Fisch [2]. Allerdings rutschen sie beim Drillen leichter heraus, weshalb man die Schnur dann durchgehend straff halten muss [2]. Abbildung zu Wiederansiedlungsmaßnahme WiederansiedlungsmaßnahmeAngelwissenEine Wiederansiedlungsmaßnahme ist ein gezielter Fischbesatz, um eine heimische Fischart zurückzubringen, die in einem Gewässer ausgestorben ist [1]. Solche Arten verschwinden oft, weil Laichplätze zerstört, Wanderwege verbaut oder Abwässer eingeleitet wurden [1]. Besetzt werden darf nur mit heimischen Arten, und möglichst mit Fischen aus demselben Gewässersystem, damit die genetische Eigenart des Bestandes erhalten bleibt [2]. Meist setzt man junge Fische aus, weil sie sich besser an den neuen Lebensraum anpassen [1]. Abbildung zu Wiederbesiedelung WiederbesiedelungHegeWiederbesiedelung bedeutet, dass Fische und andere Wassertiere einen Gewässerabschnitt neu bevölkern, in dem sie vorher fehlten, etwa nach einem Fischsterben oder weil ein Hindernis sie früher fernhielt. Damit das gelingt, ist vor allem wichtig, dass das Gewässer wieder durchgängig wird, also dass Fische ungehindert ein- und zuwandern können [1]. Hilfreich sind das Beseitigen von Querbauwerken und der Bau von Fischwanderhilfen [1]. Erst wenn ein natürlicher Bestand gestört ist oder ein neues Gewässer entsteht, darf zur Wiederbesiedelung auch besetzt werden [1]. Abbildung zu Wildkarpfen WildkarpfenAnatomieDer Wildkarpfen ist die ursprüngliche Form des Karpfens und der Vorfahre aller gezüchteten Karpfenarten [1][2]. Er hat einen langen, schlanken und fast walzenförmigen Körper mit einem geraden Rücken ohne Knick hinter dem Kopf [2]. Daran erkennt man ihn gut: Die gezüchteten Karpfen in unseren Flüssen und Seen sind dagegen meist hochrückiger und gedrungener [1][2]. Abbildung zu Wildlebende tiere Wildlebende tiereNaturschutzAls wildlebende Tiere bezeichnet man frei in der Natur lebende Tiere, also keine Haus- oder Nutztiere. Viele von ihnen sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders oder streng geschützt [1][2]. Für solche Arten gilt: Man darf sie nicht nachstellen, fangen, verletzen oder töten, und auch ihre Eier oder Larven dürfen nicht aus der Natur entnommen werden [2]. Als Angler muss man deshalb geschützte Arten am Wasser erkennen und in Ruhe lassen, sonst drohen Strafen [1]. Abbildung zu Winterlager WinterlagerGewässerkundeAls Winterlager bezeichnet man die tiefen, strömungsarmen Stellen in einem Gewässer, an denen sich Fische in der kalten Jahreszeit sammeln. In tiefen Bereichen (mehr als etwa 2 Meter) ist das Wasser oft 2 bis 4 Grad wärmer als an der Oberfläche, sodass die Fische sich dort dicht gedrängt aufhalten, um Energie zu sparen [1]. In Flüssen dienen ausgespülte Buhnenkessel, Außenkurven, Häfen und ruhige tiefe Stellen als solche Sammelplätze [2]. Für Angler sind Winterlager wichtige Hinweise darauf, wo im Winter überhaupt noch Fische zu finden sind. Abbildung zu Winterlaicher WinterlaicherAngelwissenWinterlaicher sind Fische, die in der kalten Jahreszeit etwa von Oktober bis März ihre Eier ablegen [1]. Dazu gehören vor allem lachsartige Fische wie Bachforelle, Seeforelle und Lachs, aber auch der Hecht [1]. Die Bachforelle zum Beispiel laicht ab Oktober bis in den Januar und sucht sich dafür kiesige Stellen mit klarer Strömung [1]. Für Angler ist das wichtig, weil diese Arten gerade in der Laichzeit oft geschont sind und nicht gefangen werden dürfen. Abbildung zu Winterstagnation WinterstagnationGewässerkundeDie Winterstagnation ist der ruhende Zustand eines Sees im Winter, wenn eine Eisdecke das Wasser von der Oberfläche her abschließt und keine Durchmischung mehr stattfindet [1]. Wasser ist bei 4 Grad Celsius am schwersten, deshalb sammelt sich das wärmste Wasser mit 4 Grad am Seegrund, während direkt unter dem Eis das kälteste Wasser mit 0 Grad liegt [1][2]. So friert ein See von oben nach unten zu und nicht umgekehrt [1]. Dank dieser Schichtung können viele Tiere im 4 Grad warmen Tiefenwasser überwintern, ohne einzufrieren [2]. Abbildung zu Wirbel WirbelGerätEin Wirbel ist ein kleines Metallteil mit zwei frei drehbaren Enden, das man zwischen Hauptschnur und Vorfach einbaut [1][2]. Seine Aufgabe ist es zu verhindern, dass sich die Schnur verdreht: Wenn sich ein rotierender Köder wie ein Spinner oder ein zappelnder Fisch im Drill dreht, fängt der Wirbel diese Drehung auf, statt dass sie sich auf die ganze Schnur überträgt [1][2]. So bleibt die Schnur sauber und verheddert nicht. Bei stark drehenden Ködern helfen Wirbel mit Kugellager besonders gut [2]. Abbildung zu Wirbelsäule WirbelsäuleAnatomieDie Wirbelsäule ist das tragende Rückgrat des Fisches und besteht aus vielen beweglich verbundenen Wirbeln, die vom Kopf bis zur Schwanzflosse verlaufen [1][2]. Sie trägt die Rippen (Gräten) und schützt zusammen mit Schädel und Rippen die inneren Organe [2]. Weil die Wirbel beweglich sind, kann sich der Fisch wellenförmig krümmen und so durchs Wasser schwimmen [2]. Die Zahl der Wirbel ist je nach Art verschieden, beim Aal sind es rund 200, beim Karpfen meist 36 [2]. Abbildung zu Wirbeltiere WirbeltiereAnatomieWirbeltiere sind Tiere, die im Inneren ein Knochen- oder Knorpelskelett mit einer Wirbelsäule besitzen [1]. Zu ihnen gehören Fische, Lurche, Kriechtiere, Vögel und Säugetiere. Alle haben einen Körper aus Kopf, Rumpf und meist Schwanz, ein vom Schädel geschütztes Gehirn und ein geschlossenes Herz-Kreislauf-System [2]. Fische sind die größte Wirbeltiergruppe im Wasser: Sie besitzen eine Wirbelsäule, atmen mit Kiemen und bewegen sich mit Flossen fort [1]. Abbildung zu Wittling WittlingFischartDer Wittling lebt meist bodennah im freien Wasser über Sand, Schlamm, Kies oder Fels. Erwachsene Tiere halten sich häufig in 30 bis 100 Metern Tiefe auf, Jungfische verbringen ihr erstes Jahr in flach Abbildung zu Wobbler WobblerGerätEin Wobbler ist ein Kunstköder zum Fangen von Raubfischen, der einen kleinen Beutefisch nachahmt [1]. Beim Einholen führt er taumelnde Bewegungen aus und wirkt so wie ein kranker oder flüchtender Fisch, was Raubfische zum Zubeißen reizt [1][2]. Eine Tauchschaufel vorne am Köder drückt ihn beim Zug unter Wasser; je nach Größe und Winkel der Schaufel taucht der Wobbler tiefer oder flacher [1]. Viele Modelle enthalten kleine Kugeln, die Geräusche erzeugen und die Aufmerksamkeit der Fische steigern [2]. Abbildung zu Wolgazander WolgazanderFischartDer Wolgazander mag tiefere, sandige Abschnitte großer Flüsse und vor allem ruhige, strömungsarme Stellen wie Hafenbecken und Wendebecken in Schifffahrtskanälen[1][4]. Er hält sich fast immer dicht üb Abbildung zu Wollhandkrabbe WollhandkrabbeFischartDie Wollhandkrabbe lebt den größten Teil ihres Lebens im Süßwasser großer Flüsse und ihrer Nebengewässer, kommt aber auch im Brackwasser zurecht[1][6]. Tagsüber versteckt sie sich in Höhlen am Ufer, d WurfgewichtGerätDas Wurfgewicht gibt an, mit welchem Gewicht aus Köder und Montage eine Angelrute am besten ausgeworfen werden kann, ohne dass sie überlastet wird oder bricht [1][2]. Es wird in Gramm als Bereich angegeben, zum Beispiel 10 bis 30 Gramm [2]. Ist der Köder zu leicht, lässt er sich schlecht weit werfen und Bisse sind kaum zu spüren; ist er zu schwer, kann die Rute Schaden nehmen [1]. Als Faustregel liegt das ideale Wurfgewicht etwa in der Mitte des angegebenen Bereichs [2]. Abbildung zu Wurfnetz WurfnetzGerätEin Wurfnetz ist ein kreisrundes Netz mit Gewichten am Rand, das man mit der Hand auswirft; es breitet sich in der Luft aus und sinkt dann über den Fischen zu Boden [1]. Für Angler ist diese Methode in Deutschland fast überall verboten, weil sie zu den Fanggeräten der Berufsfischerei zählt [2]. An öffentlichen Gewässern darf man damit nicht fischen, nur auf kleinen Privatgewässern gibt es Ausnahmen [1]. Wer sich nicht daran hält, riskiert den Entzug des Angelscheins und eine Geldstrafe [1]. WurmhakenGerätEin Wurmhaken ist ein Angelhaken, der speziell für den Köder Wurm gebaut ist. Er hat einen besonders langen Schenkel und oft zusätzliche kleine Widerhaken am Schaft, damit der aufgezogene Wurm nicht abrutscht und gut in Form bleibt [1][2]. So sitzt der Wurm verlockend am Haken, während der Haken selbst fast verschwindet [2]. Wurmhaken werden vor allem beim Angeln auf Aal eingesetzt, fangen aber auch Brassen oder Karpfen [2].
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Abbildung zu Zährte ZährteFischartDie Zährte lebt gesellig in kleinen Trupps direkt am Grund langsam fließender Unterläufe großer Flüsse[1]. Im Mündungsbereich von Nord- und Ostsee hält sie sich auch im leicht salzigen Brackwasser auf Abbildung zu Zander ZanderFischartDer Zander mag tiefe, langsam fließende oder stehende Gewässer mit hartem Grund aus Sand, Kies oder Stein[1]. Besonders wohl fühlt er sich in trübem Wasser, denn dann ist er den kleineren Beutefischen Abbildung zu Ziege ZiegeFischartDie Ziege lebt im Freiwasser langsam fließender Flüsse, großer Seen und in den Mündungen zum Meer[1]. Sie hält sich gern im offenen Wasser nahe der Oberfläche auf und meidet stark verkrautete Uferzone Abbildung zu Zingel ZingelFischartDer Zingel ist ein Bodenfisch, der ausschließlich in Fließgewässern mit kräftiger Strömung und kiesigem oder sandigem Grund lebt[1]. Er bevorzugt tiefere Flussabschnitte der Barben- und Äschenregion m Abbildung zu Zobel ZobelFischartDer Zobel lebt am liebsten in großen, langsam fließenden Flüssen und hält sich dabei meist dicht über dem Grund auf[3]. In Deutschland findet man ihn fast nur in der Donau und ihren Nebenarmen, von Ni Abbildung zu Zooplankton ZooplanktonGewässerkundeZooplankton ist das tierische Plankton, also winzige Tierchen, die frei im Wasser schweben [1]. Dazu gehören vor allem kleine Krebse wie Wasserflöhe und Ruderfußkrebse sowie Rädertierchen [2]. Im Süßwasser ist Zooplankton eine wichtige Nahrung besonders für Fischbrut und Jungfische, vor allem im Frühjahr, wenn es in großen Mengen auftritt [1][2]. Wie fischreich ein Gewässer ist, hängt stark davon ab, wie viel Plankton es enthält [1]. Abbildung zu Zope ZopeFischartDie Zope lebt in großen, langsam fließenden Flüssen und in den Mündungsbereichen zur Ostsee und Nordsee, kommt aber auch in Seen und Teichen vor[1][2]. In Flüssen hält sie sich gern ufernah auf, in Se Abbildung zu Zuckmückenlarven ZuckmückenlarvenGewässerkundeZuckmückenlarven sind die wurmartigen Larven der Zuckmücken und kommen in fast jedem stehenden Gewässer im Bodenschlamm vor [1]. Sie sind ein zentrales Fischnährtier und machen in vielen Seen rund die Hälfte der Nahrung der Fische aus [2]. Viele Larven sind durch den roten Blutfarbstoff Hämoglobin rötlich gefärbt (Beiname Blutwurm), wodurch sie sogar in sauerstoffarmem Wasser leben können [2]. Für Angler sind sie wichtig, weil Forellen, Saiblinge und Äschen sie besonders gern fressen [3]. Abbildung zu Zwergstichling ZwergstichlingFischartDer Zwergstichling lebt vor allem in kleinen, pflanzenreichen Gewässern wie Gräben, Tümpeln und ruhigen Bachabschnitten, kommt aber auch im Brackwasser der Küsten vor[1][3]. Er bevorzugt flache, dicht Abbildung zu Zwergwels ZwergwelsFischartDer Zwergwels ist ein nachtaktiver Grundfisch ruhiger Gewässer und stellt kaum Ansprüche an die Wasserqualität[1]. Am wohlsten fühlt er sich in warmen, stehenden oder langsam fließenden Gewässern über ZwillingshakenGerätEin Zwillingshaken, auch Doppelhaken genannt, ist ein Angelhaken mit zwei Hakenspitzen, die zusammen an einem Schenkel sitzen [1]. Er kommt vor allem beim Angeln mit dem Köderfisch zum Einsatz: Mit einer Ködernadel zieht man das Vorfach durch den toten Fisch, sodass der Zwillingshaken seitlich oder an der Afteröffnung heraussteht [1]. In Deutschland dürfen Zwillingshaken nur für den Fang von Raubfischen wie Hecht, Zander oder Wels verwendet werden [1]. Der zweite Haken sorgt dafür, dass weniger Bisse danebengehen [1].

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