Fischart
Streber
Zingel streber
Der Streber lebt in tiefen, schnell strömenden Abschnitten klarer, sauerstoffreicher Flüsse mit sauberem Kiesgrund1. Er braucht hohe Strömung und tiefe Gumpen und reagiert sehr empfindlich auf Versc

Schlanker, walzenförmiger Grundfisch der Donau mit sehr dünnem Schwanzstiel und unterständigem Maul1. Lebt versteckt in schnell strömenden, kiesigen Flussabschnitten und wird nachts aktiv, um Insektenlarven vom Grund abzusuchen2. Gilt als vom Aussterben bedroht und steht unter strengem Schutz34.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Dünner SchwanzstielDunkle QuerbindenUnterständiges MaulZwei Rückenflossen
- Langgestreckter, fast walzenförmiger Körper
- Sehr dünner Schwanzstiel
- Unterständiges Maul, Augen nach oben gerichtet
- Gelb- bis lehmbraun mit dunklen Querbinden
- Zwei deutlich getrennte Rückenflossen
- Raue, fest anliegende Schuppen am ganzen Körper
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Der Zingel ist kräftiger gebaut und hat einen dickeren Schwanzstiel; beim Streber ist der Körper besonders schlank und der Schwanzstiel fast bleistiftdünn.
Zingel im Lexikon
Der Schnätzer ist gedrungener und trägt dunkle Längsstreifen entlang der Flanken; der Streber ist schlank und zeigt vier bis fünf dunkle Querbinden über den Rücken.
Schnätzer im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Der Streber lebt in tiefen, schnell strömenden Abschnitten klarer, sauerstoffreicher Flüsse mit sauberem Kiesgrund6. Er braucht hohe Strömung und tiefe Gumpen und reagiert sehr empfindlich auf Verschlammung und verschmutztes Wasser64. Tagsüber steht er versteckt am Grund, nachts wird er aktiv2.
Verbreitung
Der Streber kommt nur im Einzugsgebiet der Donau vor3. In Deutschland findet man ihn in Baden-Württemberg und Bayern in der Donau und ihren größeren Zuflüssen wie Iller, Isar, Inn, Lech und Salzach3. Sein Bestand ist durch Staustufen stark geschrumpft, weshalb er heute sehr selten ist34.
Nahrung
Der Streber sucht seine Nahrung nachts ruckartig über dem Grund schwimmend7. Er frisst kleine Krebstiere, Insektenlarven und gelegentlich kleine Fische und deren Brut7. Dabei stützt er sich oft mit den Brust- und Bauchflossen auf dem Untergrund ab7.
Fortpflanzung
Die Laichzeit liegt im März und April und beginnt bei einer Wassertemperatur um 8 °C8. Die Weibchen legen ihre etwa 2 mm großen, klebrigen Eier nachts in die Lücken von Kiesbänken ab, wo sie an Steinen und Sandkörnern haften8. Ein Weibchen bringt dabei rund 400 Eier hervor8.
Angelwissen
Köder und Praxis
Den Streber fängt man nicht gezielt — er ist streng geschützt und vom Aussterben bedroht3. Wenn er beim Angeln auf Grundfische einmal als Beifang an den Haken geht, hakst du ihn vorsichtig ab und setzt ihn sofort zurück4. Am besten fasst du ihn dabei nur mit nassen Händen an, um seine Schleimhaut zu schonen.
Wusstest du, dass der Streber seinen Namen von seiner Schwimmweise hat? Nachts "strebt" er ruckartig über den Kiesgrund und stützt sich dabei mit den Flossen ab7. Zur Laichzeit schimmern die Tiere auffällig messingfarben — ein seltener Anblick, denn der Fisch ist heute extrem selten geworden4.
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Mit meist nur 12–18 cm und höchstens 22 cm Länge ist der Streber ein sehr kleiner Fisch5.
Wegen seiner geringen Größe und seiner Lebensweise am Grund spielt der Streber als Angelfisch keine Rolle und wird nicht gezielt gefangen2.
Der Streber wird nicht gegessen, da er streng geschützt ist und sofort zurückgesetzt werden muss3.
Der Streber ähnelt dem nah verwandten Zingel stark; nur der dünnere Schwanzstiel und die schärferen Querbinden unterscheiden ihn sicher1.
Ganzjahresschutz in Baden-Württemberg, Bayern. In den übrigen Ländern Schonzeiten und Mindestmaße.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Bayern | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Berlin | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
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Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.