Fischart
Barbe
Barbus barbus
Die Barbe lebt am Grund von schnell fließenden Flüssen mit kräftiger Strömung, sauerstoffreichem Wasser und kiesigem oder steinigem Boden1. Sie ist ein geselliger Fisch und steht meist in kleinen Gr

Kräftiger Grundfisch mit rüsselförmigem Maul und vier Barteln, mit denen er den Flussboden nach Nahrung abtastet1. Lebt gesellig in schnell strömenden, sauerstoffreichen Flüssen über Kies und Steinen2. Er gibt sogar einem ganzen Flussabschnitt seinen Namen, der Barbenregion im Mittellauf3.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Vier BartelnUnterständiges MaulRückenflosse mit Hartstrahl
- Rüsselförmiges, stark unterständiges Maul
- Vier kräftige Barteln an der Oberlippe
- Langgestreckter, fast drehrunder Körper
- Dicke, fleischige Lippen
- Rückenflosse mit verdicktem, gesägtem Hartstrahl
- Untere Flossen oft leicht rötlich getönt
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Hat nur zwei Barteln und bleibt klein; die Barbe hat vier Barteln und wird groß
Gründling im Lexikon

Trägt keine Barteln und hat eine deutlich nach unten gerichtete Schnauze ohne Rüsselform
Zährte im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Die Barbe lebt am Grund von schnell fließenden Flüssen mit kräftiger Strömung, sauerstoffreichem Wasser und kiesigem oder steinigem Boden2. Sie ist ein geselliger Fisch und steht meist in kleinen Gruppen dicht über dem Untergrund2. Nach ihr ist sogar ein ganzer Flussabschnitt benannt: die Barbenregion, der Mittellauf unserer Flüsse3.
Verbreitung
Die Barbe kommt in fast ganz West- und Mitteleuropa vor, fehlt aber in Skandinavien, Dänemark, Schottland und Irland3. In Deutschland ist sie verbreitet und nicht selten, mit einem Schwerpunkt im Süden2. 2003 war sie in Deutschland Fisch des Jahres2.
Nahrung
Die Barbe ist bei der Nahrung wenig wählerisch und sucht den Gewässergrund nach allem Fressbaren ab1. Mit ihren vier Barteln tastet sie den Boden nach kleinen Würmern, Insektenlarven, Schnecken und Krebstieren ab1. Auch pflanzliche Kost und Aas nimmt sie auf, was ihr das Überleben in vielen Flüssen erleichtert1.
Fortpflanzung
Die Laichzeit dauert ungefähr von Mai bis Juli8. Dafür ziehen die Barben in großen Gruppen flussaufwärts und suchen flache, stark überströmte Stellen mit Kiesgrund8. Das Weibchen legt rund 6.000 bis 9.000 gelbliche, klebrige Eier pro Kilogramm Körpergewicht zwischen die Steine8. Der Rogen ist roh giftig und löst Übelkeit und Durchfall aus, wird durch Erhitzen aber unschädlich4.
Angelwissen
Köder und Praxis
Am besten fängst du Barben mit dem Feeder, weil du den Köder genau in der Futterstelle und auch in starker Strömung sicher platzierst7. Die beste Zeit beginnt nach der Laichzeit und reicht bis in den Herbst, besonders fängig sind Morgen- und Abenddämmerung6. Stell die Bremse nicht zu straff ein, sonst reißt bei der ersten Flucht die Schnur7.
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Wird meist 25–75 cm lang, in Ausnahmefällen bis 120 cm und 12 kg4. Damit gehört die Barbe zu den größeren heimischen Friedfischen.
Die vier Barteln am rüsselförmigen Maul machen die Barbe gut kenntlich4. Nur Jungfische lassen sich mit dem Gründling verwechseln, der aber nur zwei Barteln trägt.
Ganzjahresschutz in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein. In den übrigen Ländern Schonzeiten und Mindestmaße.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 40 cm | 01.05–15.06 | – | Quelle |
| Bayern | 40 cm | 01.05–30.06 | – | Quelle |
| Berlin | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Brandenburg | 40 cm | 01.05–31.07 | – | Quelle |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | 40 cm | 01.05–30.06 | Entnahmefenster 40-60 cm | Quelle |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Niedersachsen | 35 cm | Keine Angabe | Nur Binnen; nur Mindestmass | Quelle |
| Nordrhein-Westfalen | 35 cm | 15.05–15.06 | – | Quelle |
| Rheinland-Pfalz | 35 cm | 01.05–15.06 | – | Quelle |
| Saarland | 40 cm | 15.03–15.06 | – | Quelle |
| Sachsen | 50 cm | 15.04–30.06 | – | Quelle |
| Sachsen-Anhalt | 45 cm | 01.04–30.06 | – | Quelle |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Thüringen | 40 cm | 01.04–31.08 | – | Quelle |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.
- 1fische-arten.de – Barbe
- 2Deutschlands Natur – Barbe
- 3Wikipedia – Barbe
- 416er-haken – Barbe Steckbrief
- 5zunehmend wild – Barbe Steckbrief
- 6BLINKER – Barbenangeln
- 7Dr. Catch – Barben feedern
- 8anglermap – Barbe Fortpflanzung
- 9www.landesrecht-bw.de
- 10www.gesetze-bayern.de
- 11www.berlin.de
- 12angelmagazin.de
- 13angelmagazin.de
- 14www.lallf.de
- 15schonzeiten.de
- 16recht.nrw.de
- 17schonzeiten.de
- 18schonzeiten.de
- 19www.fischerei.sachsen.de
- 20www.fischereiberater-lsa.de
- 21schonzeiten.de
- 22www.umwelt-online.de