Fischart
Graskarpfen
Ctenopharyngodon idella
Der Graskarpfen mag warme, pflanzenreiche Gewässer mit ruhigem Wasser und reichlich Sauerstoff. Man findet ihn vor allem in wärmeren Seen, Teichen und langsamen Flüssen, in denen viele Wasserpflanzen

Schlanker, walzenförmiger Vegetarier mit großen, netzartig dunkel gerandeten Schuppen und einem breiten Maul ganz ohne Barteln1. Lebt in warmen, pflanzenreichen Gewässern und frisst dort große Mengen Wasserpflanzen2. Bei uns ein Besatzfisch, der sich nicht selbst vermehrt und bis zu 150 cm lang werden kann3.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Maul ohne BartelnNetzartige SchuppenWalzenförmiger Körper
- Langgestreckter, fast walzenförmiger Körper
- Breites, leicht unterständiges Maul ohne Barteln
- Große Schuppen mit dunklem Rand, wie ein Netz
- Nur 43 bis 45 Schuppen entlang der Seitenlinie
- Bronze-silbern glänzende Färbung
- Fünf Schuppenreihen unter der Seitenlinie
- Kurze, abgerundete Rückenflosse
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr


Der Döbel hat ein großes endständiges Maul und kräftige, dunkel umrandete Schuppen; der Graskarpfen wirkt breiter und walzenförmiger mit großen, netzartig gezeichneten Schuppen.
Döbel im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Der Graskarpfen mag warme, pflanzenreiche Gewässer mit ruhigem Wasser und reichlich Sauerstoff. Man findet ihn vor allem in wärmeren Seen, Teichen und langsamen Flüssen, in denen viele Wasserpflanzen wachsen2. Bei uns wurde er gezielt eingesetzt, um zugewachsene Gewässer von zu viel Pflanzenwuchs frei zu halten4.
Verbreitung
Ursprünglich stammt der Graskarpfen aus Ostasien, vor allem aus den großen Flüssen Chinas und Sibiriens3. In Deutschland wurde er ab den 1960er Jahren ausgesetzt und kommt heute in Flüssen wie Elbe, Weser und Neckar sowie in vielen Seen und Teichen vor2. Da er sich bei uns nicht von allein vermehrt, hält sich der Bestand nur durch immer neuen Besatz4.
Nahrung
Der Graskarpfen ist ein echter Pflanzenfresser und frisst riesige Mengen an Wasserpflanzen2. Ab etwa 5–8 cm Länge stellt er auf Grünkost um und mag besonders gern junge, weiche Pflanzen wie Laichkraut, Schilf und Algen7. Als ganz kleiner Fisch frisst er anfangs noch winzige Tierchen, bevor er zum Vegetarier wird7.
Fortpflanzung
Zum Ablaichen braucht der Graskarpfen sehr warmes, fließendes Wasser von etwa 20 °C und mehr7. Die Larven schlüpfen bei rund 27–29 °C schon nach etwa 1,5 bis 2 Tagen7. In Deutschland ist es dafür zu kühl, deshalb kann er sich bei uns in freier Natur nicht selbst vermehren4.
Angelwissen
Köder und Praxis
Stell dem Graskarpfen im Hochsommer nach, wenn sich das Wasser auf 20–25 °C erwärmt — dann ist er am aktivsten5. Füttere mit Brotflocken an und biete den Köder unbeschwert an der Oberfläche an. Halte im Drill nicht zu stark dagegen, sonst schlitzt der Haken bei seinen heftigen Fluchten aus5.
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Wird typisch 60–100 cm lang und kann maximal bis 150 cm und 45 kg erreichen3. Damit gehört er klar zu den großen Friedfischen.
Kein flächendeckend häufiger Fisch — er kommt nur dort vor, wo er gezielt eingesetzt wurde, und hält sich nur durch Besatz4. In Vereinsgewässern trifft man ihn aber regelmäßig.
Weißes, zartes Fleisch von gutem Geschmack, aber recht grätenreich6. Mit dem Einschneiden der Gräten gut zu genießen.
Als Jungfisch leicht mit dem Döbel zu verwechseln; das fehlende Maul-Barteln und die netzartigen Schuppen helfen beim Unterscheiden1.
Kein besonderer Schutzstatus.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bayern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Berlin | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
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Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.