Fischart
Güster
Blicca bjoerkna
Die Güster ist ein geselliger Schwarmfisch und steht am liebsten in stehenden oder langsam fließenden Gewässern mit weichem, schlammigem Grund1. Du findest sie vor allem in nährstoffreichen Seen, Te

Geselliger Schwarmfisch mit hochrückigem, silbrig glänzendem Körper, auffällig großen Augen und oft rötlich angelaufenen Brustflossen1. Lebt in ruhigen, pflanzenreichen Seen und langsamen Flüssen, wo sie ihre Nahrung vom weichen Grund aufsammelt2. Verwechselt wird sie ständig mit der jungen Brachse - die Augengröße und die Schuppenzahl verraten sie aber1.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Große AugenRötliche BrustflossenHoher RückenLange Afterflosse
- Hochrückiger, seitlich stark abgeflachter Körper
- Auffällig große Augen nah an der Schnauzenspitze
- End- bis leicht unterständiges Maul
- Brust- und Bauchflossen oft orange bis rötlich am Ansatz
- 44 bis 48 Schuppen entlang der Seitenlinie
- Rücken grau- bis schwarzgrün, Flanken silbrig hell
- Lange Afterflosse, beginnt unter dem Ende der Rückenflosse
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Die Brachse hat kleinere Augen weiter weg von der Schnauze, mehr Schuppen und keine rötlichen Flossenansätze; die Güster bleibt deutlich kleiner.
Brachse im Lexikon
Das Rotauge ist schlanker, nicht so hochrückig und hat eine rote Iris; die Güster wirkt gedrungener und hat größere Augen.
Rotauge im Lexikon
Der Zobel hat eine sehr lange Afterflosse mit über 40 Strahlen; die Güster hat eine kurze Afterflosse mit nur etwa 22 bis 26 Strahlen.
Zobel im Lexikon
Die Zope hat eine auffällig lange Afterflosse mit rund 40 Strahlen und ein oberständiges Maul; die Güster hat eine kurze Afterflosse und größere Augen.
Zope im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Die Güster ist ein geselliger Schwarmfisch und steht am liebsten in stehenden oder langsam fließenden Gewässern mit weichem, schlammigem Grund2. Du findest sie vor allem in nährstoffreichen Seen, Teichen und in den ruhigen Unterläufen von Flüssen2. Sie kommt sogar bis in die leicht salzigen Brackwasserzonen an Flussmündungen vor2.
Verbreitung
Die Güster ist in fast ganz Deutschland verbreitet und nicht selten2. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die Binnengewässer Mitteleuropas nördlich der Alpen2. In geeigneten Gewässern bildet sie oft große Bestände4.
Nahrung
Junge Güster fressen vor allem kleine Bodentiere, die sie vom Grund aufnehmen2. Auf dem Speiseplan stehen Insektenlarven, kleine Schnecken, Würmer und andere Bodentiere, dazu auch pflanzliches und tierisches Plankton aus dem Freiwasser2. Mit zunehmendem Alter nimmt der Anteil an Plankton zu, sodass die Güster zu einem anpassungsfähigen Allesfresser wird2.
Fortpflanzung
Die Güster laicht im Mai und Juni, wenn sich die Fische in großen Schwärmen in flachen, pflanzenreichen Uferzonen sammeln6. Ein Weibchen legt zwischen 160.000 und 300.000 Eier ab, die portionsweise an Wasserpflanzen geheftet werden6. Geschlechtsreif werden Güster mit etwa 3 bis 4 Jahren bei einer Länge von 15 bis 20 cm6.
Angelwissen
Köder und Praxis
Fische die Güster am besten mit feiner Feeder- oder Matchausrüstung und Maden am Haken, dann hast du am meisten Freude am Drill5. Die beste Beißzeit ist die Morgendämmerung zwischen etwa 5 und 9 Uhr im Sommer und Herbst5. Halte den Köder dicht über dem weichen Grund, dort sucht die Güster ihre Nahrung.
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Wegen der geringen Größe ist der Drill eher schwach; an feiner Match- oder Feederausrüstung macht sie aber durchaus Spaß5.
Keine Schonzeit, Mindestmaß 15–15 cm.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Keine Angabe | Nicht in LFischVO BW gelistet; keine Regelung | Quelle |
| Bayern | Keine Angabe | Keine Angabe | Keine Schonzeit, kein Mindestmass | Quelle |
| Berlin | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | Nicht in LFischVO NRW gelistet; keine Regelung | Quelle |
| Rheinland-Pfalz | 15 cm | Keine Angabe | Nur Mindestmass, keine Schonzeit | Quelle |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | Nur Binnen; kein Mindestmass, keine Schonzeit | Quelle |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.