Fischart
Ukelei
Alburnus alburnus
Der Ukelei lebt im Freiwasser dicht unter der Wasseroberfläche und in der Uferzone von ruhigen Seen und langsam fließenden Flüssen1. Er meidet Stellen mit dichtem Pflanzenbewuchs und steht meist in

Kleiner, silbrig glänzender Schwarmfisch mit oberständigem Maul, der dicht unter der Wasseroberfläche lebt und dort nach angewehten Insekten schnappt1. Auffällig sind die extrem lose sitzenden Schuppen, die schon bei leichter Berührung abfallen2. In Seen und langsamen Flüssen Deutschlands ist er sehr häufig und steht oft in riesigen Schwärmen1.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Oberständiges MaulLose SchuppenSilbrige Flanke
- Schlanker, seitlich stark abgeflachter Körper
- Deutlich oberständiges Maul mit steiler Maulspalte
- Grünblauer Rücken, silbrig glänzende Flanken
- Sehr lose sitzende, leicht abfallende Schuppen
- Afterflosse beginnt weit vorn am Körper
- Kleiner heringsähnlicher Oberflächenfisch
- Vollständige Seitenlinie vorhanden
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Dem Moderlieschen fehlt die durchgehende Seitenlinie, beim Ukelei verläuft sie vollständig.
Moderlieschen im Lexikon
Bei der Hasel beginnt die Afterflosse weiter hinten, beim Ukelei sitzt sie weiter vorn.
Hasel im LexikonDie Kleine Maräne hat eine kleine Fettflosse und größere Schuppen, beides fehlt dem Ukelei.

Der Schneider hat ein dunkles Längsband mit Punktreihen entlang der Seitenlinie; der Ukelei ist gleichmäßig silbrig ohne solches Band.
Schneider im Lexikon
Die Ziege hat eine scharfe, sichelförmige Bauchkante, ein nach oben gerichtetes Maul und große Brustflossen; der Ukelei ist viel kleiner und schlicht silbrig.
Ziege im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Der Ukelei lebt im Freiwasser dicht unter der Wasseroberfläche und in der Uferzone von ruhigen Seen und langsam fließenden Flüssen1. Er meidet Stellen mit dichtem Pflanzenbewuchs und steht meist in großen Schwärmen1. Auch im leicht salzigen Brackwasser an Flussmündungen kommt er vor5.
Verbreitung
Der Ukelei ist in fast ganz Europa verbreitet und in Deutschland weit verbreitet und häufig1. Sein Gebiet reicht von Westeuropa und den Britischen Inseln bis zur Wolga und nach Skandinavien1. Er bevorzugt die wärmeren Flussabschnitte der Barben- und Brassenregion1.
Nahrung
Der Ukelei frisst vor allem Zooplankton wie Wasserflöhe sowie kleine Insekten1. Einen Großteil seiner Nahrung sammelt er direkt von der Wasseroberfläche, wo er nach angewehten Insekten und Mückenlarven schnappt1. Diese Lebensweise als Oberflächenfresser prägt sein ganzes Verhalten4.
Fortpflanzung
Der Ukelei laicht von April bis Juni, sobald das Wasser mindestens 15 °C warm ist2. Nachts legen die Weibchen in flachen, kiesigen Uferbereichen portionsweise 1.500 bis 8.000 klebrige Eier an Steinen und Pflanzen ab2. Während der Laichzeit tragen die Männchen weiße Knötchen auf dem Kopf (sogenannter Laichausschlag) und die Flossen färben sich leicht orange2.
Angelwissen
Köder und Praxis
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Ein kleiner Fisch: meist 10–15 cm lang, selten bis 25 cm3. Damit liegt er deutlich unter Friedfischen wie der Brachse.
Der Ukelei ist in Deutschland sehr weit verbreitet und tritt in großen Schwärmen auf1. Anglern begegnet er an fast jedem ruhigen Gewässer.
Wegen seiner geringen Größe von oft nur 10–15 cm bietet der Ukelei kaum Drill3. Man spürt ihn am Gerät nur als kurzes Zappeln.
Kein besonderer Schutzstatus.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bayern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Berlin | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.