Fischart

Ukelei

Alburnus alburnus

LaubeBleckeZwiebelfischAlburnus alburnusLauben

Der Ukelei lebt im Freiwasser dicht unter der Wasseroberfläche und in der Uferzone von ruhigen Seen und langsam fließenden Flüssen1. Er meidet Stellen mit dichtem Pflanzenbewuchs und steht meist in

Abbildung zu Ukelei
Wissenschaftlicher NameAlburnus alburnus
FamilieKarpfenfische
Größe10–15 cm (max 25 cm)
Gewicht20–50 g (max ca. 60 g)
Alter4–6 Jahre (max ca. 7 Jahre)

Kleiner, silbrig glänzender Schwarmfisch mit oberständigem Maul, der dicht unter der Wasseroberfläche lebt und dort nach angewehten Insekten schnappt1. Auffällig sind die extrem lose sitzenden Schuppen, die schon bei leichter Berührung abfallen2. In Seen und langsamen Flüssen Deutschlands ist er sehr häufig und steht oft in riesigen Schwärmen1.

Sicher erkennen

Erkennungsmerkmale

Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.

Lehrbuchabbildung von Ukelei mit markierten Erkennungsmerkmalen Oberständiges MaulLose SchuppenSilbrige Flanke
Erkennungsmerkmale im Bild3 Merkmale aus der App
  • Schlanker, seitlich stark abgeflachter Körper
  • Deutlich oberständiges Maul mit steiler Maulspalte
  • Grünblauer Rücken, silbrig glänzende Flanken
  • Sehr lose sitzende, leicht abfallende Schuppen
  • Afterflosse beginnt weit vorn am Körper
  • Kleiner heringsähnlicher Oberflächenfisch
  • Vollständige Seitenlinie vorhanden

Genau hinsehen

Verwechslungsgefahr

Abbildung zu Hasel
Hasel

Bei der Hasel beginnt die Afterflosse weiter hinten, beim Ukelei sitzt sie weiter vorn.

Hasel im Lexikon
Kleine Maräne

Die Kleine Maräne hat eine kleine Fettflosse und größere Schuppen, beides fehlt dem Ukelei.

Abbildung zu Schneider
Schneider

Der Schneider hat ein dunkles Längsband mit Punktreihen entlang der Seitenlinie; der Ukelei ist gleichmäßig silbrig ohne solches Band.

Schneider im Lexikon
Abbildung zu Ziege
Ziege

Die Ziege hat eine scharfe, sichelförmige Bauchkante, ein nach oben gerichtetes Maul und große Brustflossen; der Ukelei ist viel kleiner und schlicht silbrig.

Ziege im Lexikon

Steckbrief

Lebensweise und Vorkommen

Lebensraum

Der Ukelei lebt im Freiwasser dicht unter der Wasseroberfläche und in der Uferzone von ruhigen Seen und langsam fließenden Flüssen1. Er meidet Stellen mit dichtem Pflanzenbewuchs und steht meist in großen Schwärmen1. Auch im leicht salzigen Brackwasser an Flussmündungen kommt er vor5.

Verbreitung

Der Ukelei ist in fast ganz Europa verbreitet und in Deutschland weit verbreitet und häufig1. Sein Gebiet reicht von Westeuropa und den Britischen Inseln bis zur Wolga und nach Skandinavien1. Er bevorzugt die wärmeren Flussabschnitte der Barben- und Brassenregion1.

Nahrung

Der Ukelei frisst vor allem Zooplankton wie Wasserflöhe sowie kleine Insekten1. Einen Großteil seiner Nahrung sammelt er direkt von der Wasseroberfläche, wo er nach angewehten Insekten und Mückenlarven schnappt1. Diese Lebensweise als Oberflächenfresser prägt sein ganzes Verhalten4.

Fortpflanzung

Der Ukelei laicht von April bis Juni, sobald das Wasser mindestens 15 °C warm ist2. Nachts legen die Weibchen in flachen, kiesigen Uferbereichen portionsweise 1.500 bis 8.000 klebrige Eier an Steinen und Pflanzen ab2. Während der Laichzeit tragen die Männchen weiße Knötchen auf dem Kopf (sogenannter Laichausschlag) und die Flossen färben sich leicht orange2.

Angelwissen

Köder und Praxis

Madeeinzeln am feinen HakenTrockenfliegeklein, an der OberflächeTeigkleine KügelchenBrotflocketreibend angebotenPinkiekleine Made
Praxistipp

Am besten fängst du den Ukelei mit der feinen Stipp- oder Posenmontage knapp unter der Oberfläche, da er dort nach Nahrung sucht7. Beste Zeit sind sonnige Frühlings- und Sommertage7. Wirf ein paar Maden als Anfutter, dann steht der ganze Schwarm bald direkt vor dir.

Schlaumeierwissen

Der Ukelei hat zartes, aromatisches Fleisch, ist aber so grätenreich, dass er als Speisefisch fast vergessen wurde4. Früher grillte man ihn als Steckerlfisch oder legte ihn wie kleine Sprotten ein4 — und aus seinen Schuppen gewann man sogar künstliche Perlenfarbe6.

Auf einen Blick

Eigenschaften und Einordnung

Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.

EigenschaftsprofilSkala 1–5
Eigenschaftsprofil als Radar-DiagrammGröße: 1.0 von 5. Häufigkeit: 5.0 von 5. Kampfstärke: 0.0 von 5. Tafelqualität: 2.0 von 5. Verwechslung: 3.0 von 5. Schutz: 0.0 von 5Größe1.0Häufigkeit5.0Kampfstärke0.0Tafelqualität2.0Verwechslung3.0Schutz0.0
1.0
Größe

Ein kleiner Fisch: meist 10–15 cm lang, selten bis 25 cm3. Damit liegt er deutlich unter Friedfischen wie der Brachse.

5.0
Häufigkeit

Der Ukelei ist in Deutschland sehr weit verbreitet und tritt in großen Schwärmen auf1. Anglern begegnet er an fast jedem ruhigen Gewässer.

0.0
Kampfstärke

Wegen seiner geringen Größe von oft nur 10–15 cm bietet der Ukelei kaum Drill3. Man spürt ihn am Gerät nur als kurzes Zappeln.

2.0
Tafelqualität

Das Fleisch ist zart und aromatisch, aber sehr grätenreich4. Früher wurde er als Steckerlfisch gegrillt oder zu Sprotten verarbeitet4.

3.0
Verwechslung

Er ähnelt Moderlieschen, Hasel und Kleiner Maräne5. Die lose sitzenden Schuppen und das oberständige Maul sind aber gute Erkennungszeichen2.

0.0
Schutz

Kein besonderer Schutzstatus.

Fischereirecht

Schonzeiten und Mindestmaße

Übernommener Datenstand: 10. August 2026.

Bitte vor dem Angeln prüfen

Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.

BundeslandMindestmaßSchonzeitHinweisBeleg
Baden-WürttembergKeine AngabeKeine Angabe
BayernKeine AngabeKeine Angabe
BerlinKeine AngabeKeine Angabe
BrandenburgKeine AngabeKeine Angabe
BremenKeine AngabeKeine Angabe
HamburgKeine AngabeKeine Angabe
HessenKeine AngabeKeine Angabe
Mecklenburg-VorpommernKeine AngabeKeine Angabe
NiedersachsenKeine AngabeKeine Angabe
Nordrhein-WestfalenKeine AngabeKeine Angabe
Rheinland-PfalzKeine AngabeKeine Angabe
SaarlandKeine AngabeKeine Angabe
SachsenKeine AngabeKeine Angabe
Sachsen-AnhaltKeine AngabeKeine Angabe
Schleswig-HolsteinKeine AngabeKeine Angabe
ThüringenKeine AngabeKeine Angabe
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
EnglischEnglishbleakAuch: common bleak
NiederländischNederlandsalver
DänischDanskløje
NorwegischNorsk (Bokmål)laueAuch: løye
SchwedischSvenskalöjaAuch: benlöja
FinnischSuomisalakka
FranzösischFrançaisabletteAuch: ablette commune
ItalienischItalianoalborella
SpanischEspañolalburno
KroatischHrvatskiuklijaAuch: keder
PolnischPolskiuklejaAuch: uklejka
TschechischČeštinaouklejAuch: ouklej obecná

Nachvollziehbar

Quellen

Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.

  1. 1Fische-Arten.de — Ukelei
  2. 2Anglermap — Ukelei Fortpflanzung
  3. 3FishBase — Alburnus alburnus
  4. 4Simfisch — Ukelei Steckbrief
  5. 5Anglermap — Ukelei Bestimmung
  6. 6Wikipedia — Ukelei
  7. 7Angelmagazin — Ukelei

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