Fischart
Stint
Osmerus eperlanus
Der Stint lebt in den Küstengewässern der Nord- und Ostsee und hält sich besonders gern im brackigen Wasser nahe der Flussmündungen auf, wo Süß- und Salzwasser sich mischen1. Es gibt auch eine reine

Schlanker Schwarmfisch der Küstengewässer mit weitem Maul und vorstehendem Unterkiefer, der unverkennbar nach frischen Gurken riecht1. Im zeitigen Frühjahr zieht er in riesigen Schwärmen aus dem Meer in Elbe und Weser, um über Sandgrund abzulaichen2. Die kleine Fettflosse am Rücken verrät seine Verwandtschaft mit den Lachsfischen1.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
FettflosseVorstehender UnterkieferSpitze Zähne
- Schlanker, seitlich kaum abgeflachter Körper
- Kleine Fettflosse ohne Stützstrahlen am hinteren Rücken
- Weites Maul, Unterkiefer steht deutlich vor
- Lange, spitze Zähne im Maul
- Zarte, leicht abfallende Rundschuppen
- Riecht stark nach frischen Gurken
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr
Die Lodde bleibt kleiner, lebt in den arktischen Meeren und kommt bei uns kaum vor.

Die Renke hat ein kleines, fast zahnloses Maul und riecht neutral; der Stint hat ein großes, deutlich bezahntes Maul und riecht typisch nach frischer Gurke.
Blaufelchen im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Der Stint lebt in den Küstengewässern der Nord- und Ostsee und hält sich besonders gern im brackigen Wasser nahe der Flussmündungen auf, wo Süß- und Salzwasser sich mischen6. Es gibt auch eine reine Süßwasserform, den Binnenstint, der dauerhaft in großen nordeuropäischen Seen lebt7. Er hält sich meist im freien Wasser auf und zieht in großen Schwärmen umher7.
Verbreitung
In Deutschland kommt der Stint vor allem in der Nord- und Ostsee sowie in deren Zuflüssen vor, etwa in Elbe und Weser62. Insgesamt reicht sein Verbreitungsgebiet entlang der europäischen Küsten von der Ostsee bis hinunter zur Biskaya6.
Nahrung
Der Stint frisst hauptsächlich kleine Planktonkrebse, also winzige im Wasser schwebende Krebstierchen2. Daneben nimmt er Bodentiere und sogar Jungfische der eigenen Art2. Damit ist er ein Räuber, der sich vor allem von kleiner Beute im Freiwasser ernährt.
Fortpflanzung
Im zeitigen Frühjahr von Februar bis April ziehen die Stinte in großen Schwärmen aus dem Meer flussaufwärts in die großen Ströme wie Elbe und Weser24. Dort laichen sie über sandigen Stellen ab, sobald sich das Wasser auf über 9 °C erwärmt hat4. Ein einzelnes Weibchen kann dabei bis zu 40.000 Eier abgeben2.
Angelwissen
Köder und Praxis
Am besten fängst du Stinte im Frühjahr, wenn sie in großen Schwärmen in die Flussmündungen ziehen4. Verwende ein Heringspaternoster mit sehr kleinen Fliegen an Hakengröße 14 - die Stinte haben winzige Mäuler, deshalb kommt es auf den kleinen Haken an5. Suche Mündungsbereiche der großen Flüsse ab und fische die Montage im Freiwasser.
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
An der Nord- und Ostseeküste tritt der Stint im Frühjahr in riesigen Schwärmen auf und ist dann gut zu fangen24. Im Binnenland begegnet man ihm dagegen kaum.
Wegen seiner geringen Größe von meist 15-20 cm bietet der Stint am Angelgerät nur einen sehr leichten Drill2.
Der starke Gurkengeruch und die Fettflosse machen ihn leicht erkennbar1. Verwechseln lässt er sich höchstens mit der selteneren Lodde.
Ganzjahresschutz in Schleswig-Holstein. In den übrigen Ländern Schonzeiten und Mindestmaße.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bayern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Berlin | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | Nur Binnen | Quelle |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
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Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.