Fischart
Bachforelle
Salmo trutta fario
Die Bachforelle liebt kühle, klare und sehr sauerstoffreiche Bäche und Flüsse in Mittelgebirgen und Gebirgen3. Sie ist der Leitfisch der nach ihr benannten Forellenregion, also der schnell fließende

Schlanker, kräftig gebauter Salmonide mit roten, hell umrandeten Punkten unter der Seitenlinie und einer kleinen Fettflosse1. Lebt in kühlen, sauerstoffreichen Bächen mit Kiesgrund und ist dort der namensgebende Leitfisch der Forellenregion2. Im Winter zieht sie zum Laichen bachaufwärts in seichte, schnell fließende Abschnitte1.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Rote PunkteFettflosseSchwarze PunkteTiefes Maul
- Rote, hell umrandete Punkte unterhalb der Seitenlinie
- Schwarze Punkte oberhalb der Seitenlinie
- Kleine fleischige Fettflosse vor der Schwanzflosse
- Tief gespaltenes Maul reicht bis hinter das Auge
- Kräftiger, leicht spindelförmiger Körper
- Keine weißen Vorderränder an den Bauchflossen
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

hat ein rosa-silbriges Längsband und keine roten Punkte, dafür viele dunkle Tupfen auch auf der Schwanzflosse
Regenbogenforelle im Lexikon
hat helle, wurmartige Marmormuster auf dem dunklen Rücken und weiße Vorderränder an den unteren Flossen
Bachsaibling im Lexikon
ist nur eine größere, im See lebende Form ohne die kräftigen roten Punkte der Bachforelle
Seeforelle im Lexikon
Coregonen sind silbrige Lachsfische ohne rote oder schwarze Punkte und mit kleinem Maul; die Bachforelle hat ein großes Maul und kräftig rote Tupfen.
Coregonen im Lexikon
Der Huchen hat einen langen, walzenförmigen Körper mit dunklen X-förmigen Tüpfeln und keine roten Punkte; die Bachforelle ist kleiner mit roten Tupfen.
Huchen im Lexikon
Der Lachs hat einen schlanken Schwanzstiel zum Anfassen und meist keine roten Punkte unterhalb der Seitenlinie; die Bachforelle ist gedrungener mit vielen roten Tupfen.
Lachs im Lexikon
Die Meerforelle ist silbrig glänzend mit dunklen x-förmigen Flecken und meist ohne rote Punkte; die Bachforelle ist bunter mit kräftig roten Tupfen.
Meerforelle im Lexikon
Die Renke ist silbrig mit kleinem Maul und ohne farbige Punkte; die Bachforelle hat ein großes Maul und auffällige rote Tupfen.
Blaufelchen im Lexikon
Der Seesaibling hat helle Punkte auf dunklem Grund und weiße Flossenränder; die Bachforelle hat rote und schwarze Punkte auf hellem Grund.
Seesaibling im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Die Bachforelle liebt kühle, klare und sehr sauerstoffreiche Bäche und Flüsse in Mittelgebirgen und Gebirgen2. Sie ist der Leitfisch der nach ihr benannten Forellenregion, also der schnell fließenden Oberläufe2. Der Boden sollte aus Kies, Steinen oder Sand bestehen, denn dort findet sie Verstecke und Strömungsschatten1.
Verbreitung
Ursprünglich ist sie über fast ganz Europa verbreitet und kommt bis in den Nahen Osten vor2. In Deutschland gilt sie allgemein als nicht gefährdet und besiedelt fast alle geeigneten kühlen Fließgewässer, in manchen Mittelgebirgen bis in Höhen um 800 Meter2. Durch Besatz wurde sie weltweit in viele Gewässer eingebracht6.
Nahrung
Die Bachforelle ist ein anpassungsfähiger Räuber und frisst das, was am leichtesten zu bekommen ist7. Jungfische ernähren sich vor allem von Insektenlarven wie Köcherfliegen-, Eintagsfliegen- und Steinfliegenlarven sowie von Bachflohkrebsen7. Größere Tiere schnappen auch nach angeflogenen Insekten von der Oberfläche und jagen kleine Fische wie die Groppe7.
Fortpflanzung
Gelaicht wird im Winter, meist von Oktober bis Januar, vereinzelt bis Februar1. Die Weibchen graben mit der Schwanzflosse flache Laichgruben von rund 50 cm Durchmesser in den Kies und legen darin 1000 bis 1500 gelblich-orange Eier ab1. Nach der Befruchtung decken die Tiere die Eier wieder mit Kies zu; die Jungfische schlüpfen nach etwa 2,5 bis 4 Monaten1.
Angelwissen
Köder und Praxis
Am erfolgreichsten ist leichtes Spinnfischen oder Fliegenfischen im engen Bach8. Geh früh morgens oder am Abend im Frühjahr und Herbst ans Wasser, wenn das Wasser kühl ist4. Wirf flussaufwärts und führe den Köder dicht an Strömungskanten und Unterständen vorbei, dort steht die Forelle auf der Lauer8.
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
In kühlen Fließgewässern weit verbreitet und in Deutschland nicht gefährdet2. In geeigneten Bächen begegnet sie dem Angler regelmäßig, fehlt aber in warmen Tieflandflüssen.
Sie kämpft flink und kraftvoll mit schnellen Fluchten in der Strömung4. Schon mit feinem Gerät ist der Drill ein lebhaftes Erlebnis.
Schonzeit in 16 Bundesländern. Mindestmaß 20–30 cm.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 25 cm | 01.10–28.02 | Hochrhein: 35 cm; Fließgewässer ab 800 m ü. NN: 20 cm; andere Gewässer: 25 cm | Quelle |
| Bayern | 26 cm | 01.10–15.03 | – | Quelle |
| Berlin | 30 cm | 01.10–30.04 | – | Quelle |
| Brandenburg | 30 cm | 16.10–15.04 | – | Quelle |
| Bremen | 30 cm | 15.10–15.03 | – | Quelle |
| Hamburg | 20 cm | 15.10–15.02 | Entnahmefenster 20-40 cm | Quelle |
| Hessen | 25 cm | 01.10–31.03 | Entnahmefenster 25-60 cm (Atlantische Forelle) | Quelle |
| Mecklenburg-Vorpommern | 30 cm | 01.10–31.03 | Nur Binnen | Quelle |
| Niedersachsen | 25 cm | 15.10–15.02 | Nur Binnen | Quelle |
| Nordrhein-Westfalen | 25 cm | 20.10–15.03 | – | Quelle |
| Rheinland-Pfalz | 25 cm | 15.10–15.03 | – | Quelle |
| Saarland | 25 cm | 01.10–31.03 | – | Quelle |
| Sachsen | 28 cm | 01.10–30.04 | – | Quelle |
| Sachsen-Anhalt | 25 cm | 15.09–31.03 | – | Quelle |
| Schleswig-Holstein | 30 cm | 01.10–28.02 | Binnen: 30 cm, 01.10-28.02. Küste: 40 cm, 01.10-31.12 (Laichkleid) | Quelle |
| Thüringen | 30 cm | 01.10–31.03 | – | Quelle |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.
- 1Simfisch – Bachforelle
- 2Wikipedia – Bachforelle
- 3FishBase – Salmo trutta
- 4Hecht&Barsch – Bachforelle angeln
- 5Aus dem Hinterland – Bachforelle als Speisefisch
- 6NABU – Bachforelle
- 7Angelmagazin – Bachforelle
- 8Dr. Catch – Spinnfischen am Bach
- 9www.landesrecht-bw.de
- 10www.gesetze-bayern.de
- 11www.berlin.de
- 12angelmagazin.de
- 13schonzeiten.de
- 14schonzeiten.de
- 15angelmagazin.de
- 16www.lallf.de
- 17schonzeiten.de
- 18recht.nrw.de
- 19schonzeiten.de
- 20schonzeiten.de
- 21www.fischerei.sachsen.de
- 22www.fischereiberater-lsa.de
- 23schonzeiten.de
- 24www.umwelt-online.de