Gewässerkunde

Gülle

Gülle ist ein flüssiger Dünger aus Tierkot und Urin, der in der Landwirtschaft auf Felder ausgebracht wird. Gelangt sie in ein Gewässer, ist sie sehr gefährlich für Fische: Beim Abbau der Gülle durch Bakterien wird viel Sauerstoff verbraucht, der dann den Fischen fehlt 12. Außerdem enthält Gülle Ammonium, das in hoher Konzentration giftig für Fische ist 2. Nach einem Gülleunfall kann der Sauerstoffgehalt bis auf null Milligramm pro Liter fallen, obwohl mindestens etwa sechs Milligramm nötig wären, was zu massivem Fischsterben führt 3.

Abbildung zu Gülle
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
EnglischEnglishslurryAuch: liquid manure
NiederländischNederlandsdrijfmestAuch: gier
DänischDanskgylle
NorwegischNorsk (Bokmål)gylleAuch: bløtgjødsel, husdyrgjødsel
SchwedischSvenskaflytgödselAuch: gödselvatten
FinnischSuomilieteAuch: lietelanta
FranzösischFrançaislisierAuch: purin
ItalienischItalianoliquame
SpanischEspañolpurínAuch: estiércol líquido
KroatischHrvatskignojovkaAuch: tekući gnoj
PolnischPolskignojowica
TschechischČeštinakejdaAuch: močůvka

Nachvollziehbar

Quellen

Datenstand des Lexikon-Eintrags: 04. Juli 2026.

  1. 1Akutes Fischsterben – klare-gewaesser.de
  2. 2Gewässerverunreinigung durch Gülle – Land Salzburg
  3. 3Fischsterben an der Lippingau – BLINKER

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