Unscheinbarer Bodenfisch der Nord- und Ostsee, der tagsüber bis zu den Augen im Sand vergraben auf Beute lauert1. Trägt giftige Stacheln an der vorderen Rückenflosse und am Kiemendeckel und gilt als einer der giftigsten Fische Europas1. Erkennbar am steil nach oben gerichteten Maul und den hoch sitzenden Augen2.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Augen obenMaul nach obenGiftstacheln RückenflosseStachel am Kiemendeckel
- Langgestreckter, seitlich flacher Bodenfisch
- Augen sitzen oben auf dem Kopf
- Steil nach oben gerichtetes Maul
- Zwei getrennte Rückenflossen
- Vordere Rückenflosse kurz mit 5–7 Giftstacheln
- Giftstachel auch am Kiemendeckel
- Kopf ohne Schuppen, Rumpf fein beschuppt
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr
Der Knurrhahn hat große, fächerartige Brustflossen und freie, fingerartige Strahlen zum Tasten am Boden — beides fehlt dem Petermännchen.
Der Drachenkopf lebt auf felsigem Grund und ist warzig getarnt, das Petermännchen vergräbt sich im Sand und ist glatt langgestreckt.
Steckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Das Petermännchen ist ein Bodenfisch, der sich tagsüber bis auf die Augen im Sand vergräbt und auf Beute lauert1. Es lebt in Tiefen zwischen etwa 10 und 150 Metern1. Im Sommer zieht es nahe an die Küste in flaches Wasser von 5 bis 15 Metern, im Winter verschwindet es in tiefere Bereiche5.
Verbreitung
Man findet das Petermännchen in Nordsee, Ostsee, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer1. Entlang der Atlantikküste reicht das Vorkommen vom Senegal bis hinauf nach Norwegen6. In der mittleren und nordöstlichen Ostsee ist der Salzgehalt zu niedrig, sodass es sich dort nicht fortpflanzen kann5.
Nahrung
Das Petermännchen frisst kleine Krebstiere wie Garnelen sowie Würmer5. Dazu kommen kleine Bodenfische wie Grundeln, Sandaale und Leierfische5. Tagsüber liegt es vergraben im Sand und schnappt nach allem, was vorbeischwimmt, nachts schwimmt es frei umher1.
Fortpflanzung
Die Laichzeit liegt im Sommer von Juni bis August5. Anfang Juni ziehen die Fische in die flachen Küstenregionen, wo das Weibchen seine etwa 1 mm großen Eier frei ins Wasser abgibt5. Die kleinen Larven schlüpfen nach rund 90 Tagen und sind dann erst wenige Millimeter groß5.
Angelwissen
Köder und Praxis
Am besten fängst du das Petermännchen beim Brandungsangeln auf Sandgrund mit Wattwurm direkt am Boden1. Gegen Abend wird es aktiv und nimmt dann auch langsam geführte kleine Blinker1. Ganz wichtig: niemals mit der Hand anfassen — die Giftstacheln stechen, also den Fisch immer mit Zange und Handschuhen vom Haken lösen.
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Mit durchschnittlich 20–30 cm und höchstens 53 cm bleibt das Petermännchen klein3.
Bei nur rund 300 g Durchschnittsgewicht bietet der Drill kaum Widerstand3.
Das feste, weiße Fleisch gilt als sehr schmackhaft und wird gerne gegrillt oder in Fischsuppe verwendet4.
Die hoch sitzenden Augen, das steile Maul und die getrennten Rückenflossen machen es recht eindeutig, ähnlich sind nur Knurrhahn und Drachenkopf2.
Kein besonderer Schutzstatus.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bayern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Berlin | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.