Fischart
Seesaibling
Salvelinus umbla
Der Seesaibling lebt in klaren, kühlen und sauerstoffreichen Bergseen der Alpen und des Alpenvorlands1. Er bevorzugt Wassertemperaturen von etwa 4 bis 15 °C und steht meist in tiefen Schichten, oft

Eiszeit-Relikt aus klaren Alpenseen mit hellen, oft rot-orangen Punkten auf den Flanken und auffällig weißen Vorderrändern an Bauch- und Afterflosse1. Steht meist tief und kühl, oft zwischen 10 und 30 Metern, und braucht sehr sauerstoffreiches Wasser2. Zur Laichzeit im Herbst färbt sich der Bauch der Männchen leuchtend rot.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Helle PunkteWeiße FlossenränderFettflosse
- Rücken bläulich bis grünlich, Bauch hell
- Helle, oft rote bis orangefarbene Punkte auf den Flanken
- Weiße Vorderränder an Bauch- und Afterflosse
- Langgestreckter Körper, alte Tiere hochrückig
- Männchen zur Laichzeit am Bauch leuchtend rot
- Kleine Fettflosse vor der Schwanzflosse
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Der Bachsaibling hat hell gefleckte Rücken- und Schwanzflosse sowie schwarze Streifen auf den Bauchflossen; beim Seesaibling fehlt diese helle Fleckung.
Bachsaibling im Lexikon
Die Bachforelle trägt dunkle und rote Punkte mit hellem Hof auf dunklerem Grund, der Seesaibling helle Punkte auf dunklem Grund und keine schwarzen Tupfen.
Bachforelle im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Der Seesaibling lebt in klaren, kühlen und sauerstoffreichen Bergseen der Alpen und des Alpenvorlands1. Er bevorzugt Wassertemperaturen von etwa 4 bis 15 °C und steht meist in tiefen Schichten, oft zwischen 10 und 30 Metern2. In den Alpen besiedelt er Seen bis in eine Höhe von rund 2600 Metern1.
Verbreitung
Er ist in den Voralpen- und Alpenseen Deutschlands, Österreichs, der Schweiz, Italiens und Frankreichs heimisch und gilt dort als Überbleibsel der letzten Eiszeit1. In Deutschland ist er auf kalte Bergseen vor allem im Süden beschränkt und insgesamt selten4.
Nahrung
Der Seesaibling frisst Kleinkrebse, Insektenlarven, Schnecken, Würmer und im Sommer auch kleine Fische sowie Fischlaich2. Im Winter zieht er in tiefe Wasserschichten zurück und lebt dort vor allem von Zooplankton und kleinen Krebstieren8.
Fortpflanzung
Die Laichzeit liegt im Herbst und Frühwinter, meist von Oktober bis Dezember8. Das Weibchen schlägt mit der Schwanzflosse eine Grube in den Kiesgrund und legt dort die Eier ab, die das Männchen anschließend befruchtet2. Manche Bestände laichen am flachen Ufer, andere über Steingrund in großer Tiefe8.
Angelwissen
Köder und Praxis
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Mit typisch 25–40 cm und maximal rund 75 cm wird er deutlich größer als ein Rotauge, bleibt aber unter Hecht-Format3.
In Deutschland selten und auf kühle Bergseen im Süden beschränkt4; den meisten Anglern begegnet er nie.
Im Drill kräftig: er nimmt viel Leine und zieht oft entschlossen Richtung Grund5.
Festes, weiß bis lachsfarbenes Fleisch mit feinem Geschmack gilt als Delikatesse6.
Wegen der weißen Flossensäume leicht mit dem Bachsaibling zu verwechseln; entscheidend ist dessen helle Fleckung auf Rücken- und Schwanzflosse7.
Schonzeit in 4 Bundesländern. Mindestmaß 25–30 cm.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 25 cm | 01.10–28.02 | – | Quelle |
| Bayern | 30 cm | 01.10–31.12 | – | Quelle |
| Berlin | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | 30 cm | 20.10–15.03 | – | Quelle |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | 28 cm | 01.10–30.04 | – | Quelle |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.
- 1Wikipedia: Seesaibling
- 2fishman.guide: Seesaibling
- 3Angelwahn: Seesaibling
- 4Landesfischereiverband Bayern: Seesaibling
- 5BLINKER: Steckbrief Seesaibling
- 6BMLUK Österreich: Seesaibling
- 7Fisch-Hitparade: Saibling
- 8zunehmend-wild.de: Steckbrief Saibling
- 9www.landesrecht-bw.de
- 10www.gesetze-bayern.de
- 11recht.nrw.de
- 12www.fischerei.sachsen.de