Fischart

Bachsaibling

Salvelinus fontinalis

SaiblingSalvelinus fontinalisBachsaiblingsSaiblings

Der Bachsaibling ist ein Kaltwasserfisch und braucht kühle, sehr sauerstoffreiche Gewässer1. Man findet ihn sowohl in schnell strömenden Bächen als auch in stehenden Gebirgsseen1. Saures Wasser mi

Abbildung zu Bachsaibling
Wissenschaftlicher NameSalvelinus fontinalis
FamilieLachsfische (Salmonidae)
Größe20-40 cm (max 86 cm)[7]
Gewichtselten über 1 kg (max 8 kg)[7]
Altermehrere Jahre (max 24 Jahre)[7]

Farbenprächtiger Lachsfisch aus Nordamerika mit blaugrünem Rücken voller heller Wurmlinien und roten Punkten in blauen Höfen1. Lebt in kalten, sauerstoffreichen Bächen und Gebirgsseen und kommt sogar mit saurem Wasser zurecht2. Die weißen Vorderkanten an Brust-, Bauch- und Afterflosse machen ihn unverwechselbar1.

Sicher erkennen

Erkennungsmerkmale

Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.

Lehrbuchabbildung von Bachsaibling mit markierten Erkennungsmerkmalen Helle WurmlinienRote PunkteWeiße Flossenkante
Erkennungsmerkmale im Bild3 Merkmale aus der App
  • Rücken blaugrün mit hellen Wurmlinien
  • Wurmlinien auch auf Rücken- und Schwanzflosse
  • Flanken mit roten Punkten in blauen Höfen
  • Brust-, Bauch- und Afterflosse mit weißer Vorderkante
  • Hinter dem Weiß ein schmaler schwarzer Streifen
  • Körper hochrückiger als die Bachforelle
  • Maulspalte reicht weit hinter das Auge

Genau hinsehen

Verwechslungsgefahr

Abbildung zu Seesaibling
Seesaibling

Beim Seesaibling sind die Flossen nicht gefleckt; dem Bachsaibling fehlt nie die Marmorierung auf Rücken und Rückenflosse.

Seesaibling im Lexikon
Abbildung zu Bachforelle
Bachforelle

Der Bachsaibling hat helle Wurmlinien auf dem Rücken und weiße Flossenränder; die Bachforelle zeigt dunkle Punkte ohne Wurmlinien.

Bachforelle im Lexikon

Steckbrief

Lebensweise und Vorkommen

Lebensraum

Der Bachsaibling ist ein Kaltwasserfisch und braucht kühle, sehr sauerstoffreiche Gewässer2. Man findet ihn sowohl in schnell strömenden Bächen als auch in stehenden Gebirgsseen2. Saures Wasser mit niedrigem pH-Wert verträgt er besser als die Bachforelle, und er ist nicht auf Verstecke angewiesen8.

Verbreitung

Ursprünglich stammt der Bachsaibling aus Nordamerika und wurde 1884 bei uns eingeführt2. In Deutschland lebt er vor allem in kühlen Regionen wie den Alpen, dem Schwarzwald, dem Harz und Teilen Bayerns2. In vielen Gewässern hält sich der Bestand nur durch gezielten Besatz3.

Nahrung

Der Bachsaibling frisst, was er bekommen kann: Insektenlarven, kleine Krebstiere, Schnecken, Würmer und kleine Fische9. Junge Tiere ernähren sich zuerst von winzigem Plankton und steigen dann auf größere Beute um9. Im Sommer schnappt er auch gern Insekten, die auf die Wasseroberfläche fallen9.

Fortpflanzung

Die Laichzeit liegt im Herbst und Winter, meist von Oktober bis Dezember, manchmal sogar bis in den März9. Das Weibchen schlägt mit dem Schwanz eine Mulde in den Kiesgrund und legt dort die Eier ab, die das Männchen anschließend befruchtet9. Während der Laichzeit werden die Männchen kämpferisch und verteidigen ihr Revier9.

Angelwissen

Köder und Praxis

Künstliche FliegeNass- oder TrockenfliegeKleiner Spinnerin Bachgröße geführtBienenmadeGeheimtipp am HakenFliegenmadenatürlicher KöderKleiner Wobblerlangsam eingeholt
Praxistipp

Am besten fängst du den Bachsaibling früh am Morgen oder spät am Abend, wenn er nah unter der Oberfläche steht5. Frühling und Herbst sind die Top-Zeiten5. Probier eine kleine Fliege oder einen Spinner und variiere Tempo und Tiefe, bis er beißt.

Schlaumeierwissen

Wusstest du, dass der Bachsaibling als echte Delikatesse gilt? Sein Fleisch ist zart und mild mit einer feinen, leicht nussigen Note und einem Hauch Zitrone6. In der gehobenen Küche wird er gebraten, gedämpft, geräuchert oder gebeizt serviert6.

Auf einen Blick

Eigenschaften und Einordnung

Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.

EigenschaftsprofilSkala 1–5
Eigenschaftsprofil als Radar-DiagrammGröße: 2.0 von 5. Häufigkeit: 2.0 von 5. Kampfstärke: 3.0 von 5. Tafelqualität: 4.0 von 5. Verwechslung: 3.0 von 5. Schutz: 1.0 von 5Größe2.0Häufigkeit2.0Kampfstärke3.0Tafelqualität4.0Verwechslung3.0Schutz1.0
2.0
Größe

In Deutschland meist 20-40 cm lang und selten über ein Kilogramm3. Maximal sind 86 cm und 8 kg möglich, das bleibt aber die große Ausnahme4.

2.0
Häufigkeit

Vor allem in kühlen Mittelgebirgs- und Alpengewässern anzutreffen2. In vielen Gewässern hält sich der Bestand nur durch gezielten Besatz3.

3.0
Kampfstärke

Als kräftiger Lachsfisch liefert er einen lebhaften, ausdauernden Drill5. An leichtem Gerät macht das richtig Spaß.

4.0
Tafelqualität

Das Fleisch ist zart, fest und mild mit leicht nussiger Note6. Der Bachsaibling gilt als Delikatesse der gehobenen Küche6.

3.0
Verwechslung

Mit dem Seesaibling und der Bachforelle leicht zu verwechseln7. Die hellen Wurmlinien und weißen Flossenränder sind die sicheren Erkennungszeichen1.

1.0
Schutz

Schonzeit in 5 Bundesländern. Mindestmaß 25–28 cm.

Fischereirecht

Schonzeiten und Mindestmaße

Übernommener Datenstand: 10. August 2026.

Bitte vor dem Angeln prüfen

Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.

BundeslandMindestmaßSchonzeitHinweisBeleg
Baden-WürttembergKeine Angabe01.10–28.02Kein MindestmassQuelle
BayernKeine AngabeKeine AngabeKeine Schonzeit, kein MindestmassQuelle
Berlin25 cm01.10–30.04Quelle
Brandenburg25 cm16.10–15.04Schonzeit gilt nur in Fließgewässern; in stehenden Gewässern keine SchonzeitQuelle
BremenKeine AngabeKeine Angabe
HamburgKeine AngabeKeine Angabe
HessenKeine AngabeKeine Angabe
Mecklenburg-VorpommernKeine AngabeKeine Angabe
NiedersachsenKeine AngabeKeine Angabe
Nordrhein-WestfalenKeine AngabeKeine AngabeNicht in LFischVO NRW gelistet; keine RegelungQuelle
Rheinland-PfalzKeine AngabeKeine Angabe
SaarlandKeine AngabeKeine Angabe
Sachsen28 cm01.10–30.04Quelle
Sachsen-AnhaltKeine AngabeKeine Angabe
Schleswig-HolsteinKeine AngabeKeine Angabe
Thüringen25 cm01.10–31.03Quelle
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
EnglischEnglishbrook troutAuch: brook charr
NiederländischNederlandsbronforel
DänischDanskkildeørred
NorwegischNorsk (Bokmål)kilderøye
SchwedischSvenskabäckröding
FinnischSuomipuronieriä
FranzösischFrançaisomble de fontaineAuch: saumon de fontaine
ItalienischItalianosalmerino di fontana
SpanischEspañoltrucha de fontanaAuch: salvelino
KroatischHrvatskipotočna zlatovčica
PolnischPolskipstrąg źródlany
TschechischČeštinasiven americký

Nachvollziehbar

Quellen

Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.

  1. 1Fishman Guide: Bachsaibling
  2. 2Fische-Arten: Bachsaibling
  3. 3Angelwahn: Bachsaibling
  4. 4FishBase: Salvelinus fontinalis
  5. 5Angelmagazin: Bachsaibling angeln
  6. 6Vitamine.com: Bachsaibling
  7. 7LfL Bayern: Saiblinge
  8. 8LFV Bayern: Bachsaibling
  9. 9Schonzeitvertreib: Bachsaibling
  10. 10www.landesrecht-bw.de
  11. 11www.berlin.de
  12. 12angelmagazin.de
  13. 13www.fischerei.sachsen.de
  14. 14www.umwelt-online.de
  15. 15Wikipedia

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