Fischart
Sonnenbarsch
Lepomis gibbosus
Der Sonnenbarsch mag klare, pflanzenreiche und warme Stillgewässer oder langsam fließende Abschnitte mit sandigem bis kiesigem Boden1. Wegen seines hohen, flachen Körpers steht er gern zwischen dich

Knallbunter, hochrückiger kleiner Barsch mit dem auffälligen roten Fleck am Kiemendeckel und schimmernder Marmorierung1. Mag warme, pflanzenreiche Flachgewässer und steht oft im seichten Uferwasser in der Sonne2. Ursprünglich aus Nordamerika, bei uns ein eingeschleppter Dauergast mit kräftiger Brutpflege3.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Roter FleckHoher KörperBunte Marmorierung
- Hoher, seitlich stark abgeflachter Körper
- Kleines, leicht oberständiges Maul
- Roter oder oranger Fleck am Kiemendeckel-Lappen
- Bunte Marmorierung in Grün, Blau und Braun
- Zahlreiche rötliche Punkte am Körper
- Grünblau schimmernde Querbinden an den Seiten
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Der Stichling hat keine normalen Schuppen, sondern Knochenplatten, ist viel kleiner und ihm fehlt der bunte Kiemendeckel-Fleck.
Stichling im Lexikon
Der Flussbarsch hat dunkle senkrechte Streifen und keinen roten Fleck am Kiemendeckel, dafür eine stachelige erste Rückenflosse.
Flussbarsch im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Der Sonnenbarsch mag klare, pflanzenreiche und warme Stillgewässer oder langsam fließende Abschnitte mit sandigem bis kiesigem Boden1. Wegen seines hohen, flachen Körpers steht er gern zwischen dichten Wasserpflanzen im warmen Flachwasser und sucht sonnige Stellen2. Er ist ein wärmeliebender Fisch und hält sich meist nah an der Oberfläche im seichten Uferbereich auf5.
Verbreitung
Ursprünglich stammt der Sonnenbarsch aus dem östlichen Nordamerika3. Er wurde 1877 in Frankreich als Sportfisch und für Gartenteiche nach Europa gebracht und 1880 erstmals in Deutschland nachgewiesen1. In Deutschland ist er nicht überall verbreitet, sondern vor allem im Südwesten und rund um Ballungsräume zu finden1.
Nahrung
Der Sonnenbarsch jagt tagsüber, besonders um die Mittagszeit bei hohem Sonnenstand1. Er frisst Insekten, Wasserschnecken, Würmer und andere kleine Wassertiere, dazu Anflugnahrung von der Oberfläche2. Größere Tiere nehmen auch kleine Fische, Fischlaich und Jungfische1.
Fortpflanzung
Die Laichzeit liegt im Freiland zwischen Mai und Juni7. Ab einer Wassertemperatur von rund 16 °C gräbt das Männchen mit der Schwanzflosse eine flache Laichgrube in den sandigen Grund, in die das Weibchen bis zu 5000 Eier ablegt2. Anschließend bewacht das Männchen das Gelege und fächelt den Eiern frisches Wasser zu, bis die Larven nach zwei bis drei Tagen schlüpfen2.
Angelwissen
Köder und Praxis
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
In Europa meist nur 10–15 cm, selten bis 30 cm4 — ein kleiner Fisch, deutlich kleiner als ein Flussbarsch.
In Deutschland nicht flächendeckend, vor allem im Südwesten und bei Ballungsräumen anzutreffen1, dort aber lokal sehr zahlreich.
Wegen der geringen Größe bietet er am Gerät kaum Widerstand, beißt aber sehr aggressiv und zuverlässig5.
Das Fleisch gilt als wohlschmeckend, in den USA wird er sogar in Restaurants frittiert serviert5, wegen der geringen Größe lohnt der Aufwand bei uns aber kaum.
Durch den roten Kiemendeckel-Fleck und die bunte Marmorierung kaum mit heimischen Arten zu verwechseln6.
Kein besonderer Schutzstatus.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bayern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Berlin | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.