Fischart

Sonnenbarsch

Lepomis gibbosus

KürbiskernbarschLepomis gibbosus

Der Sonnenbarsch mag klare, pflanzenreiche und warme Stillgewässer oder langsam fließende Abschnitte mit sandigem bis kiesigem Boden1. Wegen seines hohen, flachen Körpers steht er gern zwischen dich

Abbildung zu Sonnenbarsch
Wissenschaftlicher NameLepomis gibbosus
FamilieSonnenbarsche (Centrarchidae)
Größe10–15 cm (max ca. 30 cm in Europa)
Gewicht150–270 g (max selten über 500 g)
Alterca. 8 Jahre in Europa (max 8–12 Jahre)

Knallbunter, hochrückiger kleiner Barsch mit dem auffälligen roten Fleck am Kiemendeckel und schimmernder Marmorierung1. Mag warme, pflanzenreiche Flachgewässer und steht oft im seichten Uferwasser in der Sonne2. Ursprünglich aus Nordamerika, bei uns ein eingeschleppter Dauergast mit kräftiger Brutpflege3.

Sicher erkennen

Erkennungsmerkmale

Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.

Lehrbuchabbildung von Sonnenbarsch mit markierten Erkennungsmerkmalen Roter FleckHoher KörperBunte Marmorierung
Erkennungsmerkmale im Bild3 Merkmale aus der App
  • Hoher, seitlich stark abgeflachter Körper
  • Kleines, leicht oberständiges Maul
  • Roter oder oranger Fleck am Kiemendeckel-Lappen
  • Bunte Marmorierung in Grün, Blau und Braun
  • Zahlreiche rötliche Punkte am Körper
  • Grünblau schimmernde Querbinden an den Seiten

Genau hinsehen

Verwechslungsgefahr

Abbildung zu Stichling
Stichling

Der Stichling hat keine normalen Schuppen, sondern Knochenplatten, ist viel kleiner und ihm fehlt der bunte Kiemendeckel-Fleck.

Stichling im Lexikon
Abbildung zu Flussbarsch
Flussbarsch

Der Flussbarsch hat dunkle senkrechte Streifen und keinen roten Fleck am Kiemendeckel, dafür eine stachelige erste Rückenflosse.

Flussbarsch im Lexikon

Steckbrief

Lebensweise und Vorkommen

Lebensraum

Der Sonnenbarsch mag klare, pflanzenreiche und warme Stillgewässer oder langsam fließende Abschnitte mit sandigem bis kiesigem Boden1. Wegen seines hohen, flachen Körpers steht er gern zwischen dichten Wasserpflanzen im warmen Flachwasser und sucht sonnige Stellen2. Er ist ein wärmeliebender Fisch und hält sich meist nah an der Oberfläche im seichten Uferbereich auf5.

Verbreitung

Ursprünglich stammt der Sonnenbarsch aus dem östlichen Nordamerika3. Er wurde 1877 in Frankreich als Sportfisch und für Gartenteiche nach Europa gebracht und 1880 erstmals in Deutschland nachgewiesen1. In Deutschland ist er nicht überall verbreitet, sondern vor allem im Südwesten und rund um Ballungsräume zu finden1.

Nahrung

Der Sonnenbarsch jagt tagsüber, besonders um die Mittagszeit bei hohem Sonnenstand1. Er frisst Insekten, Wasserschnecken, Würmer und andere kleine Wassertiere, dazu Anflugnahrung von der Oberfläche2. Größere Tiere nehmen auch kleine Fische, Fischlaich und Jungfische1.

Fortpflanzung

Die Laichzeit liegt im Freiland zwischen Mai und Juni7. Ab einer Wassertemperatur von rund 16 °C gräbt das Männchen mit der Schwanzflosse eine flache Laichgrube in den sandigen Grund, in die das Weibchen bis zu 5000 Eier ablegt2. Anschließend bewacht das Männchen das Gelege und fächelt den Eiern frisches Wasser zu, bis die Larven nach zwei bis drei Tagen schlüpfen2.

Angelwissen

Köder und Praxis

Madean feiner PosenmontageMistwurmkleines Stück am HakenMehlwurmam leichten HakenKleiner KunstköderMini-Spinner oder Nymphe
Praxistipp

Such dir im Hochsommer warme, sonnige Flachwasserbereiche mit Pflanzen am Ufer, dort steht der Sonnenbarsch dicht gedrängt5. Eine leichte Posenmontage mit Made oder einem Stückchen Mistwurm dicht unter der Oberfläche bringt fast garantiert Bisse, weil er sehr aggressiv zupackt5.

Schlaumeierwissen

Das Fleisch schmeckt erstaunlich gut — in seiner Heimat Nordamerika wird der Sonnenbarsch sogar im Restaurant als panierter Pfannenfisch serviert5. Spannend ist die Brutpflege: Das Männchen bewacht das Gelege und fächelt den Eiern Tag und Nacht frisches Wasser zu2.

Auf einen Blick

Eigenschaften und Einordnung

Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.

EigenschaftsprofilSkala 1–5
Eigenschaftsprofil als Radar-DiagrammGröße: 1.0 von 5. Häufigkeit: 2.0 von 5. Kampfstärke: 1.0 von 5. Tafelqualität: 2.0 von 5. Verwechslung: 1.0 von 5. Schutz: 0.0 von 5Größe1.0Häufigkeit2.0Kampfstärke1.0Tafelqualität2.0Verwechslung1.0Schutz0.0
1.0
Größe

In Europa meist nur 10–15 cm, selten bis 30 cm4 — ein kleiner Fisch, deutlich kleiner als ein Flussbarsch.

2.0
Häufigkeit

In Deutschland nicht flächendeckend, vor allem im Südwesten und bei Ballungsräumen anzutreffen1, dort aber lokal sehr zahlreich.

1.0
Kampfstärke

Wegen der geringen Größe bietet er am Gerät kaum Widerstand, beißt aber sehr aggressiv und zuverlässig5.

2.0
Tafelqualität

Das Fleisch gilt als wohlschmeckend, in den USA wird er sogar in Restaurants frittiert serviert5, wegen der geringen Größe lohnt der Aufwand bei uns aber kaum.

1.0
Verwechslung

Durch den roten Kiemendeckel-Fleck und die bunte Marmorierung kaum mit heimischen Arten zu verwechseln6.

0.0
Schutz

Kein besonderer Schutzstatus.

Fischereirecht

Schonzeiten und Mindestmaße

Übernommener Datenstand: 10. August 2026.

Bitte vor dem Angeln prüfen

Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.

BundeslandMindestmaßSchonzeitHinweisBeleg
Baden-WürttembergKeine AngabeKeine Angabe
BayernKeine AngabeKeine Angabe
BerlinKeine AngabeKeine Angabe
BrandenburgKeine AngabeKeine Angabe
BremenKeine AngabeKeine Angabe
HamburgKeine AngabeKeine Angabe
HessenKeine AngabeKeine Angabe
Mecklenburg-VorpommernKeine AngabeKeine Angabe
NiedersachsenKeine AngabeKeine Angabe
Nordrhein-WestfalenKeine AngabeKeine Angabe
Rheinland-PfalzKeine AngabeKeine Angabe
SaarlandKeine AngabeKeine Angabe
SachsenKeine AngabeKeine Angabe
Sachsen-AnhaltKeine AngabeKeine Angabe
Schleswig-HolsteinKeine AngabeKeine Angabe
ThüringenKeine AngabeKeine Angabe
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
EnglischEnglishpumpkinseedAuch: pumpkinseed sunfish, sunfish
NiederländischNederlandszonnebaars
DänischDansksolaborre
NorwegischNorsk (Bokmål)solabbor
SchwedischSvenskasolabborre
FinnischSuomiaurinkoahven
FranzösischFrançaisperche soleil
ItalienischItalianopesce persico soleAuch: pesce sole
SpanischEspañolpez solAuch: perca sol
KroatischHrvatskisunčanica
PolnischPolskibass słoneczny
TschechischČeštinaslunečnice pestrá

Nachvollziehbar

Quellen

Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.

  1. 1HLNUG — Sonnenbarsch Steckbrief
  2. 2Deutschlands Natur — Gemeiner Sonnenbarsch
  3. 3Wikipedia — Gemeiner Sonnenbarsch
  4. 4Petri-Heil — Der Sonnenbarsch
  5. 5Angelmagazin — Sonnenbarsch
  6. 6LfU Brandenburg — Sonnenbarsch
  7. 7AKFS — Sonnenbarsch Artenportrait
  8. 8Wikipedia

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