Fischart
Signalkrebs
Pacifastacus leniusculus
Der Signalkrebs lebt sowohl in Flüssen und Bächen als auch in Seen und Teichen1. Er hält sich gern in langsam strömenden Bereichen mit dichtem Bewuchs und vielen Verstecken auf, etwa zwischen Wurzel

Kräftiger nordamerikanischer Flusskrebs mit glattem Panzer, leuchtend roten Scherenunterseiten und einem türkis-weißen Fleck im Scherengelenk, der ihm den Namen gab1. Seit 1972 in Deutschland und überträgt die für heimische Krebse tödliche Krebspest2. Robust, gefräßig und schwer wieder loszuwerden.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Türkis-weißer FleckRote ScherenunterseiteGlatter Panzer
- Glatter Panzer ohne Dornen oder Stacheln
- Türkis-weißer Fleck im Scherengelenk
- Scheren unten kräftig rot gefärbt
- Bis etwa 18 cm Körperlänge
- Große, breite und kräftige Scheren
- Oberseite meist braun bis rotbraun
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Der heimische Edelkrebs hat hinter der Nackenfurche einen kräftigen Dorn und eine rötliche Scherengelenkhaut; dem Signalkrebs fehlen diese Dornen, dafür trägt er den hellen Signalfleck am Scherengelenk.
Edelkrebs im Lexikon
Beim Sumpfkrebs ist der Panzer rauer und gedornt und die Scheren sind länger und schmaler; dem Signalkrebs fehlen diese groben Dornen, dafür hat er den glatten Panzer und den hellen Fleck am Scherengelenk.
Sumpfkrebs im Lexikon
Der Kamberkrebs ist kleiner und trägt auffällige rotbraune Querbinden auf dem Hinterleib; dem größeren Signalkrebs fehlen diese Streifen, dafür hat er den hellen Signalfleck am Scherengelenk.
Kamberkrebs im Lexikon
Der heimische Steinkrebs bleibt sehr klein und hat eine weißliche Scherenunterseite; der eingeschleppte Signalkrebs wird deutlich größer und zeigt den hellen Fleck am Scherengelenk.
Steinkrebs im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Der Signalkrebs lebt sowohl in Flüssen und Bächen als auch in Seen und Teichen2. Er hält sich gern in langsam strömenden Bereichen mit dichtem Bewuchs und vielen Verstecken auf, etwa zwischen Wurzeln, Steinen und in selbst gegrabenen Höhlen am Ufer5. Er ist robust und kommt mit vielen Gewässertypen zurecht.
Verbreitung
Ursprünglich stammt der Signalkrebs aus dem Westen Nordamerikas2. In Deutschland wurde er 1972 über die Fischerei eingeführt und ist heute weit verbreitet und fest etabliert2. Er steht auf der Liste invasiver gebietsfremder Arten der EU5.
Nahrung
Der Signalkrebs ist ein Allesfresser2. Er frisst Wasserpflanzen, Falllaub und abgestorbenes Material genauso wie Wasserschnecken, Insektenlarven und Würmer2. Junge Krebse jagen dabei mehr lebende Beute als ausgewachsene Tiere2.
Fortpflanzung
Die Paarung findet einmal im Jahr im Herbst statt, meist von Oktober bis November nach einem Temperaturabfall2. Das Weibchen trägt danach bis zu 200 Eier unter seinem Schwanz und schützt sie dort bis in den Mai6. Ab Juni schlüpfen die fertig entwickelten Jungkrebse6.
Angelwissen
Köder und Praxis
Auf Signalkrebse fängt man dort, wo erlaubt, am besten mit Reuse oder Krebsteller in der warmen Jahreszeit, wenn die Tiere nachts aktiv auf Nahrungssuche gehen4. Lege die Köderfallen am Abend in strömungsruhige, bewachsene Uferbereiche und kontrolliere sie früh am Morgen. Prüfe vorher unbedingt die Regeln deines Bundeslands.
Wusstest du, dass der invasive Signalkrebs auf dem Teller eine echte Delikatesse ist? Geschmacklich ist er vom heimischen Edelkrebs kaum zu unterscheiden4 — gefangene Tiere zu verzehren hilft sogar, die Ausbreitung dieses ungebetenen Gastes zu bremsen.
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Mit 15–18 cm und maximal 25 cm Körperlänge bleibt der Signalkrebs ein kleines Tier, deutlich größer aber als heimische Kleinkrebse3.
Seit der Einführung 1972 ist die Art in Deutschland weit verbreitet und in vielen Gewässern fest etabliert2; Angler begegnen ihr regelmäßig.
Als Krebs zeigt er beim Fang keinen Drill; er wird in Reusen, Krebstellern oder per Hand gefangen, nicht mit der Rute erkämpft4.
Das Fleisch ist überaus schmackhaft und steht dem des Edelkrebses geschmacklich in nichts nach4.
Er wird häufig mit dem heimischen Edelkrebs verwechselt; entscheidend sind der glatte, dornenlose Panzer und der helle Fleck im Scherengelenk1.
Kein besonderer Schutzstatus.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bayern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Berlin | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.