Fischart
Rotfeder
Scardinius erythrophthalmus
Die Rotfeder liebt stehende und langsam fließende Gewässer wie Weiher, Teiche, Gräben, Seen und Baggerlöcher1. Besonders wohl fühlt sie sich in flachen, pflanzenreichen Uferzonen mit Schilf, Krautfe

Hochrückiger, silbrig glänzender Friedfisch mit leuchtend roten Flossen und goldgelben Augen1. Lebt in stehenden und langsam fließenden Gewässern dicht unter der Oberfläche zwischen Wasserpflanzen, von denen er sich überwiegend ernährt2. Sein oberständiges Maul und die weit hinten sitzende Rückenflosse machen ihn erkennbar1.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Oberständiges MaulRote FlossenGoldgelbes AugeRückenflosse weit hinten
- Hochrückiger, seitlich abgeflachter Körper
- Oberständiges Maul, Unterlippe steht nach vorn
- Rückenflosse beginnt deutlich hinter den Bauchflossen
- Flossen leuchtend rot gefärbt
- Augen goldgelb bis orange
- Etwa 40–43 mittelgroße Rundschuppen an der Seitenlinie
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Beim Rotauge liegt die Rückenflosse senkrecht über den Bauchflossen, das Maul ist endständig und das Auge rot; bei der Rotfeder sitzt die Rückenflosse weiter hinten, das Maul ist oberständig und das Auge goldgelb.
Rotauge im Lexikon
Der Bitterling bleibt viel kleiner und hochrückig und zeigt zur Laichzeit einen schimmernden Längsstreifen am hinteren Körper; die Rotfeder wird größer und hat leuchtend rote Flossen.
Bitterling im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Die Rotfeder liebt stehende und langsam fließende Gewässer wie Weiher, Teiche, Gräben, Seen und Baggerlöcher2. Besonders wohl fühlt sie sich in flachen, pflanzenreichen Uferzonen mit Schilf, Krautfeldern und überhängenden Büschen2. Oft steht sie dabei dicht unter der Wasseroberfläche zwischen den Pflanzen.
Verbreitung
Die Rotfeder ist in ganz Deutschland weit verbreitet und in geeigneten Gewässern regelmäßig anzutreffen4. Sie kommt von Europa bis nach Westasien vor und lebt sogar im leicht salzigen Brackwasser der Ostsee, da sie etwas Salz verträgt4.
Nahrung
Die Rotfeder ernährt sich vor allem pflanzlich und frisst Algen sowie weiche Wasserpflanzen6. Junge Tiere fressen zunächst nur winzige Schwebetierchen im Wasser und den Laich anderer Fische, später kommt eine bunte Mischkost dazu6. Würmer, Maden und Insektenlarven verschmäht sie aber auch als ausgewachsener Fisch nicht6.
Fortpflanzung
Die Laichzeit liegt zwischen April und Juli, wenn sich das Wasser auf etwa 15–20 °C erwärmt7. Ein Weibchen legt je nach Größe rund 100.000 bis 200.000 klebrige Eier ab, die es bevorzugt an Wasserpflanzen heftet7. Die Rotfeder laicht dabei in mehreren Schüben über mehrere Tage verteilt, und die Jungfische schlüpfen nach etwa vier bis sechs Tagen7.
Angelwissen
Köder und Praxis
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Meist wird die Rotfeder nur 15–25 cm lang, in Ausnahmefällen bis 62 cm3 — also eher ein kleinerer Fisch.
Die Rotfeder ist in ganz Deutschland weit verbreitet und in pflanzenreichen Stillgewässern regelmäßig anzutreffen4.
Wegen ihrer geringen Größe bietet die Rotfeder am feinen Gerät nur einen kurzen, leichten Drill.
Das Fleisch schmeckt durchaus gut, ist aber von vielen feinen Y-förmigen Gräten durchzogen, die tief im Muskel sitzen5.
Die Rotfeder wird sehr leicht mit dem Rotauge verwechselt — am sichersten unterscheidet man sie an der weit hinten sitzenden Rückenflosse und dem oberständigen Maul1.
Schonzeit in 1 Bundesländern. Mindestmaß 15–20 cm.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Keine Angabe | Nicht in LFischVO BW gelistet; keine Regelung | Quelle |
| Bayern | Keine Angabe | Keine Angabe | Keine Schonzeit, kein Mindestmass | Quelle |
| Berlin | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | 20 cm | 15.03–31.05 | Entnahmefenster 20-30 cm | Quelle |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | Nicht in LFischVO NRW gelistet; keine Regelung | Quelle |
| Rheinland-Pfalz | 15 cm | Keine Angabe | Nur Mindestmass, keine Schonzeit | Quelle |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | 20 cm | Keine Angabe | Nur Mindestmass, keine Schonzeit | Quelle |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | Nur Binnen; kein Mindestmass, keine Schonzeit | Quelle |
| Thüringen | 15 cm | Keine Angabe | Nur Mindestmass, keine Schonzeit | Quelle |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.
- 1Rotfeder und Rotauge – AngelMasters (Verwechslung)
- 2Rotfeder Steckbrief – 16er-Haken (Lebensraum)
- 3Scardinius erythrophthalmus – FishBase (Maße)
- 4Rotfeder Verbreitung – Anglermap
- 5Zubereitung Rotfeder – Lübecker Anglerforum (Speisewert & Gräten)
- 6Rotfeder – Fische-Arten (Ernährung)
- 7Rotfeder Fortpflanzung – Anglermap (Laichzeit)
- 8Rotfeder angeln – Fischmaschine (Köder & Fangzeit)
- 9angelmagazin.de
- 10schonzeiten.de
- 11www.fischerei.sachsen.de
- 12www.umwelt-online.de
- 13Wikipedia