Fischart
Hornhecht
Belone belone
Der Hornhecht ist ein schlanker Oberflächenfisch, der im Freiwasser dicht unter der Oberfläche jagt3. Im Frühjahr kommt er nah an die Küste in flache Bereiche zwischen 0 und 25 Metern Tiefe, im Wint

Schlanker, pfeilförmiger Oberflächenfisch mit langem, bezahntem Schnabel und silbrig glänzenden Flanken1. Jagt dicht unter der Wasseroberfläche und kommt im Mai massenhaft an unsere Ostseeküsten23. Beim Filetieren überrascht er mit knallgrünen Gräten — völlig harmlos, aber ungewohnt4.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Langer SchnabelSchlanker KörperSilbrige FlankeFlossen weit hinten
- Sehr langer, dünner, pfeilförmiger Körper
- Langer schnabelartiger Kiefer mit feinen Zähnen
- Unterkiefer etwas länger als der Oberkiefer
- Rücken dunkel-grünlich, Bauch silbrig glänzend
- Sehr kleine, feine, perlmuttartige Schuppen
- Rücken- und Afterflosse weit hinten am Körper
- Grün gefärbte Gräten (auffällig beim Filetieren)
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Die Makrele hat einen viel kürzeren Kopf ohne Schnabel und einen spindelförmigen Körper statt des langen Pfeils.
Makrele im LexikonDer Sandaal ist deutlich kleiner und besitzt keinen langen, bezahnten Schnabel.
Steckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Der Hornhecht ist ein schlanker Oberflächenfisch, der im Freiwasser dicht unter der Oberfläche jagt1. Im Frühjahr kommt er nah an die Küste in flache Bereiche zwischen 0 und 25 Metern Tiefe, im Winter zieht er in tiefere, wärmere Gewässer2. Bei uns trifft man ihn vor allem in der westlichen Ostsee und in der Nordsee2.
Verbreitung
Der Hornhecht lebt im Ostatlantik von Island bis zu den Kanarischen Inseln sowie im Mittelmeer und im Schwarzen Meer2. In Deutschland kommt er in Nord- und Ostsee vor, in der westlichen Ostsee sind die Bestände besonders reich2. Er ist ein Wanderfisch, der jedes Jahr zwischen Überwinterungs- und Laichgebieten pendelt2.
Nahrung
Der Hornhecht ist ein Raubfisch und frisst vor allem kleine Schwarmfische wie Sandaale und junge Heringe sowie Krebstiere4. Mit seinem langen, mit feinen Zähnen besetzten Schnabel packt er seine Beute blitzschnell1. Am stärksten frisst er im Frühjahr und Frühsommer, wenn er nach dem Winter wieder Kraft tankt4.
Fortpflanzung
In Nord- und Ostsee laicht der Hornhecht zwischen März und Mai4. Dafür kommt er im Mai dicht an die Küste, wo die Weibchen 1.000 bis 35.000 Eier ablegen4. Die Eier hängen mit klebrigen Fäden an Seegras, Tang oder Steinen fest, und die jungen Larven ernähren sich anfangs von Kleinstlebewesen im Wasser4.
Angelwissen
Köder und Praxis
Fang ihn von Ende April bis Juni an ruhigen, sonnigen Tagen direkt von der Küste3. Hänge einen schlanken Heringsfetzen an eine Wasserkugel, die du zu zwei Dritteln mit Wasser füllst — so kommst du auf Wurfweite und hältst den Köder knapp unter der Oberfläche3. Schlägt die Pose blitzschnell ab, kurz warten, denn er knabbert oft erst.
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Mit meist 45–70 cm und maximal rund 93 cm ist der Hornhecht ein ordentlich langer, aber sehr schlanker Fisch5.
Zur Saison von Ende April bis Juni kommt er massenhaft an die Küste, außerhalb dieser Zeit begegnet man ihm aber kaum3.
An leichtem Gerät liefert er einen spritzigen Drill mit blitzschnellen Sprüngen aus dem Wasser3.
Er ist ein guter Speisefisch, vor allem geräuchert ein Genuss, hat aber viele und grüne Gräten3.
Der lange Schnabel und der pfeilförmige Körper machen ihn fast unverwechselbar1.
Kein besonderer Schutzstatus.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bayern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Berlin | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
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Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.