Fischart

Hasel

Leuciscus leuciscus

HäslingLeuciscus leuciscus

Der Hasel ist ein strömungsliebender Schwarmfisch, der vor allem klare, schnell fließende Bäche und Flüsse von der Forellen- bis zur Barbenregion bewohnt1. Er steht gern in oberflächennahen Wassersc

Abbildung zu Hasel
Wissenschaftlicher NameLeuciscus leuciscus
FamilieKarpfenfische
Größe15–25 cm (max 40 cm)
Gewicht100–300 g (max 1 kg)
Alter8–10 Jahre (max 16 Jahre)

Schlanker, strömungsliebender Schwarmfisch mit kleinem Kopf, leicht unterständigem Maul und silbrigen Flanken1. Lebt in klaren, schnell fließenden Bächen und Flüssen mit Kiesgrund und steht gern dicht unter der Oberfläche2. Sein bestes Erkennungszeichen ist die nach innen gewölbte Afterflosse, mit der man ihn vom ähnlichen Döbel trennt3.

Sicher erkennen

Erkennungsmerkmale

Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.

Lehrbuchabbildung von Hasel mit markierten Erkennungsmerkmalen Unterständiges MaulKonkave AfterflosseSchlanker Körper
Erkennungsmerkmale im Bild3 Merkmale aus der App
  • Schlanker, spindelförmiger Körper, kaum seitlich abgeflacht
  • Kleiner Kopf mit leicht unterständigem Maul
  • Afterflosse am Rand nach innen gewölbt (konkav)
  • Paarige Flossen gelblich bis hellorange gefärbt
  • Rücken graugrün, Flanken silbrig, keine kräftigen Farben
  • Mittelgroße, silbrige Schuppen
  • Wird selten über 25 cm lang

Genau hinsehen

Verwechslungsgefahr

Abbildung zu Döbel
Döbel

Der Döbel hat eine nach außen gewölbte Afterflosse und ein großes, endständiges Maul; beim Hasel ist die Afterflosse nach innen gewölbt und das Maul klein und leicht unterständig.

Döbel im Lexikon
Abbildung zu Aland
Aland

Der Aland wird deutlich größer und höherrückiger; der schlanke Hasel bleibt klein und gestreckt.

Aland im Lexikon
Abbildung zu Rotauge
Rotauge

Das Rotauge ist seitlich stärker abgeflacht und hat oft rote Augen und Flossen; der Hasel ist runder im Querschnitt und unauffälliger gefärbt.

Rotauge im Lexikon
Abbildung zu Perlfisch
Perlfisch

Der Perlfisch wird viel größer und hochrückiger und lebt im Tiefenwasser großer Voralpenseen; der Hasel bleibt klein und schlank und lebt in fließenden Bächen.

Perlfisch im Lexikon
Abbildung zu Schneider
Schneider

Der Schneider hat ein dunkles Längsband entlang der Seitenlinie und orange Flossenansätze; dem Hasel fehlt dieses Band und er hat ein kleines, unterständiges Maul.

Schneider im Lexikon
Abbildung zu Ukelei
Ukelei

Der Ukelei ist silbrig glänzend, schlank und hat ein deutlich oberständiges Maul; der Hasel hat ein kleines, unterständiges Maul und ist runder im Querschnitt.

Ukelei im Lexikon

Steckbrief

Lebensweise und Vorkommen

Lebensraum

Der Hasel ist ein strömungsliebender Schwarmfisch, der vor allem klare, schnell fließende Bäche und Flüsse von der Forellen- bis zur Barbenregion bewohnt2. Er steht gern in oberflächennahen Wasserschichten und hält sich in ruhigeren Beruhigungszonen oder langsam strömenden Abschnitten mit hartem Kies- oder Sandgrund auf1. Sauberes, sauerstoffreiches Wasser ist für ihn besonders wichtig6.

Verbreitung

Der Hasel ist in fast ganz Europa sowie in Sibirien und Kasachstan verbreitet2. In Deutschland kommt er im gesamten Bundesgebiet vor, wobei die Bestandsdichte von Süden nach Norden hin abnimmt1. Er gilt als häufige, nicht gefährdete Art4.

Nahrung

Der Hasel hat ein sehr breites Nahrungsspektrum und passt seine Kost dem Angebot an1. Er frisst vor allem kleine wirbellose Tiere wie Wasser- und Luftinsekten, Schnecken und Würmer, nimmt aber auch Pflanzenteile auf1. In der Dämmerung steigt er gern an die Oberfläche und schnappt nach angeschwemmten Insekten6.

Fortpflanzung

Der Hasel laicht zwischen März und April bei Wassertemperaturen unter zehn Grad2. Vor dem Laichen ziehen die Fische ein Stück stromaufwärts und sammeln sich über flachen, strömungsreichen Kiesstellen mit deutlich weniger als 50 cm Wassertiefe2. Die Eier werden meist nachts frei ins Wasser abgegeben und kleben sofort am Untergrund fest2. Die Männchen tragen zur Laichzeit einen feinen, körnigen Laichausschlag auf Kopf und Körperseiten2.

Angelwissen

Köder und Praxis

Madenim Bündel angebotenBrotflockean feiner PoseTeigkugelnklein gedrehtKleine WürmerStücke am HakenTrockenfliegean der Oberfläche
Praxistipp

Am besten fängst du den Hasel mit feinem Stipp- oder Posenangeln auf ein Madenbündel7. Setz dabei auf die Dämmerung, denn dann wird er besonders gefräßig und steigt an die Oberfläche8. Eine empfindliche Winkelpicker-Spitze zeigt selbst die zaghaftesten Bisse zuverlässig an7.

Schlaumeierwissen

Wusstest du, dass der Hasel zwar gut schmeckt, aber kaum auf dem Teller landet? Sein Fleisch steckt voller feiner Gräten5. Mit einem Trick kommt man ihnen bei: erst kräftig braten, dann in einen süß-sauren Sud einlegen, der die Gräten weich macht5.

Auf einen Blick

Eigenschaften und Einordnung

Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.

EigenschaftsprofilSkala 1–5
Eigenschaftsprofil als Radar-DiagrammGröße: 1.0 von 5. Häufigkeit: 4.0 von 5. Kampfstärke: 1.0 von 5. Tafelqualität: 2.0 von 5. Verwechslung: 4.0 von 5. Schutz: 2.0 von 5Größe1.0Häufigkeit4.0Kampfstärke1.0Tafelqualität2.0Verwechslung4.0Schutz2.0
1.0
Größe

Mit typisch 15–25 cm und höchstens rund 40 cm bleibt der Hasel ein kleiner Fisch4.

4.0
Häufigkeit

Der Hasel ist in ganz Deutschland verbreitet und in passenden Fließgewässern häufig anzutreffen1.

1.0
Kampfstärke

Wegen seiner geringen Größe von meist unter 300 g bietet der Hasel nur einen kurzen, flinken Drill4.

2.0
Tafelqualität

Das Fleisch schmeckt durch das saubere Strömungswasser gut, ist aber sehr grätenreich und darum als Speisefisch wenig beliebt5.

4.0
Verwechslung

Der Hasel wird leicht mit dem Döbel verwechselt; die nach innen gewölbte Afterflosse ist das sicherste Unterscheidungsmerkmal3.

2.0
Schutz

Ganzjahresschutz in Hamburg, Schleswig-Holstein. In den übrigen Ländern Schonzeiten und Mindestmaße.

Fischereirecht

Schonzeiten und Mindestmaße

Übernommener Datenstand: 10. August 2026.

Bitte vor dem Angeln prüfen

Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.

BundeslandMindestmaßSchonzeitHinweisBeleg
Baden-WürttembergKeine AngabeKeine Angabe
BayernKeine Angabe01.03–30.04Quelle
Berlin15 cmKeine AngabeNur Mindestmass, keine SchonzeitQuelle
Brandenburg15 cmKeine AngabeNur Mindestmass, keine SchonzeitQuelle
BremenKeine AngabeKeine Angabe
HamburgKeine AngabeGanzjährig geschütztQuelle
HessenKeine AngabeKeine Angabe
Mecklenburg-VorpommernKeine Angabe01.03–31.05Nur BinnenQuelle
NiedersachsenKeine AngabeKeine Angabe
Nordrhein-WestfalenKeine AngabeKeine Angabe
Rheinland-Pfalz15 cmKeine AngabeNur Mindestmass, keine SchonzeitQuelle
SaarlandKeine AngabeKeine Angabe
SachsenKeine AngabeKeine Angabe
Sachsen-AnhaltKeine AngabeKeine Angabe
Schleswig-HolsteinKeine AngabeGanzjährig geschütztQuelle
Thüringen20 cm01.04–31.05Quelle
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
EnglischEnglishdaceAuch: common dace
NiederländischNederlandsserpeling
DänischDanskstrømløje
NorwegischNorsk (Bokmål)gullbust
SchwedischSvenskastävlingAuch: arta
FinnischSuomiseipi
FranzösischFrançaisvandoise
ItalienischItalianoleucisco comuneAuch: leucisco
SpanischEspañolleuciscoAuch: leucisco común
KroatischHrvatskiklenićAuch: jelšovka
PolnischPolskijelec
TschechischČeštinaproudníkAuch: jelec proudník

Nachvollziehbar

Quellen

Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.

  1. 1Deutschlands Natur: Hasel
  2. 2Wikipedia: Hasel (Fisch)
  3. 3Anglermap: Hasel Bestimmung
  4. 4FishBase: Leuciscus leuciscus
  5. 5Fisch-Hitparade: Fischartenportrait Hasel
  6. 6Simfisch: Fischlexikon Hasel
  7. 7Anglermap: Hasel Fangmethode & Köder
  8. 8Simfisch: Hasel angeln
  9. 9www.gesetze-bayern.de
  10. 10www.berlin.de
  11. 11angelmagazin.de
  12. 12schonzeiten.de
  13. 13www.lallf.de
  14. 14schonzeiten.de
  15. 15schonzeiten.de
  16. 16www.umwelt-online.de
  17. 17Wikipedia

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