Fischart
Moderlieschen
Leucaspius delineatus
Das Moderlieschen bewohnt pflanzenreiche Stillgewässer und langsam fließende Gräben mit dichter Ufervegetation1. Typische Lebensräume sind Altarme, Weiher, Torfstiche und Baggerseen — oft Gewässer,

Winziger Schwarmfisch in pflanzenreichen Stillgewässern1. Männchen bewachen die Eier und schützen sie mit keimtötendem Sekret2.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Oberständiges MaulBläulicher LängsstreifenKurze SeitenlinieGroße AugenSchlanker Körper
- Sehr kleiner, schlanker Körper mit stark oberständigem Maul1
- Bläulich schimmernder Längsstreifen an den Flanken, besonders am Schwanzstiel4
- Unvollständige Seitenlinie — nur auf den ersten 7–12 Schuppen sichtbar3
- Relativ große Augen im Verhältnis zum kleinen Kopf6
- Rücken braun-olivgrün, Flanken silbrig, Bauch weißlich1
- Schuppen lösen sich sehr leicht beim Anfassen4
- Kielbauchartige Kante zwischen Bauch- und Afterflosse3
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Der Ukelei wird mit 15–20 cm deutlich größer und hat eine vollständige, durchgehende Seitenlinie. Beim Moderlieschen endet die Seitenlinie schon nach wenigen Schuppen.
Ukelei im Lexikon
Der Bitterling ist hochrückiger und hat größere Schuppen, und die Männchen tragen zur Laichzeit ein buntes Hochzeitskleid.
Bitterling im Lexikon
Der Blaubandbärbling hat einen dunklen Längsstreifen an der Seite und größere Schuppen; das Moderlieschen wirkt einfarbig silbern und hat ein nach oben gerichtetes Maul.
Blaubandbärbling im Lexikon
Die Elritze hat eine vollständige, durchgehende Seitenlinie und sehr kleine Schuppen; beim Moderlieschen endet die Seitenlinie schon nach wenigen Schuppen.
Elritze im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Das Moderlieschen bewohnt pflanzenreiche Stillgewässer und langsam fließende Gräben mit dichter Ufervegetation1. Typische Lebensräume sind Altarme, Weiher, Torfstiche und Baggerseen — oft Gewässer, die für größere Fische zu klein oder zu flach sind6. Als Schwarmfisch hält es sich dicht unter der Wasseroberfläche in der Uferzone auf, meist in weniger als einem Meter Tiefe3.
Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet reicht von Nordfrankreich und dem Rheingebiet ostwärts über ganz Mitteleuropa bis zur Wolga und zum Kaspischen Meer2. In Deutschland ist es in allen Flusssystemen verbreitet, kommt aber oft nur in kleinen, isolierten Beständen vor4. Die Art fehlt in Großbritannien, Skandinavien (außer Dänemark), auf der Iberischen Halbinsel und in Südeuropa2.
Nahrung
Das Moderlieschen ist ein Oberflächenfresser und ernährt sich hauptsächlich von Plankton — winzigen Schwebealgen und kleinen Krebstierchen1. Ergänzend schnappt es Insekten, die auf die Wasseroberfläche fallen, etwa Mücken und Fliegen3. Auch Froschlaich und kleine Mückenlarven stehen auf dem Speiseplan7.
Fortpflanzung
Die Laichzeit beginnt bei über 18 Grad Wassertemperatur, meist ab April bis Juni2. Das Weibchen wickelt seine Eier in Bändern um Pflanzenstengel und Wurzeln nahe der Wasseroberfläche1. Besonders ist die Brutpflege: Das Männchen bewacht die Eier, fächelt ihnen Frischwasser zu und überzieht sie mit einem keimtötenden Sekret28.
Angelwissen
Köder und Praxis
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Viel zu klein für jede Verwertung in der Küche — selbst die größten Exemplare passen auf einen Teelöffel1.
In 9 Bundesländern ganzjährig geschützt, beangelbar nur in 7 Bundesländern.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bayern | Keine Angabe | Keine Angabe | Keine Schonzeit, kein Mindestmass | Quelle |
| Berlin | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Brandenburg | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Hessen | Keine Angabe | 01.05–30.06 | – | Quelle |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Saarland | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Sachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Thüringen | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.
- 1Wikipedia – Moderlieschen
- 2Deutschlands Natur – Moderlieschen
- 3Fischlexikon – Moderlieschen
- 4Fisch-Hitparade – Moderlieschen
- 5Simfisch – Moderlieschen Portrait
- 6Kölle Zoo – Moderlieschen Steckbrief
- 7Angelmagazin – Moderlieschen Alle Infos
- 8Einrichtungsbeispiele – Moderlieschen Alle Infos
- 9Blinker – Schonzeiten und Mindestmasse
- 10www.berlin.de
- 11angelmagazin.de
- 12schonzeiten.de
- 13angelmagazin.de
- 14recht.nrw.de
- 15schonzeiten.de
- 16schonzeiten.de
- 17www.fischereiberater-lsa.de
- 18schonzeiten.de
- 19www.umwelt-online.de