Fischart
Nase
Chondrostoma nasus
Die Nase lebt in sauerstoffreichen, schnell fließenden Flüssen mit kiesigem oder steinigem Grund1. Sie ist ein typischer Bewohner der Barben- und Äschenregion und braucht klares Wasser mit guter Str

Algenweiderin mit verhornter Unterlippe, zieht in Schwärmen über Kiesgrund1. Fisch des Jahres 2020 — heute regional stark gefährdet2.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Nasenförmiger OberkieferVerhornte UnterlippeSpindelförmiger KörperRötliche FlossenGraugrüner Rücken
- Spindelförmiger, langgestreckter Körper mit silbrigen Flanken1
- Auffällig überstehendes Oberkiefer — die namensgebende Nase5
- Unterständiges Maul mit scharfkantiger, verhornter Unterlippe4
- Graugrüner bis dunkelgrauer Rücken6
- Rötlich-graue Flossen, besonders Brust- und Bauchflossen5
- Mittelgroße Schuppen, 55–65 entlang der Seitenlinie1
- Männchen zur Laichzeit mit deutlichem Laichausschlag am Kopf3
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Die Nase hat eine harte, verhornte Unterlippe zum Abweiden von Algen; der Zährte fehlt diese verhornte Lippe und sie hat eine längere Afterflosse und eine dunkle Schnauze.
Zährte im Lexikon
Die Barbe hat vier auffällige Barteln am Maul und einen kräftigeren Körper. Der Nase fehlen Bartfäden komplett.
Barbe im Lexikon
Die Nase hat eine harte, gerade verhornte Unterlippe zum Abweiden von Algen; der Zährte fehlt diese verhornte Lippe und sie hat eine längere Afterflosse.
Zährte im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Die Nase lebt in sauerstoffreichen, schnell fließenden Flüssen mit kiesigem oder steinigem Grund1. Sie ist ein typischer Bewohner der Barben- und Äschenregion und braucht klares Wasser mit guter Strömung2. Bevorzugt werden Strecken mit natürlichem Sohlsubstrat, wo sie in großen Schwärmen über Kiesbänke zieht11.
Verbreitung
Die Nase kommt in Mittel- und Osteuropa nördlich der Alpen vor, besonders in den Flusssystemen von Rhein und Donau5. In Deutschland war sie früher einer der häufigsten Flussfische, ist heute aber regional stark gefährdet und vielerorts verschwunden2. Ihr Verbreitungsgebiet reicht ostwärts bis zum Schwarzen Meer, fehlt aber in Skandinavien und auf den Britischen Inseln3.
Nahrung
Die Nase ist ein spezialisierter Pflanzenfresser, der mit seiner scharfkantigen, verhornten Unterlippe Algenbeläge von Steinen abschabt1. Diese Weidehaltung macht sie zur natürlichen Putzkolonne der Flussböden2. Ergänzend nimmt sie kleine wirbellose Tiere vom Gewässergrund auf, etwa Insektenlarven und Kleinkrebse8.
Fortpflanzung
Die Nase laicht von März bis Mai und wandert dafür in großen Schwärmen flussaufwärts zu flachen Kiesbänken11. Dabei kann man lautes Platschen hören, wenn Hunderte gleichzeitig ablaichen2. Ein Weibchen legt 20.000 bis 100.000 klebrige Eier von etwa 1,5 mm Größe direkt auf den Kiesgrund3.
Angelwissen
Köder und Praxis
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Ganzjahresschutz in 6 Bundesländern. In den übrigen Ländern Schonzeiten und Mindestmaße.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 35 cm | 15.03–31.05 | – | Quelle |
| Bayern | 30 cm | 01.03–30.04 | – | Quelle |
| Berlin | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Brandenburg | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | 25 cm | 15.03–30.04 | Entnahmefenster 25-40 cm | Quelle |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Niedersachsen | 25 cm | Keine Angabe | Nur Satzfische; ohne Besatznachweis ganzjährig geschützt. Nur Mindestmass | Quelle |
| Nordrhein-Westfalen | 30 cm | 01.03–30.04 | – | Quelle |
| Rheinland-Pfalz | 30 cm | 15.03–30.04 | Nicht in Rhein, Mosel und Lahn | Quelle |
| Saarland | 35 cm | 15.03–15.06 | – | Quelle |
| Sachsen | 40 cm | 01.01–15.06 | Schonzeit und Mindestmass gelten nur in der Elbe; in allen anderen Gewässern ganzjährig geschützt | Quelle |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Thüringen | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.
- 1Simfisch – Nase Fischportrait
- 2DAFV – Fisch des Jahres 2020 Nase
- 3Wikipedia – Nase (Fisch)
- 4Rekordfische.at – Nase Rekord 1998
- 5Angelmagazin – Nase Alle Infos
- 6Simfisch – Nase angeln Tipps
- 7FineArts Flyfishing – Fliegenfischen auf Nasen
- 8Tierenzyklopädie – Nase Steckbrief
- 9ichkoche.at – Nase im Speck Rezept
- 10Anglermap – Nase Bestimmung
- 11Fischlexikon – Nase
- 12www.landesrecht-bw.de
- 13www.gesetze-bayern.de
- 14www.berlin.de
- 15angelmagazin.de
- 16angelmagazin.de
- 17www.lallf.de
- 18schonzeiten.de
- 19recht.nrw.de
- 20schonzeiten.de
- 21schonzeiten.de
- 22www.fischerei.sachsen.de
- 23www.fischereiberater-lsa.de
- 24schonzeiten.de
- 25www.umwelt-online.de
- 26Wikipedia