Fischart
Köhler
Pollachius virens
Der Köhler lebt als Schwarmfisch im offenen Meer und im Freiwasser, hält sich aber auch gern in Küstennähe über felsigem oder steinigem Grund auf1. Er bevorzugt kühles Wasser zwischen 4 und 12 Grad

Schneller Schwarmräuber aus dem Nordatlantik mit gerader, heller Seitenlinie und langgestrecktem, am Rücken dunklem Körper1. Lebt im Freiwasser über felsigem Grund und jagt im Trupp kleine Schwarmfische wie Heringe und Sprotten2. Im Frühjahr kommt er nah an die Küste, im Winter zieht er in tiefere Bereiche zurück3.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Gerade SeitenlinieDrei RückenflossenVorstehender Unterkiefer
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr
Der Pollack hat eine deutlich geschwungene Seitenlinie, beim Köhler verläuft sie gerade.

Der Dorsch trägt einen deutlichen Bartfaden am Kinn, der Köhler hat keinen oder nur einen winzigen.
Kabeljau im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Der Köhler lebt als Schwarmfisch im offenen Meer und im Freiwasser, hält sich aber auch gern in Küstennähe über felsigem oder steinigem Grund auf3. Er bevorzugt kühles Wasser zwischen 4 und 12 Grad und kommt bis in Tiefen von etwa 200 Metern vor3. Im Frühjahr zieht er näher an die Küste, im Winter geht er in tiefere Bereiche zurück3.
Verbreitung
Der Köhler ist im Nordatlantik von Island und Skandinavien über die Britischen Inseln bis nach Spanien verbreitet3. Auch in der nördlichen Nordsee, im Kattegat und im Skagerrak ist er zu Hause3. Besonders dichte Bestände gibt es vor Norwegen, Island und den Färöer-Inseln3.
Nahrung
Junge Köhler fressen vor allem Plankton wie Krill und kleine Krebstiere2. Mit zunehmendem Alter werden sie zu ausgeprägten Raubfischen und jagen kleine Schwarmfische wie Heringe, Sprotten, Sandaale und junge Makrelen2. Daneben stehen auch Tintenfische und Garnelen auf dem Speiseplan2.
Fortpflanzung
Der Köhler laicht in den Wintermonaten, meist zwischen Januar und April mit dem Höhepunkt im Februar und März2. Die Laichgebiete liegen in tieferen Bereichen zwischen 100 und 200 Metern2. Die Weibchen geben sehr viele Eier ab, die frei im offenen Wasser schweben2.
Angelwissen
Köder und Praxis
Am besten fängt man Köhler mit der Speedpilk-Technik: Pilker auf Grund absinken lassen und dann schnell 5–7 Meter nach oben kurbeln, bis es im Mittelwasser packt. Beste Monate sind Juni bis September, vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung5. Wichtig: ein langes monofiles Vorfach als Puffer, denn das weiche Maul schlitzt sonst leicht aus5.
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Mit meist 30–70 cm und Ausnahmeexemplaren über 130 cm zählt der Köhler zu den großen Meeresfischen4.
In norwegischen Fjorden und der nördlichen Nordsee sehr häufig3; für deutsche Angler nur bei Meeresangel-Touren erreichbar.
Der Köhler gibt im Drill sofort Vollgas und flüchtet kraftvoll nach unten, sodass die Bremse kreischt5.
Festes, weißes und mild schmeckendes Fleisch macht ihn zu einem der wichtigsten Speisefische6.
Vor allem mit dem Pollack zu verwechseln; die gerade statt geschwungene Seitenlinie verrät den Köhler1.
Kein besonderer Schutzstatus.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bayern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Berlin | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.