Fischart
Zwergwels
Ameiurus nebulosus
Der Zwergwels ist ein nachtaktiver Grundfisch ruhiger Gewässer und stellt kaum Ansprüche an die Wasserqualität1. Am wohlsten fühlt er sich in warmen, stehenden oder langsam fließenden Gewässern über

Kleiner, nachtaktiver Grundfisch mit breitem Kopf, schuppenloser Haut und acht auffälligen Barteln rund ums Maul1. Als eingeschleppte Art aus Nordamerika lebt er in warmen, ruhigen Gewässern und frisst dort fast alles, was er am Grund findet23. Vorsicht beim Anfassen: In Brust- und Rückenflosse sitzen spitze Stacheln4.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
8 BartelnFettflosseStacheln
- Breiter, flacher Kopf mit großem Maul
- 8 Barteln rund um das Maul
- Schuppenlose, glatte Haut
- Rücken braun-oliv, Bauch hell gelblich
- Kleine Fettflosse vor der Schwanzflosse
- Kräftige Stacheln in Brust- und Rückenflosse
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Der Waller wird viel größer, hat nur sechs Barteln und keine Fettflosse.
Waller im LexikonSehr ähnlich; der Schwarze Zwergwels ist dunkler und hat oft hellere Flossensäume.
Steckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Der Zwergwels ist ein nachtaktiver Grundfisch ruhiger Gewässer und stellt kaum Ansprüche an die Wasserqualität6. Am wohlsten fühlt er sich in warmen, stehenden oder langsam fließenden Gewässern über 18 °C62. Tagsüber steht er versteckt am schlammigen Grund, abends und nachts geht er auf Nahrungssuche4.
Verbreitung
Ursprünglich stammt der Zwergwels aus dem Osten der USA und wurde schon 1885 nach Europa gebracht3. Heute bildet er in Deutschland vielerorts kleine, sich selbst vermehrende Bestände3. Seit 2022 gilt für ihn ein EU-weites Handelsverbot, weil er als schädliche, fremde Art eingestuft ist7.
Nahrung
Der Zwergwels ist ein echter Allesfresser und nimmt fast alles, was er am Grund findet2. Auf dem Speiseplan stehen Insektenlarven, kleine Krebse, Schnecken, Muscheln, Würmer, aber auch Fischeier, kleine Fische und Pflanzenreste2. Seine breiten Barteln helfen ihm, im trüben Wasser und bei Nacht Beute zu ertasten1.
Fortpflanzung
Gelaicht wird im späten Frühjahr und frühen Sommer, meist zwischen April und Juni bei Temperaturen ab etwa 18 °C8. Beide Eltern legen im flachen Uferbereich gemeinsam ein Nest an, in das rund 4000 bis 5000 goldgelbe Eier abgelegt werden8. Danach betreiben sie echte Brutpflege und bewachen Gelege und Jungfische, bis diese etwa 2,5 bis 3 cm groß sind8.
Angelwissen
Köder und Praxis
Fische ihn im Sommer in der Dämmerung und nachts mit Wurm oder Fischfetzen direkt am Grund4. Nutze größere Haken mit langem Schenkel, denn der Zwergwels schluckt gierig tief, und so bekommst du ihn leichter wieder ab4. Halte ihn beim Lösen fest im Griff, sonst pieksen die Stacheln in Brust- und Rückenflosse.
Wusstest du, dass dieser kleine Plagegeist auf dem Teller ein echter Geheimtipp ist? Das zarte, helle Fleisch ist fast grätenfrei und schmeckt vor allem geräuchert hervorragend4. Weil er als eingeschleppte Art gilt, darfst du ihn meist ohnehin nicht zurücksetzen.
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Mit meist 20–30 cm und maximal etwa 48 cm bleibt der Zwergwels klein5.
In Deutschland sind hunderte Vorkommen bekannt, und dort wo er auftritt, bildet er oft sehr dichte Bestände3.
Er beißt gierig und zieht ruckartig, bleibt durch seine geringe Größe aber ein eher kurzer Drill4.
Das Fleisch ist zart, hell und fast grätenfrei und gilt geräuchert als Delikatesse4.
Durch die Barteln und Fettflosse ist er leicht zu erkennen; nur mit dem Schwarzen Zwergwels gibt es echte Verwechslungsgefahr1.
Kein besonderer Schutzstatus.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bayern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Berlin | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
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Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.