Fischart
Zährte
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Die Zährte lebt gesellig in kleinen Trupps direkt am Grund langsam fließender Unterläufe großer Flüsse1. Im Mündungsbereich von Nord- und Ostsee hält sie sich auch im leicht salzigen Brackwasser auf

Schlanker Grundfisch mit dunkel gefärbter, nasenartig vorgezogener Schnauze und unterständigem Rüsselmaul, mit dem er am Boden nach Larven und Schnecken gründelt1. Lebt in kleinen Trupps in den ruhigen Unterläufen großer Flüsse2. Zum Laichen wandert er flussaufwärts in die schnelle Strömung — in Deutschland ist er dabei selten geworden und stark gefährdet3.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Dunkle NasenspitzeRüsselmaul untenLange Afterflosse
- Unterständiges, vorstülpbares Rüsselmaul zum Gründeln
- Schnauzenspitze nasenartig verlängert, schwarz bis dunkelblau
- Schlanker, seitlich abgeflachter Körper
- Rücken dunkelgrau bis bläulich, Flanken heller
- Lange Afterflosse mit 19–25 Flossenstrahlen
- Hinter der Rückenflosse auffällig gekielte Schuppen
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Die Nase hat eine deutlich kürzere Afterflosse und eine verhornte Unterlippe; ihre Schnauzenspitze ist nicht dunkel gefärbt.
Nase im Lexikon
Die Brachse ist hochrückiger und hat keine nasenartig vorgezogene, dunkle Schnauze.
Brachse im Lexikon
Die Barbe hat vier Barteln am Maul und einen rundlicheren Körper; der Zährte fehlen die Barteln und sie hat eine vorgezogene, dunkle Schnauze.
Barbe im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Die Zährte lebt gesellig in kleinen Trupps direkt am Grund langsam fließender Unterläufe großer Flüsse2. Im Mündungsbereich von Nord- und Ostsee hält sie sich auch im leicht salzigen Brackwasser auf2. Zum Laichen wandert sie flussaufwärts in schneller strömende Abschnitte mit kiesig-steinigem Boden3.
Verbreitung
Sie kommt in Mittel- und Osteuropa in Flüssen vor, die zur Nord-, Ostsee sowie zum Schwarzen und Kaspischen Meer entwässern2. In Deutschland ist die Zährte selten geworden und gilt bundesweit als stark gefährdet3. In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ist sie sogar vom Aussterben bedroht3.
Nahrung
Die Zährte sucht ihre Nahrung am Gewässergrund und nimmt vor allem Insektenlarven, kleine Muscheln, Würmer und Schnecken auf1. In der Uferzone gründelt sie mit ihrem nach unten gerichteten Maul im Bodengrund1. Pflanzliche Kost frisst sie ebenfalls, wenn sie verfügbar ist1.
Fortpflanzung
Zur Laichzeit von Mitte April bis in den Juli ziehen die Fische flussaufwärts in die schnell strömende Barbenregion1. Zum ersten Mal laichen sie mit drei bis fünf Jahren1. Die Weibchen geben ihre Eier über zwei bis drei Wochen in mehreren Schüben über kiesigem Grund ab1.
Angelwissen
Köder und Praxis
Wo die Zährte gefangen werden darf, ist das Feederangeln direkt am Gewässergrund die erste Wahl4. Such dir ruhige Flussabschnitte mit kiesigem Boden und biete Maden oder einen kleinen Mistwurm an4. Während der Laichwanderung im Frühjahr stehen die Trupps oft dicht an Strömungskanten — dort lohnt sich ein gezielter Anwurf.
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Mit meist 20–35 cm und selten bis 50 cm ist die Zährte ein mittelgroßer Karpfenfisch, etwa in der Größenordnung einer Brachse2.
An leichtem Feedergerät liefert die Zährte einen ordentlichen, zähen Drill4. An die Kraft eines Karpfens reicht sie aber nicht heran.
In 9 Bundesländern ganzjährig geschützt, beangelbar nur in 7 Bundesländern.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Bayern | Keine Angabe | Keine Angabe | Seerüssling; keine Schonzeit, kein Mindestmass | Quelle |
| Berlin | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Brandenburg | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Bremen | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Hamburg | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Hessen | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | 01.05–31.07 | Binnen: 01.05-31.07. Küste: ganzjährig geschützt | Quelle |
| Niedersachsen | Keine Angabe | 01.05–31.07 | Nur Binnen | Quelle |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Sachsen-Anhalt | 30 cm | Keine Angabe | Nur Mindestmass, keine Schonzeit | Quelle |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Thüringen | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.
- 1Zährte (Rußnase) Steckbrief – simfisch.de
- 2Zährte – Wikipedia
- 3Zährte – Deutschlands Natur
- 4Zährte – Angelwahn
- 5Nase Bestimmung – anglermap.de
- 6www.landesrecht-bw.de
- 7www.berlin.de
- 8angelmagazin.de
- 9schonzeiten.de
- 10schonzeiten.de
- 11angelmagazin.de
- 12www.lallf.de
- 13schonzeiten.de
- 14www.fischerei.sachsen.de
- 15www.fischereiberater-lsa.de
- 16schonzeiten.de
- 17www.umwelt-online.de