Fischart
Brachse
Abramis brama
Die Brachse mag ruhige Gewässer mit weichem Schlammgrund und viel Pflanzenbewuchs1. Man findet sie vor allem in Seen, Talsperren, Baggerseen und langsam fließenden Flüssen sowie in Kanälen und Fluss

Hochrückiger, silbriger Friedfisch mit stark abgeflachtem Körper und einem vorstülpbaren Rüsselmaul, mit dem er den Schlammgrund durchwühlt1. Lebt sehr häufig in Seen, Talsperren und langsamen Flüssen mit weichem Boden2. Erkennbar an der langen Afterflosse mit 26 bis 31 Strahlen3.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Hoher RückenRüsselmaulLange Afterflosse
- Hochrückiger, seitlich stark abgeflachter Körper
- Vorstülpbares, leicht unterständiges Rüsselmaul
- Lange Afterflosse mit 26 bis 31 Strahlen
- Rücken grau bis bläulich, Seiten silbrig
- 51 bis 60 Schuppen entlang der Seitenlinie
- Bei großen Fischen oft schleimiger, dunkler Körper
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Güster hat nur 22 bis 26 Strahlen in der Afterflosse und 43 bis 49 Schuppen, dazu rötliche Ansätze an Brust- und Bauchflossen.
Güster im Lexikon
Rotauge ist schlanker, hat ein endständiges Maul und eine viel kürzere Afterflosse.
Rotauge im Lexikon
Die Zährte hat eine vorstehende, rüsselartige Schnauze mit unterständigem Maul; die Brachse hat ein vorstülpbares Maul und einen viel hochrückigeren Körper.
Zährte im Lexikon
Der Zobel hat eine viel längere Afterflosse (über 40 Strahlen) und große Augen; die Brachse hat eine kürzere Afterflosse und einen höheren Rücken.
Zobel im Lexikon
Die Zope hat eine sehr lange Afterflosse mit rund 40 Strahlen und ein leicht nach oben gerichtetes Maul; die Brachse hat eine kürzere Afterflosse und ein nach unten stülpbares Maul.
Zope im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Die Brachse mag ruhige Gewässer mit weichem Schlammgrund und viel Pflanzenbewuchs6. Man findet sie vor allem in Seen, Talsperren, Baggerseen und langsam fließenden Flüssen sowie in Kanälen und Flusshäfen2. Tagsüber steht sie oft weiter draußen im tieferen Wasser und zieht erst gegen Abend in Ufernähe7.
Verbreitung
In Deutschland ist die Brachse fast überall verbreitet und sehr häufig2. Besonders große Bestände gibt es in großen Stauseen wie der Möhnetalsperre oder dem Vilstalsee2. Sie gilt als Leitfisch ihres eigenen Gewässerabschnitts, der nach ihr benannten Brachsenregion in den unteren Flussläufen6.
Nahrung
Die Brachse durchwühlt mit ihrem vorstülpbaren Rüsselmaul den weichen Schlammboden1. Dort sucht sie nach Zuckmückenlarven, Schlammröhrenwürmern, kleinen Muscheln und Schnecken1. Ab und zu frisst sie auch Wasserpflanzen und feines Schwebezeug aus dem Wasser1.
Fortpflanzung
Die Brachse laicht von April bis Juli im flachen, pflanzenreichen Wasser8. Ein großes Weibchen legt dabei rund 120.000 bis 300.000 klebrige Eier an Pflanzenstängeln und Steinen ab8. Nach etwa 3 bis 10 Tagen schlüpfen die Larven8. Die Männchen tragen zur Laichzeit kleine perlartige Knötchen am Körper, den sogenannten Laichausschlag8.
Angelwissen
Köder und Praxis
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Brachsen werden meist 30 bis 50 cm lang, große Exemplare erreichen über 70 cm und bis zu 82 cm4.
In Deutschland gehört die Brachse zu den häufigsten Friedfischen und ist in fast allen ruhigen Gewässern anzutreffen2.
Im Drill setzt sich die Brachse mit ihrem breiten Körper als Widerstand quer, kämpft aber eher behäbig und ohne schnelle Fluchten2.
Das Fleisch ist mild, aber sehr grätenreich mit unbeliebten Y-Gräten, weshalb der Speisewert umstritten ist5.
Vor allem mit der Güster leicht zu verwechseln, Unterscheidung über Schuppenzahl und Strahlen der Afterflosse3.
Kein besonderer Schutzstatus.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Keine Angabe | Blei; nicht in LFischVO BW gelistet; keine Regelung | Quelle |
| Bayern | Keine Angabe | Keine Angabe | Blei; keine Schonzeit, kein Mindestmass | Quelle |
| Berlin | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | Blei; nicht in LFischVO NRW gelistet; keine Regelung | Quelle |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | Nur Binnen; kein Mindestmass, keine Schonzeit | Quelle |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.