Fischart
Schwarzmundgrundel
Neogobius melanostomus
Die Schwarzmundgrundel ist ein Bodenfisch, der sich am liebsten über sandigem oder steinigem Grund aufhält1. Besonders die Steinpackungen und Blockschüttungen an verbauten Flüssen sind ihr Lieblings

Gedrungener Bodenfisch mit dickem Kopf, dessen Bauchflossen zu einem Saugnapf verwachsen sind1. Sein sicherstes Kennzeichen ist der schwarze Fleck am Ende der vorderen Rückenflosse1. Eigentlich aus dem Schwarzmeerraum stammend, hat er seit 2004 viele deutsche Flüsse erobert und verdrängt dort heimische Bodenfische2.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Saugnapf-BauchflossenSchwarzer FleckDicker Kopf
- Bauchflossen zu einem Saugnapf verwachsen
- Schwarzer Fleck am hinteren Rand der vorderen Rückenflosse
- Zwei getrennte Rückenflossen
- Großer, breiter Kopf mit dicken Lippen
- Gedrungener Körper, meist grau-braun gefleckt
- Männchen zur Laichzeit fast komplett schwarz
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Die Kesslergrundel ist heller gefärbt, etwas kleiner und hat keinen schwarzen Fleck auf der vorderen Rückenflosse.
Grundel im Lexikon
Die Groppe ist ein heimischer Bodenfisch ohne den verwachsenen Saugnapf an den Bauchflossen, den die Schwarzmundgrundel besitzt.
Groppe im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Die Schwarzmundgrundel ist ein Bodenfisch, der sich am liebsten über sandigem oder steinigem Grund aufhält6. Besonders die Steinpackungen und Blockschüttungen an verbauten Flüssen sind ihr Lieblingsplatz, denn in den Lücken zwischen den Steinen findet sie Schutz und Laichplätze7. Im Sommer steht sie gern im flachen Wasser, im Winter zieht sie in tiefere Bereiche bis etwa 30 Meter3.
Verbreitung
Ursprünglich stammt die Art aus dem Schwarzen Meer, dem Asowschen Meer und dem Kaspischen Meer2. Über die Donau und den Rhein-Main-Donau-Kanal erreichte sie 2004 Deutschland, ab 2008 auch den Rhein2. Heute ist sie in vielen großen Flüssen und Kanälen verbreitet, etwa in Rhein, Main, Mosel, Neckar, Elbe, Weser und Oder sowie in der Ostsee2.
Nahrung
Sie frisst vor allem kleine Bodentiere wie Wasserasseln, Bachflohkrebse, Insektenlarven, Muscheln und Schnecken8. Auch der Laich anderer Fische und kleine Fische stehen auf dem Speiseplan8. Durch ihren großen Appetit und ihre Menge macht sie heimischen Bodenfischen wie Groppe und Schmerle das Futter streitig2.
Fortpflanzung
Gelaicht wird von April bis September8. Das Weibchen klebt mehrmals pro Saison jeweils 320 bis 1000 ovale Eier an Steine, die das Männchen bewacht8. Während der Brutzeit färbt sich das Männchen tiefschwarz; die Jungfische schlüpfen nach rund zwei Wochen bereits voll entwickelt8. Nach ihrer ersten Laichsaison sterben die Männchen8.
Angelwissen
Köder und Praxis
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Wegen der geringen Größe liefert sie am Haken praktisch keinen Drill3.
Das Fleisch gilt als überraschend lecker, ist aber durch die kleine Größe aufwendig zu verwerten5.
Der Saugnapf-Bauchflossen verraten die Grundel sofort, die genaue Art ist gegenüber der Kesslergrundel aber nicht immer leicht zu bestimmen1.
Kein besonderer Schutzstatus.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bayern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Berlin | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.
- 1Anglerverband Niedersachsen – Schwarzmundgrundel
- 2BUND – Die Schwarzmundgrundel
- 3Havelfreunde – Grundel Steckbrief
- 4Angelmagazin – Schwarzmundgrundel
- 5DR. CATCH – Grundeln essen
- 6Deutschlands Natur – Schwarzmund-Grundel
- 7Oö. Landesfischereiverband – Schwarzmundgrundel
- 8Wikipedia – Schwarzmund-Grundel
- 9Wikipedia