Fischart
Schneider
Alburnoides bipunctatus
Der Schneider liebt klares, sauerstoffreiches Wasser mit kräftiger Strömung1. Du findest ihn in schnell fließenden Bächen und kleinen Flüssen mit Kiesgrund, etwa von der unteren Forellenregion bis i

Kleiner, schlanker Schwarmfisch mit einer auffälligen doppelten Punktreihe entlang der Seitenlinie, der er seinen Namen verdankt1. Lebt in klaren, schnell strömenden Bächen mit Kiesgrund und braucht viel Sauerstoff1. Die orangen Flossenansätze und die endständige, fast waagerechte Maulspalte machen ihn unverwechselbar1.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Punktreihe SeitenlinieOrange FlossenansätzeEndständiges Maul
- Kleiner, schlanker Schwarmfisch bis 16 cm
- Doppelte Punktreihe entlang der Seitenlinie
- Rücken messingfarben bis graugrün, Seiten heller
- Brust-, Bauch- und Afterflossen orange am Ansatz
- Endständiges, fast waagerechtes Maul
- Zur Laichzeit dunkle Längsbinde über der Seitenlinie
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Der Ukelei hat ein oberständiges Maul und keine doppelte Punktnaht entlang der Seitenlinie; nur der Schneider zeigt die orangen Flossenansätze.
Ukelei im Lexikon
Der Hasel wird deutlich größer, ist runder im Querschnitt und hat keine markante Punktreihe an der Seitenlinie.
Hasel im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Der Schneider liebt klares, sauerstoffreiches Wasser mit kräftiger Strömung1. Du findest ihn in schnell fließenden Bächen und kleinen Flüssen mit Kiesgrund, etwa von der unteren Forellenregion bis in die Barbenregion1. Als geselliger Schwarmfisch steht er gern in etwas tieferen Abschnitten und meidet Wasser, das wärmer als rund 25 °C wird1.
Verbreitung
In Deutschland lebt der Schneider vor allem in Süddeutschland1. Er ist zwar weit verbreitet, aber nirgends wirklich häufig, und ab etwa 500 m Höhe fehlt er meist1. In vielen Flüssen ist sein Bestand durch Verbauung und Begradigung stark zurückgegangen4.
Nahrung
Der Schneider frisst vor allem Kleintiere aus dem Wasser: Würmer, kleine Krebstiere, Insektenlarven und Plankton2. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, schnappt er auch nach Insekten, die von Land ins Wasser fallen2. Er sucht seine Nahrung oft direkt an Steinen und im strömenden Wasser.
Fortpflanzung
Gelaicht wird von Mai bis Juni, sobald das Wasser mindestens etwa 15–16 °C warm ist4. Die Weibchen legen ihre rund 2 mm großen, sehr klebrigen Eier in mehreren Portionen über Sand oder feinem Kies in überströmten, flachen Stellen ab4. Mit etwa zwei Jahren laicht ein Schneider zum ersten Mal2.
Angelwissen
Köder und Praxis
Der Schneider ist kein Zielfisch und steht unter Druck — fängst du ihn aus Versehen beim Angeln auf Weißfische, setze ihn sofort schonend zurück4. Halte ihn dabei nass und nimm ihn möglichst gar nicht erst aus dem Wasser, denn die kleinen Fische sind empfindlich.
Wusstest du, dass der Schneider seinen Namen seiner Seitenlinie verdankt? Die beidseitige Reihe schwarzer Punkte erinnert an die Doppelnaht eines Schneiders1. Zur Laichzeit legt sich zusätzlich eine dunkle Längsbinde über die Flanke1 — ein hübsches kleines Schmuckstück unserer Bäche.
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Mit durchschnittlich 9–13 cm und höchstens 16 cm ist der Schneider ein ausgesprochener Kleinfisch2.
Vor allem in Süddeutschland verbreitet, aber nirgends wirklich häufig; in höheren Lagen fehlt er meist1.
Bei nur wenigen Gramm Gewicht bietet der Schneider keinen nennenswerten Drill2.
Wegen seiner geringen Größe und des Schutzstatus spielt der Schneider als Speisefisch keine Rolle.
Wird leicht mit dem Ukelei verwechselt, lässt sich aber an der doppelten Punktnaht und den orangen Flossenansätzen sicher erkennen3.
Ganzjährig geschützt in 12 von 16 Bundesländern. Ausnahmen: Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Bayern | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Berlin | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Brandenburg | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Bremen | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Saarland | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Sachsen | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Thüringen | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.
- 1Deutschlands Natur — Schneider
- 2Fischlexikon — Schneider
- 3Heintges eLearning — Unterscheidungsmerkmale
- 4Simfisch — Schneider
- 5www.landesrecht-bw.de
- 6www.gesetze-bayern.de
- 7www.berlin.de
- 8angelmagazin.de
- 9schonzeiten.de
- 10angelmagazin.de
- 11recht.nrw.de
- 12schonzeiten.de
- 13schonzeiten.de
- 14www.fischerei.sachsen.de
- 15www.fischereiberater-lsa.de
- 16www.umwelt-online.de
- 17Wikipedia