Schlanker Schwarmfisch mit silbrig glänzenden Flanken und blaugrünem Rücken, der nur im Salzwasser lebt1. Riesige Schwärme ziehen durchs offene Meer und filtern winzige Krebstierchen aus dem Wasser2. Im Frühjahr kommt er zum Laichen in die Ostsee — dann ist Hochsaison für Angler von der Mole aus3.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Silbrige FlankeBlaugrüner RückenGlatter BauchEine Rückenflosse
- Schlanker, seitlich abgeflachter Körper
- Silbrig glänzende Flanken
- Blaugrüner bis stahlblauer Rücken
- Glatter Bauch ohne scharfe Kielschuppen
- Bauchflossen sitzen hinter dem Beginn der Rückenflosse
- Einzelne Rückenflosse, keine Fettflosse
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr
Die Sprotte hat einen scharfen, gekielten Bauch, den man fühlen kann — beim Hering ist der Bauch glatt.

Der Maifisch wird deutlich größer (bis 70 cm), hat scharfe Kielschuppen und einen schwarzen Punkt hinter dem Kiemendeckel.
Maifisch im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Der Hering ist ein reiner Salzwasserfisch und lebt in riesigen Schwärmen im offenen Meer1. Tagsüber hält er sich in tieferem Wasser auf, nachts steigt er zum Fressen näher an die Oberfläche1. Nur zum Laichen kommt er in Küstennähe.
Verbreitung
Er ist im gesamten Nordatlantik verbreitet, von der Biskaya bis zum Eismeer, und kommt auch in Nord- und Ostsee vor1. Für Angler in Deutschland ist vor allem die Ostsee wichtig, wo der Hering im Frühjahr in großen Mengen zum Laichen einwandert3.
Nahrung
Der Hering frisst hauptsächlich winzige Schwebetierchen im Wasser, vor allem kleine Krebstierchen2. Dazu schwimmt er mit weit geöffnetem Maul durch das Wasser und filtert die Nahrung mit seinen Kiemen heraus2. Größere Heringe fressen auch kleine Fische2.
Fortpflanzung
Die Laichzeit hängt stark vom jeweiligen Bestand ab: Der Ostseehering laicht im Frühjahr, der Nordseehering im Herbst2. Ein Weibchen legt zwischen 20.000 und 50.000 Eier ab2, die zu Boden sinken und an Steinen oder Wasserpflanzen kleben bleiben2.
Angelwissen
Köder und Praxis
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Ein kleiner Fisch: meist 20–35 cm lang und selten über 300 g schwer, maximal etwa 45 cm1.
Wegen seiner geringen Größe bietet der einzelne Hering kaum Drill; spannend wird es erst, wenn mehrere zugleich am Paternoster zappeln3.
Mit etwas Übung gut zu bestimmen — der glatte Bauch trennt ihn klar von der ähnlichen Sprotte6.
Kein besonderer Schutzstatus.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bayern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Berlin | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.