Gedrungener, lebhaft gestreifter Raubfisch mit zwei getrennten Rückenflossen und leuchtend roten Bauchflossen1. Lebt in Schwärmen in fast jedem See und ruhigen Fluss und jagt dort kleine Fische und Wirbellose2. Verraten wird er durch die 5 bis 9 dunklen Querbinden und den dunklen Fleck am Ende der vorderen Rückenflosse1.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Erste Rückenflosse mit StachelnDunkle QuerbindenDunkler FleckRote Bauchflossen
- Zwei getrennte Rückenflossen, vordere mit Stacheln
- 5 bis 9 dunkle Querbinden auf grün-gelblichen Flanken
- Dunkler Fleck am Ende der ersten Rückenflosse
- Bauch-, After- und Schwanzflosse orange bis rot
- Kräftiger Dorn am Kiemendeckel
- Gedrungener, leicht hochrückiger Körperbau
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Beim Kaulbarsch sind beide Rückenflossen verbunden, beim Flussbarsch deutlich getrennt; der Kaulbarsch hat keine Querbinden.
Kaulbarsch im Lexikon
Der Zander ist schlanker mit längerem Kopf und hat zwei kräftige Fangzähne; der Flussbarsch ist gedrungener und hat klare Querstreifen.
Zander im Lexikon
Der Sonnenbarsch ist rundlich und bunt mit einem roten Fleck am Kiemendeckel; der Flussbarsch ist länglicher mit deutlichen dunklen Querbinden.
Sonnenbarsch im Lexikon
Der Flussbarsch hat klare Querbinden und keine Fangzähne; der Wolgazander ist schlank, hat Querbinden und keine kräftigen Fangzähne wie der Zander.
Wolgazander im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Der Flussbarsch fühlt sich in fast jedem Gewässer wohl: in Seen, Teichen, langsam fließenden Flüssen und sogar im leicht salzigen Brackwasser an der Küste28. Am liebsten steht er dort, wo es Verstecke gibt, etwa an Wasserpflanzen, Wurzeln, Steinen oder versunkenem Holz9. In Flüssen findet man ihn ab der ruhigeren Äschenregion abwärts5.
Verbreitung
Der Flussbarsch ist in ganz Deutschland verbreitet und einer der häufigsten Fische überhaupt5. In Europa fehlt er nur auf der Iberischen Halbinsel, im Süden Italiens und im Westen des Balkans2. 2023 wurde er sogar zum Fisch des Jahres gewählt6.
Nahrung
Der Flussbarsch ist ein Raubfisch. Junge Barsche fressen vor allem winzige Schwebetierchen und kleine Wirbellose, größere stellen kleinen Fischen, Insektenlarven, Krebsen und Würmern nach28. Ab einer gewissen Größe jagt er gezielt andere Fische und macht dabei auch vor kleineren Artgenossen nicht halt2.
Fortpflanzung
Die Laichzeit liegt je nach Wassertemperatur zwischen März und Juni, sobald das Wasser etwa 7 bis 10 Grad erreicht109. Das Weibchen legt mehrere tausend Eier in langen, gallertartigen Bändern ab und klebt sie an Wasserpflanzen, Wurzeln, Äste oder Steine10. Nach rund 5 bis 10 Tagen schlüpfen die winzigen Larven10.
Angelwissen
Köder und Praxis
Am besten fängst du Barsche früh morgens oder in der Dämmerung, wenn die Schwärme aktiv jagen11. Probiere kleine Gummifische von 4 bis 7 cm und führe sie mit kurzen Sprüngen dicht über dem Grund11. Mit der Drop-Shot-Montage kannst du den Köder fast auf der Stelle anbieten und so auch träge Barsche reizen.
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Der Flussbarsch zählt zu den häufigsten Fischen Deutschlands und kommt in fast jedem Gewässer vor5. Anglern begegnet er entsprechend oft.
Im Drill setzt sich der Flussbarsch mit seinem gedrungenen Körper kurz energisch zur Wehr, ist aber kein Dauerkämpfer wie Karpfen oder Hecht6.
Sein Fleisch ist weiß, mager, fest und grätenarm mit feinem, mildem Geschmack und gilt als Delikatesse7.
Durch die Querstreifen und den dunklen Flossenfleck ist er meist leicht zu bestimmen; nur junge Barsche werden manchmal mit Kaulbarsch oder Zander verwechselt1.
Schonzeit in 1 Bundesländern. Mindestmaß 15–17 cm.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Keine Angabe | Nicht in LFischVO BW gelistet; keine Regelung | Quelle |
| Bayern | Keine Angabe | Keine Angabe | Keine Schonzeit, kein Mindestmass | Quelle |
| Berlin | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | 15 cm | 01.02–15.05 | – | Quelle |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | Kein Mindestmass, keine Schonzeit. Manche Quellen nennen Entnahmefenster 10-35 cm, aber nicht gesetzlich verankert | Quelle |
| Hessen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | 17 cm | Keine Angabe | Binnen: 17 cm. Küste: 20 cm. Keine Schonzeit | Quelle |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | Nicht in LFischVO NRW gelistet; keine Regelung | Quelle |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | Kein Mindestmass, keine Schonzeit | Quelle |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.
- 1Barsch Bestimmung – Anglermap
- 2Flussbarsch – Wikipedia
- 3Flussbarsch Steckbrief – Biologie-Schule
- 4Flussbarsch – Fischlexikon
- 5Flussbarsch – Deutschlands Natur
- 6Barsch Fischkunde und Steckbrief – 16er-Haken
- 7Flussbarsch-Egli – Guteküche
- 8Barsch – Angeln Wissen
- 9Lebensraum und Verbreitung des Flussbarschs
- 10Flussbarsch – Havelfreunde Oranienburg
- 11Barsch angeln – Hejfish
- 12schonzeiten.de
- 13www.lallf.de