Fischart

Schmerle

Barbatula barbatula

BachschmerleBartgrundelBarbatula barbatulaSchmerlen

Die Schmerle lebt am Grund von klaren, schnell fließenden Bächen und kleinen Flüssen mit sandigem oder kiesigem Boden3. Sie braucht sauerstoffreiches, sauberes Wasser und gilt deshalb als guter Anze

Abbildung zu Schmerle
Wissenschaftlicher NameBarbatula barbatula
FamilieFlossensauger
Größe10–15 cm (max 21 cm)[8]
Gewichtwenige Gramm bis ca. 20 g
Alterbis ca. 7 Jahre[8]

Kleiner, walzenförmiger Bodenfisch mit sechs Barteln rund ums Maul und fein marmorierter, sandfarbener Haut1. Lebt nachtaktiv am Grund klarer, schnell fließender Bäche und durchwühlt dort Sand und Kies nach Nahrung1. Weil sie sauberes, sauerstoffreiches Wasser braucht, gilt sie als guter Anzeiger für intakte Gewässer2.

Sicher erkennen

Erkennungsmerkmale

Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.

Lehrbuchabbildung von Schmerle mit markierten Erkennungsmerkmalen Sechs BartelnMarmorierte HautHelle Seitenlinie
Erkennungsmerkmale im Bild3 Merkmale aus der App
  • Walzenförmiger, langgestreckter Körper
  • Sechs Barteln rund ums unterständige Maul
  • Sehr kleine Schuppen, fast nackt wirkend
  • Sandfarben bis bräunlich, dunkel marmoriert
  • Heller Bauch, deutlich helle Seitenlinie
  • Kein Dorn vor dem Auge (anders als Steinbeißer)

Genau hinsehen

Verwechslungsgefahr

Abbildung zu Schlammpeitzger
Schlammpeitzger

Der Schlammpeitzger ist deutlich länger, längs gestreift und trägt 10 Barteln statt der 6 der Schmerle.

Schlammpeitzger im Lexikon
Abbildung zu Steinbeißer
Steinbeißer

Der Steinbeißer hat einen seitlich stark abgeflachten Körper und einen aufrichtbaren Dorn unter dem Auge, der der Schmerle fehlt.

Steinbeißer im Lexikon
Abbildung zu Gründling
Gründling

Der Gründling hat nur zwei Barteln am Maul und größere, deutlich sichtbare Schuppen; die Schmerle trägt 6 Barteln und wirkt nahezu schuppenlos.

Gründling im Lexikon
Abbildung zu Groppe
Groppe

Die Groppe hat keine Barteln, einen großen breiten Kopf und große fächerförmige Brustflossen; die Schmerle trägt 6 Barteln und hat einen viel schmaleren Kopf.

Groppe im Lexikon

Steckbrief

Lebensweise und Vorkommen

Lebensraum

Die Schmerle lebt am Grund von klaren, schnell fließenden Bächen und kleinen Flüssen mit sandigem oder kiesigem Boden4. Sie braucht sauerstoffreiches, sauberes Wasser und gilt deshalb als guter Anzeiger für eine gute Wasserqualität2. Tagsüber versteckt sie sich unter Steinen, nachts geht sie auf Nahrungssuche1.

Verbreitung

In Deutschland ist die Schmerle fast überall verbreitet und vielerorts nicht selten4. Ihr Verbreitungsgebiet reicht über fast ganz Europa, vom Ural bis nach Irland und Ostspanien1. Sie fehlt nur im hohen Norden Skandinaviens, in Mittel- und Süditalien sowie auf dem südlichen Balkan1.

Nahrung

Die Schmerle frisst vor allem nachts und durchwühlt dabei den Sand und Kies nach Fressbarem1. Auf dem Speiseplan stehen Insektenlarven, kleine Krebstiere, Würmer, Schnecken und gelegentlich Fischlaich2. Bei der Suche helfen ihr die sechs Barteln rund ums Maul als Tast- und Geschmacksorgan1.

Fortpflanzung

Die Laichzeit liegt zwischen April und Juni2. Das Weibchen legt bis zu mehrere hundert klebrige Eier portionsweise auf steinig-kiesigem Grund im flachen Wasser ab, wo sie an Steinen und Pflanzen haften1. Das Männchen bewacht das Gelege, bis die Brut schlüpft2.

Angelwissen

Köder und Praxis

Kleine Würmeram Grund angebotenInsektenlarvennatürliche KöderMadenfeines GeschirrKleinkrebseBodennah
Praxistipp

Die Schmerle steht fast immer direkt am Grund klarer Bäche, oft dicht unter Steinen. Wer sie gezielt fangen will, bietet einen kleinen Wurm grundnah und stationär an und fischt am besten in der Dämmerung oder nachts1, wenn die Fische zur Nahrungssuche aus ihren Verstecken kommen.

Schlaumeierwissen

In Mitteleuropa landet die Schmerle kaum auf dem Teller, in Osteuropa dagegen schätzt man ihr fettreiches, schmackhaftes Fleisch4. Wusstest du, dass sie wegen ihres Bedarfs an sauberem Wasser von Fachleuten als lebender Wasserqualitäts-Anzeiger genutzt wird2?

Auf einen Blick

Eigenschaften und Einordnung

Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.

EigenschaftsprofilSkala 1–5
Eigenschaftsprofil als Radar-DiagrammGröße: 1.0 von 5. Häufigkeit: 4.0 von 5. Kampfstärke: 0.0 von 5. Tafelqualität: 1.0 von 5. Verwechslung: 3.0 von 5. Schutz: 0.0 von 5Größe1.0Häufigkeit4.0Kampfstärke0.0Tafelqualität1.0Verwechslung3.0Schutz0.0
1.0
Größe

Mit meist 10–15 cm und höchstens 21 cm bleibt die Schmerle sehr klein3.

4.0
Häufigkeit

In sauberen Bächen ist sie fast überall in Deutschland verbreitet und oft häufig4.

0.0
Kampfstärke

Wegen ihrer geringen Größe spielt sie als Drillfisch praktisch keine Rolle4.

1.0
Tafelqualität

In Osteuropa wird das fettreiche Fleisch geschätzt, bei uns ist sie als Speisefisch aber bedeutungslos4.

3.0
Verwechslung

Sie lässt sich mit Schlammpeitzger und Steinbeißer verwechseln, ist aber an den sechs Barteln und dem fehlenden Augendorn zu erkennen1.

0.0
Schutz

Kein besonderer Schutzstatus.

Fischereirecht

Schonzeiten und Mindestmaße

Übernommener Datenstand: 10. August 2026.

Bitte vor dem Angeln prüfen

Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.

BundeslandMindestmaßSchonzeitHinweisBeleg
Baden-WürttembergKeine AngabeKeine Angabe
BayernKeine AngabeKeine Angabe
BerlinKeine AngabeKeine Angabe
BrandenburgKeine AngabeKeine Angabe
BremenKeine AngabeKeine Angabe
HamburgKeine AngabeKeine Angabe
HessenKeine AngabeKeine Angabe
Mecklenburg-VorpommernKeine AngabeKeine Angabe
NiedersachsenKeine AngabeKeine Angabe
Nordrhein-WestfalenKeine AngabeKeine Angabe
Rheinland-PfalzKeine AngabeKeine Angabe
SaarlandKeine AngabeKeine Angabe
SachsenKeine AngabeKeine Angabe
Sachsen-AnhaltKeine AngabeKeine Angabe
Schleswig-HolsteinKeine AngabeKeine Angabe
ThüringenKeine AngabeKeine Angabe
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
EnglischEnglishstone loach
NiederländischNederlandsbermpje
DänischDansksmerling
NorwegischNorsk (Bokmål)steinsmerling
SchwedischSvenskagrönling
FinnischSuomikivennuoliainen
FranzösischFrançaisloche franche
ItalienischItalianocobite barbatelloAuch: barbatello
SpanischEspañollocha de rocaAuch: lobo de río
KroatischHrvatskibrkicaAuch: sliz
PolnischPolskiślizAuch: śliz pospolity
TschechischČeštinamřenka mramorovanáAuch: mřenka

Nachvollziehbar

Quellen

Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.

  1. 1Wikipedia – Bachschmerle
  2. 2Landesfischereiverband Bayern – Bachschmerle
  3. 3FishBase – Barbatula barbatula
  4. 4fische-arten.de – Bachschmerle
  5. 5Wikipedia

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