Fischart
Grundel
Gobiidae (z. B. Neogobius melanostomus)
Grundeln leben strikt am Gewässergrund, weil ihnen die Schwimmblase fehlt und sie deshalb kaum Auftrieb haben3. Man findet sie vor allem an steinigen Ufern, in Hafenbecken und an Buhnen, wo sie sich

Kleiner Grundfisch mit verwachsenen Bauchflossen, die wie ein Saugnapf wirken und ihn an Steinen festhalten1. Mehrere Arten sind über Kanäle aus dem Schwarzen Meer eingewandert und in vielen Flüssen heute massenhaft unterwegs2. Da ihm die Schwimmblase fehlt, lebt er fast immer dicht am Boden zwischen Steinen.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Saugnapf-BauchflosseZwei RückenflossenSchwarzer Fleck
- Bauchflossen zu einem Saugnapf verwachsen
- Zwei deutlich getrennte Rückenflossen
- Bulliger Kopf mit obenstehenden Augen
- Großes Maul, gedrungener Körper
- Keine Schwimmblase, sitzt am Grund
- Schwarzer Fleck hinten an der ersten Rückenflosse
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Die Mühlkoppe hat getrennte Bauchflossen, die Grundel einen Saugnapf am Bauch.
Groppe im Lexikon
Der Kaulbarsch hat nur eine durchgehende, stachelige Rückenflosse, die Grundel zwei getrennte Rückenflossen.
Kaulbarsch im Lexikon
Die Kesslergrundel hat keinen schwarzen Fleck an der ersten Rückenflosse und einen breiteren Kopf; die Schwarzmundgrundel zeigt diesen Fleck deutlich.
Grundel im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Grundeln leben strikt am Gewässergrund, weil ihnen die Schwimmblase fehlt und sie deshalb kaum Auftrieb haben1. Man findet sie vor allem an steinigen Ufern, in Hafenbecken und an Buhnen, wo sie sich zwischen Steinen verstecken2. Sie vertragen sogar Brackwasser und kommen daher auch in Flussmündungen vor3.
Verbreitung
Mehrere Grundelarten sind in Deutschland erst seit wenigen Jahren heimisch geworden und gelten als eingewandert3. Sie kamen über den Main-Donau-Kanal und im Ballastwasser von Binnenschiffen aus dem Schwarzmeerraum bis in Rhein und Donau2. In vielen Flüssen sind sie heute extrem häufig und stellenweise die zahlenmäßig dominante Fischart3.
Nahrung
Grundeln sind richtige Nahrungsopportunisten und fressen fast alles, was in ihr großes Maul passt6. Auf dem Speiseplan stehen kleine Krebstierchen, Insektenlarven, Schnecken, Muscheln und Fischeier2. Diese Gier macht sie für Angler zum Dauer-Beifang, weil sie blitzschnell an jeden Köder gehen5.
Fortpflanzung
Die Laichzeit zieht sich je nach Art über das Frühjahr und den Sommer von April bis September hin2. Das Weibchen heftet 300 bis 1000 Eier an die Unterseite von Steinen, Muschelschalen oder anderen harten Flächen6. Anschließend bewacht das Männchen das Gelege energisch, was viele Jungfische durchbringt und die schnelle Ausbreitung erklärt6.
Angelwissen
Köder und Praxis
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Die meisten Grundeln bleiben mit 10–18 cm klein, nur Ausnahmeexemplare schaffen über 30 cm2.
In befallenen Flüssen wie Rhein und Main sind Grundeln binnen weniger Jahre zur häufigsten Fischart geworden3.
Wegen der geringen Größe von meist unter 18 cm bietet die Grundel beim Drill kaum Widerstand2.
Das Fleisch ist mager und mild, die Fische sind aber klein, sodass sich nur größere Exemplare zum Braten lohnen4.
Sie wird leicht mit der geschützten Mühlkoppe verwechselt; der Saugnapf aus den Bauchflossen ist das sichere Merkmal5.
Kein besonderer Schutzstatus.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bayern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Berlin | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.