Fischart
Renke
Coregonus lavaretus
Die Renke lebt in tiefen, kühlen und sauberen Seen mit wenig Nährstoffen, vor allem in den Alpen- und Voralpenseen wie dem Bodensee3. Sie schwimmt meist im freien Wasser über tiefem Grund und mag kl

Schlanker, silbern glänzender Schwarmfisch mit kleinem Kopf, unterständigem Maul und der typischen Fettflosse der Lachsfische1. Lebt im Freiwasser tiefer, kühler und sauberer Voralpenseen und filtert dort winzige Schwebtierchen aus dem Wasser2. Im Winter zieht sie zum Laichen ins flachere Wasser über Kiesgrund3.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
FettflosseUnterständiges MaulSilberner Körper
- Schlanker, silberglänzender Körper
- Kleiner Kopf mit unterständigem Maul
- Fettflosse zwischen Rücken- und Schwanzflosse
- Tief eingekerbte Schwanzflosse
- Fast keine Zähne im Maul
- Große, leicht ablösbare Schuppen
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Die Äsche hat eine auffällig große, fahnenartige Rückenflosse, die der Renke fehlt.
Äsche im Lexikon
Der Stint hat ein größeres, deutlich bezahntes Maul und riecht stark nach Gurke.
Stint im Lexikon
Die Forelle hat dunkle oder rote Tupfen auf dem Körper, die Renke ist einfarbig silbern.
Bachforelle im Lexikon
Das Blaufelchen ist eine im freien Wasser lebende Renkenform; die Arten lassen sich äußerlich kaum unterscheiden, sicher nur über die Kiemenreusen.
Blaufelchen im Lexikon
Der Schnäpel ist eine nahe verwandte Renkenform mit etwas spitzerer Schnauze; sicher zu trennen ist er nur über die Kiemenreusen.
Renke im Lexikon
Dem Ukelei fehlt die Fettflosse, die die Renke als Lachsverwandter besitzt; der Ukelei lebt zudem dicht unter der Oberfläche.
Ukelei im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Die Renke lebt in tiefen, kühlen und sauberen Seen mit wenig Nährstoffen, vor allem in den Alpen- und Voralpenseen wie dem Bodensee1. Sie schwimmt meist im freien Wasser über tiefem Grund und mag klares, sauerstoffreiches Wasser1. Es gibt zwei Lebensweisen: Schwebrenken stehen im Freiwasser, Bodenrenken halten sich näher am Grund auf2.
Verbreitung
In Deutschland kommt die Renke vor allem in den großen Voralpenseen wie dem Bodensee, Chiemsee oder Starnberger See vor, aber auch in tiefen norddeutschen Seen wie dem Schaalsee oder Plöner See1. Viele Bestände sind in den letzten Jahrzehnten durch Gewässerverschmutzung, Verlust von Laichplätzen und Klimawandel zurückgegangen5.
Nahrung
Die Renke frisst hauptsächlich winzige Schwebtierchen, das sogenannte Zooplankton, das sie aus dem Wasser filtert2. Dazu nutzt sie feine Kämme an den Kiemen, die wie ein Sieb wirken2. Bodenrenken nehmen auch kleine Tierchen vom Seegrund auf, größere Renken fressen gelegentlich Insektenlarven und kleine Krebse2.
Fortpflanzung
Die Renke laicht im Spätherbst und Winter, meist von Oktober bis Dezember, wenn die Wassertemperatur unter etwa 7 °C fällt3. Die Eier werden ins freie Wasser abgegeben, sinken zu Boden und kleben dort am Kies oder Geröll fest3. Die Larven schlüpfen erst nach rund 100 Tagen, also erst im Frühling3.
Angelwissen
Köder und Praxis
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Typische Renken werden 25–40 cm lang, große Exemplare aber bis 73 cm und 10 kg4. Damit liegt sie im mittleren Bereich, etwa wie eine Brachse.
In den Voralpenseen ist die Renke ein wichtiger Brotfisch, doch viele Bestände sind zurückgegangen5. Außerhalb dieser Seen begegnet man ihr kaum.
Die Renke hat ein weiches Maul, in dem die feinen Haken leicht ausschlitzen6. Der Drill verläuft eher vorsichtig und gefühlvoll als kraftvoll.
Schonzeit in 2 Bundesländern. Mindestmaß 30–30 cm.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 30 cm | 15.10–10.01 | Renken/Blaufelchen | Quelle |
| Bayern | 30 cm | 15.10–31.12 | Felchen/Coregonus spp. | Quelle |
| Berlin | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | Felchen; nicht in LFischVO NRW gelistet; keine Regelung | Quelle |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.
- 1Landesfischereiverband Bayern — Renke
- 2Renkenfischen — Die Renke
- 3Angelstunde — Renken angeln
- 4FishBase — Coregonus lavaretus
- 5Simfisch — Renke Steckbrief
- 6Blinker — Renkenangeln mit der Hegene
- 7Send a Fish — Renke Zubereitung
- 8Simfisch — Felchen Portrait
- 9www.landesrecht-bw.de
- 10www.gesetze-bayern.de
- 11Wikipedia