Fischart

Blaubandbärbling

Pseudorasbora parva

AmurbärblingPseudorasbora parva

Der Blaubandbärbling lebt in stehenden und langsam fließenden Gewässern und bevorzugt nährstoffreiche, dicht mit Wasserpflanzen bewachsene Stellen1. Man findet ihn in Kleingewässern, Teichen, geflut

Abbildung zu Blaubandbärbling
Wissenschaftlicher NamePseudorasbora parva
FamilieKarpfenfische
Größe3-7,5 cm (max ca. 11 cm)
Gewichtwenige Gramm
Alterbis 3 Jahre (max ca. 5 Jahre)

Kleiner Schwarmfisch aus Ostasien mit bläulichem Längsband und großen, dunkel umrandeten Schuppen1. Lebt in warmen, pflanzenreichen Stillgewässern und hat sich seit den 1980er-Jahren in ganz Deutschland ausgebreitet2. Er gilt als invasiv und darf nicht wieder ausgesetzt werden3.

Sicher erkennen

Erkennungsmerkmale

Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.

Lehrbuchabbildung von Blaubandbärbling mit markierten Erkennungsmerkmalen Bläuliches LängsbandMaul nach obenGroße Schuppen
Erkennungsmerkmale im Bild3 Merkmale aus der App
  • Kleiner, schlanker Fisch bis etwa 11 cm
  • Bläuliches Längsband von Kiemendeckel bis Schwanz
  • Kleines, schräg nach oben gerichtetes Maul
  • Große, dunkel umrandete Schuppen
  • Silbrig glänzende Flanken, bräunlicher Rücken
  • Keine Barteln am Maul
  • Kurze Afterflosse mit nur neun Strahlen

Genau hinsehen

Verwechslungsgefahr

Steckbrief

Lebensweise und Vorkommen

Lebensraum

Der Blaubandbärbling lebt in stehenden und langsam fließenden Gewässern und bevorzugt nährstoffreiche, dicht mit Wasserpflanzen bewachsene Stellen1. Man findet ihn in Kleingewässern, Teichen, gefluteten Kiesgruben, Kanälen und auch in großen Flüssen wie Rhein und Donau6. Er kommt mit warmem, sauerstoffarmem Wasser gut zurecht.

Verbreitung

Ursprünglich stammt der Blaubandbärbling aus Ostasien und kam etwa 1984 nach Deutschland1. Inzwischen ist er in ganz Deutschland verbreitet und gilt als fest etabliert2. Er zählt zu den invasiven Arten und steht seit 2017 auf der EU-Liste besonders problematischer Arten3.

Nahrung

Der Blaubandbärbling frisst vor allem winzige Kleintiere wie Wasserflöhe und andere Schwebtierchen im Wasser1. Wegen seines kleinen Mauls kann er keine größere Nahrung aufnehmen7. Im Winter geht er aber auch heimische Fische an und nagt am Fleisch von Karpfen oder Schleien8.

Fortpflanzung

Die Laichzeit reicht von Mitte März bis Ende Juni1. Das Männchen putzt eine etwa handtellergroße Fläche am Untergrund frei und lockt mit auffälliger Balz mehrere Weibchen an1. Die 300 bis 3.000 Eier werden in Ketten abgelegt und vom Männchen bewacht1.

Angelwissen

Köder und Praxis

Madenam feinen HakenBrotflockekleine KrumeTauwurmstückwinziges StückTeigfeiner Stippteig
Praxistipp

Mit feinster Stippmontage und winzigen Ködern wie einer Made fängst du den Blaubandbärbling fast überall in warmen, pflanzenreichen Stillgewässern1. Beißt das ganze Jahr, am besten in der warmen Jahreszeit. Wichtig: Als invasive Art darfst du ihn nicht wieder zurücksetzen7.

Schlaumeierwissen

Wusstest du, dass dieser winzige Fisch im Winter zum Räuber wird? Dann nagt er heimischen Karpfen und Schleien am Fleisch und reißt tiefe Wunden, an denen die Fische sogar sterben können8. In bayerischen Teichen hat er das Moderlieschen fast komplett verdrängt8.

Auf einen Blick

Eigenschaften und Einordnung

Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.

EigenschaftsprofilSkala 1–5
Eigenschaftsprofil als Radar-DiagrammGröße: 0.0 von 5. Häufigkeit: 5.0 von 5. Kampfstärke: 0.0 von 5. Tafelqualität: 0.0 von 5. Verwechslung: 3.0 von 5. Schutz: 0.0 von 5Größe0.0Häufigkeit5.0Kampfstärke0.0Tafelqualität0.0Verwechslung3.0Schutz0.0
0.0
Größe

Mit meist 3 bis 7,5 cm und höchstens rund 11 cm ist er einer der kleinsten Fische unserer Gewässer4.

5.0
Häufigkeit

Er ist mittlerweile in ganz Deutschland verbreitet und in vielen Gewässern sehr häufig anzutreffen2.

0.0
Kampfstärke

Wegen seiner winzigen Größe von wenigen Zentimetern bietet er beim Drill praktisch keinen Widerstand4.

0.0
Tafelqualität

Der Blaubandbärbling ist viel zu klein für die Küche und spielt als Speisefisch keine Rolle4.

3.0
Verwechslung

Er lässt sich leicht mit dem Moderlieschen oder dem Gründling verwechseln; die kleinen Unterschiede sind nicht sofort erkennbar5.

0.0
Schutz

Kein besonderer Schutzstatus.

Fischereirecht

Schonzeiten und Mindestmaße

Übernommener Datenstand: 10. August 2026.

Bitte vor dem Angeln prüfen

Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.

BundeslandMindestmaßSchonzeitHinweisBeleg
Baden-WürttembergKeine AngabeKeine Angabe
BayernKeine AngabeKeine Angabe
BerlinKeine AngabeKeine Angabe
BrandenburgKeine AngabeKeine Angabe
BremenKeine AngabeKeine Angabe
HamburgKeine AngabeKeine Angabe
HessenKeine AngabeKeine Angabe
Mecklenburg-VorpommernKeine AngabeKeine Angabe
NiedersachsenKeine AngabeKeine Angabe
Nordrhein-WestfalenKeine AngabeKeine Angabe
Rheinland-PfalzKeine AngabeKeine Angabe
SaarlandKeine AngabeKeine Angabe
SachsenKeine AngabeKeine Angabe
Sachsen-AnhaltKeine AngabeKeine Angabe
Schleswig-HolsteinKeine AngabeKeine Angabe
ThüringenKeine AngabeKeine Angabe
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
EnglischEnglishstone morokoAuch: topmouth gudgeon
NiederländischNederlandsblauwbandAuch: blauwbandgrondel
DänischDanskbåndgrundling
NorwegischNorsk (Bokmål)båndgrundling
SchwedischSvenskabandgrundling
FinnischSuomivalonauhakarppi
FranzösischFrançaisgoujon asiatiqueAuch: faux goujon
ItalienischItalianopseudorasbora
SpanischEspañolpseudorasbora
KroatischHrvatskibezribicaAuch: čevež
PolnischPolskiczebaczek amurski
TschechischČeštinastřevlička východní

Nachvollziehbar

Quellen

Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.

  1. 1Wikipedia: Blaubandbärbling
  2. 2Neobiota NRW: Blaubandbärbling
  3. 3LfU Bayern: Maßnahmenblatt Blaubandbärbling
  4. 4Teich-Filter: Der Blaubandbärbling
  5. 5LfU Brandenburg: Steckbrief Blaubandbärbling
  6. 6Deutschlands Natur: Blaubandbärbling
  7. 7Anglerverband Niedersachsen: Blaubandbärbling
  8. 8Berliner Zeitung: Blaubandbärbling bedroht heimische Arten

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