Fischart
Blaubandbärbling
Pseudorasbora parva
Der Blaubandbärbling lebt in stehenden und langsam fließenden Gewässern und bevorzugt nährstoffreiche, dicht mit Wasserpflanzen bewachsene Stellen1. Man findet ihn in Kleingewässern, Teichen, geflut

Kleiner Schwarmfisch aus Ostasien mit bläulichem Längsband und großen, dunkel umrandeten Schuppen1. Lebt in warmen, pflanzenreichen Stillgewässern und hat sich seit den 1980er-Jahren in ganz Deutschland ausgebreitet2. Er gilt als invasiv und darf nicht wieder ausgesetzt werden3.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Bläuliches LängsbandMaul nach obenGroße Schuppen
- Kleiner, schlanker Fisch bis etwa 11 cm
- Bläuliches Längsband von Kiemendeckel bis Schwanz
- Kleines, schräg nach oben gerichtetes Maul
- Große, dunkel umrandete Schuppen
- Silbrig glänzende Flanken, bräunlicher Rücken
- Keine Barteln am Maul
- Kurze Afterflosse mit nur neun Strahlen
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Wirkt silberner und hat kleinere Schuppen ohne dunkle Umrandung.
Moderlieschen im Lexikon
Hat ein Paar Barteln, ein unterständiges Maul und eine Fleckenreihe an den Flanken.
Gründling im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Der Blaubandbärbling lebt in stehenden und langsam fließenden Gewässern und bevorzugt nährstoffreiche, dicht mit Wasserpflanzen bewachsene Stellen1. Man findet ihn in Kleingewässern, Teichen, gefluteten Kiesgruben, Kanälen und auch in großen Flüssen wie Rhein und Donau6. Er kommt mit warmem, sauerstoffarmem Wasser gut zurecht.
Verbreitung
Ursprünglich stammt der Blaubandbärbling aus Ostasien und kam etwa 1984 nach Deutschland1. Inzwischen ist er in ganz Deutschland verbreitet und gilt als fest etabliert2. Er zählt zu den invasiven Arten und steht seit 2017 auf der EU-Liste besonders problematischer Arten3.
Nahrung
Der Blaubandbärbling frisst vor allem winzige Kleintiere wie Wasserflöhe und andere Schwebtierchen im Wasser1. Wegen seines kleinen Mauls kann er keine größere Nahrung aufnehmen7. Im Winter geht er aber auch heimische Fische an und nagt am Fleisch von Karpfen oder Schleien8.
Fortpflanzung
Die Laichzeit reicht von Mitte März bis Ende Juni1. Das Männchen putzt eine etwa handtellergroße Fläche am Untergrund frei und lockt mit auffälliger Balz mehrere Weibchen an1. Die 300 bis 3.000 Eier werden in Ketten abgelegt und vom Männchen bewacht1.
Angelwissen
Köder und Praxis
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Mit meist 3 bis 7,5 cm und höchstens rund 11 cm ist er einer der kleinsten Fische unserer Gewässer4.
Er ist mittlerweile in ganz Deutschland verbreitet und in vielen Gewässern sehr häufig anzutreffen2.
Wegen seiner winzigen Größe von wenigen Zentimetern bietet er beim Drill praktisch keinen Widerstand4.
Der Blaubandbärbling ist viel zu klein für die Küche und spielt als Speisefisch keine Rolle4.
Er lässt sich leicht mit dem Moderlieschen oder dem Gründling verwechseln; die kleinen Unterschiede sind nicht sofort erkennbar5.
Kein besonderer Schutzstatus.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bayern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Berlin | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.
- 1Wikipedia: Blaubandbärbling
- 2Neobiota NRW: Blaubandbärbling
- 3LfU Bayern: Maßnahmenblatt Blaubandbärbling
- 4Teich-Filter: Der Blaubandbärbling
- 5LfU Brandenburg: Steckbrief Blaubandbärbling
- 6Deutschlands Natur: Blaubandbärbling
- 7Anglerverband Niedersachsen: Blaubandbärbling
- 8Berliner Zeitung: Blaubandbärbling bedroht heimische Arten