Schlanker, silbriger Schwarmfisch mit bläulichem Rücken und einer auffällig langen Afterflosse, die mindestens ein Drittel des Körpers einnimmt12. Lebt in großen, ruhig fließenden Flüssen und filtert dort winzige Kleinkrebse aus dem freien Wasser34. In Deutschland ist er durch verbaute Flüsse selten geworden und steht auf der Roten Liste5.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Lange AfterflosseEndständiges MaulBläulicher RückenSilbrige Flanke
- Sehr lange Afterflosse, mindestens ein Drittel der Körperlänge
- Hoher, seitlich stark abgeflachter Körper
- Endständiges, leicht nach oben gerichtetes Maul
- Rücken bläulich, Flanken silbrig, Bauch weiß
- Feine, kleine Schuppen
- Schwanzflosse mit deutlich längerem unterem Lappen
- Brust- und Bauchflossen gelblich getönt
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Die Brachse hat eine deutlich kürzere Afterflosse und gröbere Schuppen; die Zope wirkt schlanker und langgestreckter.
Brachse im Lexikon
Die Güster bleibt hochrückiger und hat eine kürzere Afterflosse mit weniger Strahlen; die Zope ist gestreckter.
Güster im Lexikon
Der Zobel sucht seine Nahrung mehr am Gewässergrund, während die Zope vor allem im freien Wasser nach Plankton jagt.
Zobel im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Die Zope lebt in großen, langsam fließenden Flüssen und in den Mündungsbereichen zur Ostsee und Nordsee, kommt aber auch in Seen und Teichen vor53. In Flüssen hält sie sich gern ufernah auf, in Seen dagegen mehr im freien, offenen Wasser fern vom Ufer6. Sie mag klares, sauberes Wasser über sandigem oder kiesigem Grund8.
Verbreitung
Verbreitet ist die Zope in den Unter- und Mittelläufen der Flüsse, die zu Nord- und Ostsee fließen, sowie im Einzugsgebiet der Donau5. In Deutschland gilt sie wegen des starken Ausbaus und der Verbauung vieler Flüsse als stark gefährdet und steht auf der Roten Liste56.
Nahrung
Die Zope frisst vor allem tierisches Plankton, also winzige Kleinkrebse wie Wasserflöhe und Hüpferlinge, die sie im freien Wasser aufnimmt34. Daneben stehen Insektenlarven und kleine Würmer auf dem Speiseplan4. Anders als die ähnliche Zobel sucht sie ihre Nahrung weniger am Grund, sondern mehr im Wasserkörper4.
Fortpflanzung
Die Zope laicht von April bis Mai, wenn sie flussaufwärts an überströmte, bewachsene Stellen mit sauberem Kiesgrund wandert4. Ein Weibchen legt dabei je nach Größe zwischen 4.000 und 25.000 Eier ab4. Geschlechtsreif werden die Tiere nach etwa vier bis fünf Jahren bei rund 17–20 cm Länge, die Larven schlüpfen nach 10–15 Tagen4.
Angelwissen
Köder und Praxis
Beangle die Zope mit feinem Gerät und der Pose in ufernahen, ruhigen Flussabschnitten, am besten mit Maden oder kleinen Würmern9. Da sie im Schwarm steht, lohnt etwas Anfutter, um den Trupp zu halten. Wo sie geschützt ist, setze Beifänge sofort schonend zurück.
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Als leichter Friedfisch von höchstens etwa 1,5 kg bietet die Zope beim Drill nur einen kurzen, eher zahmen Widerstand4.
Das Fleisch ist sehr grätenreich und gilt als trocken, daher wird die Zope kaum als Speisefisch geschätzt7.
Ganzjahresschutz in Bayern, Sachsen, Schleswig-Holstein. In den übrigen Ländern Schonzeiten und Mindestmaße.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bayern | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Berlin | 20 cm | 01.03–31.05 | – | Quelle |
| Brandenburg | 20 cm | 01.03–31.05 | – | Quelle |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | 01.04–31.05 | Nur Binnen | Quelle |
| Niedersachsen | Keine Angabe | 01.04–31.05 | Nur Binnen | Quelle |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.
- 1Unterscheidung Brachsen – Güster – Zobel – Zope – Heintges
- 2Fischartenportrait: Zope – fisch-hitparade.de
- 3Zope – fishman.guide
- 4Zope: Biologie, Verhalten und Lebensraum – simfisch.de
- 5Zope (Fisch) – Wikipedia
- 6Zope – Landesfischereiverband Bayern
- 7Zope – angel-sport-fischen.de
- 8Zope (Ballerus ballerus) – Fischlexikon
- 9Zope – Angelwahn
- 10www.gesetze-bayern.de
- 11www.berlin.de
- 12angelmagazin.de
- 13www.lallf.de
- 14schonzeiten.de
- 15www.fischerei.sachsen.de
- 16schonzeiten.de
- 17Wikipedia