Fischart

Zope

Ballerus ballerus

SpitzpleinzenPleinzenBallerus ballerus

Die Zope lebt in großen, langsam fließenden Flüssen und in den Mündungsbereichen zur Ostsee und Nordsee, kommt aber auch in Seen und Teichen vor12. In Flüssen hält sie sich gern ufernah auf, in Se

Abbildung zu Zope
Wissenschaftlicher NameBallerus ballerus
FamilieKarpfenfische (Cyprinidae)
Größe20–30 cm (max ca. 45 cm)
Gewicht0,3–0,5 kg (max ca. 1,5 kg)
Alterbis ca. 18 Jahre

Schlanker, silbriger Schwarmfisch mit bläulichem Rücken und einer auffällig langen Afterflosse, die mindestens ein Drittel des Körpers einnimmt12. Lebt in großen, ruhig fließenden Flüssen und filtert dort winzige Kleinkrebse aus dem freien Wasser34. In Deutschland ist er durch verbaute Flüsse selten geworden und steht auf der Roten Liste5.

Sicher erkennen

Erkennungsmerkmale

Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.

Lehrbuchabbildung von Zope mit markierten Erkennungsmerkmalen Lange AfterflosseEndständiges MaulBläulicher RückenSilbrige Flanke
Erkennungsmerkmale im Bild4 Merkmale aus der App
  • Sehr lange Afterflosse, mindestens ein Drittel der Körperlänge
  • Hoher, seitlich stark abgeflachter Körper
  • Endständiges, leicht nach oben gerichtetes Maul
  • Rücken bläulich, Flanken silbrig, Bauch weiß
  • Feine, kleine Schuppen
  • Schwanzflosse mit deutlich längerem unterem Lappen
  • Brust- und Bauchflossen gelblich getönt

Genau hinsehen

Verwechslungsgefahr

Abbildung zu Brachse
Brachsen

Die Brachse hat eine deutlich kürzere Afterflosse und gröbere Schuppen; die Zope wirkt schlanker und langgestreckter.

Brachse im Lexikon
Abbildung zu Güster
Güster

Die Güster bleibt hochrückiger und hat eine kürzere Afterflosse mit weniger Strahlen; die Zope ist gestreckter.

Güster im Lexikon
Abbildung zu Zobel
Zobel

Der Zobel sucht seine Nahrung mehr am Gewässergrund, während die Zope vor allem im freien Wasser nach Plankton jagt.

Zobel im Lexikon

Steckbrief

Lebensweise und Vorkommen

Lebensraum

Die Zope lebt in großen, langsam fließenden Flüssen und in den Mündungsbereichen zur Ostsee und Nordsee, kommt aber auch in Seen und Teichen vor53. In Flüssen hält sie sich gern ufernah auf, in Seen dagegen mehr im freien, offenen Wasser fern vom Ufer6. Sie mag klares, sauberes Wasser über sandigem oder kiesigem Grund8.

Verbreitung

Verbreitet ist die Zope in den Unter- und Mittelläufen der Flüsse, die zu Nord- und Ostsee fließen, sowie im Einzugsgebiet der Donau5. In Deutschland gilt sie wegen des starken Ausbaus und der Verbauung vieler Flüsse als stark gefährdet und steht auf der Roten Liste56.

Nahrung

Die Zope frisst vor allem tierisches Plankton, also winzige Kleinkrebse wie Wasserflöhe und Hüpferlinge, die sie im freien Wasser aufnimmt34. Daneben stehen Insektenlarven und kleine Würmer auf dem Speiseplan4. Anders als die ähnliche Zobel sucht sie ihre Nahrung weniger am Grund, sondern mehr im Wasserkörper4.

Fortpflanzung

Die Zope laicht von April bis Mai, wenn sie flussaufwärts an überströmte, bewachsene Stellen mit sauberem Kiesgrund wandert4. Ein Weibchen legt dabei je nach Größe zwischen 4.000 und 25.000 Eier ab4. Geschlechtsreif werden die Tiere nach etwa vier bis fünf Jahren bei rund 17–20 cm Länge, die Larven schlüpfen nach 10–15 Tagen4.

Angelwissen

Köder und Praxis

Wurmkleiner Tauwurm oder MistwurmMadenein bis zwei am feinen HakenInsektenlarvenrote ZuckmückenlarvenTeigkleiner weicher Ball
Praxistipp

Beangle die Zope mit feinem Gerät und der Pose in ufernahen, ruhigen Flussabschnitten, am besten mit Maden oder kleinen Würmern9. Da sie im Schwarm steht, lohnt etwas Anfutter, um den Trupp zu halten. Wo sie geschützt ist, setze Beifänge sofort schonend zurück.

Schlaumeierwissen

Wusstest du, dass die Zope trotz ihres Beinamens als Speisefisch kaum geschätzt wird? Ihr Fleisch ist arg grätenreich und gilt als trocken7. Spannender ist ihr Steckbrief-Merkmal: Die lange Afterflosse macht sie zur unverwechselbaren Verwandten von Brachse und Güster1.

Auf einen Blick

Eigenschaften und Einordnung

Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.

EigenschaftsprofilSkala 1–5
Eigenschaftsprofil als Radar-DiagrammGröße: 2.0 von 5. Häufigkeit: 1.0 von 5. Kampfstärke: 2.0 von 5. Tafelqualität: 1.0 von 5. Verwechslung: 4.0 von 5. Schutz: 2.0 von 5Größe2.0Häufigkeit1.0Kampfstärke2.0Tafelqualität1.0Verwechslung4.0Schutz2.0
2.0
Größe

Mit meist 20–30 cm und höchstens rund 45 cm Länge ist die Zope ein eher kleiner bis mittelgroßer Friedfisch54.

1.0
Häufigkeit

In Deutschland gilt die Zope als stark gefährdet und kommt nur noch in wenigen großen Flüssen vor56; ein Angler begegnet ihr selten.

2.0
Kampfstärke

Als leichter Friedfisch von höchstens etwa 1,5 kg bietet die Zope beim Drill nur einen kurzen, eher zahmen Widerstand4.

1.0
Tafelqualität

Das Fleisch ist sehr grätenreich und gilt als trocken, daher wird die Zope kaum als Speisefisch geschätzt7.

4.0
Verwechslung

Brachsen, Güster und Zobel sehen sehr ähnlich aus; nur die extrem lange Afterflosse verrät die Zope sicher12.

2.0
Schutz

Ganzjahresschutz in Bayern, Sachsen, Schleswig-Holstein. In den übrigen Ländern Schonzeiten und Mindestmaße.

Fischereirecht

Schonzeiten und Mindestmaße

Übernommener Datenstand: 10. August 2026.

Bitte vor dem Angeln prüfen

Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.

BundeslandMindestmaßSchonzeitHinweisBeleg
Baden-WürttembergKeine AngabeKeine Angabe
BayernKeine AngabeGanzjährig geschütztQuelle
Berlin20 cm01.03–31.05Quelle
Brandenburg20 cm01.03–31.05Quelle
BremenKeine AngabeKeine Angabe
HamburgKeine AngabeKeine Angabe
HessenKeine AngabeKeine Angabe
Mecklenburg-VorpommernKeine Angabe01.04–31.05Nur BinnenQuelle
NiedersachsenKeine Angabe01.04–31.05Nur BinnenQuelle
Nordrhein-WestfalenKeine AngabeKeine Angabe
Rheinland-PfalzKeine AngabeKeine Angabe
SaarlandKeine AngabeKeine Angabe
SachsenKeine AngabeGanzjährig geschütztQuelle
Sachsen-AnhaltKeine AngabeKeine Angabe
Schleswig-HolsteinKeine AngabeGanzjährig geschütztQuelle
ThüringenKeine AngabeKeine Angabe
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
EnglischEnglishblue breamAuch: zope
NiederländischNederlandsblauwbrasem
DänischDanskfaren
NorwegischNorsk (Bokmål)faren
SchwedischSvenskafaren
FinnischSuomisulkava
FranzösischFrançaisbrème bleueAuch: brème du Rhin
ItalienischItalianoabramide blu
SpanischEspañolbrema azul
KroatischHrvatskikesegaAuch: špicer
PolnischPolskisiniec
TschechischČeštinacejn siný

Nachvollziehbar

Quellen

Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.

  1. 1Unterscheidung Brachsen – Güster – Zobel – Zope – Heintges
  2. 2Fischartenportrait: Zope – fisch-hitparade.de
  3. 3Zope – fishman.guide
  4. 4Zope: Biologie, Verhalten und Lebensraum – simfisch.de
  5. 5Zope (Fisch) – Wikipedia
  6. 6Zope – Landesfischereiverband Bayern
  7. 7Zope – angel-sport-fischen.de
  8. 8Zope (Ballerus ballerus) – Fischlexikon
  9. 9Zope – Angelwahn
  10. 10www.gesetze-bayern.de
  11. 11www.berlin.de
  12. 12angelmagazin.de
  13. 13www.lallf.de
  14. 14schonzeiten.de
  15. 15www.fischerei.sachsen.de
  16. 16schonzeiten.de
  17. 17Wikipedia

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