Fischart
Stichling
Gasterosteus aculeatus
Der Stichling mag pflanzenreiche Flachwasserzonen von langsam fließenden Bächen, Seen und Teichen1. Er kommt auch im leicht salzigen Brackwasser an der Küste vor1. Gegenüber Sauerstoffmangel und s

Winziger, robuster Fisch mit drei aufrichtbaren Stacheln vor der Rückenflosse und seitlichen Knochenplatten statt Schuppen1. Lebt in pflanzenreichen Flachwasserzonen und ist gegenüber schlechtem Wasser erstaunlich unempfindlich1. Berühmt für die Brutpflege: Das Männchen baut ein Nest und bewacht die Eier allein2.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Drei StachelnBauchstachelKnochenplattenRote Kehle
- Sehr kleiner Fisch, meist 5–8 cm lang
- Drei aufrichtbare Stacheln vor der Rückenflosse
- Je ein kräftiger Stachel an den Bauchflossen
- Keine Schuppen, dafür seitliche Knochenplatten
- Schlanker Körper mit dünnem Schwanzstiel
- Männchen zur Laichzeit mit leuchtend roter Kehle
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Hat neun bis elf kleine Stacheln vor der Rückenflosse statt nur drei und ist noch kleiner.
Zwergstichling im Lexikon
Anderer Name für den Neunstachligen Stichling — ebenfalls an der höheren Stachelzahl erkennbar.
Zwergstichling im Lexikon
Der Sonnenbarsch ist hochrückig, bunt gefärbt und hat einen roten Fleck am Kiemendeckel; dem Stichling fehlen die Schuppen, stattdessen hat er Knochenplatten und die namensgebenden Rückenstacheln.
Sonnenbarsch im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Der Stichling mag pflanzenreiche Flachwasserzonen von langsam fließenden Bächen, Seen und Teichen1. Er kommt auch im leicht salzigen Brackwasser an der Küste vor1. Gegenüber Sauerstoffmangel und schmutzigem Wasser ist er sehr robust und besiedelt sogar Gewässer, die andere Fische längst verlassen haben1.
Verbreitung
Diesen kleinen Fisch findet man in ganz Deutschland und fast überall in Europa13. Es gibt eine standorttreue Süßwasserform im Binnenland und eine wandernde Form, die jedes Jahr von der Küste zum Laichen in die Flussmündungen zieht5. Stichlinge bilden oft sehr große Bestände1.
Nahrung
Der Stichling ist ein flinker Jäger und frisst vor allem kleine Tiere wie Insektenlarven, Würmer und Kleinkrebse16. Er macht aber auch vor dem Laich und der Brut anderer Fische nicht halt16. Trotz seiner geringen Größe ist er ein sehr gewandter Schwimmer1.
Fortpflanzung
Die Laichzeit reicht von Mai bis Juli6. Dann färbt sich beim Männchen die Kehle und der Bauch leuchtend rot, und es baut aus Pflanzenteilen ein kleines Nest am Boden62. Mehrere Weibchen legen darin ihre Eier ab (100–400 Stück), danach bewacht allein das Männchen das Gelege und fächelt der Brut mit den Flossen frisches Wasser zu2. Die Jungen schlüpfen nach etwa 7 bis 12 Tagen2.
Angelwissen
Köder und Praxis
Den Stichling fängt man so gut wie nie gezielt mit der Angel — dafür ist er einfach zu klein. Wer ihn beobachten will, schaut im Frühsommer in flache, pflanzenreiche Uferzonen: Dann verteidigt das rot gefärbte Männchen sein Nest und ist gut zu sehen62. Ein versehentlich gefangenes Tier vorsichtig zurücksetzen.
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Mit meist 5–8 cm und maximal 11 cm einer der kleinsten heimischen Fische1.
Wegen der winzigen Größe von wenigen Zentimetern gibt es praktisch keinen Drill1.
Als Speisefisch ohne Bedeutung — zu klein, früher nur in Notzeiten gegessen5.
Durch die drei markanten Stacheln gut erkennbar, am ehesten mit dem Neunstachligen Stichling verwechselbar5.
Kein besonderer Schutzstatus.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bayern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Berlin | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.