Fischart
Schnäpel
Coregonus oxyrinchus
Der Schnäpel lebt in den Küstengewässern der Nordsee und im Brackwasser der Flussmündungen, wo Süß- und Salzwasser sich mischen2. Zum Laichen zieht er flussaufwärts in die unteren Abschnitte großer,

Schlanker, silbriger Lachsverwandter mit kleiner Fettflosse und einer auffälligen, weichen Nase, die weit über das Maul hinausragt1. Lebt im Küstenwasser der Nordsee und steigt im Spätherbst zum Laichen in saubere Flüsse auf2. In Deutschland gilt er heute als ausgestorben und ist streng geschützt13.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Lange NaseFettflosseSilbrige Flanke
- Stark verlängerte, nasenartige Schnauze über dem Maul
- Nase aus weichem, schwammigem Gewebe
- Kleine Fettflosse zwischen Rücken- und Schwanzflosse
- Schlanker, seitlich abgeflachter Körper
- Silbrige Flanken, dunkler blaugrauer Rücken
- Endständiges bis leicht unterständiges Maul
- Glatte, mittelgroße Rundschuppen
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr
Steckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Der Schnäpel lebt in den Küstengewässern der Nordsee und im Brackwasser der Flussmündungen, wo Süß- und Salzwasser sich mischen2. Zum Laichen zieht er flussaufwärts in die unteren Abschnitte großer, naturnaher Flüsse mit Kies- und Sandbänken2. Eier und Jungfische überleben nicht im Salzwasser, deshalb braucht er saubere, frei durchgängige Flüsse1.
Verbreitung
Früher war er in Rhein, Elbe, Weser, Ems und Eider weit verbreitet1. Heute gilt er in deutschen Gewässern als praktisch ausgestorben — in der Weser zuletzt 1910 gesehen, in der Elbe seit 1935 verschollen1. Versuche, ihn über Besatz im Eider-Treene-System wieder anzusiedeln, laufen2.
Nahrung
Jungfische fressen vor allem Zooplankton, also winzige im Wasser schwebende Tierchen6. Größere Tiere nehmen am Gewässergrund lebende Kleintiere wie Insektenlarven und kleine Krebse auf6. Gelegentlich stehen auch kleine Fische auf dem Speiseplan6.
Fortpflanzung
Die Hauptlaichzeit ist November bis Dezember, wenn die Tiere ins Süßwasser aufsteigen1. Ein Weibchen legt rund 30.000 bis 50.000 Eier an schnell strömenden Stellen mit kiesigem oder sandigem Grund ab6. Männchen werden mit zwei, Weibchen mit drei Jahren geschlechtsreif6.
Angelwissen
Köder und Praxis
Der Schnäpel ist streng geschützt und darf nicht beangelt werden3. Sollte dir an Nordsee oder in einem Mündungsfluss doch einmal einer an den Haken gehen, hakst du ihn vorsichtig im Wasser ab und setzt ihn sofort schonend zurück3. Auch das Fotografieren sollte rasch und schonend geschehen.
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Mit meist 30–50 cm und selten über 70 cm ist er eine mittelgroße Maränenart1.
Als schlanker Schwarmfisch der Maränen liefert er nur einen mäßigen Drill4.
Früher war er ein begehrter, wohlschmeckender Speisefisch, der gern geräuchert wurde1.
Er ähnelt anderen Maränen und Renken so stark, dass die sichere Bestimmung nur über die Kiemenreusendornen gelingt5.
Kein besonderer Schutzstatus.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bayern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Berlin | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.
