Fischart
Zwergstichling
Pungitius pungitius
Der Zwergstichling lebt vor allem in kleinen, pflanzenreichen Gewässern wie Gräben, Tümpeln und ruhigen Bachabschnitten, kommt aber auch im Brackwasser der Küsten vor13. Er bevorzugt flache, dicht

Winziger Stachelträger mit bis zu neun einzeln stehenden Stacheln vor der Rückenflosse und einem hauchdünnen Schwanzstiel1. Lebt in pflanzenreichen Gräben und Tümpeln und kommt sogar mit schlechtem Wasser gut zurecht2. Zur Laichzeit baut das Männchen ein frei schwebendes Nest zwischen den Pflanzen3.
Sicher erkennen
Erkennungsmerkmale
Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.
Stacheln am RückenDünner SchwanzstielSchlanker Körper
- Sehr kleiner, schlanker Fisch (meist 4-8 cm)
- Bis zu neun kleine Stacheln vor der Rückenflosse
- Langgestreckter, seitlich abgeflachter Körper
- Körper schuppenlos, nur kleine Knochenplatten am Schwanzstiel
- Rücken graugrün bis braun, Seiten silbrig hell
- Sehr dünner Schwanzstiel mit schwachem Kiel
Genau hinsehen
Verwechslungsgefahr

Der Dreistachlige Stichling hat nur drei kräftige Stacheln vor der Rückenflosse und ist etwas gedrungener gebaut.
Stichling im Lexikon
Diesen fehlen die einzeln stehenden Stacheln auf dem Rücken.
Groppe im LexikonSteckbrief
Lebensweise und Vorkommen
Lebensraum
Der Zwergstichling lebt vor allem in kleinen, pflanzenreichen Gewässern wie Gräben, Tümpeln und ruhigen Bachabschnitten, kommt aber auch im Brackwasser der Küsten vor26. Er bevorzugt flache, dicht bewachsene Bereiche und gilt als sehr unempfindlich gegenüber schlechter Wasserqualität26. Im Süßwasser hält er sich am liebsten zwischen Wasserpflanzen auf.
Verbreitung
In Deutschland findet man ihn vor allem im Norden, etwa in den Einzugsgebieten von Elbe und Eider sowie an der Ostseeküste2. In Süddeutschland lebt er nur vereinzelt in einigen Mainzuflüssen2. Insgesamt reicht sein Verbreitungsgebiet von Nordwesteuropa über Skandinavien bis weit nach Sibirien24.
Nahrung
Er ernährt sich von kleinen Tieren wie Wasserflöhen, Insektenlarven, kleinen Krebstieren und Würmern17. Einen Teil seiner Nahrung sucht er am Gewässerboden, zum Beispiel kleine Schnecken7. Auch Plankton im Freiwasser steht auf dem Speiseplan7.
Fortpflanzung
Das Männchen baut von April bis August ein tonnenförmiges Nest, das es frei zwischen Wasserpflanzen aufhängt und mit einem Nierensekret verklebt36. Zur Laichzeit färbt es sich tiefschwarz1. Das Weibchen legt meist gut 80 klebrige Eier ab, das Männchen bewacht das Gelege rund 10 bis 20 Tage lang und betreibt Brutpflege, bis die Jungfische frei schwimmen3.
Angelwissen
Köder und Praxis
Der Zwergstichling ist kein Angelfisch, sondern geht höchstens einmal als winziger Beifang ins Netz. Falls du so einen Mini-Stichling fängst, setze ihn sofort schonend und mit nassen Händen zurück ins Wasser. Am ehesten triffst du ihn in flachen, pflanzenreichen Gräben und Tümpeln an2.
Auf einen Blick
Eigenschaften und Einordnung
Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.
Mit meist 4-8 cm und höchstens 9 cm Länge einer der kleinsten heimischen Fische überhaupt1.
Im Norden Deutschlands stellenweise häufig, in Süddeutschland aber selten und nur lokal verbreitet2.
Wegen seiner winzigen Größe von nur wenigen Zentimetern bietet er Anglern kein Drillerlebnis1.
Hat praktisch keinen wirtschaftlichen Wert und diente höchstens in Notzeiten als Nahrung4.
Lässt sich an der hohen Stachelzahl gut vom Dreistachligen Stichling unterscheiden, ist für Laien aber leicht mit anderen Kleinfischen zu verwechseln5.
Ganzjahresschutz in Berlin, Hessen. In den übrigen Ländern Schonzeiten und Mindestmaße.
Fischereirecht
Schonzeiten und Mindestmaße
Übernommener Datenstand: 10. August 2026.
Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.
| Bundesland | Mindestmaß | Schonzeit | Hinweis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bayern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Berlin | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Brandenburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Bremen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hamburg | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Hessen | Keine Angabe | Ganzjährig geschützt | – | Quelle |
| Mecklenburg-Vorpommern | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Niedersachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Rheinland-Pfalz | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Saarland | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Sachsen-Anhalt | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Schleswig-Holstein | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
| Thüringen | Keine Angabe | Keine Angabe | – | – |
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
Nachvollziehbar
Quellen
Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.
- 1Tierenzyklopädie - Neunstachliger Stichling
- 2Müritzeum - Neunstachliger Stichling
- 3AKFS - Neunstachliger Stichling
- 4Wikipedia - Neunstachliger Stichling
- 5Anglerverband Niedersachsen - Neunstachliger Stichling
- 6Gartenteich-Ratgeber - Neunstacheliger Stichling
- 7Fischlexikon - Pungitius pungitius
- 8www.berlin.de
- 9angelmagazin.de
- 10Wikipedia