Fischart

Zwergstichling

Pungitius pungitius

Neunstachliger StichlingKleiner StichlingStechelstangePungitius pungitius

Der Zwergstichling lebt vor allem in kleinen, pflanzenreichen Gewässern wie Gräben, Tümpeln und ruhigen Bachabschnitten, kommt aber auch im Brackwasser der Küsten vor13. Er bevorzugt flache, dicht

Abbildung zu Zwergstichling
Wissenschaftlicher NamePungitius pungitius
FamilieStichlinge (Gasterosteidae)
Größe4-8 cm (max 9 cm)
Gewichtwenige Gramm
Alter1-3 Jahre (max 5 Jahre)

Winziger Stachelträger mit bis zu neun einzeln stehenden Stacheln vor der Rückenflosse und einem hauchdünnen Schwanzstiel1. Lebt in pflanzenreichen Gräben und Tümpeln und kommt sogar mit schlechtem Wasser gut zurecht2. Zur Laichzeit baut das Männchen ein frei schwebendes Nest zwischen den Pflanzen3.

Sicher erkennen

Erkennungsmerkmale

Die markierten Bereiche zeigen dir, woran du diese Fischart sicher erkennst.

Lehrbuchabbildung von Zwergstichling mit markierten Erkennungsmerkmalen Stacheln am RückenDünner SchwanzstielSchlanker Körper
Erkennungsmerkmale im Bild3 Merkmale aus der App
  • Sehr kleiner, schlanker Fisch (meist 4-8 cm)
  • Bis zu neun kleine Stacheln vor der Rückenflosse
  • Langgestreckter, seitlich abgeflachter Körper
  • Körper schuppenlos, nur kleine Knochenplatten am Schwanzstiel
  • Rücken graugrün bis braun, Seiten silbrig hell
  • Sehr dünner Schwanzstiel mit schwachem Kiel

Genau hinsehen

Verwechslungsgefahr

Abbildung zu Stichling
Dreistachliger Stichling

Der Dreistachlige Stichling hat nur drei kräftige Stacheln vor der Rückenflosse und ist etwas gedrungener gebaut.

Stichling im Lexikon
Abbildung zu Groppe
Junge Kaulbarsche oder Groppen

Diesen fehlen die einzeln stehenden Stacheln auf dem Rücken.

Groppe im Lexikon

Steckbrief

Lebensweise und Vorkommen

Lebensraum

Der Zwergstichling lebt vor allem in kleinen, pflanzenreichen Gewässern wie Gräben, Tümpeln und ruhigen Bachabschnitten, kommt aber auch im Brackwasser der Küsten vor26. Er bevorzugt flache, dicht bewachsene Bereiche und gilt als sehr unempfindlich gegenüber schlechter Wasserqualität26. Im Süßwasser hält er sich am liebsten zwischen Wasserpflanzen auf.

Verbreitung

In Deutschland findet man ihn vor allem im Norden, etwa in den Einzugsgebieten von Elbe und Eider sowie an der Ostseeküste2. In Süddeutschland lebt er nur vereinzelt in einigen Mainzuflüssen2. Insgesamt reicht sein Verbreitungsgebiet von Nordwesteuropa über Skandinavien bis weit nach Sibirien24.

Nahrung

Er ernährt sich von kleinen Tieren wie Wasserflöhen, Insektenlarven, kleinen Krebstieren und Würmern17. Einen Teil seiner Nahrung sucht er am Gewässerboden, zum Beispiel kleine Schnecken7. Auch Plankton im Freiwasser steht auf dem Speiseplan7.

Fortpflanzung

Das Männchen baut von April bis August ein tonnenförmiges Nest, das es frei zwischen Wasserpflanzen aufhängt und mit einem Nierensekret verklebt36. Zur Laichzeit färbt es sich tiefschwarz1. Das Weibchen legt meist gut 80 klebrige Eier ab, das Männchen bewacht das Gelege rund 10 bis 20 Tage lang und betreibt Brutpflege, bis die Jungfische frei schwimmen3.

Angelwissen

Köder und Praxis

Praxistipp

Der Zwergstichling ist kein Angelfisch, sondern geht höchstens einmal als winziger Beifang ins Netz. Falls du so einen Mini-Stichling fängst, setze ihn sofort schonend und mit nassen Händen zurück ins Wasser. Am ehesten triffst du ihn in flachen, pflanzenreichen Gräben und Tümpeln an2.

Schlaumeierwissen

Als Speisefisch spielt der Zwergstichling keine Rolle und landete früher nur in Notzeiten auf dem Teller4. Spannender ist sein Familienleben: Das Männchen baut ein frei schwebendes Pflanzennest, verklebt es mit körpereigenem Sekret und bewacht die Brut danach bis zu 20 Tage3.

Auf einen Blick

Eigenschaften und Einordnung

Die sechs Werte fassen das Profil kompakt zusammen. 5 steht jeweils für eine starke Ausprägung.

EigenschaftsprofilSkala 1–5
Eigenschaftsprofil als Radar-DiagrammGröße: 0.0 von 5. Häufigkeit: 2.0 von 5. Kampfstärke: 0.0 von 5. Tafelqualität: 0.0 von 5. Verwechslung: 3.0 von 5. Schutz: 1.5 von 5Größe0.0Häufigkeit2.0Kampfstärke0.0Tafelqualität0.0Verwechslung3.0Schutz1.5
0.0
Größe

Mit meist 4-8 cm und höchstens 9 cm Länge einer der kleinsten heimischen Fische überhaupt1.

2.0
Häufigkeit

Im Norden Deutschlands stellenweise häufig, in Süddeutschland aber selten und nur lokal verbreitet2.

0.0
Kampfstärke

Wegen seiner winzigen Größe von nur wenigen Zentimetern bietet er Anglern kein Drillerlebnis1.

0.0
Tafelqualität

Hat praktisch keinen wirtschaftlichen Wert und diente höchstens in Notzeiten als Nahrung4.

3.0
Verwechslung

Lässt sich an der hohen Stachelzahl gut vom Dreistachligen Stichling unterscheiden, ist für Laien aber leicht mit anderen Kleinfischen zu verwechseln5.

1.5
Schutz

Ganzjahresschutz in Berlin, Hessen. In den übrigen Ländern Schonzeiten und Mindestmaße.

Fischereirecht

Schonzeiten und Mindestmaße

Übernommener Datenstand: 10. August 2026.

Bitte vor dem Angeln prüfen

Vorschriften können sich ändern und zusätzlich vom Gewässer oder Fischereiberechtigten abhängen. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle und dein Erlaubnisschein.

BundeslandMindestmaßSchonzeitHinweisBeleg
Baden-WürttembergKeine AngabeKeine Angabe
BayernKeine AngabeKeine Angabe
BerlinKeine AngabeGanzjährig geschütztQuelle
BrandenburgKeine AngabeKeine Angabe
BremenKeine AngabeKeine Angabe
HamburgKeine AngabeKeine Angabe
HessenKeine AngabeGanzjährig geschütztQuelle
Mecklenburg-VorpommernKeine AngabeKeine Angabe
NiedersachsenKeine AngabeKeine Angabe
Nordrhein-WestfalenKeine AngabeKeine Angabe
Rheinland-PfalzKeine AngabeKeine Angabe
SaarlandKeine AngabeKeine Angabe
SachsenKeine AngabeKeine Angabe
Sachsen-AnhaltKeine AngabeKeine Angabe
Schleswig-HolsteinKeine AngabeKeine Angabe
ThüringenKeine AngabeKeine Angabe
Reise-WörterbuchDer Begriff in zwölf Sprachen
EnglischEnglishnine-spined sticklebackAuch: ten-spined stickleback
NiederländischNederlandstiendoornige stekelbaarsAuch: dwergstekelbaars
DänischDansktidornet hundestejleAuch: småhundestejle
NorwegischNorsk (Bokmål)småstingsildAuch: titing
SchwedischSvenskasmåspigg
FinnischSuomikymmenpiikki
FranzösischFrançaisépinochette
ItalienischItalianospinarettoAuch: spinarello minore
SpanischEspañolespinardoteAuch: espinoso de nove espinas
KroatischHrvatskipatuljasti gregoracAuch: bodalica
PolnischPolskicierniczekAuch: cierniczek północny
TschechischČeštinakoljuška devítiostná

Nachvollziehbar

Quellen

Datenstand des Lexikon-Eintrags: 10. August 2026.

  1. 1Tierenzyklopädie - Neunstachliger Stichling
  2. 2Müritzeum - Neunstachliger Stichling
  3. 3AKFS - Neunstachliger Stichling
  4. 4Wikipedia - Neunstachliger Stichling
  5. 5Anglerverband Niedersachsen - Neunstachliger Stichling
  6. 6Gartenteich-Ratgeber - Neunstacheliger Stichling
  7. 7Fischlexikon - Pungitius pungitius
  8. 8www.berlin.de
  9. 9angelmagazin.de
  10. 10Wikipedia

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